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Energiespeicher: Stromkosten sparen mit dem Wasserboiler
dapd

Strom steht nachts im Überfluss bereit - weil ihn dann kaum jemand nutzen will. Forscher wollen das Problem jetzt ausgerechnet mit Heißwasser-Geräten bekämpfen: Die Boiler, bisher als Energieverschwender verschrien, sollen nachts Wasser erwärmen, das morgens ohnehin gebraucht wird.

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wissen007 23.09.2012, 10:30
40. Perpetuum mobile 1. Art

Herr Samulat meint: "Strom steht nachts im Überfluss bereit - weil ihn dann kaum jemand nutzen will. Also erwärmen wir damit Wasser, dass am Morgen benötigt wird."

Welch eine Revolution! Leider sind die Verluste durch Wärmeleitung und Wärmestrahlung des Warmwasserboilers ernorm. Das kostet Geld und zusätzliche Energie. die ich am Morgen mit dem in der Nacht erwärmten Wasser zusätzlich verbrauche. Wenn ich nun in der Nacht zusätzlich mehr Wasser erwärmen möchte, werden auch die eingangs genannten Verluste größer. Wer das leugnet, der baut ein Perpetuum mobile 1. Art.

Also ein Vorschlag, wie die Energiewende durch Mehrkosten für den Verbraucher geschultert werden kann. Pfui Teufel für diese Art von Vorschlägen.

Im Übrigen hatten wir vor 20 Jahren eine bessere Lösung für dieses Problem - Nachtspeicheröfen. Allerdings mit dem Nachteil, dass man am Vorabend das Wetter am nächsten Tag, also den Bedarf an Heizenergie abschätzen musste.

Es wäre besser, wenn Herr Gerhard Samulat vor dem Schreiben solcher Artikel erste einmal einige Semester Physik studiert.

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Trashosaurus 23.09.2012, 10:36
41. Jaja Bla Bla

Ich hatte einmal für einige Zeit in einem älteren Bauernhaus gewohnt. Da wurde das Warmwasser auch mittels eines E-Boilers erzeugt. Das hat meinen Stromversorgen immer gefreut. Meine Stromkosten beliefen sich damals auf weit über 100 Euro im Monat. Irgendwann habe ich mal ein bisschen gerechnet und festgestellt, dass die Kostenvorteile des NT (Nachtarifs) gegenüber dem HT des normalen Tarifs (bei meinen Verbrauchswerten) durch die Grundgebühr geschluckt werden.
Ich bin also günstiger gefahren zu einem billigeren Anbieter zu wechseln, bei welchem es keinen Nachtstrom gibt, der aber eine niedrigere Grundgebühr und einen niedrigeren Arbeitspreis hat.

Fazit: Die Nachtstromtarife bieten nur wenige Stromanbieter an (hauptsächlich nur die Grundversorger) und diese Tarife sind meist deutlich teurer als andere Tarife.

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oisndoivnpsdv 23.09.2012, 10:37
42. Stromkosten sparen

Man kann Kosten nicht sparen. Man kann sie höchstens senken.

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volker_____ 23.09.2012, 10:41
43. Super-Idee

Echt Super, die Idee,
mein Warmwasser mach ich schon seit 1993 mit günstigem Nachtstrom - ohne Tagnachladung...

Volker

Zitat von sysop
Strom steht nachts im Überfluss bereit - weil ihn dann kaum jemand nutzen will. Forscher wollen das Problem jetzt ausgerechnet mit Heißwasser-Geräten bekämpfen: Die Boiler, bisher als Energieverschwender verschrien, sollen nachts Wasser erwärmen, das morgens ohnehin gebraucht wird.

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matthiasn 23.09.2012, 10:42
44. Nachts waschen

Das mit dem Waschen in der Nacht wird noch aus einem weiteren Grund auf wenig Resonanz stoßen. Nicht überall sind die Wände und Decken so dick, dass man da nichts vom Nachbarn mitbekommt.

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tempus fugit 23.09.2012, 10:43
45. Was in anderen Ländern bereits Standard ist....

Zitat von sysop
Strom steht nachts im Überfluss bereit - weil ihn dann kaum jemand nutzen will. Forscher wollen das Problem jetzt ausgerechnet mit Heißwasser-Geräten bekämpfen: Die Boiler, bisher als Energieverschwender verschrien, sollen nachts Wasser erwärmen, das morgens ohnehin gebraucht wird.
...z.B. in Italien - das fällt den EVU in DE offenbar schwer...

Zwischen 19 und 08 h kostest der Strom - weniger. Gesteuert und abgelesen wird über elektronische Zähler.

Ob der nächtl. E-Boiler eine Lösung ist, bleibt dahingestellt.

Würde in DE - statt mit Strom - mit Gas gekocht, wie fast überfall in Europa - wären alleine damit Stromeinsparungen (und auch noch zu
Spitzenzeiten!) von bis zu 10% möglich.

Statt mit Gas Wasser aufzuheizen bis es zu Dampf wird, der Turbinen antreibt die Generatoren antreiben, dessen Strom um- und hochgespannt werden muss, 100 km weit transportiert wird, wieder bis auf die 220V-Ebene runtertransformiert wird und dann an einer
ineffizienten Heizplatte wieder was heiss macht! Wasser - wie im Kraftwerk....

ausserdem kocht man mit Gas genauer und besser, kein Vor- und
Nachwäremeverlust - im Winter kann man das ggfls. noch als 'Heizeffekt' betrachten, im Sommer absolut nutzlos bis lästig!

Nur 1 Aspekt zu diesem thread!

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amnesis 23.09.2012, 10:45
46. ahja...

Die Nachtspeicherheizung wird "verboten" und an dessen Stelle sollen jetzt Wasserboiler Energie die nicht abgerufene Menge an Energie in Form von Strom nutzen.
Wieviel heisses Wasser soll denn in der Nacht erzeugt werden? Ist schon der 1te April?

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PolitBarometer 23.09.2012, 10:45
47. Speichern auf Anbieterseite?

Zitat von sysop
Strom steht nachts im Überfluss bereit - weil ihn dann kaum jemand nutzen will. Forscher wollen das Problem jetzt ausgerechnet mit Heißwasser-Geräten bekämpfen: Die Boiler, bisher als Energieverschwender verschrien, sollen nachts Wasser erwärmen, das morgens ohnehin gebraucht wird.
Dann wäre es doch angebracht, den nachts überschüssig erzeugten Strom über Gleichrichter in gigantischen Akku-Puffer-Depots einzuspeichern und im Tagesbetrieb wieder über Wechselrichter in das Stromnetz zu überführen. Wer verwendet denn zu Hause eigentlich Elektro-Warmwasserspeicher? Die Mehrheit dürfte wohl eher den Warmwasserseicher (Boiler) mit einer Gasheizanlage gekoppelt haben oder aber, wenn schon strombetrieben, als Durchlauferhitzer im Einsatz haben.
Und letzteres wohl eher nur in kleineren Wohnungen, und da ist diese Art der Wassererwärmung einfach zu teuer ist. Für ein Eigenheim wäre das ohnehin nicht mehr wirtschaftlich. Eine ähnliche Diskussion gab es damals schon bei den Elektro-Nachtspeicherheizungen, bei denen billiger Nachtstrom den Privathaushalten zugute kam. Aufgrund der heutigen Tarifstruktur der Energieversorger ist dieses Modell aber schon lange überholt. Nur gewerbliche Betreiber kommen heute über Sondertarife noch in den Genuss von "billigerem" Nachtstrom.

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user_tha 23.09.2012, 10:46
48. Verbrauch in die Mittagszeit schieben!

Wenn man den Stromverbrauch schon verschiebt, dann am besten in die sonnige Mittagszeit!

Vorteile:
1) der Anteil an regenerativ erzeugtem Strom ist wg. der vielen PV(=Photovoltaik)-Anlagen am höchsten. Z.B. heute: mittags über 10 Gigawatt Solar vorhergesagt, von insgesamt knapp 50 GW (siehe Transparency in Energy Markets - Gesetzliche Veröffentlichungspflichten der Übertragungsnetzbetreiber) . Wenn dann noch Wind weht - umso besser.
2) Außerdem legt - wg. viel PV - der Strom mittags im Schnitt kürzere Strecken zurück, da Solarenergie räumlich stark verteilt ist. Das bedeutet relativ geringe Leitungsverluste, ist also volkswirtschaftlich sinnvoll.

Nachts dagegen ist der Strom eher 'dreckig', - er kommt größtenteils aus Grundlastkraftwerken, d.h. Braunkohle- bzw. Atomkraftwerken (nur manchmal ist nennenswert Windenergie dabei) und wird von weit her zum Verbraucher transportiert.

Wenn man dann bedenkt, dass Braunkohlestrom extrem viel CO2-Ausstoß bedeutet, ist es geradezu unverantwortlich, zu empfehlen, man solle den Verbrauch in die Nachtstunden verschieben!

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breeze.block 23.09.2012, 10:57
49. Das ich nicht lache!

Jahrelang wurden elektrische Nachtspeicheröfen als Energieverschwender verteufelt. Und jetzt erfindet jemand das Rad neu, nur das statt Raumluft Wasser erwärmt werden soll. Zum Kringeln.

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