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Elektroautos und Versorgungssicherheit: Stresstest fürs Stromnetz
Tobias Gerber

Brechen die Stromnetze zusammen, wenn Millionen von Elektroautos auf Deutschlands Straßen drängen? Nein, sagt der Energieversorger E.on nach einem virtuellen Stresstest - zumindest unter bestimmten Bedingungen.

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Rassek 21.05.2019, 22:10
1. Bsp

Ladestation an der A7. Wie kann man 40 Autos gleichzeitig laden und diese stehen auch noch 25 min dafür herum. Im Winter kann man dann das Geld für warmen Kaffee gleich im überfüllten Restaurant ausgeben. Ein paar schöne Simulationen reichen nicht.

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kamisk 21.05.2019, 22:11
2. Eigenversorgung stärken

Wenn die Eigenversorgung stärker vorangebracht wird, sind die Energiefirmen nicht mehr unersetzlich. Wer hat ein E-Fahrzeug ? Leben diese eher in Mietwohnungen oder im Eigentum ? Wer sich ein E-Fahzeug leistet der könnte auch die Solaranlage auf dem Dach des Hauses oder der Garage einrichten und die Energie für das E-Fahzeug selbst produzieren !! Dies reduziert die Auslastung des Stromnetzes. Auch will die Stromwirtschaft ihr Produkt verkaufen ...

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langenscheidt 21.05.2019, 22:39
3. #1 Winter und E-Kfz

Im Winter fahren keine E-Autos, weil der Stromverbrauch um ein Vielfaches höher (Heizung) und die Reichweite bis zu 65% weniger ist als im Sommer. Grundsätzlich braucht man für den Unsinnshype E-Auto keine Schön-Wetter-Simulationen. E-Auto ist und bleibt eines von vielen Antriebsarten - mehr nicht.

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rathat 21.05.2019, 22:41
4. Volkswagen ohne staatliche Unterstützung?

Mal abgesehen davon, dass es Volkswagen ohne staatliche Unterstützung in Form von Abwrackprämie nach der Finanzkrise und in Form von Schonung durch Genehmingung unwirksamer Softwareupdates nach dem Dieselbetrug nicht mehr geben würde, hat der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen Herbert Diess im Zusammenhang mit dem Batteriewerk Salzgitter die Politik gebeten, dass für sein Unternehmen auf die EEG Umlage verzichtet werden soll. Abgesehen davon, dass es sich dadurch eben auch um eine Subventionierung handeln würde, muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, was das bedeuten würde: VW, der Hersteller großer SUVs, will durch den Bau sauberer Elektroautos seine Umweltbilanz aufbessern, ist aber nicht bereit Mittel zu zahlen, die für den Ausbau erneuerbarer Energien dienen und damit erst den saubere Betrieb von Elektroautos ermöglichen.

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kessler 21.05.2019, 22:54
5. Denken in die richtige Richtung, aber noch nicht weit genug

E-Autos werden nicht ein Problem für das Stromnetz, sondern ein Lösung für dessen Probleme. Ein Auto steht 95% seiner Lebenszeit nur rum; wenn dann ein nennenswerter Teil dieser Autos am Netz hängt und dessen Akku teilweise als Puffer und Schwankungsreserve genutzt werden kann, ändern sich das Geschäftsmodell. Ich investiere in einen Akku, der Geld verdient, aber zeitweise auch als Auto genutzt werden kann. E-Mobilität wird dann günstiger als die heutigen Autos.
Dies glt z.B. für Zweitwagen, die zu Hause in der Garage stehen oder Pendlerautos auf Firmenparkplätzen mit einem entsprechenden Netzanschluss (z.B. als Bonus für die Mitarbeiter).

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Stronzz 21.05.2019, 23:01
6. Intelligente Nutzung des Stromangebots reduziert die Ausbaukosten

Seit kurzem ist es auch in Deutschland für Privatkunden möglich, Strom zum wechselnden Strombörsenpreis (plus Netzentgelte, Steuern, Abgaben) zu kaufen. Dieser Preis ist besonders dann niedrig oder sogar negativ, wenn viel erneuerbare Energie im Netz ist. Dadurch entsteht ein finanzieller Anreiz, das E-Auto nicht gleich am Feierabend zu laden, wenn der Strombedarf landesweit sowieso hoch ist, sondern zu den preiswerten Zeiten mit einem Überangebot an Strom. Meine Ladestation kann dies teilweise schon automatisch steuern. Durch diese Automatisierung in Verbindung mit variablen Kosten kann der Strombedarf verteilt werden, was die Netzausbaukosten reduzieren wird.

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Niemand_anderes 21.05.2019, 23:06
7. Es wird eng

Ach! Echt? Das Netz bricht nicht zusammen? Und das Handelblatt, die SZ, all die "Internetforen-Experten" liegen falsch? Der E.on-Fachmann sagt "alles machbar". Und er hat Recht. Eine Strecke von 100 km lässt sich mit einer 11 kW-Wallbox locker in 2,5 Stunden laden. Bei nur 3,6 kW Ladeleistung über Nacht in 8 Stunden. Sie fahren nicht täglich 100 km? Um so besser. Den erforderlichen Netzausbau werden die Stromversorger schaffen. Das gehört zu deren Geschäftsmodell. Das technische und kaufmännische Know-How ist dort vorhanden. Auch bereits widerlegt sind die Unmengen von CO2, die bei der Akku-Produktion entstehen (besser: bei der Erzeugung der benötigten elektrischen Energie). Elektroautos mit ausreichender Reichweite gibt's auch. Es wird eng für die Gegner der Elektromobilität.

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benhadschiomar 21.05.2019, 23:50
8. Ich fürchte, viele haben noch nicht

richtig nachgedacht. Ich kenne Städte, in denen nur eine Garage da ist, und der Zweit- oder Drittwagen muss auf der Strasse stehen. Da müssten überall Ladeboxen stehen. Für die hohen Stromstärken ist unser Versorgungssystem in den Städten nicht ausgelegt, wenn auch nur die Hälfte der Autos E-Autos sind. Wir wohnen am Berg. Ich habe keine Möglichkeit, vom Verteiler zur ebenerdigen Garage eine ausreichende Leitung zu legen. Alles andere wäre mit immensen Ausgaben verbunden. Das ist alles nicht richtig durchdacht!

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alterschwede123 22.05.2019, 00:29
9. Natürlich sagen die Energieversorger das

Denn sie begrüßen die Elektromobilität doch ganz klar.
Millionen Kunden, die saftig fürs Tanken zahlen. Das, was bisher Aral, BP und Co verdient haben, wandert dann in die Taschen von E.on, RWE, Vattenfall und den anderen.
Klar wollen die das jetzt nicht mies machen und Panik verbreiten. Die werden sich ne goldene Nase verdienen dran.

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