Forum: Wissenschaft
Entstehung des Alls: Hawking hält Gott für überflüssig

Das Universum braucht keinen Gott: Mit dieser Aussage sorgt Stephen Hawking für Schlagzeilen. Bisher hat der britische Physiker den Schöpfer zumindest metaphorisch benutzt - und sei es nur, um den Verkauf seiner Bücher anzukurbeln. Doch damit ist nun offenbar Schluss.

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madame_no 02.09.2010, 15:43
130. wegen Gott?

Doch nicht einmal Hawking wird abstreiten, dass die Annahme einer Existenz eines Gottes die Menschheit beflügelt hat, sich daran zu machen, dessen Schöpfung zu erklären und sich die Erde nicht dadurch untertan zu machen, dass man alles ausbeutet und zerstört, sondern das man sie erklärt und versteht ... bis hinein zu den Quanten und was es danach noch alles geben mag.
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WEGEN Gott sollen Forscher also neugierig sein? Eher TROTZ Gott und religiöser Hierarchien, die doch alles schon wissen, weil alles im "heiligen" (nicht kritisierbaren, trotz neuer Erkenntnisse nicht erweiterbaren ...) Buch steht, das Gott wörtlich mitgeteilt / inspiriert hat! Nicht nur zu Zeiten der Inquisition war es nicht ratsam, gegen religiös-dogmatische Verfügungen zu wissenschaftlichem Gebiet (Sonne dreht sich um Erde ...) zu argumentieren.

Ähnliches gilt mE für die "positiven" Seiten von Religion. Die guten Taten der Menschen entstehen eher TROTZ, nicht WEGEN der "Fundiertheit in Gott". Denn eigentlich soll man doch hinnehmen, in was man hineingesezt wurde, sei es Sklaventum, Krankheit, ein sadistisch-paranoider Führer etc. Und sowohl sozial engagierte Menschen, als auch Künstler hätte es (und wird es) auch ohne Religion gegeben, sie haben sich nur zwangsläufig in diesem Rahmen bewegt. Natürlich sind Nächstenliebe, Menschenwürde etc. ethisch einwandfreie Prinzipien, aber alle Werte der Aufklärung mussten doch gegen die Kirche durchgesetzt werden. Warum? Weil die "Begründung" falsch war. Denn angeblich haben die Menschen nur Würde WEIL sie von Gott geschaffen wurden, keinesfalls einfach aus sich selbst heraus (was schnell die Tür zur Verdammnis von Heiden und Andersgläubigen aufstösst). Hier liegt ein kaum zu überschätzendes Problem, wenn alles Positive (sogar die Liebe zwischen zwei Menschen, zum eigenen Kind, zum Nächsten ...) nur über den Umweg der Gottgeschaffenheit und der Akzeptanz dieser Lehre funktioniert.
Mal ehrlich, das ist doch lächerlich! Welches armseelige Menschenbild hat jemand, der glaubt, ein Mensch kann nur nett (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) zu einem anderen Menschen sein, weil er diesen als Teil Gottes anerkennt (und bei Schlechtbehandlung deswegen ewige Höllenqualen zu erleiden hat).

Dann lieber die kühle Naturwissenschaft + Philosophie (Werte der Aufklärung) + Musik + Kunst, das bietet doch Trost und Sinn genug.

Es mag ja sein, dass es einen Einstein braucht, um Einstein zu widersprechen. Aber in dieser Logik braucht es einen Gott, um Gott zu widersprechen. Ersteres hinzukriegen scheint wahrscheinlicher :-)

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Klompy 02.09.2010, 15:43
131. Oh man!

Ist denn ein wenig Glaube zu viel verlangt?

Was habt ihr zu verlieren? Bringt das nicht nur Vorteile?

Als gott Gehirne verteilte, seid ihr wohl mit Regenschirmen rumgelaufen oder?

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chrome_koran 02.09.2010, 15:44
132. Pabst…

Zitat von mcfly71
Unsere Religionsexperten schon wieder!...
…war ein deutscher Filmregisseur, mit Vornamen Georg Wilhelm. Kein Unbekannter übrigens.
Außerdem gab es mal eine Biermarke namens "Pabst" in den USA, k.A., ob es das Zeug dort noch gibt, lange nicht mehr dort gewesen.

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frank_lloyd_right 02.09.2010, 15:45
133. Kein Gott = da sterb´ ich lieber...

Zitat von dosmundos
Ist das jetzt Ironie, oder laufen solche Freaks tatsächlich frei herum? Wäre ja schön - der ultimative Beweis, dass in unserer Gesellschaft tatsächlich Platz für jedes Tierchen und sein Plaisierchen ist...
...na ich fühl mich auch ohne Gott so einigermaßen,
und wenn ich auch weiß, daß mir nur deswegen nicht dauernd
Köpfe vor die Füße rollen, weil die meisten Anderen
halt ferngesteuert sind, so find ich es eher unaufregend.

Damit, demnächst mal irgendwann abzunibbeln,
habe ich auch kein Problem - nur, daß dann keine
ewige Ewigkeit jeden Tag mit dem selben TV-Programm
(oder was bitte sonst ?) folgt, also das
finde ich schon echt *unter aller Sau* !

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thunderhand 02.09.2010, 15:45
134. Nichts entsteht aus dem Nichts-

und Spontanität ist nicht Nichts...

Die Verwandlung der Zeit

Wenn etwas davor war,
kommt etwas danach,
denn Nichts entsteht aus dem Nichts.
Es ändern sich Orte und Zeiten nur,
es ändert der Mensch sich nicht.

Was war denn davor,
und was kommt nun danach?
Die Dinge ändern sich schnell!
Die Zeit bleibt die gleiche- Sekundentakt
Gedanken wechseln- eventuell.

Was liegt nun zwischen davor und danach?
Menschen, Gefühle, Handlung- ein Tag?
Es ist nur die Zeit, sie läuft ständig davon,
zwischen vor und nachher frisst sie jede Aktion.
Sie muss doch bald platzen, die Zeit,- sie wird fett-!
Schon heißt sie Geschichte, man liest sie im Bett.

©denise-a. langner-urso

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Kamillo 02.09.2010, 15:46
135. abz

Zitat von Fidel Castro
Ich glaube fast, Sie sollten sich aus diesen alten Texten nicht einfach die paar Rosinen herauspicken. Lesen Sie einmal im Koran die vielen Suren mit dem Aufruf zu Krieg, Töten der Ungläubigen, etc. .....
Abrabahm erschlug Bebraham und heiratete seine Schwester Zebraham. Kain und Abel? Mache dir die Erde Untertan. Bekehre die Heiden. Waren da nicht auch solche Sachen im alten Testament? Und was ist mit den ganzen Kreuzzügen, Inquisition, und dem ganzen Krempel? Wir dürfen da nicht mit Steinen im Glashaus werfen, sondern sollten aus der Vergangenheit lernen. Aber auch der Islam beruft sich auf den Ethiker Jesus als Propheten, und der hat gesagt: Liebe deinen Feind so wie deinen Nächsten.

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FXRichter 02.09.2010, 15:47
136. Warum hat der Urknall einen Stephen Hawking hervorgebracht

Warum hat der Urknall einen Stephen Hawking hervorgebracht, der über den Urknall nachdenkt? In der Programmierung nennt man das eine "Schleife" ("Loop"). Schade, dass die Physiker bis vor kurzem nichts über Progammierung lernten. Leider befassen sich auch die Gurus der heutigen Physiker kaum mit Information, wenn man von C.F. von Weizsäcker und seinen Schülern absieht.

Hoffung kommt aus Indien. Dort wächst in den Maharishi-Schulen und -Universitäten still und leise eine Generation heran, die die Veden (= das Wissen) ihrer alten Seher mit dem (Halb-)Wissen der modernen Physik in Verbindung bringt. Der Schlüssel dazu ist die Abstraktionsfähigkeit, die durch Meditation und die damit verbundene kohärente Gehirnaktivität geschult wird.

Auch die Geschichte der Naturwissenschaften in den letzten 300 Jahren war übrigens eine Art Meditation, eine Reise vom Konkreten zum Abstrakteren, von den 2-dimensionalen Feldern in der Landwirtschaft zum n-dimensonalen "Vereinheitlichten Feld". E i n Abstraktionsschritt fehlt aber noch: der Physiker, der auf das Feld schaut, IST das Feld (das damit auf sich selber schaut). In den Upanischaden heißt dieser letzte Abstraktionsschritt ein "Mahavagya", eine "große Einsicht": "TAT TVAM ASI: Du bist DAS".

Was Gott betrifft: Mein indischer Meister Maharishi wurde einmal gefragt, ob es einen Gott gebe oder viele Götter. Man wollte ihm als Inder wohl eine Falle stellen. Er sagte: "Falls es viele Götter gibt, dann arbeiten die sehr gut zusammen." (Er brachte Gott und Götter immer sehr mit den Naturgesetzen in Verbindung.) Goethe sagte: "Das All ist ewig, denn Gesetze erhalten die lebendigen Schätze, mit denen sich das All geschmückt."

Da die Gesetze Bewusstsein hervorgebracht haben, muss dieses Bewusstsein irgendwo drinstecken in den Gesetzen. Ist dieses Bewusstsein nun konkret oder abstrakt? Beides!

Die Leugnung Gottes ist ein Mangel an Abstraktionsfähigkeit u n d ein Mangel an schöpferischer Kraft. Das Leben muss den Froschkönig an die Wand werfen...

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mcmercy 02.09.2010, 15:47
137. Titel

Zitat von ingrid wild
a) das Universum dehnt sich aus - immer langsamer, aber es wird keinen Stillstand geben b) das Universum zieht sich zusammen und es kommt zu einem neuen Urknall c) Das Universum endet und danach ist nichts mehr - in etwa 10hoch63 Jahren soll dies geschehen Bewiesen ist bis jetzt nur dass alle drei Varianten eintreten können.
Also bewiesen ist schon mal gar nichts, wissenschaftliche Theorien lassen sich per se nicht beweisen, die lassen sich nur belegen oder widerlegen.

Im Gegensatz zu a könnte es sich auch immer weiter ausdehnen ohne langsamer zu werden. Was ja auch schon ein Widerspruch in sich ist, etwas das immer langsamer wird steht irgendwann still, sonst müsste der Prozess des "langsamer werdens" ja mal stoppen. Sonst hätten wir das Schildkröten Paradoxon.

Ihre Theorie c wäre mir auch neu, wohin verschwindet das Universum denn dann, packt Gott das wieder in die Tasche oder was? Wenn dem so wäre, dann gäbe es ja auch kein Nichts, denn wo ein Gott ist, kann ja nicht Nichts sein.

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vhf 02.09.2010, 15:48
138. Stephen Hawking ist überflüssig

Zitat von Klompy
Stephen Hawking ist überflüssig.
Begruendung?
Zitat von Klompy
Mit seinen Populärwissenschaftlichen Thesen z.B. man könnte nicht in die Vergangenheit reisen, macht er sich lächerlich. Klar es wird mit dem Großvaterparadoxon erklärt. Doch vergisst man es ist nur eine Theorie.
Die die aktuelle Situation (es gibt keine Zeitreisen) aber verblueffend gut erklaeren kann, nicht?
Zitat von Klompy
Wie es am Ende wirklich aussieht weiss noch niemand.
Wer sagt, dass wir da nicht schon sind und daher wissen, wie's "wirklich" aussieht?
Zitat von Klompy
Wo würden wir da stehen bleiben wenn jeder einer einzigen Theorie glaubt.
Allein die Tatsache, dass Du "Glauben" und "Theorie" in so einen Zusammenhang bringst, zeigt Deine voellige Ahnungslosigkeit.
Zitat von Klompy
Genauso ist es mit seiner Erkenntniss es gibt keinen schöpferischen Gott.
Du meinst, es ist eine Theorie, die die aktuelle Realitaet perfekt erklaert und fuer die es keine Gegen-Indizien gibt?
Zitat von Klompy
Denn ohne einen Gott würde es uns alle nicht geben.
Interessante Theorie, sorry Idee (Um zu einer Theorie zu werden, fehlt noch ein bischen.). Was spricht aus Deiner Sicht so dafuer?
Und vergiss nicht, es war ein Moench, der Ockhams Rasiermesser erfunden hat.
Zitat von Klompy
Es gibt Dinge die bleiben unerklärlich. Nur dumme Menschen erkennen es nicht.
Das heisst, jeder, der der Meinung ist, Gott waere die Erklaerung fuer alle Dinge ist dumm? Danke. Von Religionisten hoert man sowas sonst eher selten.
Zitat von Klompy
Z.B. Warum gibt es den Tod?
Erstens weil er evolutionaer Sinn macht. Ohne Generationenwechsel keine Anpassung.
Zweitens, weil Mutter Natur in 4 Milliarden Jahren nichts besseres eingefallen ist.
Das war einfach. Willst Du noch mehr wissen?
Zitat von Klompy
Warum gibt es eine solche Barriere. Es hat noch niemand geschafft von den Toten zu den Lebenden zu kommen. Warum?
Weil mit dem Tod der "Jemand" aufhoert. Abgesehen davon wird aus jedem Toten Duenger und daraus wieder Leben.
Zitat von Klompy
Und dann kommt so ein "Wissenschaftler" und meint urplötzlich es gibt keinen Gott.
Nicht "urploetzlich". Leute, die denken konnten, gabs schon bei den alten Griechen.
Zitat von Klompy
Die Wissenschaft selber sollte nicht zur Religion werden.
Wo ist jetzt der Zusammenhang? Wenn Du in Hawkings Theorien ein Loch findest, das einen Gott erfordert, dann schreib ein Paper und reich's ein. WIR werden Dich nicht auf den Scheiterhaufen werfen.

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bopjadi 02.09.2010, 15:50
139. Schulkritik

Zitat von ferion
Mehr als ein Laie bin ich auch nicht, trozdem sehe ich einen vehementen Unterschied zwischen den oben angegebenen Punkten. Es gibt Experimente zur Evolution, die sich jedes Schuljahr wiederholen lassen und es gibt Experimente zu Atommodellen (deshalb nutzen wir Bors modell ja nicht mehr). Es gibt aber keine falsifizierbaren Experimente über die Fähigkeit Wasser wie festen Boden zu betrachten. Um genau zu sein können sie das Experiment nichteinaml wiederholen. Und das unterscheidet dinge die sich logisch herleiten lassen und dinge die man glaubt.

Dann gratuliere ich Ihnen zu Ihrer Schulausbildung, die weitaus besser war als meine. Solche Versuche gab es bei uns leider (noch) nicht. Aber dann kann ich ja auf zukünftige Generationen hoffen.

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