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Entdeckung im MRT: Ist Schlafen große Wäsche fürs Gehirn?
Layla Bird/ Getty Images

Was beim Schlafen im Gehirn passiert, haben US-Forscher für eine Studie untersucht. Sie entdeckten einen bisher unbekannten Mechanismus.

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equigen 04.11.2019, 11:30
1. Wirklich interessant

Die Frage warum Schlaf lebensnotwendig ist kann bis heute nur unzureichend erklärt werden. Und auch warum manche Menschen mit viel weniger als andere gut auskommen können. Das klingt nach einem weiteren wichtigen Puzzlestein.

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salomon17 04.11.2019, 11:50
2. Erstaunlich

Ich staune immer, was sich noch alles erforschen lässt und dass es doch immer wieder Ergebnisse gibt, die völlig neu sind, obwohl wir schon so viel zu wissen glauben. Der Satz "je mehr ich weiß, desto mehr weiß ich, wie wenig ich weiß" wird mir wieder bewusst.

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Fred Widmer 04.11.2019, 11:51
3. Soso, Schlaf entgiftet das Gehirn.

Und das ist eine neue Erkenntnis? Ich erinnere mich, wie ich vor ca. 10 Jahren meiner Tochter genau das erklärte, da ich es in einer Veröffentlichung gelesen hatte, die damals auch schon ein paar Jahre alt war. Es gab damals genau deshalb etwas Aufregung und alle wollten ab jetzt mehr schlafen.

Es wurde auch versucht, weitere Zusammenhänge mit anderen neurodegenerativen Erkrankungen hergestellt. Daher kann das "so neu " nicht sein, man hat höchstens einen weiteren "experimentellen" Beleg für etwas gefunden, was man schon wusste.

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Fred Widmer 04.11.2019, 12:20
4. Hier mal das Resúme des Artikels:

Darum geht es eigentlich im Artikel:
"Die identifizierte Umkehrung des Liquorflusses während des SWS (Slow-Wave-Schlaf) erleichtert die Mischung von Subarachnoidal- und Kammerflüssigkeiten und kann als Verbindungsweg zwischen den Flüssigkeitskompartimenten dienen.
Der bidirektionale Liquorfluss kann auch dazu dienen, die kleinen Öffnungen, die die Ventrikel und den Subarachnoidalraum verbinden, offen zu halten, um den freien Liquorfluss vom Aderhautplexus zum Subarachnoidalraum aufrechtzuerhalten.

Dadurch wird die Anhäufung von Liquor und Abfallprodukten im Gehirn verhindert und der niedrige intrakranielle Druck erhalten, der für das Überleben des Gehirns unerlässlich ist.
SWS-Störungen begleiten häufig das Altern, schwere depressive Störungen und Demenz.
Es wird interessant sein zu beurteilen, ob die mit SWS verbundene Liquordynamik als Biomarker für Krankheitszustände verwendet werden kann und ob Strategien zur Wiederherstellung von SWS die Gehirnfunktion bei Neurodegenerationen retten können."

Original:
"The identified reversal of CSF flow during SWS (Slow-wave sleep) facilitates the mixing of subarachnoid and ventricular fluids and may serve as a communication pathway between fluid compartments.
The bidirectional CSF flow may also serve to keep the small apertures that link the ventricles and the subarachnoid space open to maintain free CSF flow from the choroid plexus to the subarachnoid space.

This will prevent accumulation of CSF and waste products within the brain and preserve low intracranial pressure, which is essential for brain survival.
Disturbances of SWS commonly accompany aging, major depressive disorders, and dementia.
It will be interesting to assess whether the CSF dynamics linked to SWS can be used as a biomarker for disease states and whether strategies that restore SWS can rescue brain function in neurodegeneration."

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trolland_dump 04.11.2019, 12:31
5. Das erklärt einiges!

All unsere sich des wenig Schlafen rühmenden Top-Performer aus Wirtschaft und Politik (Schlaf wird überbewertet = Malu Dreyer beim „Klimagipfel“) sind tatsächlich nur vergiftet! Ich schlage vermehrten Baldrian- und verringerten Kokskonsum in den Führungsetagen vor,das gibt klare Gedanken.

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Pfaffenwinkel 04.11.2019, 14:06
6. Schon in der Antike wusste man,

dass Schlaf eine heilende Wirkung hat. Umgekehrt ist Schlafentzug (Guantanamo zum Beispiel) eine Foltermethode.

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Zitrone! 04.11.2019, 14:07
7.

@Fred Widmer: Danke!

Ich war ebenfalls irritiert, da ich auch schon früher über die Beteiligung des Liquors am nächtlichen Großreinemachen im Gehirn gelesen hatte. Und auch, an anderer Stelle, über den Zusammenhang zwischen Demenz und Schlafstörungen im mittleren Alter (also Jahrzehnte vor den ersten offensichtlichen Symptomen!).

Neu sind offenbar die Details der Dynamik und die Möglichkeit, diese im MRT darzustellen.

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inrebe 04.11.2019, 14:13
8. Virchow Robin Raum.

Obigen Raum Mal googeln, so neu ist die Erkenntnis bezüglich des Durchspülen nicht.

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Stereo_MCs 04.11.2019, 14:58
9.

Kann es sein, dass sie einfach nur den hier zugrunde liegenden englischen Artikel etwas umgeschrieben bzw. schlicht übersetzt haben?
Das was sie hier zitieren, ist nämlich der aktuelle Artikel aus The Science um den es hier ja geht.
Sie wollen uns hoffentlich nicht erzählen, dass diese Zitate ihr angeblicher, 10 Jahre alter Artikel ist. Oder doch?

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