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Energiespeicher: Stromkosten sparen mit dem Wasserboiler
dapd

Strom steht nachts im Überfluss bereit - weil ihn dann kaum jemand nutzen will. Forscher wollen das Problem jetzt ausgerechnet mit Heißwasser-Geräten bekämpfen: Die Boiler, bisher als Energieverschwender verschrien, sollen nachts Wasser erwärmen, das morgens ohnehin gebraucht wird.

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Flari 23.09.2012, 20:08
100.

Zitat von olala_ma
Mit überschüssigem Strom Warmwasser im Boiler zu erzeugen ist vielleicht keine schlechte Idee aber was den Wirkungsgrad betrifft ist der wahrscheinlich auch nicht besser als der Wirkungsgrad bei der Erzeugung von Wasserstoff. Wen das warme Wasser nämlich nicht sofort verwendet wird - man muss nicht jeden Tag duschen! - wird es innerhalb weniger Tage im Boiler wieder kalt.
Das wäre/ist lediglich eine Sache der isolierung.
Man darf natürlich nicht die 1cm dicke und unterbrochene Styroporschicht der typischen 5l Untertischspeicher mit der Isolation von modernen Speichern für Solaranlagen etc. vergleichen.
Da liegen Welten zwischen, die Wärmeverluste kann man den Datenbättern entnehmen...
Völlig unsinnig ist es natürlich, bei einem Kleinverbraucher überdimensionierte Speicher zu installieren.

Zitat von olala_ma
Ich denke, bei unseren Betrachtungen was die Speicherung von Nachstrom oder generell überschüssigem Strom angeht sollten wir nicht so wahnsinnig viel Wert auf den optimalen Wirkungsgrad legen - viel wichtiger ist doch, dass der Strom überhaupt genutzt wird und möglichst Verwendung findet für etwas was unsere Gesellschaft nun mal benötigt. Warmwassererzeugung ist dabei eine Möglichkeit aber weil Sie damit z.B. noch kein Auto betreiben können, wäre es doch nicht die schlechteste Idee zusätzlich auch noch Wasserstoff, Methan oder einen ähnlich gut verwendbaren Energieträger für's Autofahren, den Luftverkehr oder was auch immer herzustellen. Also bitte nicht gleich lospolltern - der Vorschlag mit der Herstellung von Wasserstoff im großen Stil ist zumindest diskussionswürdig, wie ich finde.
Einer Diskussion über die unterschiedlichsten Speichermöglichkeiten stehe ich immer sehr interessiert und aufgeschlossen gegenüber.
Es ist aber etwas völlig anderes, wenn jemand lediglich mit einem dummen Satz daher kommt.
Gleiche Foristen tauchen in Diskussionen zu Druckspeichern auf und verweisen auf die Boiler, bei der Wasserstoffgeschichte auf Pumpspeicherwerke, bei den Verkehrstoten auf die Krankenhauskeime, bei den armen Tieren auf die Kinder in Somalia..

Kurzum: sie haben nichts beizutragen, sondern stören nur die laufende Diskussion.

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laller 23.09.2012, 21:13
101.

Zitat von Hajojunge
Handys und E-Autos bringen es nicht. In Berlin-Steglitz gab es zu Mauerzeiten, Westberlin war auch eine Strominsel, eine große Batteriespeicheranlage.......
Alles viel zu aufwendig und sichert wieder nur die oligargischen Strukturen, die wieder keine dezentrale Strukturen zulassen.
Wenn schon Batterien, dann nur 12V oder 24V vor Ort in der Wohnung.
Dann brauchen nur noch alle Wohnungen mit einem 12 V oder 24 V Kabelnetz verbunden zu werden, wo jeder mit PVA oder WKA dezentral, ohne aufwendige Regelung und EVU einspeisen kann.
Die Kabel des heutigen Netzes wuerden dafuer ausreichen.
Die groessen Stroeme werden so durch die Haus- Batterie abgefangen, im Netz fliessen dann nur begrenzte Ladestroeme fuer die Haus-Batterien.
Eigentlich so wie in einem autarken Solarhaus oder Wohnmobil, nur mit riesiger Gemeinschaftsbatterie.
(Bin gespannt, ob das auch wieder gesperrt wird.)

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Hajojunge 23.09.2012, 21:29
102. Was Sie da schreiben, ist grober Unfug

Zitat von laller
Alles viel zu aufwendig und sichert wieder nur die oligargischen Strukturen, die wieder keine dezentrale Strukturen zulassen. Wenn schon Batterien, dann nur 12V oder 24V vor Ort in der Wohnung. Dann brauchen nur noch alle Wohnungen mit einem 12 V oder 24 V Kabelnetz verbunden zu werden, wo jeder mit PVA oder WKA dezentral, ohne aufwendige Regelung und EVU einspeisen kann. Die Kabel des heutigen Netzes wuerden dafuer ausreichen. Die groessen Stroeme werden so durch die Haus- Batterie abgefangen, im Netz fliessen dann nur begrenzte Ladestroeme fuer die Haus-Batterien. Eigentlich so wie in einem autarken Solarhaus oder Wohnmobil, nur mit riesiger Gemeinschaftsbatterie. (Bin gespannt, ob das auch wieder gesperrt wird.)
Nein, diesen Beitrag sollte man keineswegs sperren. Beweist er doch, was für abstruse Vorstellungen manche Zeitgenossen haben, unbelastet von jedem energietechnischen Wissen.
Oligarchische Strukturen - welch ein ideologischer Flachsinn. Viele Batteriespeicher, verteilt über Deutschland, stellen eine dezentrale Struktur dar, im Gegensatz zu einem großen Pumpspeicherwerk. Das autarke Solarhaus ist auch so eine wirre Idee. Ohne Netzanschluß und im Winter ist es bald zappenduster.

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antilobby 23.09.2012, 21:31
103.

Zitat von petertoegel
Dabei wäre es doch so einfach: Zeitgesteuerter Zähler und Wiedereinführung von Nachtstromtarifen. Den Rest erledigt der Verbraucher von alleine.
Die großen Firmen aus den Branchen EVU, Telekom und IT wollen lieber das Smart-Grid etablieren, mit minimal billigerem Strom nachts und massiv teuerem tagsüber.

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antilobby 23.09.2012, 21:34
104.

Zitat von afp223
Vom Primärenergieaufwand her betrachtet ist es übrigens so ziemlich das dümmste, was man machen kann, Wasser direktelektrisch aufzuheizen. Sinnvoll und effizient wird höchstens über eine Wärmepumpe.
Wenn der Strom aus Solarpanelen stammen würden, wäre die Ökobilanz dar nicht so schlecht.

Dumm nur, dass 1. in der Nacht kaum Sonne scheint und 2. man statt PV-Panel gleich einen Sonnenkollektor für Warmwasser nehmen könnte.

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antilobby 23.09.2012, 21:38
105.

Zitat von sysop
Strom steht nachts im Überfluss bereit ...
Der Strom steht bisher nachts im Überfluss bereit, weil es wirtschaftlicher ist Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken billiger zu verkaufen als die Anlagen für einige Stunden herunterzuregeln.

Mit der Energiewende sollen solche Kraftwerke verschwinden, so dass es mit dem billigen Nachtstrom bald vorbei sein wird.

Korrekt müsste der Titel des Artikels heißen: "Energiespeicher: Stromkosten sparen mit dem Atomstrom". Wer hat die Forscher finanziert?

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antilobby 23.09.2012, 21:43
106.

Zitat von Fragende_Leere
Das Beispiel mit der Waschmaschine ist uralt und wird selbst im Artikel so aufbereitet, dass deutlich wird, wie irreal es eigentlich ist. Es gibt kaum Anwendungen, die sich in die Nacht verlagern lassen.
Die Verbraucher sollen erzogen werden dass sie es als normal findet Strom nur dann zu verbrauchen wenn es durch Sonne und Wind bereitgestellt wird. Sie sollen es auch als Fortschritt empfinden gegenüber den alten Zustand als rund um die Uhr CO2- und radioaktivitätshaltiger Strom zur Verfügung steht.

Daher die vielen wohlklingenden Namen wie öko, grün, smart(grid) usw.

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Flari 23.09.2012, 21:48
107.

Zitat von laller
Wenn schon Batterien, dann nur 12V oder 24V vor Ort in der Wohnung. Dann brauchen nur noch alle Wohnungen mit einem 12 V oder 24 V Kabelnetz verbunden zu werden, wo jeder mit PVA oder WKA dezentral, ohne aufwendige Regelung und EVU einspeisen kann. Die Kabel des heutigen Netzes wuerden dafuer ausreichen. Die groessen Stroeme werden so durch die Haus- Batterie abgefangen, im Netz fliessen dann nur begrenzte Ladestroeme fuer die Haus-Batterien.
Sind die 24VDC Windkraftanlagen auch auf den Hausdächern?

Und den 10kW-24VDC Herd versorgen Sie dann aus den Batterien mit über 400 Ampere?
Unter Vollast bei 2 x 12V 100Ah immerhin für 14 Minuten..?
Und am 24VDC-Haarfön haben Sie dann auch ein Starterkabel?

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antilobby 23.09.2012, 21:52
108.

Zitat von Hajojunge
Das autarke Solarhaus ist auch so eine wirre Idee. Ohne Netzanschluß und im Winter ist es bald zappenduster.
Im Winter wird das dieselbetriebene BHKW angeschmissen, gibt Strom UND Wärme gleichzeitig. Ist zwar nicht mehr solar, aber das verschweigt man gekonnt.

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Flari 23.09.2012, 22:10
109.

Zitat von antilobby
Im Winter wird das dieselbetriebene BHKW angeschmissen, gibt Strom UND Wärme gleichzeitig. Ist zwar nicht mehr solar, aber das verschweigt man gekonnt.
Ohne Netzankoppelung und damit Einfügung in ein Gesamtkonzept ist das BHKW im EFH schon wieder eine ineffektive Geschichte.
Wie alle Insellösungen, die nur dort eine wirtschaftliche Existenzberechtigung haben, wo die gemeinschaftliche Versorgung fehlt.

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