Forum: Wissenschaft
Entstehung des Alls: Hawking hält Gott für überflüssig

Das Universum braucht keinen Gott: Mit dieser Aussage sorgt Stephen Hawking für Schlagzeilen. Bisher hat der britische Physiker den Schöpfer zumindest metaphorisch benutzt - und sei es nur, um den Verkauf seiner Bücher anzukurbeln. Doch damit ist nun offenbar Schluss.

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jörg seifert 02.09.2010, 15:18
90. Re marian

Zitat von marian.2.k
Nicht Gott hat das Gehirn erschaffen - das Gehirn hat Gott erschaffen! Nie vergessen: Der Monotheismus ist eine machtpolitisch exzellente Erfindung von Amenophis IV., besser bekannt als Echnaton (= Sohn Gottes). Geklaut und ausgebaut wurde die Idee von den Juden, aufgeblasen von den Christen und a bisserl umgebaut von den Islamis. Ändert nichts daran, dass es definitiv keinen Gott gibt.
Na was Sie nicht alles wissen!
Da bleib ich doch lieber bei meinem Glauben - der gibt mir zumindest jene Demut, die einen davor bewahrt sich und sein Wissen dermassen zu überschätzen dass man so einen Müll von sich gibt :)

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schna´sel 02.09.2010, 15:18
91. :)

Zitat von janontour
nennen Sie mir mal eine absolute Wahrheit :D (Popper läßt grüßen) - ich glaub Hawkin würde in seinem Rollstuhl rotieren wenn Sie ihm unterstellen, er würde behaupten, in seinen Büchern absolute Wahrheiten von sich zu geben
Ist lustig, finde ich auch. Leider kann ich Ihnen keine absolute Wahrheit anbieten. Weil das Absolute kein Ding ist. Keine Realität also. Und insofern auch kein Thema für Physiker, die sich ja mit der Physis, mit der dinglichen Beschaffenheit unseres Universums im Großen wie im Kleinen auseinandersetzen sollen.

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tschili 02.09.2010, 15:19
92. Wenn es (k)einen Gott gibt

Nun, wenn es keinen Gott gibt, sollten wir uns alle auf der Stelle umbringen.
Warum mühsam und beschwerlich jeden Tag durchs Leben quällen, für die wenigen Glücksmomente in den paar Jahrzenten Lebenzeit?
Warum moralisch und im Frieden mit den Mitmenschen leben, die man eigentlich viel lieber schnellstmöglich unter der Erde sehen würde. Wieso sich an vorgegebene Regeln halten, wenn man doch keine göttliche gerechte Strafe fürchten müßte?
Nun, Hawking sagt die Schwerkraft ist der Ursprung dafür, das aus dem Nichts doch Materie entstehen kann. Ich frage mich, woher kommt die Schwerkraft, um diesen Prozeß der spontanen Entstehung des Universums überhaupt anzustoßen?
Jeder Mensch der mit offenen Augen durch diese Welt geht, muß erkennen, daß diese Erde und seine Lebensformen kein Zufall sind! Dafür ist das Ökosystem Erde und deren Lebensformen zu perfekt ausgelegt. Dawin sprach von Anpaßung, er sprach aber niemals von Artenänderung. Oder konnte er uns mit seiner Evolutions"THEORIE" beweisen, wie aus Menschenaffen plötzlich denkende Menschen wurden? Die neuesten Forschungsergebnisse kommen mittlerweile zu einem völlig anderen Schluß. Menschen und Menschenaffen sind zwei völlig getrennte Gattungen. Affen sind seit jeher Affen, genauso wie Menschen seit jeher Menschen sind. Auch habe ich keinen Insekt gesehen, der plötzlich zum Säugetier mutierte. Insekt bleibt Insekt, weil es im genetischen Bauplan des Lebens (der DNA) so fest einprogrammiert ist.
Ich persönlich glaube nicht an die MUTATION der Arten an dessen Ende jetzt der weise, denkende Mensch (Homo Sapiens) steht. Aber ich kann natürlich diekenigen verstehen, die keinen Gott für ihr Weltbild brauchen. Es lebt sich dadurch schließlich völlig unbeschwert. Man kann betrügen, rumhuren, morden und sein Ego voll ausleben, da man ja nach dem Tode nichts zu befürchten hat. Kein Gott als universelle Gerichtsbarkeit, die über das gelebte Leben jedes einzelnen richtet. Wir Menschen sind keine Tiere, das haben viele in der heutigen Zeit vergessen und verdrängt. Wir haben Gefühle, Emotionen, empfinden Liebe und Haß, können zwischen Gut und Böse unterscheiden (manche Jedenfalls) und verfügen über die Fähigkeit der Empathie, welche aber bei vielen Mitmenschen mittlerweile verloren gegangen ist. Und ja, ich glaube der Mensch besitzt eine Seele, die unabhängig vom lebenden Organismus existieren kann.

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Klompy 02.09.2010, 15:19
93. eindimensinales denken!

Zitat von underdog
Der Klassiker. Okay, da ist jemand in seinen religiösen Gefühlen verletzt. Offensichtlich sind Sie keiner.
Wie wäre es, wenn Sie mir erstmal beweisen das es umgekehrt keinen Gott gibt? Sie gehören eben zu der Menschenmasse, die sich leicht von Populärwissenschaftlern wie Hawking beeindrucken lässt, keine eigenen Gedanken anrührt und am liebsten die Bild-Zeitung liest oder?

Verstehen Sie nicht, das alles was dieser Wissenschaftler behauptet und jemals behaupten wird, Hirngespinste sind? Auch sie würden bestimmt solche Theorien aufstellen, wenn sie 24h lang an einen Rollstuhl gefesselt wären.
Es ist nichts, aber auch gar nichts bis jetzt bewiesen.
Die bibel ist ebenfalls nichts bewiesenes. Aber wer kann schon sehen was vor 2000 Jahren war?
Sie wissen doch nichtmal was im Mittelalter genau ablief, weil die Aufzeichnungen mehr als Lückenhaft sind. Woher wollen sie dann wissen was vor 2000 Jahren war?

Fangen Sie erst einmal an sich intensiv mit der Naturwissenschaft auseinanderzusetzen. Dann begreifen sie, das fast alles irgendwelche unbewiesenen Theorien sind. Es ist alles auch anders möglich.
Das Thema ist jedoch zu Komplex um es Ihnen verständlich zu machen!
Und glauben Sie mir. Sie haben mich sicherlich nicht in meinem Glauben getroffen. Sie denken einfach nur zu simpel und eindimensional.

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underdog 02.09.2010, 15:20
94. ...

Welches Nichts ist eigentlich gemeint? Das, in welches die meisten Diskussionen in Internetforen führen? Oder das, welches der Schwabe gibt, wenn's an der Tür schellt? Sollte man doch vielleicht erstmal näher definieren, oder? :)

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Daquini 02.09.2010, 15:21
95. methodischer Atheismus

Naturwissenschaft ist methodisch atheistisch. Das bedeutet, Gott wird bei der Erklärung der Welt außen vor gelassen. Das ist methodisch sehr sinnvoll, denn man will ja reproduzierbare Ergebnisse haben.

Wenn ich aber nun vorne keinen Gott reinstecke, kommt hinten auch keiner raus, d.h. wenn man die Welt unter der Voraussetzung erklären will, dass es keinen Gott gibt, enthalten die Theorien auch keinen Gott. Man kann so aber auch keine Aussage darüber machen, ob die Voraussetzung stimmt, dass es keinen Gott gibt. Man kann nur sagen, dass das Konstrukt unter den gewählten Voraussetzungen konsistent ist.

Mit anderen Worten, wenn Hawkins und Dawkins und Ähnliche sagen, es gibt keinen Gott, dann sind das Glaubensaussagen, aber keine naturwissenschaftlichen Statements. Wenn jemand also sein Weltbild ausschließlich auf Naturwissenschaft stützen will, dann kann er das mit Naturwissenschaft selbst nicht begründen, es bleibt eine Glaubensentscheidung.

Viele Menschen machen diese Glaubensentscheidung, im Zweifelsfall aber hören sie dann doch lieber Musik und nicht nur Druckschwankungen.

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citizengun 02.09.2010, 15:23
96. -

Der hat die Nase voll davon, dass sich der Pabst dauernd in seine wissenschaftliche Arbeit einmischt. (Denn das hat er in der Vergangenheit oft genug getan)

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Markus Heid 02.09.2010, 15:24
97.

Zitat von sysop
Das Universum braucht keinen Gott: Mit dieser Aussage sorgt Stephen Hawking für Schlagzeilen. Bisher hat der britische Physiker den Schöpfer zumindest metaphorisch benutzt - und sei es nur, um den Verkauf seiner Bücher anzukurbeln. Doch damit ist nun offenbar Schluss.
na, dann bin ich mal gespannt wie sich die ganzen "nächstenliebenden" Gotteskrieger jetzt auf Hawkings stürzen werden, ob seiner blasphemischen ansicht und den (mal wieder) den Untergang des christlichen Abendlandes herbeiheulen werden.

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dosmundos 02.09.2010, 15:24
98. Wie bitte?

Zitat von Klompy
Z.B. Warum gibt es den Tod? Warum gibt es eine solche Barriere. Es hat noch niemand geschafft von den Toten zu den Lebenden zu kommen.
Äh, also zumindest die Christen kennen einen, der es geschafft hat :-)

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Walther Kempinski 02.09.2010, 15:25
99. Sarrazin

Zitat von
"Hawking schrieb später, dass er den berühmten Schlusssatz beim Redigieren des Buchs beinahe gestrichen hätte. "Hätte ich das getan", so Hawking, "hätte ich womöglich die Verkaufszahlen halbiert."
Genauso erging es auch Sarrazin. Er stellte eine These auf, die, falls er sie weggelassen hätte, den rechten Rand der Gesellschaft als Käufer vergrätzt hätte. Es geht um seine umstrittenen Genthesen. Hätte er sein Sprüchlein nicht aufgesagt und somit die Volksseele nicht weiter aufgekocht, dann hätte er (ein Bänker) weniger Gewinn gemacht. Daher hat er die umstrittene These doch gebracht. Ulkigerweise kam gestern auf "hart aber fair" ein Zwischenruf von einer seiner Quellen. Eine Kapazität im Bereich Genetik und Intelligenzforschung meinte salopp, dass Sarrazin Ihre Thesen nicht verstanden hätte.

Dies nur mal als kurzer Querverweis. Die Wissenschaften funktionieren größtenteils bei der Verbreitung der Wahrheit. "Buchverkäufer" verbreiten bisweilen nicht die Wahrheit, sondern das was sich gut verkaufen läßt. Das sollte man immer im Hinterkopf behalten. Verschwörungstheoretiker, die Bücher verkaufen, verbreiten ebenso oftmals nicht die Wahrheit.

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