Forum: Wissenschaft
Entstehung des Alls: Hawking hält Gott für überflüssig

Das Universum braucht keinen Gott: Mit dieser Aussage sorgt Stephen Hawking für Schlagzeilen. Bisher hat der britische Physiker den Schöpfer zumindest metaphorisch benutzt - und sei es nur, um den Verkauf seiner Bücher anzukurbeln. Doch damit ist nun offenbar Schluss.

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saddamatus 02.09.2010, 16:47
200. ..,.-

Zitat von moex
Die Argumente,die hier von beiden Seiten angebracht werden sind doch immer wieder die gleichen.Die tendenziell eher atheistisch angehauchte Fraktion bedient sich der naiven Aussagen christlich-missionarischer Eiferer und begründet den Glauben auf geschichtlichen Überlieferungen,die gläubige Fraktion beklagt die Überheblichkeit arroganter Wissenschaftler,deren fehlende Demut und den Anspruch,das Wissen um die Welt gepachtet zu haben.Damit haben beide Seiten recht und auch wieder nicht.Der Fehler liegt darin,Wissenschaft mit Gott und Gott mit Wissenschaft erklären zu wollen. Es ist wie es ist,im Endeffekt eine Glaubensfrage: Glaube ich,dass das Absolute lediglich auf naturwissenschaftlicher Methodik basiert,oder glaube ich,dass es darüber hinaus noch etwas anderes gibt?
Sie verwechseln da etwas:
Hawkins sagt nicht, es sei wissenschaftlich beweisbar dass es keinen Gott gibt.
Er sagt, dass für die Erklärung physikalischer Phänomene kein Gott erforderlich ist.

Letztlich haben das Problem nur bestimmte einfach gestrickte oder fanatische Gläubige, nämlich jene die Naturwissenschaft als Widerspruch zu ihrem absoluten (also unreifen) Glauben verachten. Nur Sie kritisieren daran, dass die NW keine absoluten Wahrheiten bietet, weil nur sie ohne offenbar nicht leben können.

Man sollte Verschiedenes nicht leichtfertig gleich setzen, das erschwert die Erkenntnis.

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Peter Freiburg 02.09.2010, 16:47
201. sinnvoll?

Zitat von yarx
Sie verwechslen, bzw. vermischen, da Glauben/Spiritualität mit Religionsgemeinschaft. Es gibt durchaus Argumente dafür, daß ein spirituell geprägtes Leben sinnvoller sein könnte, als ein von einem rein mechanistischen Weltbild geprägtes.
Und den Massstab für "sinnvoll" setzt wer bitte an? Sie?
Hoffentlich nicht...

Und zum 1millionsten mal: Wissenschaft möchte gar nicht Glauben/Spiritualität widerlegen, ist das so schwer für die Gläubigen zu verstehen? Man könnte ja fast von Begriffstutzigkeit sprechen.

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sprechweise 02.09.2010, 16:48
202. Blödsinn

Zitat von chagall1985
Hawking war nie Atheist sondern ist seit Jahrzehnten bekennender Positivist.
Positivismus und Atheismus widersprechen sich nicht.
Das ist so als ob jemand Fussballer und Tennisspieler ist.

Die Wahrscheinlichkeit dass jemand beides ist ist aber sehr hoch.

Die Tatsache, dass in Amerika sich wenige Atheisten offen dazu bekennen, liegt daran, dass in Amerika Atheisten mehr oder weniger subtil verfolgt und unterdrückt werden.

Das mag sich mit der Bright-Bewegung ein wenig ändern

http://de.wikipedia.org/wiki/Positivismus
http://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus

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Seraphim 02.09.2010, 16:48
203. .

Zitat von white
Liebe Atheisten, als wissenschaftlich gebildeter Ex-Hardcore-Atheist möchte ich allen Noch-Atheisten ein harmloses Spiel ohne jede Garantie auf einen bestimmten Ausgang empfehlen: a) Stellt euch für fünf Minuten vor, dass es Gott gibt, und betet für diese 5 Minuten aus ganzem Herzen, dass er sich euch offenbaren möge. Um dem Spiel eine Chance zu geben, müsst ihr das Gebet allerdings wirklich ehrlich meinen. b) Wartet mal ab, ob was passiert. (Nicht allzu kurz, denn das Spiel endet erst auf eurem Sterbebett ;-)). Ein seliges Leben! white
Was ist das denn für ein Schwachsinn? Was soll das beweisen?

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Wer ich wirklich bin 02.09.2010, 16:49
204. !

Zitat von chrome_koran
So gesehen sind Atheisten auch Angehörige von (2), indem sie an den Urknall etc. sowie an die Nichtexistenz eines höheren Wesens _glauben_ (1). Wer hier die (3) ist, ist so die große Frage, die sich auch mit "cui bono?" substituieren lässt…
Dieser Schmarrn taucht auch in jeder Diskussion zum Thema auf. (Kommt meist von Gläubigen. Hu?) Atheisten gehören keiner Religion an, wenn sie an die Nichtexistenz von was auch immer oder an den Urknall "glauben". Atheisten beziehen sich auf Wissenschaft, Rationalität, Erfahrungen, Erfahrbarkeit usw.

Ein unsichtbares allmächtiges Wesen, dass mir vorschreibt mit wem ich ins Bett gehen darf und was ich Freitags zum Mittag esse darf, entspricht den o.g. Dingen eben genau nicht. Ein Urknall, abgeleitet aus der beobachtbaren Expansion des Universums und der messbaren Hintergrundstrahlung hingegen schon.

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Daniel28 02.09.2010, 16:49
205. Komische Frage

Zitat von 2xtreme4u
Natuerlich muss es nicht falsch sein - schliesslich bin ich ja auch weit davon entfernt, allwissend zu sein. Aber: Wenn eine Singularitaet der Ausloeser war - woher stammt denn diese?
Eine Singularität hat keinen Auslöser und keinen vorhergehenden Grund. EIne Singularität hat kein Vorher.
Eine Singularität hat keinen Raum und keine Zeit,

Da könnten sie auch fragen, was passiert, wenn man am Nordpol ist und weiter nach Norden gehen will.

Allerdings lehrt uns die Quantenmechanik, das es kein absolutes Nichts gibt, sondern allenfalls ein Fastnichts.

Es ist denkbar und vielleicht auch messbar, dass das Universum nicht aus einer Singularität hervorgetreten ist.

In einer Theorie wird die Hypothese aufgestellt (M-Theorie), das Universen teil eines höherdimensionalen "Raums" sind und der Urknall die Kollision zweier Unterräune (sogenannte Branen) darstellt.

Zitat von
Nochmal: Es mag sein, dass Hawkin's Aussagen den Status Quo in der aktuellen Physik darstellen - aber der ist nunmal beileibe nicht manifestiert, sondern ist Aenderungen unterworfen.
Tja nun sind aber Naturwissenschaftler darauf angewiesen, mit dem zu Arbeiten, was sie haben.

Der Mann heißt übrigens Hawking.


Zitat von
Und meine Aussage ist die, dass ich glaube - nicht weiss - , dass diese Prinzipien in Zukunft durchaus noch die ein- oder andere Anpassung erfahren.
Ja und?

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ArbeitsloserMathematiker 02.09.2010, 16:50
206. Woher kam der Planckraum?

Zitat von ferion
Beide angeführten Argumente sind wenig zielführend und zudem beantwortet. In der Physik ist es der Plankraum, der eine minimale Grenze für Handlungs-Wirkungsreaktionen beschreibt. Eine Aussage unterhalb dieser Grenze ist einfach nicht sinnvoll, da keine Hadlung-Wirkung mehr besteht und somit keine Konsequenz gezogen werden kann. Alleine aber die Frage wer schuf das universum ist eine Handlungsbeschreibung mit einer Folge. Zudem möchte die Physik garnicht das Warum klären sonder nur das Wie. Um genau zu sein eher das wie nicht. ... Ich selber bin Agnostiker, aber sehr diskussionsfreudig insbesondere mit Kreationisten und Naturwissenschaftlern.
Sehr schön, und was hat dem Planckraum den Odem eingehaucht?
Ich glaube eher, daß hier ein großer Irrtum im menschlichen Geist, in seinem Denken, an sich drin steckt.
Ein Koan könnte hier weiterhelfen: "Denke das Nichtdenken".
Sämtliche Erklärungsversuche scheitern immer wieder an sich selber. Egal, ob nun religös oder nicht-religiös. Die Wahrheit liegt noch nicht mal irgendwo in der Mitte. Es gibt einfach keine umfassende "Wahrheit", die mit dem rationalen Anteil des Geistes zu fassen wäre.

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Blackysmart 02.09.2010, 16:50
207. ...

Zitat von Jagga
Wenn Hawking meint dass es keinen gibt dann soll er mal versuchen leben zu erschaffen, er soll über wasser laufen, ohne medizin sich heilen.
Lesen Sie mal das alte Testament. Dann sollte Ihnen klar werden, dass Hawkins aus moralischen Gründen niemals dem Christengott nacheifern wollen würde.

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Peter Freiburg 02.09.2010, 16:51
208. ergebnis im hinterkopf

Zitat von Klompy
Nein ich hinterfrage alles. Aber um zum Thema zurueck zu kommen. Hawking behauptet es gibt keinen schöpferischen Gott. Und weiter?
Wenn sie alles hinterfragen... warum ist es dann im Schatten kälter als in der Sonne? Weil Gott es will? Oder vielleicht doch, weil energiegeladene Sonnenstrahlen nicht auftreffen können?

Sie hinterfragen und haben dabei ihr gewünschtes Ergebnis bereits im Hinterkopf - Gott als Erklärung.

Das ist der feine Unterschied zum Wissenschaftler, er hat gar kein gewünschtes Ergebnis im Hinterkopf.

DARUM dreht sich die ganze Diskussion.

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evolut 02.09.2010, 16:51
209. Einheit

Zitat von Klompy
Ist denn ein wenig Glaube zu viel verlangt?
Wenn mir jemand die Einheit verraten würde, wäre nett. Einsfuffzig Glaube. Glaube en gros. Im Sommersschlußverglaub vielleicht. Bezahlbbar in heiligen €s, wird in jedem Fall liebend gerne genommen.

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