Forum: Wissenschaft
Energiespeicher: Stromkosten sparen mit dem Wasserboiler
dapd

Strom steht nachts im Überfluss bereit - weil ihn dann kaum jemand nutzen will. Forscher wollen das Problem jetzt ausgerechnet mit Heißwasser-Geräten bekämpfen: Die Boiler, bisher als Energieverschwender verschrien, sollen nachts Wasser erwärmen, das morgens ohnehin gebraucht wird.

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kampongboy 23.09.2012, 16:41
90. Wasserstoff-Industrie

Baut Wasserstoff-Kraftwerke im Grossformat. Die koennen dann nachts Wasserstoff produzieren, der tagsueber in Kraftwerken oder fuer Transportmittel verwendet wird.

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Flari 23.09.2012, 17:05
91.

Zitat von kampongboy
Baut Wasserstoff-Kraftwerke im Grossformat. Die koennen dann nachts Wasserstoff produzieren, der tagsueber in Kraftwerken oder fuer Transportmittel verwendet wird.
Was soll dieser hingeklatschte "Hinweis" in diesem Thread?

Der Weg über Wasserstoff ist ein sehr uneffektiver, wobei es natürlich sinnvoller ist, eine relativ uneffektivere Nutzung von elektrischer Energie zu praktizieren, als diese Energie völlig verpuffen zu lassen.

Und da ist es nun einmal um Welten effektiver, den Strom direkt in nutzbare Wärme umzuwandeln, solange kein "grenzenloser" Überschuss vorhanden ist.

Von daher ist für die nähere Zukunft die Sache mit den Boilern doch gar nicht so schlecht.

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vincent1958 23.09.2012, 17:20
92. Habe..

Zitat von laller
Mehr als 500km Reichweite sind aber mit 50Hz-Strom nicht drin. Ein totaler Unsinn, denn bei der Produktion von Strom gehen schon einmal ca. 60% verloren und dann beim Wasserpumpen noch einmal ca. 20% und dann noch einmal mit 20% Verlusten wieder in Strom wandeln, dann bleibt so gut wie nichts uebrig. 0,4 x 0,8 x 0,8 = 0,25 Es bleiben noch ca. 25% Wuerde man keinen Strom mit WKA produzieren und direkt Wasser damit pumpen, waere Windenergie speicherbar und der WKA Jahresertrag wuerde sich mindestens vedreifachen, wenn nicht sogar verzehnfachen..
...Sie heute für den IG Nobelpreis vorgeschlagen!

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godfather58 23.09.2012, 17:21
93. Keine gute Idee

Zitat von hartholz365
Wenn man die Preisanstiege von Öl und Strom der letzten 10 Jahre vergleicht, so ist Öl über 50% gestiegen, Strom nur um 25%, Gas so um die 30%, laut einer Sendung im TV. Ausserdem hat man meist das Pech dass immer der Ölpreis oben ist wenn man gerade Öl braucht. Da lohnt es sich vielleicht bald wieder (teilweise) auf Strom umzusteigen, z.B. nachts die Hütte mit Strom zu Heizen. In der Zeit ist er billiger und die Heizung fährt im Absenkbetrieb, ausser es ist längere Zeit wirklich sehr kalt aber das passiert dort wo ich wohne nur alle paar Jahrzehnte und dann höchstens für 2 Wochen.
Ich halte das für keine Gute Idee. Der Strompreis ist bezogen auf eine kWH immer noch fast 3x so teuer wie Heizöl oder Gas.

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Death666Angel 23.09.2012, 17:24
94.

Irgendwie ist das nichts neues.
Ich habe mit meiner Familie jahrelang zur Miete in einem Haus ohne Gasanschluss gelebt (die Erbauerin hatte Angst vor Explosionen....) und deshalb hatten wir elektro Bodenmatten die sich nachts erhitzt hatte und einen Stromboiler mit großem Tank der nachts das Wasser auf Temperatur gebracht hat.

Wenn man kein Gas oder Wärmepumpen hat kann man es so machen. Aber letztendlich war es trotzdem teurer und umständlicher als die anderen Lösungen. Da möchte ich lieber, dass der nächtliche Strom so gespeichert wird, dass er tagsüber wieder zurück gewonnen werden kann. Ist meiner Meinung nach sinnvoller.

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Thermodynamix 23.09.2012, 18:11
95. Sie als (selbst)erklärter Experte

Zitat von laller
Mehr als 500km Reichweite sind aber mit 50Hz-Strom nicht drin.
wissen natürlich, dass solche Entfernungen im eng vermaschten Hochspannungsnetz der BRD nicht auftreten!

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spon-facebook-10000034431 23.09.2012, 18:24
96. Nachtstrom?

Gibts bei EOn jedenfalls nicht mehr.
Deshalb macht Nachts Strom verbrauchen auch keinen Sinn.
Und klar, die erneuerbaren, wie jeder weiss scheint Nachts die Sonne besonders stark. Soviel mal zum Solaranteil. Wer mal an der Nordsee war weiss auch das es zwar ständig stürmt, doch wenn die Sonne weggeht geht auch der Wind. Weil: Wind entsteht (im Nahbereich) aufgrund der unterschiedlichen Aufwärmung der Luft über Wasser und über Land.
Es gibt zwar auch grossräumige Luftbewegungen auf die das dann so nicht zutrifft, doch ein Grossteil der erneuerbaren wird vor allem Tags über abgeschöpft und ist damit sehr gut an den Tagesrythmus der Menschen angepasst. Nicht umsonst gibt es inzwischen gerade auch zu Spitzenlastzeiten die höchsten Einspeisungen und teils sogar mittags Negativpreise an der Strombörse.
Der Artikel scheint das Problem der Altkraftwerke an die erneuerbaren weitergeben zu wollen. Wo selbst Atomstromkonzerne keinen Nachtstrom anbieten - und Ökostromanbieter garantiert nicht - wo kommt denn die Idee hinter dem Artikel her?

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WilliStock 23.09.2012, 19:13
97. Nachtstrom?

Sich alleine auf den Nacht Strom zu konzentrieren ist hier zu kurz gedacht. Verbraucher wie Boiler, Nachtstromspeicherheizungen oder Waschmasvhine/Trockner Kind dazu prädestiniert, als Regelparameter zum Erhalt der Netz Sicherheit und zur Nivellierung Verbrauchs eingesetzt zu werden. Ist halt der Preis für eine volatile Stromversorgung...

Auch wenn es vielen nicht passt: Das Potential kann nur ausgeschöpft werden, wenn die Verbraucher alle vernetzt sind und der Stromkunde selbst sein aktuelles Verbrauchsprofil zum optimalen in den Regelkreis einbringt.

Ein anderer Preis der Energiewende....

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olala_ma 23.09.2012, 19:26
98.

Zitat von Flari
Was soll dieser hingeklatschte "Hinweis" in diesem Thread? Der Weg über Wasserstoff ist ein sehr uneffektiver, wobei es natürlich sinnvoller ist, eine relativ uneffektivere Nutzung von elektrischer Energie zu praktizieren, als diese Energie völlig verpuffen zu lassen. Und da ist es nun einmal um Welten effektiver, den Strom direkt in nutzbare Wärme umzuwandeln, solange kein "grenzenloser" Überschuss vorhanden ist. Von daher ist für die nähere Zukunft die Sache mit den Boilern doch gar nicht so schlecht.
Mit überschüssigem Strom Warmwasser im Boiler zu erzeugen ist vielleicht keine schlechte Idee aber was den Wirkungsgrad betrifft ist der wahrscheinlich auch nicht besser als der Wirkungsgrad bei der Erzeugung von Wasserstoff.
Wen das warme Wasser nämlich nicht sofort verwendet wird - man muss nicht jeden Tag duschen! - wird es innerhalb weniger Tage im Boiler wieder kalt.
Ich denke, bei unseren Betrachtungen was die Speicherung von Nachstrom oder generell überschüssigem Strom angeht sollten wir nicht so wahnsinnig viel Wert auf den optimalen Wirkungsgrad legen - viel wichtiger ist doch, dass der Strom überhaupt genutzt wird und möglichst Verwendung findet für etwas was unsere Gesellschaft nun mal benötigt.
Warmwassererzeugung ist dabei eine Möglichkeit aber weil Sie damit z.B. noch kein Auto betreiben können, wäre es doch nicht die schlechteste Idee zusätzlich auch noch Wasserstoff, Methan oder einen ähnlich gut verwendbaren Energieträger für's Autofahren, den Luftverkehr oder was auch immer herzustellen.
Also bitte nicht gleich lospolltern - der Vorschlag mit der Herstellung von Wasserstoff im großen Stil ist zumindest diskussionswürdig, wie ich finde.

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Hajojunge 23.09.2012, 19:51
99. Batteriespeicher im Großmaßstab gab es bereits

Zitat von kampongboy
Anstatt Wasser aufzukochen, sollte man besser Batterien laden: die fahrenden (Auto), und die mobilen (Handy, Notebooks, etc).
Handys und E-Autos bringen es nicht. In Berlin-Steglitz gab es zu Mauerzeiten, Westberlin war auch eine Strominsel, eine große Batteriespeicheranlage. U-Bootbatterien wurden auf mehreren Etagen eines Gebäudes aufgestellt, nicht größer als ein Miethaus. Stromrichter konnten je nach Netzfrequenz die Batterien laden oder entladen. Die Anlage konnte im Notfalle 17 Megawatt Sofortreserveleistung liefern, sonst regelte sie mit +- 8,5 Megawatt, ohne jene Trägheit, wie sie selbst schnellen Kraftwerken zu eigen ist. Bei einem "Schwarzstart", wenn also ganz Westberlin dunkel war, konnte man mit der Batterie eine Gasturbine hochfahren und danach die übrigen Kraftwerke. Die stationären Batterien waren langlebig, ein intelligentes Lademanagement sorgte immer für genügend Reserve. Die Anlage war, obwohl weltweit die einzige und ein Prototyp, extrem wartungsarm. Die Batterien wurden automatisch mit Aqua dest. nachgefüllt, der Speicher lief weitgehend unbemannt. Wenn es mal lebhaft zuging, dann waren es die Interessenten aus aller Welt. Die Anlage war dann der Schrittmacher für ähnliche Anlagen z.B. auf Inseln.
Nach der Wende wurde die Anlage abgebaut und ein Energiemuseum eröffnet. Das Grundlagenwissen ist aber noch vorhanden, nutzt es!!
Viele solcher Anlagen, über Deutschland an den Verbrauchsschwerpunkten aufgestellt, würden weitere Pumpspeicherwerke überflüssig machen und könnten bei den aufgrund der laienhaft gestrickten Energiewende zu erwartenden häufigen Netzzusammenbrüchen und bei der Speicherung überschüssiger Erzeugung aus Wind und Sone äußerst hilfreich sein. Natürlich gibt es auch hier Lade/Entladeverluste, aber die hat jede Art von Speicher.
Der Batteriespeicher ist verlustärmer als die meisten Speicherarten und im Gegensatz zu Pumpspeicheranlagen schnell und mit wenig Aufwand realisierbar. Die Natur bleibt unangetastet. Die Anlagen lassen sich unauffälig in jedes Stadtbild integrieren. Die meisten Berliner wußten damals nicht, daß das unscheinbare Gebäude am Wiesenweg einen Energiespeicher beherbergte.

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