Forum: Wissenschaft
Entstehung des Alls: Hawking hält Gott für überflüssig

Das Universum braucht keinen Gott: Mit dieser Aussage sorgt Stephen Hawking für Schlagzeilen. Bisher hat der britische Physiker den Schöpfer zumindest metaphorisch benutzt - und sei es nur, um den Verkauf seiner Bücher anzukurbeln. Doch damit ist nun offenbar Schluss.

Seite 24 von 47
mcmercy 02.09.2010, 17:10
230. Titel

Zitat von 2xtreme4u
- was hat diesen Urknall ausgelöst
Nichts hat den Urknall ausgelöst, der Urknall ist DER Auslöser, DIE UR-Sache. Der Urknall ist der Beginn von Raum, Zeit und Materie. Es gibt einfach kein VOR dem Urknall, weil mit dem Urknall erst überhaupt alles anfängt.

Beitrag melden
sprechweise 02.09.2010, 17:13
231. Lesekompetenz

Zitat von Klompy
Nein ich hinterfrage alles. Aber um zum Thema zurueck zu kommen. Hawking behauptet es gibt keinen schöpferischen Gott. Und weiter?
Ihre Lesekompetenz ist aber zu gering. Sehen Sie sich den Titel des Forum noch einmal an.

"Hawking hält Gott für überflüssig"

Das ist eine andere Aussage.

Wissenschaftlich bringt das Konzept "Gott"/die Annahme eines Gottes keine Erkenntnis.

Manche Menschen brauchen es als Stütze, andere nehmen Alkohol und Drogen um mit dem Leben zurechtzukommen, und wieder andere kommen auch ohne all das zurecht.

Beitrag melden
frank_lloyd_right 02.09.2010, 17:14
232. Mit sowas dürfen Sie aber Hardcore-Enthusiasten

Zitat von olleolaf
wer hat den Schöpfer geschaffen?
...nicht kommen - die haben sich nun mal für Mickymaus entschieden.

Nun können sie ja sagen, ey - Walt Disney hat Mickymaus
erfunden (obwohl, ich denke, das stimmt gar nicht -
Walt hat aus Micky nur eine echt große Nummer gemacht,
so wie die Christen aus Jehova).

Aber ist denen egal - wer sich für Mickymaus entschieden hat,
findet Donald doof und kennt auch sonst
keine logischen Argunente.

Er ist halt nicht mehr von dieser Welt,
er hat sozusagen die Macht ergriffen.
May the Force be with all of them...

Beitrag melden
IchOnline 02.09.2010, 17:14
233. Überflüssig wie ein Kropf

Zitat von sysop
Das Universum braucht keinen Gott [...]
"Gott ist unnötig, um die Entstehung des Universums zu erklären [...]": Klar. Nur was ist daran neu?

Ohnehin konnte man mit Gott doch noch nie etwas erklären. Erklärungsversuche mittels Gott hatten schließlich immer schon den unüberwindlichen Nachteil, dass Aussagen wie "Gott war's" stets nur neue Fragen nach Gottes eigener Herkunft und seinen Motiven aufwerfen. Ach, Gott war immer schon da? Warum soll dann nicht auch das Universum immer schon da gewesen sein? Und SEINE Motive könnten wir auch nur ergründen, wenn ER bereit wäre unsere Fragen zu beantworten.

Ein von Gott erschaffenes und ggf. gelenktes Universum wäre eine Welt aus zweiter Hand, eine Kunstwelt, mit Gottes Herkunftswelt als Original. Und alle Ereignisse in dieser Kunstwelt wären nicht durch Logik oder Wissenschaft zu erklären, sondern durch SEINE Willkür, die es zu ergründen gälte. Wissenschaft wäre nur noch Gottespsychologie - sicherlich keine sehr exakte Lehre und jedenfalls keine, die etwas hervorbringt, was wir heutzutage als Erklärung akzeptieren würden.

Diese Überlegungen machen nebenbei auch die beklagenswerte Bilanz der Theologie verständlich.

Beitrag melden
Müder_Mensch 02.09.2010, 17:14
234. Einspruch

Zitat von Klompy
Hawking behauptet es gibt keinen schöpferischen Gott.
Das tut er nicht. Nach Hawking ist Gott als Erklärung für die uns bekannte Natur nicht notwendig.
Keine sonderlich neue These, noch eine Überraschung.

Beitrag melden
10of9 02.09.2010, 17:16
235. Vielleicht doch...

Zitat von moex
Der Fehler liegt darin,Wissenschaft mit Gott und Gott mit Wissenschaft erklären zu wollen.Die beiden Dinge lassen sich nicht vereinen.
Dachte ich auch immer. Habe nun kürzlich dieses Buch von Ken Wilber gelesen: http://www.buecher.de/shop/buecher/n...d_id/27979574/. Ist manchmal etwas sperrig und ich habe auch noch keine abgeschlosse Meinung dazu, finde aber seine dort geäußerten Ansätze sehr spannend. Wilber hält dort die Integration von Wissenschaft und Religion geradezu für nötig, um die "Katastrophe der Moderne" zu heilen.

Diese Katastrophe betrachtet er als Folge der zu einer Dissoziation entarteten Differenzierung der Sphären des Wahren (monologische Wissenschaft der Es-heiten/Dinge), Schönen (dialogische Kunst) und Guten (Religion/Moral). Letztere werden dabei als nicht auf erstere reduzierbar angenommen, wie das eine engstirnig unterjochende "Flachland"-Wissenschaft immer noch tut, die (inkonsequenterweise und ohne Notwendigkeit) das außen Beobachtbare verabsolutiert, sich darauf beschränkt und allem anderen die Realität verweigert.

Er analysiert und charakterisiert bisherige Versuche diese Katastrophe zu heilen (Zurück zur Natur/Romantik, Deutscher Idealismus, Postmoderne, New Age). Inbesondere die von ihm dabei ausgemachte prä/trans-Verwechselung, die z.B. Romantiker oder New Age-ler dazu verleitet, in prärationale Sichtweisen zu regredieren und dann zu glauben, in den damit erreichten Zuständen von Verschmelzung/Aufhebung der Differenzierung die ersehnte Ganzwerdung/Heilung zu erreichen, erscheint mir sehr wichtig. Da die Zahnpasta aber nicht auf dem selben einfachen Weg in die Tube zurückkommt, wie sie herausgekommen ist und die "Würde der Moderne" (Aufklärung, Freiheit, Gleichheit, Bürgerrechte etc.) damit gleich mit erschlagen wird, bleiben diese Wege Illusion.

Die notwendige Integration, die "Heilung" unter Beibehaltung der Differenzierung und ihrer Würde erreicht, sieht er auf der Ebene eines durch reproduzierbare spirituelle Praxis "erweiterten", von letztlich selbst auferlegten Beschränkungen "gereinigten", transrationalen Bewusstseins, welches das EINE erfahren kann und nicht im Widerspruch zu einer von unnötigen dogmatischen Beschränkungen bereinigten wissenschaftlichen Methode steht sondern diese sinnvoll selbst -allerdings auf die "innere Welt"- anwendet.

Beitrag melden
gmaj 02.09.2010, 17:18
236. Wissenschaft ?

Man kann NICHT mit berechenbaren und vorhersehbaren Abläufen eine nach Evolutionstheorie
spontane, zufällige Entwicklung beweisen. Der Begriff Zufall bedeutet ja NICHT berechenbar und NICHT
vorhersehbar. Beim Zufall handelt es sich um den Übergang aus einer Ausgangssituation, die mehrere
Endsituationen ermöglicht.

Beitrag melden
hurkey 02.09.2010, 17:21
237. Naja

Zitat von Peter Freiburg
Ein sehr beliebtes, aber falsches Mittel sich allgemeinen Fragestellungen zu nähern ist, Einzelbeispiele (wie ihre) als stellvertretend für einen gesamten Sachverhalt zu positionieren.
Das kann man so leider nicht sagen. Diese Methode wird sowohl in der Philosophie als auch in den (empirischen!) Naturwissenschaften praktiziert. Von Aristoteles über Humes bis zu Hegel ist dies das Thema der Erkenntnistheorie.

Zitat von Peter Freiburg
Doch doch, er hat schon einiges verstanden. Würden wir alle keine Wissenschaft betreiben und nur gottesehrfürchtig sein, würden wir heute noch denken, die Welt ist eine Scheibe :-).
Mal abgesehen davon, dass diese Theorie leicht zu wiederlegen ist, unterstellt sie, dass man als gläubiger Mensch nicht an einer Erforschung der Natur interessiert sei. Dies widerspricht sogar dem Wesen der Theologie.


Zitat von Peter Freiburg
Können sie diese These denn belegen oder ist es doch einfach nur ihr Glaube?
(auf die Aussage, ohne Gott gäbe es den Menschen nicht)

Schon die Frage beruht auf einem Zirkelschluß.
Wie sollte jemand das denn auch belegen; das hat auch Spinoza nicht geschafft und Hawkins- da können Sie sicher sein-, ist sich natürlich bewußt, dass über die Existenz Gottes niemals eine Aussage getroffen werden kann. Selbst wenn er zeigen könnte, dass Bewußtsein lediglich aus Raum und Zeit entsteht... würden wir aus unserem Dilemma nicht herauskommen.

Zitat von Peter Freiburg
Nur dumme Menschen versuchen, diesen Dingen nicht auf den Grund zu gehen. Früher war uns z.B. auch nicht erklärlich, warum der Apfel vom Baum nach unten fällt oder Fluorid gegen Karies hilft. Heute wissen wir es.
Nein, wissen wir nicht! Denn die angenommene (siehe Aristoteles, Humes etc) Existenz eines Naturgesetzes erklärt aber leider nicht die Einheit der Natur. Auch die Gravitationsgesetze sind rein empirisch gefunden worden!
Mit der Karies mögen Sie recht haben.


Zitat von Peter Freiburg
Das hat mit der Zellalterung zu tun.
(Es ging um die Frage, warum es den Tod gibt)
Meinen Sie das ernst oder sollte ich Ihren Humor nicht verstanden haben:)

Beitrag melden
sprechweise 02.09.2010, 17:23
238. Vakuum

Zitat von geo_48
Wenn etwas aus dem Nichts entstehen kann, dann muss das "Nichts" ja Eigenschaften haben. Leider ist das "Nichts" dann kein nichts mehr... da es ja Eigenschaften hat.
Das Vakuum hat eben Eigenschaften.
Z.B.

http://de.wikipedia.org/wiki/Casimir-Effekt


Und wenn es nach den Gläubigen ginge, würde man heute noch an die flache Erde glauben, und Leuten, die etwas anderes sagen, den Kopf ab- oder einschlagen.

Beitrag melden
tommm 02.09.2010, 17:24
239. ...

Zitat von chrome_koran
1. Glaube 2. Religion 3. Kirche So gesehen sind Atheisten auch Angehörige von (2), indem sie an den Urknall etc. sowie an die Nichtexistenz eines höheren Wesens _glauben_ (1). Wer hier die (3) ist, ist so die große Frage, die sich auch mit "cui bono?" substituieren lässt…
Soso, ich als Atheist bin also Angehöriger einer Religion, ja? Mit Verlaub, das ist doch völliger Unsinn! Verwechseln Sie nicht Weltanschauung mit Religiösität, das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun. Die Abwesenheit eines Glaubens an ein höheres Wesen, das das Universum erschaffen hat, die Geschicke der Menschen lenkt ect. unterscheidet doch gerade den Atheismus vom Theismus.
Einem Menschen, der nicht jeden Tag zu einem eingebildeten höheren Wesen spricht, nicht in die Kirche geht und auch keine Opfergaben darbringt eine Religiösität zu unterstellen erschließt sich mir nicht.
Ich "glaube" auch an die Schwerkraft. Bin ich jetzt ein Gravitist? Wenn ich nicht jeden Tag zu Ehren des heiligen Gravitons einen Apfel fallen lasse, werde ich dann schwerelos und fliege davon? Weil ich "glaube" dass die Sonne sich nicht um die Erde dreht bin ich religiös?

Beitrag melden
Seite 24 von 47
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!