Forum: Wissenschaft
Energiewende: Hamburg plant weltgrößte Anlage für Wasserstoff-Elektrolyse
Axel Heimken/dpa

Wasserstoff aus Ökostrom könnte zu einem zentralen Baustein werden, um die Wirtschaft klimaneutral zu machen. Hamburg will nun eine weltweit einzigartige Anlage in den Hafen holen.

Seite 16 von 18
Viking1957 05.09.2019, 17:52
150.

Zitat von dirkcoe
An wie vielen Tagen im Jahr haben wir denn einen Überschuss an erneuerbarer Energie? Wenn eine derartige Anlage wirtschaftlich betrieben werden soll, dann muss sie an 365 Tagen rund um die Uhr laufen.
Wenn die restlichen Kernkraftwerke und demnächst auch Kohlekraftwerke abgestellt werden, muss es zu einem erheblichen Ausbau der Wind- und Sonnenenergie kommen, wodurch die Über- und Unterschüsse deutlich häufiger auftreten werden. Wenn er Ausgleich aus fossil betriebenen Gaskraftwerken kommen soll, wäre in Bezug auf CO2 fast nichts gewonnen. Hier hat Wasserstoff nicht die einzige aber eine wichtige Rolle.

Beitrag melden
Freedom of Seech 05.09.2019, 18:24
151. @Ökofred

Zitat von Ökofred
Wenn die Tonne Co2 dann 200 Euro kostet wird es kostentechnisch auch Sinn machen. Können Sie mir bitte ein Backup Kraftwerk nennen, dass zur Sicherstellung der Versorgung durch EE extra gebaut wurde? Speziell die AKW zu diesem Zweck würden mich interessieren.
Die Back-up Kraftwerke für EE existierten bereits als es Windkraft und Solar noch gar nicht gab. Solange es keine Speicher für EE Strom gibt werden diese Back-up Kraftwerke (Kohle, Öl, Gas) weiterlaufen müssen. Durch das ständige Hoch- und Runterfahren wegen Vorfahrt für Wind/Solar verursacht das zusätzliche Kosten (die man eigentlich bei den Gestehungskosten von Wind/Solar dazu rechnen müsste). Das Gleiche gilt für zukünftige Speicher welcher Art auch immer.

Beitrag melden
Freedom of Seech 05.09.2019, 18:33
152. qÖkofred

Zitat von Ökofred
Wenn die Tonne Co2 dann 200 Euro kostet wird es kostentechnisch auch Sinn machen. Können Sie mir bitte ein Backup Kraftwerk nennen, dass zur Sicherstellung der Versorgung durch EE extra gebaut wurde? Speziell die AKW zu diesem Zweck würden mich interessieren.
Kernkraftwerke wurden für Vollast konstruiert. Das ist technisch aber auch anders machbar. Die Nuscale Reaktoren sind z.B. sehr flexibel. Hoch- und Runter Regulieren ist aber teuer, nicht nur bei Kernkraft. Deswegen macht es am meisten Sinn ein Mischkonzept zu fahren: 1) Vollkraftwerke, 2) Pufferkraftwerke (wenn gerade mal kein Wind und keine Sonne). Im Grunde läuft es bereits so. Kohle wird durch Kernkraft ersetzt (das ist der einzige gangbare Weg). Gas Kraftwerke bringen nichts da klimatechnisch nicht besser als Kohle (CO2 Emission besser, Methan Emission schlechter). Viel mehr Wind und Solar Anlagen wird es in Deutschland wegen Umweltschutz/Naturschutz auch nicht geben. EE sind in einem gewissen Rahmen okay, skaliert man das hoch (was bei einer angestrebten Dekarbnisierung in sehr großem Umfang notwendig wäre) ist aber der Flächenverbrauch und der Schaden für die Umwelt viel hoch (das kleine schmutzige Geheimnis der EE-Anhänger).

Beitrag melden
Freier.Buerger 05.09.2019, 18:52
153.

Zitat von gedu49
Es währe notwendig in diesem Verbund Stromerzeugung, Wasserspaltung , Gaslagerung und Energieerzeugung als eine Einheit zu betrachten. Soll heissen, dass innerhalb der Kette keine Gewinne erzeugt oder abgerechnet werden dürfen. "Überflüssiger" Strom aus der Wind- und Solarenergie wird auch jetzt schon im Strompreis eingepreist, also sollten ihn die Betreiber der Wasserstofftechnologoe KOSTENLOS bekommen. Der Strom wird vermutlich nur unwesentlich billiger, aber wir kommen wieder ein Stück aus der Kohle heraus ohne dass er teuerer wirden muss. Könnte man nicht auch in der Lausitz ein ähnliches Projekt starten ?
In der Lausitz könnte man auch Speicherseen bauen. Googeln Sie mal Ringspeichersee. Restlöcher und die Technik zum Bewegen großer Erdmassen und Stromleitungen sind schon da.

Beitrag melden
miwastill 05.09.2019, 19:04
154. hmmm...

Guter Ansatz. Aber warum denn nur eine riesige Anlage? Warum nicht mehrere kleine Anlagen am Stadtrand verteilt. In der Stadt gibt's doch schon eine H2-Tankstelle, soweit ich weiß.

Beitrag melden
Ökofred 05.09.2019, 19:24
155. ja

Zitat von Freier.Buerger
In der Lausitz könnte man auch Speicherseen bauen. Googeln Sie mal Ringspeichersee. Restlöcher und die Technik zum Bewegen großer Erdmassen und Stromleitungen sind schon da.
Ja, gute Idee.. hoffentlich kommen keine Hutbürger, die die historisch weltvollen Tagebaue so hässlich wie sind erhalten wollen.

Beitrag melden
Ökofred 05.09.2019, 19:27
156. Flächenverbrauch

Zitat von Freedom of Seech
Kernkraftwerke wurden für Vollast konstruiert. Das ist technisch aber auch anders machbar. Die Nuscale Reaktoren sind z.B. sehr flexibel. Hoch- und Runter Regulieren ist aber teuer, nicht nur bei Kernkraft. Deswegen macht es am meisten Sinn ein Mischkonzept zu fahren: 1) Vollkraftwerke, 2) Pufferkraftwerke (wenn gerade mal kein Wind und keine Sonne). Im Grunde läuft es bereits so. Kohle wird durch Kernkraft ersetzt (das ist der einzige gangbare Weg). Gas Kraftwerke bringen nichts da klimatechnisch nicht besser als Kohle (CO2 Emission besser, Methan Emission schlechter). Viel mehr Wind und Solar Anlagen wird es in Deutschland wegen Umweltschutz/Naturschutz auch nicht geben. EE sind in einem gewissen Rahmen okay, skaliert man das hoch (was bei einer angestrebten Dekarbnisierung in sehr großem Umfang notwendig wäre) ist aber der Flächenverbrauch und der Schaden für die Umwelt viel hoch (das kleine schmutzige Geheimnis der EE-Anhänger).
Auf dem Meer ist genug Platz. Die neue Generation von Offshore Turbinen schwimmen, dann kann man tiefere Gewässer nutzen und die Schweinswale müssen nicht mehr so viel Lärm durch Rammarbeiten ertragen.
Ausserdem können die 40% Vollaststunden liefern.

Beitrag melden
Ökofred 05.09.2019, 19:29
157. aha

Zitat von Freedom of Seech
Die Back-up Kraftwerke für EE existierten bereits als es Windkraft und Solar noch gar nicht gab. Solange es keine Speicher für EE Strom gibt werden diese Back-up Kraftwerke (Kohle, Öl, Gas) weiterlaufen müssen. Durch das ständige Hoch- und Runterfahren wegen Vorfahrt für Wind/Solar verursacht das zusätzliche Kosten (die man eigentlich bei den Gestehungskosten von Wind/Solar dazu rechnen müsste). Das Gleiche gilt für zukünftige Speicher welcher Art auch immer.
Kann man diese Kosten irgendwie spezifizieren? Wie wurde das früher gemacht? Das Verbraucherverhalten war doch genauso volatil wie jetzt die EE und deutlich schlechter vorhersagbar. Da musste ja genauso geregelt werden.
Speicher wird es nicht geben, solange das Laufenlassen dieser Kraftwerke so viel billiger ist.

Beitrag melden
alterknacker54 05.09.2019, 19:38
158. Nein,

Zitat von hman2
Glauben Sie nicht, dass die chemische Industrie schon weiß, wo sie am meisten Geld verdienen kann, also IMMER die jeweils günstigen Verfahren einsetzt? Glauben Sie, dass die blöd sind?
aber darum geht's doch gar nicht! Niemand hat bestritten, dass die H2 Reformierung aus Methan momentan billiger ist als die übliche Elektrolyse - nochmal zum Mitschreiben: ABER DARUM GEHT ES NICHT! S. auch meinen Beitrag Nr. 79
Abgesehen davon: Kommt einfach mal runter von diesem wirtschaftlichkeitshörigem Ansatz. Es geht jetzt nicht um die Kosten. Sondern um die Erprobung neuer Technologien und neuer Möglichkeiten. Und wer das immer noch nicht kapiert, lese Beitrag 79.
Legt endlich mal Eure Scheuklappen ab! Dampfreformierung, Dampfmaschine, Dampfdrucktopf - geht in eine Eisenbahnklub - die haben manchmal noch son Dampfzeugs.

Beitrag melden
Freedom of Seech 05.09.2019, 20:12
159. @Ökofred

Zitat von Ökofred
Auf dem Meer ist genug Platz. Die neue Generation von Offshore Turbinen schwimmen, dann kann man tiefere Gewässer nutzen und die Schweinswale müssen nicht mehr so viel Lärm durch Rammarbeiten ertragen. Ausserdem können die 40% Vollaststunden liefern.
Auf dem Meer besteht für Windkraft nur eine begrenzte Ausbaufähigkeit - eine vollständige Dekarbonisierung (mit dadruch bedingtem 5-fach höherem Strom Verbrauch im Vergleich zu heute) lässt sich dadurch noch nicht nicht einmal im Ansatz bewältigen. Im optimalen (eher unwahrscheinlichen) Fall kann gerade mal 50% des aktuellen Strombedarfs gedeckt werden: "Aktuelle Studien weisen mittel- bis langfristig eine Bandbreite von 9 GW (Agora Energiewende 2013) bis 85 GW (Fraunhofer ISE 2012) installierter Offshore-Windleistung aus. Der jährliche Stromertrag betrüge im genannten Maximalszenario 300 TWh und entspräche damit 50 Prozent des heutigen Stromverbrauchs in Deutschland." Quelle: https://www.unendlich-viel-energie.de/erneuerbare-energie/wind/onshore/potenziale-der-windenergie

Beitrag melden
Seite 16 von 18
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!