Forum: Wissenschaft
Elektroautos: Stau im Stromnetz
Getty Images/EyeEm

Mehr Klimaschutz, keine Stickoxide: Auf der E-Mobilität ruhen die Hoffnungen für eine Verkehrswende. Doch das Stromnetz ist auf Millionen E-Autos vielerorts nicht vorbereitet. Forscher arbeiten an Lösungen.

Seite 2 von 37
sikasuu 10.02.2019, 16:34
10. Auf solche Lasten sind die örtlichen Stromnetze meist nicht ausgelegt?

Das ist aber eine Überraschung. Gut, dass das jetzt schon aufgefallen ist.
.
Es wäre ja schlimm, wenn erst mal 100.000sende E-Cars bestellt würden & die Nutzer würden nach der Lieferung feststellen, das ihre EVU nur die ersten zehn in der Straße mit "richtig Power" (3 Phasig > 40A/AC) versorgen können & der Rest sich mit einen 2-3Kw. Steckdose (1Phasig 16A/AC) begnügen müsste.
.
Da sollte man jetzt aber fix an den Ausbau unserer Mittel & Niederspannungsnetze gehen.
.
Das bisschen Kupferkabel bundesweit in den Straßen zu "verbuddeln" dürfte wohl nicht ein so großes Problem sein!
.
Wie was der alte Elektriker Spruch noch mal:
1 E-Auto in der Straße. TOLL
10 E Autos in der Straße Na, Ja!
100 E-Autos in der Straße NE,NE!
.
Darauf einen Gorbaschow (sinngemäß):
Wer zu spät kommt, den bestraft das EVU:-)

Beitrag melden
wopress1104 10.02.2019, 16:36
11. Es wird kaum klappen

Die Verkehrswende so wie sich die Politik das vorstellt wird kaum klappen.
Ein Blick zurück. Die AKW's wurden von allen hochgejubelt. Die SPD forderte sogar einen schnellen Ausbau in ihrem Godesberg Programm. Und was ist daraus geworden? Und die Chancen stehen gut dass sich das bei der E-Mobilität wiederholt.
Besitzer von E-Autos werden im Winter - da soll es ja auch mal kalt sein - Probleme bekommen. Darüber müssen die sich im klaren sein. Es wird auch in Zukunft sehr kalte Winter geben. Aber wer auf die Politik hört bleibt dann irgendwo liegen.
Ich will hier erst garnicht die Umweltbelastung bei der Förderung des Lithium und Kobalt ansprechen. Um eine Tonne Lithium zu erzeugen werden 2 Mio. Liter Grundwasser benötigt.
Es gibt Alternativen. Da wäre Wasserstoff, Brennstoffzelle und die Gewinnung synthetischer Treibstoffe.

Beitrag melden
osis1980 10.02.2019, 16:36
12.

Unter Strich also: Je weniger E-Autos ans Netz gehen, desto weniger müssen autofreie Haushalte den Umbau mit subventionieren.

Wir haben hier am Haus das auch geprüft, urbane Lage: Ausbau ist kostspielig, Ladeleistuhg gering, Netz aus den 1960ern.

Zielführend? Nicht wirklich. Wichtiger ist also das pendeln zu reduzieren und die automobile Abhängigkeit zu reduzieren. Dafür sorgen aber E-Autos über den Komfortverlust schon ganz alleine.

Die deutsche E-Auto-Fixierung wird nochmal derbe teuer werden.

Beitrag melden
Elektricman 10.02.2019, 16:38
13. Die meisten Netze können die Leistung stemmen.

Die Stromkonzerne die immer in ihre Stromnetze investiert haben, können diese Entwicklung mit leichtigkeit stemmen. Für eine Leistung von 22KW ist es besser einen Rundsteuerempfänger einzubauen, wo der Energiekonzern die Leistung von der Zentrale aus schalten kann. Eine neue Perspektieve ist für die Stromkonzerne, das durch Leistungsspitzen und umgekehrt, die in Sekunden oder sogar noch weniger entstehen, die Akkus von den Elektrofahrzeugen, eine Netzstabilität erzeugen können. Das hat ein sehr großes Potential. Doch wehe den Versorger der auf dem flachen Land immer noch die Oberleitungen ins Haus einführt und immer noch keine vernüftigen Erdleitungen mit einer neuen Trafostation installiert hat... Genau bei diesem Investionsstau liegt die Gefahr. Die Gefahr liegt bei vernachlässigten, veralteten Stromnetzen, wo die letzten 50 Jahre NICHTS investiert wurde!
- Deshalb sind meistens die Menschen auf dem flachen Land die Leidtragenden, weil dort am wenigsten investiert wurde.

Beitrag melden
sikasuu 10.02.2019, 16:42
14. Je nach Modell ziehen Ladesäulen für E-Autos bis zu 22 Kilowatt !

Das ist der Anschlusswert eines Standard- Durchlauferhitzers für 1 Zapfstelle. Also keine ÜBERLAST, die sind eingerechnet.
.
Nur, mit dem Unterschied, das nicht alle im Haus gleichzeitig 2-3 Std duschen:-)

Beitrag melden
Yves Martin 10.02.2019, 16:43
15.

Zitat von GrüneLeuchte
Zitat:
Na klar, so wird das bestimmt funktionieren; vor allem im Ego-Deutschland. Ich denke, andersrum wird eher ein Schuh draus:

Nehmen wir an, ein E-Auto-Akku kostet 10.000 EUR und kann 1.000 mal geladen werden. Pro Ladung verliert er also 10 EUR an Wert. Warum sollten irgendwelche Autobesitzer anderen Autobesitzern unter dieser Voraussetzung und auf eigene (Akku-)Kosten ihren bereits geladenen Strom zur Verfügung stellen? Zumal man dann ja nicht mal sicher sein könnte, wieviel Kapazität der eigene Akku hat, wenn man am nächsten Morgen ins Auto steigt? "Tut mir leid, Thorben-Hendrik, aber damit die anderen Autofahrer Strom bekommen, habe ich heute Nacht Deinen Akku angezapft; deshalb kannst du heute nur 80 Kilometer weit fahren."

Den E-Auto-Apologeten scheint wirklich kein "Argument" zu blöd zu sein, um die nicht sehr zukunftsfähige Technologie des BEV irgendwie schönzureden.

Beitrag melden
Sucram 10.02.2019, 16:44
16. E-Autos sind nicht die Zukunft

Neben intelligenten Verkehrskonzepten kann nach heutigem Kenntnisstand die Lösung nur Wasserstoff lauten. Woher soll den das Material für all die zu ladenden Batterien stammen, die dann die Netze überlasten sollen?

Beitrag melden
rosinenzuechterin 10.02.2019, 16:44
17. Virtuelle Stromleitung?

Kann man das mit der "virtuellen Stromleitung" mal näher erklären? Mir ist schon klar, dass "virtuell" ein ganz tolles Wort ist, um Modernität und Flexibilität zu suggerieren und Nichtwissende als Blöde hinzustellen, die es eh nicht kapieren und bei denen jeder Erklärungsversuch scheitert (und daher gar nicht unternommen wird). Aber probieren wir es mal trotzdem: Im Norden weht Wind, der erzeugt Strom, dieser lädt (in Norddeutschland) Elektroautos. Soweit nachvollziehbar. Nun kommt das "Virtuelle": In Süddeutschland speisen Elektroautos Strom ins Netz. Wo kommt der denn her? Wann, wo und wie wurde der produziert, transportiert und ins süddeutsche Elektroauto gespeist und womit fährt dieses am nächsten Tag, wo es doch geladen vor der Tür stehen sollte, seinen ganzen Strom oder einen Teil davon aber ins Netz abgegeben hat, damit (wozu auch immer) die "virtuelle Stromleitung" entsteht?

Beitrag melden
philippz 10.02.2019, 16:45
18. Wieder ein E-Auto Angstmacher Titel

Warum den Titel nicht so nennen? "E-Autos Stabilisieren Stromnetze"

Beitrag melden
Andreas Gehrig 10.02.2019, 16:45
19. Danke für den informativen Artikel ...

… und dass Sie so etwas gegen die weitverbreiteten Vorurteile bezüglich E-Mobilität tun. Und natürlich auch ein Dank an die innovativen Ingenieure die hier mit Cleverness den grossen Hardware-Ausbau minimieren können, bravo!!! Aber die Fleischhauers der Welt werden das getrost ignorieren, so ist das heute leider.

Beitrag melden
Seite 2 von 37
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!