Forum: Wissenschaft
Energiespeicher: Stromkosten sparen mit dem Wasserboiler
dapd

Strom steht nachts im Überfluss bereit - weil ihn dann kaum jemand nutzen will. Forscher wollen das Problem jetzt ausgerechnet mit Heißwasser-Geräten bekämpfen: Die Boiler, bisher als Energieverschwender verschrien, sollen nachts Wasser erwärmen, das morgens ohnehin gebraucht wird.

Seite 2 von 17
PeBe123 23.09.2012, 08:57
10. alter hut

diese nutzungsmoeglichkeiten fuer ueberschuessigen strom wuerden sich automatisch ergeben, wenn der strom auch fuer den endverbraucher in abnahmeschwachen zeiten wirklich billig angeboten wuerde.
genau das wollen die konzerne aber anscheinend vermeiden, lieber verschenken sie den strom ins ausland, als den privatkunden ein paar euro zu erlassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gsa 23.09.2012, 09:00
11. Nichts neues

Nachtspeicheröfen gabs doch schon vor Jahrzehnten (waren die Herren Ideeträger da noch im Kindergarten?). Wenn es stündlich angepasste nachfrageorientierte Strompreise gibt, werden die Verraucher von selber daufkommen und nachts Brauchwasser erwärmen oder dem Akkumulatortank der Heizung etwas gönnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ishibashi 23.09.2012, 09:00
12. in Frankreich

mit hohem Nuklearstrom Anteil durchaus sinnvoll, aber hier wohl kaum.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mobbkopf 23.09.2012, 09:10
13. Zurück in die Vergangenheit

Durch Teile der aktuellen "Erneuerbare"-Energien-Diskussion und die Blüten, die das Ganze aktuell treibt, fühle ich mich auf (be-) rührende Weise um 50 bis 60 Jahre in der Zeit zurückversetzt.

- Beheizung durch elektrischen Strom, z. T. massiv staatlich subventioniert (Stichwort "Wärmepumpe")? Check.
- Forcierter Bau von Gas- und Kohlekraftwerken (Stichwort "Atomausstieg")? Check.
- Nutzung der (Oh, Überraschung!) zu Schwachlastzeiten im Überfluss zur Verfügung stehenden Energie zur Warmwassergewinnung (siehe Artikel)? Check.

Wenn jetzt noch jemand auf den Gedanken kommt, die zu Schwachlastzeiten im Überfluss zur Verfügung stehenden Energie zur Wohnraumbeheizung zu nutzen, indem er eine elektrische Heizung mit entsprechenden Wärmespeichern ausstattet und das Ganze unter dem Namen "Nachtspeicherofen" verkauft, schließt sich der Kreis...

Einerseits empfinde ich es in gewisser Weise als beruhigend, zu sehen, dass unsere Altvorderen offensichtlich alles Andere als doof waren; zum Anderen macht mir der Gedanke, dass wir uns innerhalb der letzten Jahrzehnte in Sachen Energieerzeugung und -nutzung um nahezu Null (bzw. eher wieder rückwärts) bewegt haben, schon ein wenig Sorgen...

Naja, immerhin können nun die Hausbesitzer, die immer noch Nachtspeicheröfen daheim herumstehen habem, beruhigt aufatmen - die Modernisierung ihrer Heizungsanlage können sie sich nun auf längere Sicht sparen, da ihre Anlage nun wieder auf dem aktuellsten Stand der Technik ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
petrasha 23.09.2012, 09:10
14. schon vor 30 jahren

hatte ich nachtstrom gespeichert. was ist denn hier neu? man sollte mehr überlegen, die nachttarife bedeutend zu senken. damals liefen bei mir nachts 3 maschinen und durch den nachtstrom lief eine maschine für umme.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
olala_ma 23.09.2012, 09:16
15. Die Lösung könnte

Warum zum Teufel erzeugt man mit überschüssigem Strom nicht endlich Wasserstoff? Gerade im Hinblick darauf, dass sich immer mehr Windräder auch zu Zeiten drehen, wenn kein Strom gebraucht wird, liegt die Verwendung dieser Energieform für die Elektrolyse von Wasser zu Wasserstoff und Sauerstoff doch auf der Hand! Wer nun argumentiert mit schlechtem Wirkungsgrad der Elektrolyse, der bedenke bitte, dass der schlechteste Wirkungsgrad immer noch die Nichtnutzung des erzeugten Stromes ist - das sollte doch wohl auch den Politikern klar sein, die sich mit dem Thema schon viel zu lange tatenlos beschäftigen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
donnerfalke 23.09.2012, 09:18
16. Sich ständig was aus dem Finger saugen

Wir haben schon die höchten Strompreise Europas weil auf dem Strommarkt die Preise ohne Begründung angehoben werden und ansonsten die freie Raubtierwirtschaft herrscht. Kapitalisten bereichern sich ohne Ende und gleichzeitig zerstören sie unseren blauen Planeten wie sie nur können. Hier alles auf Verbraucher abzuwälzen ist Schwachsinn, zuerst muss Politik Strom wieder bezahlbar machen und die Parasitenkonzerne zerschlagen. Dann ist die Industrie gefragt die stromsparende Lösungen entwickeln MUSS. Es ist so gut wie gar nichts da.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dddddmmmmmm 23.09.2012, 09:21
17. Zurueck zu den urspruengen

Seltsam: schon seid jahren werden zum beispiel im rueckstaendingen italien zeitgesteuerte wasserbeuler verkauft: preis ca. 200.-€, die genau die nachtzeit zum aufheizen des wassers verwenden... Das es diesbezueglich noch Forschung brauchte, ueberraschte.

Des weiteren ist die rechnung sicherlich ohne den verbraucher gemacht, jedoch kann gedanke ruhig gedacht werden: fuer das heizen von ca. 85 litern wasser auf "durschnittstemperatur" braucht man ca. 5kwh, fuer eine normale waschmaschine mit normalem waschgang, was natuerlich zu definieren bleibt, braucht man 1 kwh...

Verlaesst man allerdings die ebene der teilkostenrechnung und geht auf die vollkostenrechnung mit einbeziehung dynamischer effekte koennte diese variante im vergleich zu anderen energieformen und methoden nachteilig sein. Dazu braucht es aber eigentlich keine forschung, sondern maximal ein excelblatt...

Beim naechsten duschen denke ich nochmal drueber nach...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
u.loose 23.09.2012, 09:26
18. Wieder mal so eine

Wolkenkuckucksheim Idee... Genau so brauchbar wie die Nutzung von Elektrospeicherheizungen als "Speicher".

Aus Sicht des Homo Ökonomikus:

Auch Nachts kostet die kWh Strom 14 Cent und somit doppelt so viel wie die kWh Gas. Wer ist also so blöde das Doppelte zu zahlen?

Gerade EEG Strom ist Nachts nicht billiger als Tagsüber, die genießen Einspeisevorrang und Festvergütung. Bekommt der Bürger also den Strom Nacht billiger geliefert, zahlt er das wieder über die EEG Umlage. Weht der Wind hingegen nicht, dann heize ich mein Brauchwasser per Fossilem Brennstoff auf? Krank!

Um es kurz zu machen: So Lange es das EEG Monopol gibt, ist keine marktwirtschaftliche intelligente Lösung möglich. Keine Frage - ohne feste Einspeisevergütung würde das Preis für Windstom nachts ins Bodenlose fallen - da könnte man dann wirklich zuschlagen.

Bringen wir es auf den Punkt: Die Leute suchen händeringend nach Möglichkeiten ÜBERFLÜSSIGEN, aber zwangsweise abzunehmenden Strom irgend einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Marktwirtschaftlich wäre da aber nur eines: Wenn der Strom nicht gebraucht wird, wird das Windrad eben abgeschaltet. Ersatzweise könnte der "Windmüller" sich überlegen den Strom per Kampfpreis von 1 Cent anzubieten, damit wenigstens die laufenden Kosten gedeckt werden.

Das ist eben der Nachteil von Planwirtschaft: Produzieren am Bedarf vorbei, aber auf alle Fälle kassieren....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
herbert 23.09.2012, 09:28
19. das gibt es doch schon ewig !!!!!!!!!!!!

Zitat von sysop
Strom steht nachts im Überfluss bereit - weil ihn dann kaum jemand nutzen will. Forscher wollen das Problem jetzt ausgerechnet mit Heißwasser-Geräten bekämpfen: Die Boiler, bisher als Energieverschwender verschrien, sollen nachts Wasser erwärmen, das morgens ohnehin gebraucht wird.
Wieso Forscher haben herausgefunden ??????

Wir haben in Deutschland seit ewigen Zeiten Nachtspeicheröfen, die mit billigen Strom betrieben werden.

Die Grünen wollten dies abschaffen !

Nun kommt jemand auf die Idee was alle wissen, einen Boiler mit heissem Wasser zu installieren.

Der deutsche Michel hat bis heute nicht begriffen, dass rot grün dieses seinerzeit verbannt hat. Die Grünen wollen das nicht, sie wollen nur teuren Ökostrom verkaufen!

Wann werden die Deutschen endlich wach, dass wir einen Energiemix brauchen !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 17