Forum: Wissenschaft
Energiespeicher: Stromkosten sparen mit dem Wasserboiler
dapd

Strom steht nachts im Überfluss bereit - weil ihn dann kaum jemand nutzen will. Forscher wollen das Problem jetzt ausgerechnet mit Heißwasser-Geräten bekämpfen: Die Boiler, bisher als Energieverschwender verschrien, sollen nachts Wasser erwärmen, das morgens ohnehin gebraucht wird.

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suchenwi 23.09.2012, 12:19
70. USB-Strom

Zitat von 7eggert
Kleine Spannungen kann man nicht günstig mit hoher Leistung transformieren. Je höher die Stromstärke ist und je dünner das Kabel ist, desto höher ist der Spannungsverlust am Kabel. Schauen Sie sich die Starthilfekabel an - bei 5 V wären sie viermal so dick. Im PC wird deshalb der Strom für den Prozessor per 12-V-Kabel zum Mainboard geleitet und erst dort heruntertransformiert. Und da geht es um 30 cm. Hohe Gleichspannungen haben auch das Problem, daß man bei Berührung schlechter davon wegkommt, als bei Wechselspannung. Deshalb will man auch keine gleichgerichtete Hochspannung im Haushalt.
Ich gebe zu, ich bin kein Elektrotechniker, aber ich kenne die USB-Spec: grob 500mA bei 5V. USB-Netzteile liefern z.B. 1000 mA. Da sind also weder hohe Spannungen noch Ströme im Spiel: 5V * 1A = 5VA = 5W pro USB-Steckdose.

Meine Idee war nur, dass man den Ablauf Wechselrichten - auf 230V hochtransformieren - einige Meter übertragen - auf 5V runtertransformieren - Gleichrichten dann eliminieren kann, wenn der Pufferakku 6V = hat und die USB-Verbraucher 5V = brauchen :^)

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whocaresbutyou 23.09.2012, 12:21
71. 6V-Gleichstromnetz

Zitat von suchenwi
Statt thermisch in heißem Wasser kann man überschüssigen Strom auch chemisch, nämlich in Akkumulatoren, speichern. ... Verluste durch zweimalige AC/DC-Wandlung und Transformation könnte man verringern, indem man parallel zum 230V-Wechselstrom-Hausnetz auch 6V Gleichstrom führt und an den Steckdosen per USB-Stecker "saugen" kann.
Ich gehe mal davon aus, sie sind nicht im Elektrogewerbe tätig...

Was sie da vorschlagen ist schlichtweg grottig unrentabel. Rechnen sie den Kaufpreis, Lebensdauer und die Wandlungsverluste um, ist das Thema schon vom Tisch. Von der Ökobilanz mal ganz zu schweigen.

Außerdem machen nur Techniken Sinn, die größere Mengen Energie puffern können. Bei einer günstigen Bleibatterie betrüge das Gewicht für 50kWH bereits über 1,5 Tonnen. Andere Typen sind zwar deutlich effizienter in Gewicht und Wirkungsgrad, kosten dann aber auch entsprechend.

Davon mal ab würde kein Mensch ein 6V-Netz bauen. Ein Verbraucher mit einer Leistung von sagen wir 1kW würde satte 170 Ampere ziehen und müsste mit einer daumendicken Leitung versorgt werden, wollte man nicht 30 Prozent Leitungsverluste erleiden. Aus diesem Grund wurden PKW bereits so ca. 1970 von 6V- auf 12V-Bordsystem umgestellt. LKW laufen wegen der größeren Leistungsbedarfe der Bordaggregate bereits auf 24V.

Für Klein(st)verbraucher, die sie an USB-Ports betreiben können, lohnt ein alternatives Stromnetz schon aufgrund der Installationskosten nicht.

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dale_gribble 23.09.2012, 12:26
72.

Zitat von 7eggert
Hohe Gleichspannungen haben auch das Problem, daß man bei Berührung schlechter davon wegkommt, als bei Wechselspannung. .
Ausserdem kann man Gleichspannung schlechter schalten als Wechselspannung (Nulldurchgang).

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Flari 23.09.2012, 12:31
73.

Zitat von 7eggert
Hohe Gleichspannungen haben auch das Problem, daß man bei Berührung schlechter davon wegkommt, als bei Wechselspannung. Deshalb will man auch keine gleichgerichtete Hochspannung im Haushalt.
Falschmeldung.

"Wechselstrom mit 50 Hz kann schon bei einer Stromstärke von 10 Milliampere und bei einer Einwirkdauer länger als 2 Sekunden zum Tode durch Herzstillstand führen..
...
Bei Unfällen mit Gleichstrom können demgegenüber noch Stromstärken von 300 mA überlebt werden..
...
In Deutschland darf die maximale Berührungsspannung laut Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik 50 V Wechselspannung oder 120 Volt Gleichspannung nicht übersteigen"

Stromunfall

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dale_gribble 23.09.2012, 13:05
74.

Zitat von Otto Reutter
. Ein popeliger, mit Strom betribener 150l-Boiler im Bad ist so ziemlich das Schlimmste, was man seinem Geldbeutel antun kann.
Quatsch. In sehr vielen "Szenarien" ist ein Boiler das guenstigste.

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spiegel_135 23.09.2012, 13:14
75. Es gibt keinen Nachtstromüberschuß mehr

Zitat von Was ich noch sagen wollte
...Ich stelle den Wäschetrockner jetzt schön zur Mittagszeit an, wenn es mir gerade am besten passt. Sollen die sehen wo sie mit dem Nachtstrom bleiben.
Das ist sehr sinnvoll, weil die früher mit teuren Spitzenlastkraftwerken befriedigte Mittagsspitze heute in weiten Teilen des Jahres durch Solarzellen zum herunterregeln der Grundlastkraftwerke und Stromüberschuß führt. Die früheren Lastverteilungen verschieben sich durch Wind und Sonne.

Es gibt keinen billigen Nachtstrom mehr, weil wir zum Glück kaum noch Kernkraftwerke haben, deren teurer Strom Nachts irgendwie entsorgt werden müss. Für dir früher beleuchteten Stadtautobahnen haben wir jetzt Endlager wie die Asse. Wirklich klasse und sinnvoll, dieser "billige Grundlaststrom".

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laller 23.09.2012, 13:22
76.

Zitat von sysop
. .."Wenn die Elektrizitätswerke dann gar nicht mehr wissen, wohin mit dem Überangebot, leiten sie den Strom über Hunderte von Kilometern quer durch Europa, um Wasser in hoch gelegene Pumpspeicherkraftwerke in der Schweiz oder künftig auch Norwegen zu pumpen.
Mehr als 500km Reichweite sind aber mit 50Hz-Strom nicht drin. Zitat von sysop
. Tagsüber rauscht das Wasser dann durch Turbinen wieder hinunter, die über Generatoren daraus erneut Elektrizität machen
Ein totaler Unsinn, denn bei der Produktion von Strom gehen schon einmal ca. 60% verloren und dann beim Wasserpumpen noch einmal ca. 20% und dann noch einmal mit 20% Verlusten wieder in Strom wandeln, dann bleibt so gut wie nichts uebrig. Zitat von sysop
. - allerdings bleibt dabei nur ein Teil der ursprünglichen Energie übrig.
0,4 x 0,8 x 0,8 = 0,25
Es bleiben noch ca. 25%
Wuerde man keinen Strom mit WKA produzieren und direkt Wasser damit pumpen, waere Windenergie speicherbar und der WKA Jahresertrag wuerde sich mindestens vedreifachen, wenn nicht sogar verzehnfachen..

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Weißlicht 23.09.2012, 13:30
77.

Zitat von patina
Verstehe ich das richtig, wir haben zu viele grundlastfähige Kraftwere am Netz? Aber die Betreiber jammern über die erneuerbaren weil die nich grundlastfähig seien?? Und "grundlastfähig" ist nur ein anderer Ausdruck für "unflexibel und veraltet, der Nachfrage nicht angepasst"???
Soein Kohlekraftwerk, das ist ein riesiger Haufen Kohle, der glüht. Es dauert Tage, den auf Temperatur zu bringen. Erst dann arbeitet das effektiv. Nun kann man mehr oder weniger Luft hineinpumpen und dadurch etwas Regelung erreichen. Die häufige Regelung beschädigt jedoch das Kraftwerk. Bei ganz neuen Anlagen versucht man, mit vielen kleineren Einzelmeilern ("Kohlehaufen"), die sich schneller auf Betriebstemperatur bringen lassen, zu arbeiten. Erfordert jedoch den teuren Bau neuer Kraftwerke. Bei Kernkraftwerken dauert das Aufheizen ebenfalls lange (3 Wochen?). Und auch Öl- und Gaskraftwerke sind nicht frei von diesem Phänomen. Wenn die Anlage läuft, dann läuft sie. Dann ist da Strom. Natürlich können Sie auch einfach dem Generator abkoppeln und die Wärme über Kühltürme an die Luft oder in den Fluss abgeben... Dass das den Fluss schädigt, dürfte klar sein.

Zitat von
Halleluja! Endlich gesteht mal so ein Pressefuzzi, dass Erneuerbare den Strompreis nicht verteuern, sondern auch reduzieren können!!! Glückwunsch SPON! Hätte ich nicht geglaubt, dass das nochmal jemand von euch Schreiberlingen kapiert - beziehungsweise zugibt!
Überschuss an erneuerbarem Strom besteht, wenn starker Wind weht bzw. starke Sonne scheint. Die Spannung im Netz muss jedoch immer auf 230V 50Hz gehalten werden. Geht eine Wolke vor die Solaranlage, schlafft der Wind kurz ab, muss ein Grundlastkraftwerk einspringen. Blitzartig. Moderne Geräte in Haushalten und Betrieben vertragen größere Schwankungen garnicht. Okay, da ist vielleicht Flexibilität möglich, wie bei den immer häufiger werdenden "Weltnetzteilen" mit 100 bis 240 Volt flexibel und 50 oder 60 Hz (der Hersteller braucht dann nur ein Gerät zu konstruieren und zu bauen und kann es unverändert weltweit verkaufen). Das ist aber aufwendiger und soeine "wunderbare" "Energiesparlampe" kann Ihnen theoretisch sogar um die Ohren fliegen, wenn die Spannung nicht stimmt.

Wochenlang weht manchmal der Wind nicht, wochenlang gibt es keine nennenswerte Sonne. Wie wollen Sie da mit abgeschalteten Grundlastkraftwerken die Versorgung sicherstellen?

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bold_ 23.09.2012, 14:00
78. Wissen schaffen

ist das, wofür Wissenschaftler bezahlt werden.
Warmwasser wird in den meisten Haushalten über die Zentralheizung erwärmt.
Grundsätzlich wäre es sinnvoll, Boiler zu installieren und die Heizung abschalten zu können. Problem: Es müßten Boiler gekauft und installiert werden - der Verbraucher zahlt, und der Stromer reibt sich die Hände!
Ein anderer Punkt ist, daß viele Boiler einfach durchlaufen, d.h. es wird zu heißes Wasser im Übermaß vorgehalten. Wenn diese Boiler über Schaltuhren liefen, die sie nur in der Nacht einschalten, wäre allen geholfen - auch den Opferanoden...

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gucky2009 23.09.2012, 14:01
79.

Zitat von laller
Mehr als 500km Reichweite sind aber mit 50Hz-Strom nicht drin.
Was jetzt Roller? Vor 3 Wochen waren die 500 bzw. 600 km nur eine wirtschaftliche Grenze die man nicht überschreiten will. jetzt auf einmal wieder eine physikalische Grenze? Hab nix davon gehört das sich in den 3 Wochen physikalische Gesetzmäßigkeiten geändert hätten[/QUOTE].

Zitat von laller
Ein totaler Unsinn, denn bei der Produktion von Strom gehen schon einmal ca. 60% verloren
Diese 60 % (Bei modernen Gaskraftwerken sind das nur noch 40%) haben nichts mit der Stromproduktion zu tun sondern mit dem Carnot-Kreisprozess. Kannst dich ja in Wiki mal einlesen wenn du dich mal mit physik beschäftigen willst.

Zitat von laller
und dann beim Wasserpumpen noch einmal ca. 20% und dann noch einmal mit 20% Verlusten wieder in Strom wandeln,
Die 20% Verluste sind eigentlich die Gesamtverluste bei Speicherung und wieder Stromgewinnung, nicht pro Weg.

Zitat von laller
dann bleibt so gut wie nichts uebrig. 0,4 x 0,8 x 0,8 = 0,25
WOW. Einmal eine mathematische Formel richtig Angewand. Wo sollen wir das notieren.

Zitat von laller
Es bleiben noch ca. 25%
Also bei Braunkohlekraftwerke (hier stimmen diese 40%) so kommt man mit speicherung auf einen Faktor von 32% was von der Primärenergie übrig bleibt. Einzig wenn man Braunkohle als Wärmelieferant nehmen würde, würde man einen besseren Faktor erreichen.

Zitat von laller
Wuerde man keinen Strom mit WKA produzieren und direkt Wasser damit pumpen, waere Windenergie speicherbar und der WKA Jahresertrag wuerde sich mindestens vedreifachen, wenn nicht sogar verzehnfachen..
Immer noch diese "verdreifachung". Dir wurde doch schon bewiesen das diese Zahl eine Fantasiezahl von dir ist und mit der Wirklichkeit (Du weißt schon: Einsteinuniversum und so) nix zu tun hat.

übrigens: hast du schon den Versuch mit unterschiedlichen Duschschlauchlängen durchgeführt? Oder hast du Angst das seine Zentrale Aussage durch so einfach Versuche widerlegt wird?

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