Forum: Wissenschaft
Entdeckung im Rheinland: "Es muss hier ein schweres Beben gegeben haben"
Christoph Grützner

Wie groß ist die Gefahr von Erdbeben in Deutschland? Größer als bislang vermutet, sagt Forscher Christoph Grützner - er hat eine beunruhigende Entdeckung gemacht.

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inecht 22.02.2016, 14:52
40. Bis zum nöchsten Starkbeben ist die Menschheit...

... längst von diesem Planeten verschwunden.
Wir hinterlassen der dann wortlosen Natur unseren Atommüll, unsere Plastikberge und tickende chemische Zeitbomben.
Es wird nur keine Nachrichten mehr geben, die das melden könnten.

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Sonia 22.02.2016, 14:53
41. Das gesamte Leben auf unserem Planeten ist vergänglich

und die Situation im Rheinland eigentlich bekannt; aber, wenn Wissenschaftler warnen, wer hört da schon hin? Würden sich mehr Menschen der Vergänglichkeit unseres Lebens bewusst sein, bewusst sein, dass ihr eigenes Leben auf diesem Planeten nicht mal einen Windhauch lange dauert, vielleicht gäbe es da nicht diesen Irrsinn von Kriegen, die Gier nach immer mehr, den Hass u.v.m. Wenn die Rheinländer eines Tages 'gen Norden flüchten müssen, schaut hin, was euch erwartet - im eigenen Land.

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dequincey 22.02.2016, 14:56
42. Lacher See kein Supervulkan

Der Laacher See war nie ein Supervulkan, der letzte Ausbruch vor 12900 Jahren errichte VEI 6. Ein Ausbruch heute würde natürlich erhebliche Schäden verursachen, aber wahrscheinlich nur regionale. Allenfalls bei ungünstigen Winden und vorallem wenn der Rhein länger aufgestaut würde, könnte es Fernwirkungen geben. Beim Ausbruch eines Supervulkans am Laacher See mit VEI 8 wäre Westeuropa weiträumig zerstört.

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dr.klaus.schueler 22.02.2016, 15:02
43. fürchtet Euch

Ja interessant . Ich bin viel herumgereist . Aber die 3 schlimmsten Erdbeben habe ich zu Hause in Bonn erlebt. Und übrigends : Die Hintergrundstrahlung ist hier mit
0.3 mikrosievert/stunde doppelt so hoch wie im Rest der Republik. Die aktive Vulkaneifel vielleicht ??

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globalundnichtanders 22.02.2016, 15:29
44.

Zitat von Emil Peisker
Köln die Stadt der Ubier, die mit Hilfe der Römer die erste moderne Stadt daraus machten. Fußbodenheizung und warme Bäder, die Kultur blühte und blüht immer noch in Köln.
Was hat der Kölner gemacht nachdem die römische Besetzung vorbei war? Nichts. Und nutzt noch heute die Abwasserleitungen der Römer. Man betrachte welche Schönheit die Düsseldorfer aus eigener Kraft auf die Beine gestellt haben. Und Bier brauen können die Düsseldorfer auch noch! Und Eishockey spielen! Und Karneval!

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günter1934 22.02.2016, 15:40
45. Einspruch Euer Ehren!

Zitat von dequincey
Der Laacher See war nie ein Supervulkan, der letzte Ausbruch vor 12900 Jahren errichte VEI 6. Ein Ausbruch heute würde natürlich erhebliche Schäden verursachen, aber wahrscheinlich nur regionale. Allenfalls bei ungünstigen Winden und vorallem wenn der Rhein länger aufgestaut würde, könnte es Fernwirkungen geben. Beim Ausbruch eines Supervulkans am Laacher See mit VEI 8 wäre Westeuropa weiträumig zerstört.
Wenn der Lacher See Vulkan kein Supervulkan war, dann war es der Pinatubo auch nicht!
Beide Ausbrüche, der Lacher See vor 12.900 Jahren und der Pinatubo hatten die Stärke VEI 6.
http://www.vulkane.net/vulkane/eifel/laacher-see-vulkan.html
http://www.vulkane.net/vulkanismus/katastrophen/pinatubo.html

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petromax 22.02.2016, 16:36
46. Apokalypse - not now....

Zitat von dequincey
Der Laacher See war nie ein Supervulkan, der letzte Ausbruch vor 12900 Jahren errichte VEI 6. ...
Das ist eigentlich ein Streit um des Kaiser's Bart. Die Eifelregion war schon immer und ist immer noch ein aktives Gebiet:
https://de.wikipedia.org/wiki/Vulkaneifel#Ursachen_des_Vulkanismus_in_der_Eifel

"Mittels seismographischer Messungen konnte nachgewiesen werden, dass unter der Eifel eine 1000 bis 1400 °C heiße Zone (Plume) liegt, die 200 °C heißer ist als ihre unmittelbare Umgebung. Aufschmelzungsvorgänge sind mit Volumenvergrößerung verbunden, was sich in Form von Landhebungen bemerkbar machen muss. Tatsächlich ist die Eifel schon seit langem als Hebungsgebiet bekannt. Seit 800.000 Jahren hat sich die Hebung des rheinischen Schiefergebirges im Schnitt auf 0,12 mm pro Jahr beschleunigt. Es gibt aber Gebiete in der zentralen Eifel, die sich seitdem domartig um bis zu 300 m gehoben haben, was einer Rate von 0,35 mm pro Jahr entspricht."

Erst, wenn ein solcher Plume (etwa unter einem der vielen, erloschenen Vulkane bzw. deren Kegel) sich rasant vergrößert oder Magma aufsteigt, könnte man in der Eifel und Umgebung beginnen, sich Sorgen zu machen.

Mount St. Helens hatte 1980 einen VEI von 5, der Pinatubo 1991 einen VEI von 6.
In Anbetracht der Stärke der "Pfropfen" der Eifelvulkane könnte man - im Fall des Falles - von einem VEI 7 oder gar 8 ausgehen.... .
Deutschland und Mitteleuropa wären dann - nun ja - "Geschichte"... .

Beispiele: Der letzte, groß Ausbruch des Taupo in Neuseeland fand vor 26.500 Jahren statt. Auswurfmenge ca. 1.170 km³ (Kubikkilometer).

Vor 1.850 Jahren folgte noch ein Ausbruch einer ähnlichen Stärke - Auswurfmenge ca. 50 - 60 km³... .

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rotertraktor 22.02.2016, 17:54
47. Dreieck

Im beschriebenen Dreieck Aachen-Nijmegen-Köln liegen neben dem zum Glück niemals in Betrieb genommenen schnellen Brüter in Kalkar noch die Kernforschungsanlage in Jülich, die industrielle Chemiebombe der Leverkusener Bayer-Werke, einige Rüstungsbetriebe von Rheinmetall und diverse andere Einrichtungen, die aus einem überschaubaren lokal begrenzten Erdbeben eine Katastrophe epischen Ausmaßes in ganz Mitteleuropa fabrizieren können.

Und für sämtliche Einrichtungen dürften etwa ähnliche Verhältnisse herrschen beim Schadensersatz:

http://www.welt.de/regionales/nrw/article152454872/Atomreaktor-Tihange-haftet-mit-1-2-Milliarden-Euro.html

"Die Betreiber des belgischen Atomreaktors Tihange haften im Falle eines atomaren Unfalls einem Medienbericht zufolge mit maximal 1,2 Milliarden Euro. Das berichtet das Nachrichtenmagazin «Spiegel» unter Berufung auf die Bundesregierung, die dies auf eine Anfrage der Grünen mitgeteilt habe. Danach leben im Umkreis von 100 Kilometern um den Reaktor alleine auf deutscher Seite rund 1,2 Millionen Menschen. Würde jeder von ihnen im Falle eines atomaren Unfalls 1000 Euro Schaden geltend machen, wäre das Geld bereits aufgebraucht.

Die Schäden einer Atomkatastrophe in Mitteleuropa könnten nach Berechnungen des französischen Instituts IRSN im dreistelligen Milliardenbereich liegen."

(Ich hätte ja gerne den Spiegel-Artikel verlinkt, aber der ist online leider nicht verfügbar)

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permissiveactionlink 22.02.2016, 18:54
48. Ach ja? (#20, Stefan_G)

Auf der Internetseite www.scinexx.de>dossier-detail-114-11. findet man sehr detaillierte Informationen zur früheren und künftigen Plattentektonik Europas. Dort heißt es u.A: "Die Wanderung der Kontinente ist keinesfalls abgeschlossen. Noch während Sie dies lesen, schreitet die geologische Entwicklung Europas weiter fort. In ein paar Millionen Jahren - eine kurze Zeit nach geologischen Maßstäben - wird die Subsumtion des atlantischen Ozeanbodens unter Westafrika, Iberien und den Britischen Inseln beginnen. Entlang einer Zone ausgedünnter Kruste, die von der Nordsee über Rhein und Rhône bis zum Mittelmeer reicht, wird sich wahrscheinlich ein Meeresarm öffnen. Dann driftet Westeuropa nach Westen. und Avalonia kehrt heim." So what? Für Osteuropa wird es also tröstlich enden: Brüssel driftet irgendwann auf einer neuen tektonischen Platte von ihr weg !

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hartmannulrich 22.02.2016, 19:16
49.

Zitat von albert schulz
Es gibt Erdbebenkarten von Deutschland, die jeder Statiker zu beachten hat. Danach sind die Eifel und das Hegau als alte vulkanische Formationen besonders betroffen, um genau zu sein nur sie (mit Bebenstärken unter fünf).
Das ist falsch: wie in einem anderen Posting erwähnt, liegt eine der aktivsten Erdbebenzonen Mitteleuropas (neben der Kölner Bucht und der Gegend um Basel) am Rand der Schwäbischen Alb, beim sog. Zollerngraben. Dort gab es im 20. Jahrhundert drei Erdbeben mit Stärken zwischen 5,6 und 6,1, außerdem viele kleinere. Allerdings gab es praktisch nur Sachschaden, was an der ortsüblichen Bauweise (z.B. Fachwerk) liegen dürfte.

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