Forum: Wissenschaft
Energiespeicher: Stromkosten sparen mit dem Wasserboiler
dapd

Strom steht nachts im Überfluss bereit - weil ihn dann kaum jemand nutzen will. Forscher wollen das Problem jetzt ausgerechnet mit Heißwasser-Geräten bekämpfen: Die Boiler, bisher als Energieverschwender verschrien, sollen nachts Wasser erwärmen, das morgens ohnehin gebraucht wird.

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MünchenerKommentar 23.09.2012, 08:37
1. Andersrum

Andersrum müsste es eigentlich auch funktionieren: Man kühlt in der Nacht Gefriertruhen soweit nach unten (z.B. -22 Grad), dass sie tagsüber auch ohne Strom, wenn sie sich wieder langsam aufheizen, trotzdem unter -18 Grad bleiben. Wenn die Isolierung gut genug ist, sollte man auf diese Art auch den billigen Nachtstrom nutzen können.

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petertoegel 23.09.2012, 08:42
2. Schön wärs

Schön wärs, wenn der Normalverbraucher endlich wieder günstigen Nachtstrom beziehen könnte. Indess - es ist nicht mehr vorgesehen. Wurden nicht sogar die Nachtspeicheröfen - versorgt mit günstigem Nachtstrom - seinerzeit von der rotgrünen Regierung verboten?
Dabei wäre es doch so einfach: Zeitgesteuerter Zähler und Wiedereinführung von Nachtstromtarifen. Den Rest erledigt der Verbraucher von alleine.

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Ludwigsburger 23.09.2012, 08:42
3. Faszinierend, wie die Wissenschaft Erkenntnisse für ....

..... teure Forschungsgelder generiert. Das Aufheizen des Warmwassers erfolgte in unserer Familie bereits im Jahr 1972 mittels "Nachtstrom" - eben, weil es schon damals Strom im Überangebot gab und damit der Nachttarif günstiger war.

Wieviel Geld ist denn für dieses bahnbrechendes Forschungsergebnis geflossen? Wer kontrolliert denn sowas in Deutschland?

Ich wage mal eine Vorhersage: dieselben Forscher werden demnächst zum Ergebnis kommen, dass Elektroheizungen mit Wärmespeicher, aufgeheizt mitels Nachtstrom, sinnvoll sind ...

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afp223 23.09.2012, 08:43
4. Bahnbrechende Idee!

Das ist ja wirklich eine bahnbrechende Idee, überschüssigen Nachtstrom zum Aufheizen von Wasser zu nutzen! Nur ist sie leider schätzungsweise 40 Jahre alt: Boiler mit Anschluss an einen vom Energieversorgungsunternehmen gesteuerten Zweitarifzähler gibt es schon eine halbe Ewigkeit. Man muss sich schon ernsthaft fragen, warum das hier als die Neuigkeit schlechthin verkauft wird?

Vom Primärenergieaufwand her betrachtet ist es übrigens so ziemlich das dümmste, was man machen kann, Wasser direktelektrisch aufzuheizen. Sinnvoll und effizient wird höchstens über eine Wärmepumpe.

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atair 23.09.2012, 08:43
5. Um eine abstruse Politik zu retten ...

... müssen die Rettungsmaßnahmen logischerweise immer abstrser werden.

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gustavsche 23.09.2012, 08:46
6.

Das hatten wir doch alles schon. Es nannte sich Nachspeicherofen. Nachts wurde billiger Strom getankt und tagsüber als Wärme abgegeben.

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Stelzi 23.09.2012, 08:47
7. "fachleute"

"Zudem hat das Erhitzen von Wasser einen Nachteil: Anders als etwa bei Pumpspeicherkraftwerken oder Druckluftspeichern kann die Energie nicht wieder in Elektrizität zurückverwandelt werden."

Doch kann man. Zwar nicht mit einer herkömlichen Warmwasseranlage, aber wie glaubt der Mann funktionieren Solarkollektoranlagen mit angegliederter Stromerzeugung? Da wird mit dem heissen Wasser aus den Solarkollektoren in einem Wärmetauscher ein geeignetes Gas erhitzt, welches infolge starker expansion ein kleines Turbinchen mit Generator antreibt.

Stromerzeugung ist nicht der primäre Zweck dieser Anlagen und der Wirkungsgrad der Stromerzeugung nicht beauschend, aber Brauchwasser soll ohnehin nicht über 70 Grad Celsius heiss sein - was an sonnigen Tagen aber weit übeschritten wird, diesen Energieüberschuss wird dann in Strom umgewandelt, ohne das man sich auch noch Solarzellen aufs Dach schnallen muss.

Das nur so nebenbei.

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gbpa005 23.09.2012, 08:48
8.

Zitat von sysop
Strom steht nachts im Überfluss bereit - weil ihn dann kaum jemand nutzen will. Forscher wollen das Problem jetzt ausgerechnet mit Heißwasser-Geräten bekämpfen: Die Boiler, bisher als Energieverschwender verschrien, sollen nachts Wasser erwärmen, das morgens ohnehin gebraucht wird.
... aber das ist doch bereits seit Jahrzehnten Standard. Was ist daran neu? Das war bislang in jedem Haushalt der Fall, in dem ich seit meiner Geburt lebten (mit Ausnahme von Gasetagenheizungen in Studentenzeiten).

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hartholz365 23.09.2012, 08:53
9. Bei den Ölpreisen wird Stromheizung wieder attraktiver

Wenn man die Preisanstiege von Öl und Strom der letzten 10 Jahre vergleicht, so ist Öl über 50% gestiegen, Strom nur um 25%, Gas so um die 30%, laut einer Sendung im TV. Ausserdem hat man meist das Pech dass immer der Ölpreis oben ist wenn man gerade Öl braucht.

Da lohnt es sich vielleicht bald wieder (teilweise) auf Strom umzusteigen, z.B. nachts die Hütte mit Strom zu Heizen. In der Zeit ist er billiger und die Heizung fährt im Absenkbetrieb, ausser es ist längere Zeit wirklich sehr kalt aber das passiert dort wo ich wohne nur alle paar Jahrzehnte und dann höchstens für 2 Wochen.

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