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Entfernungsrekord: US-Forscher entdecken neuen Zwergplaneten
NASA/ JPL-Caltech

V774104 - so heißt ein neu entdeckter Zwergplanet am Rande des Sonnensystems. Seine Entdeckung markiert einen neuen Rekord: Kein bislang bekanntes Objekt im Sonnensystem ist weiter entfernt von der Erde.

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yor 11.11.2015, 22:06
1. Einige kleinere Korrekturen

Erstens sind weder Eris noch der neuentdeckte Zwergplanet (zumindest bis man dessen Bahn kennt) grundsätzlich die am weitesten von der Sonne entfernten identifizierten Objekte des Sonnensystems, sondern Sedna, der mit einer Apheldistanz von knapp 1.000 AE rund zehnmal weiter von der Sonne entfernt als Eris. Zweitens stammen die besagten Kometen ursprünglich aus der (äußeren) Oortschen Wolke und damit aus einer Entfernung von deutlich über 10.000 AE, damit hat dieses Ding nichts zu tun. Es gibt zwar die Theorie, dass eine "innere" Oortsche Wolke kontinuierlich in den Kuipergürtel übergeht, aber die ist keineswegs allgemein akzeptiert; genauso plausibel ist die Hypothese vom "äußeren" Kuipergürtel.

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noalk 11.11.2015, 22:41
2. Umlaufbahn

"Keine Angaben lassen sich bisher über die Umlaufbahn machen, ... Der Brocken könnte sich auf seiner Umlaufbahn mehr Richtung Sonne bewegen, aber auch weiter nach draußen." --- Was wären denn die weiteren Optionen? Vielleicht Stillstand?

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aha47 11.11.2015, 22:45
3. Hm?

Zitat von tommahawk
Aha, ein neuer Zwergplanet. Und nun? Als wenn wir keine anderen Aufgaben auf der Agenda haben.
Das verstehe ich jetzt nicht. "Darf" man wissenschaftliche Entdeckungen Ihrer Meinung nach nicht veröffentlichen, wenn sie das normale Leben der meisten Einzelpersonen nicht betreffen?

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io_gbg 11.11.2015, 22:53
4.

Zitat von tommahawk
Aha, ein neuer Zwergplanet. Und nun? Als wenn wir keine anderen Aufgaben auf der Agenda haben.
Um die Aufgaben könnten Sie sich doch dann kümmern.

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hubie 11.11.2015, 23:10
5. Unqualifizierter Kommentar

@tommahawk

Es gibt soviele Menschen die sinnlosen Mist machen (Investmentbanker, Mitarbeiter von Ratingagenturen usw. usf.), da ist es bei weitem interessanter, wenn man soetwas hier erfahren darf. Außerdem - ich gehe mal davon aus, dass sie eher der bildungsfernen Schicht zuzordnen sind (was keine Beleidigung sein soll, wir brauchen bildungsfernere Menschen die für uns die Drecksarbeit machen in Deutschland) - kann eine solche Entdeckung neue Erkenntnisse über die Entstehung des Sonnensystems machen, über die Hintergründe warum die Planeten so sind, wie sie sind und damit auch auf lange Sicht Lösungen zu Fragen bereitstellen, wie die Frage nach der Herkunft des Lebens und Rückschlüsse auf die Entstehung anderer Sonnensysteme ermöglichen.

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heyheymymy 11.11.2015, 23:18
6. @2. tommahawk

Na dann hoffen wir mal, dass sie mit Ihrem Beruf die Aufgaben auf der Agenda abarbeiten...

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KlausF20 11.11.2015, 23:25
7. @tommahawk

Klar, wir könnten alternativ den Kopf sus der Höhle stecken und schauen, ob ein Wildschwein vorbeikommt, dass wir erschlagen können. Oder wir geben den menschlichen Forscherdrang nach auf die Gefahr hin, dass nicht jedes Ergebnis der Grundlagenforschung unmitttelbar zur Verbesserung unserer Lebensbedingungen beiträgt...

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alleksz 11.11.2015, 23:33
8. Recherche...

Ich stimme yor in jeder Hinsicht zu, verweise ergänzend auf den Asteroiden (308933)_2006_SQ372 (einfach mal in Wikipedia eingeben...) und frage mich - wie bei beinahe jedem SPON-Artikel aus dem Wissenschafts-Ressort - etwas kopfschüttelnd, wie genau Recherche in diesem Ressort läuft und welchen Stellenwert eine einigermaßen gründliche Recherche dort wohl haben mag...

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kommanditente 11.11.2015, 23:38
9.

Zitat von yor
Erstens sind weder Eris noch der neuentdeckte Zwergplanet (zumindest bis man dessen Bahn kennt) grundsätzlich die am weitesten von der Sonne entfernten identifizierten Objekte des Sonnensystems, sondern Sedna, der mit einer Apheldistanz von knapp .....
Da steht nur, dass er zur Zeit das am weitesten entfernte Objekt ist, nicht grundsätzlich. Sednas Umlaufbahn ist bekannt und reicht bis knapp 1000 AE nach aussen, momentan ist der Neue aber halt weiter weg als Sedna.

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