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Energiegewinnung: Bill Gates will mit Mini-Meilern die Kernkraft revolutionieren

Microsoft-Gründer Bill Gates treibt seinen Traum von effizienter und sauberer Energie voran. Eine von dem Multimilliardär finanzierte Firma lotet den Bau von Mini-Atomkraftwerken aus. Sie sollen jahrzehntelang ohne Wartung Strom produzieren.

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gspotwagner 24.03.2010, 09:31
90. Bitte nicht

Werden genau so laufen wie Windows...

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Transminator 24.03.2010, 09:43
91. Schritt zurueck nach vorne

Bill Gates sollte die Milliarden lieber in die Kernfusion (-sforschung) stecken, wenn es denn schon ein Projekt sein soll, bei dem man noch nicht sicher weiß ob es machbar ist. Da gibt es neben dem europäischen Großprojekt ITER auch einige neue, vielversprechende, doch noch sehr teure und unausgereifte Ansätze. Statt einer großen, kontrollierten Fusion, die in Gang gehalten wird (ITER) gibt es auch den Ansatz mit vielen kleinen Fusionen, die durch einen hochenergetischen Laserstrahl ausgelöst wird, Energie zu gewinnen, da der Output wesentlich größer ist als der Input für die Erzeugung des Laserstrahls. Da gibt es aber noch einige technische Hürden zu überwinden. Soweit ich weiß ist jeder einzelne Laserschuß noch sehr teuer und muss lange vorbereitet werden, doch damit das Verfahren funktioniert müssen mehrere solcher Schüße in kurzem Abstand hintereinander abgefeuert werden. Doch genau da könnten die Milliarden reinfliessen.
Oder, was noch besser währe: Es gab hier im SPON mal einen Bericht das einige Forscher ein Konzept vorgelegt haben, wie Amerika komplett unabhängig vom Öl werden könnte durch eine Kombination von Solarthermie, Windenergie etc. Das ist alles technisch schon machbar und nur das Stromnetz muss zusätzlich erneuert und erweitert werden. Da könnte man doch ein paar Milliarden reinstecken. Das Ergebnis ist saubere Energiegewinnung ohne das Risiko das der ganze Aufwand vielleicht gar keine Früchte trägt, da man ja weiß das Solarthermie etc. funktionieren und ferner wartungsarm sind.

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Koksnutte 24.03.2010, 09:45
92.

Zitat von Nachteuie
Hallo ! Und ganz "einbuddeln" kann man die Dinger ja auch nicht - wenn Bill Gates dran mistbastelt muss zumindest ein dicker roter RESET-KNOPF leicht zugängig an der Erdoberfläche angebracht werden ;-)
Das wäre dann aber sicher kein Reset Knopf sondern ein Startmenü unten links, mit dem man den Reaktor beenden kann. Ganz sicher. Am besten wäre es wahrscheinlich so eine Steckerleiste mit rotem Knopf neben dem Bildschirm liegen zu haben, womit man den ganzen Reaktor mal eben abstöpseln kann wenn der Bluescreen kommt.

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shatreng 24.03.2010, 10:05
93. Stahlung?

Zitat von Tesla2000
Langsam merke ich wie jahrelanges Schüren der Angst in der Annahme endet, daß diese Reaktoren besonders anfällig seien. Tja ein Risko ist möglicherweise vorhanden, aber für einen "Terroranschlag" sollte man sich doch einmal vergegenwärtigen, die Explosion einer Tankstelle ist viel einfacher und simpler durchzuführen. Die Idee ist besonders in Hinblick auf eien dezentrale Energieversorgung interessant. Ich habe einen Entwurf gesehen, der recht interessant war.
Es geht darum, dass man die Tankstelle löschen kann, während radioaktive Strahlung Jahrhunderte die Landschaften verseucht...

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mörtel paule 24.03.2010, 10:09
94.

"Die Reaktoren werden einfach in der Erde vergraben"


clap....clap.....clap....

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Schnarchy 24.03.2010, 10:14
95. Ein wichtiger Kernpunkt

Zitat von phboerker
Die heutige Meldung zur grünen Atom-Energie wird Ihnen ausnahmsweise mal nicht von der Atom-Lobby und vom normalerweise für solche Lobby-Arbeit zuständigen Spon-Redakteur präsentiert. Die Atom-Lobby hat nämlich gar kein Interesse an Mini-Atomkraftwerken. Die Gründe sind offensichtlich: solche Mini-Atomkraftwerke würden das Energiemonopol der Großenergieerzeuger zerstören, die so sehr für die Akzeptanz von Atomenergie (in Form von zentrlaen Großkraftwerken) und gegen erneuerbare Energien kämpfen. Denn letztlich geht es nicht um Atom gegen erneuerbar, sondern um zentral gegen dezentral. Je mehr Energie dezentral erzeugt wird, desto mehr zerbröselt das Monopol und die fetten Gewinne. Insofern ist das bei aller Ablehnung der Atomenergie fast schon wieder ein Genie-Streich.
Absolut korrekt. Das zentrale Monopol der Energieversorgung ist eine Lizenz zum Gelddrucken. Die damit beschäftigten Firmen werden mit Sicherheit alles versuchen um Ideen die die Energieversorgung dezentralisieren aus dem Verkehr zu ziehen.

Daher sind Projekte wie desertec auch wieder interessant für die grossen Energiekonzerne da, auch wenn es hierbei um erneuerbare Energien geht, der Status Quo nicht nur erhalten bleibt sondern auch noch die Länder Nordafrikas in eine solche zentrale Energieversorgung eingebunden werden.

So interessant auch diese Idee des Laufwellenreaktor erstmal ist, und ich bin kein Freund der Atomenergie, der laut Mr. Gates Vortrag bei TED (bei 13:20 kommt er zur Sache hier) mit U238 und auch den bisher zwischengelagerten Abfällen betrieben werden kann, es ist bisher eben nur eine Simulation.
Eine wesentlich interessantere Idee die dagegen schon Energie produziert und daher potentiell wirklich den Energieverteilungsmonopolen ihre Macht nehmen kann ist jedoch Bloomenergy's Bloombox oder Energy Server. Schon im Vorfeld der Veröffentlichung ihrer SOFC-Technologie gab es bereits reichlich Spekulationen inwieweit die Platzhirsche wie GE, Siemens, ABB und so weiter mit diesem Neuankömmling umgehen werden (sollte den die Technologie tatsächlich funktionieren wonach es ja bisher erstmal ausschaut).

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Izmir.Übül 24.03.2010, 10:54
96. Lorem ipsum

Zitat von Andreko
Da sich aber die Technologiefeindlichkeit der Deutschen nicht auf die Kernkraft beschränkt sondern auch vor allen anderen Zukunftstechnologien wie Gentechnik oder Nanotechnologie nicht zurückschreckt, ist die Situation eigentlich noch schlimmer als von Ihnen beschrieben. Wenn ich aber so die veröffentlichte Meinung verfolge, und die mal als bare Münze nehme, habe ich den Eindruck, dass diese Technologiefeindlichkeit tief in der Mitte der Bevölkerung verwurzelt ist.
Das Märchen von der "Technologiefeindlichkeit" der Deutschen ist ebenso ausgelutscht wie falsch. Schließlich erzielt Deutschland seine Exportüberschüsse nicht mit der Ausfuhr von Agrarprodukten.

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Izmir.Übül 24.03.2010, 11:13
97. > /dev/null

Zitat von Haio Forler
Wenn die auch so oft wieder hochgefahren werden müssen Windows 3.1, na dann.
Die Kettenreaktion kann auf Grund eines
schwerwiegenden Ausnahmefehlers nicht
gestoppt werden. Wollen Sie den Reaktor
herunterfahren?

Ja.................Nein.................Abbrechen

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wiwimuc 24.03.2010, 12:16
98. Ist das DIE Lösung??

Zunächst mal forschen die an Reaktortypen von 300 bis 1000 MW. Das ist NICHT(!!!) klein. Also garantiert nichts für den Heimbedarf, außer man hat vor einen Privatteich von der Größe des Starnberger Sees ganzjährig auf 32 Grad badetemperatur zu halten. Somit hat sich sicherlich die Befürchtung der ubiquitäten Verteilung von Kernmaterial und die dann drohende Terrorgefahr erledigt.

Die Endlagerung entfällt größtenteils, da das Abfallmaterial einfach wieder in neue Reaktoren eingebaut wird. Aus die Maus, Problem gelöst.

Ja, Microsoft ist wahrlich nicht für besonders stabile Systeme bekannt, aber ich denke mal, dass diese Reaktoren schlicht und einfach nicht gesteuert werden müssen, weil sie konstruktiv bedingt einfach dauerhaft und gleichmäßig "brennen". Genau so wie einen Wunderkerze. Wenn die erst mal brennt, dann ändert sich das auch nicht mehr, bis der Brennstoff aufgebraucht ist. Wenn mal nicht so viel Strom benötigt wird, muss man den halt einfach in Wärme umwandeln. Machen wir ein paar Badeseen einfach zu Tropischen Lagunen. Das ist gut für den Tourismus.

Das Kernmaterial U 238, das Amis und Briten sonst gerne mal als Munition gegen alte T72 Panzer mit südländisch aussehenden Besatzungen einsetzen, ist dermaßen reichlich vorhanden, dass sich die Menschheit wahrscheinlich bis zum Jüngsten Gericht keine Gedanken über Energieversorgung machen muss. Man sollte so eine Option nicht leichtfertig verwerfen.

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Chrischan74 24.03.2010, 12:16
99. Traurig

In den Forenbeiträgen spiegelt sich die systematische, staatlich betriebene Verblödung durch Medien und Schulen der letzten vierzig Jahre wieder.

Anstatt sachlich zu argumentieren, wird mit billigster Polemik und projezierten Aberglauben versucht, eine Zukunftstechnologie zu dikreditieren.

Aber hauptsache ist doch, daß an den Schulen "Umweltkompetenzen" vermittelt werden. Damit wir bald alle eine 40m Windmühle im Garten stehen haben....

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