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Entstehung des Alls: Hawking hält Gott für überflüssig

Das Universum braucht keinen Gott: Mit dieser Aussage sorgt Stephen Hawking für Schlagzeilen. Bisher hat der britische Physiker den Schöpfer zumindest metaphorisch benutzt - und sei es nur, um den Verkauf seiner Bücher anzukurbeln. Doch damit ist nun offenbar Schluss.

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tommm 03.09.2010, 12:23
460. ...

Übrigens stehen die Chancen, die richtige Religion gewählt zu haben ziemlich schlecht.
So ca. 100.000 verschiedene Götter existieren nach Schätzungen. Da fällt die Auswahl ziemlich schwer, was?

http://www.goetter-der-welt.de/Einle...einleitung.htm

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e.schw 03.09.2010, 12:30
461. Ein Einstein gegen Einstein?

Zitat von waldemar.l.
- - - Es mag ja sein, dass es einen Einstein braucht, um Einstein zu widersprechen. - - -
Es genügt die Vernunft, um Einstein zu widersprechen - und ab und zu eine wenig Lesen in seinen Werken.

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Mustermann 03.09.2010, 12:35
462. niemals

Zitat von Peter Werner
Ich muss getehen dass ich Ihren Beitrag nur teilweise verstehe, Begrifflichkeiten wie "toplogisch mischend" oder "periodischen Trajektorien" im "Phasenraum" sind mir Fremd (lassen sich natürlich ergoogeln)....
Das sind die drei Bedingungen, die ein dynamisches System erfüllen muss, um sich chaotisches zu verhalten.
http://en.wikipedia.org/wiki/Deterministic_chaos
http://en.wikipedia.org/wiki/Topolog...logical_mixing

Zitat von Peter Werner
... Von der Existenz eines "echten" Zufalls gehe ich jedoch nicht aus. Wenn sämtliche Grundlagen (Istzustand, sämtliche zugrundliegende Gesetze) bekannt sind so dürfte sich das Ergnis (genügend Rechenkapazität vorausgesetzt) in jedem Fall ableiten lassen...
Es gibt es eben auch Prozesse, die sich zufällig verhalten, obwohl 'sämtliche Grundlagen bekannt' sind, siehe oben (deterministisches Chaos)

Zitat von Peter Werner
....Bei derzeit von der Wissenschaft als "Zufall" definierten Ereignissen fehlt der Wissenschaft meiner Ansicht nach lediglich das notwendige Wissen zur Erklärung des entsprechenden Ereignisses.
Ihre Prämisse, 'Wenn sämtliche Grundlagen .. bekannt (sind)', ist eben nicht immer erfüllbar,
Z.B deshalb, weil es eine untere Grenze für Messungen gibt (z.B. Ortsunschärfe und Impulsunschärfe eines Teilchens).

Unter bestimmten Bedingungen lässt sich 'dieses notwendige Wissen' eben nicht herstellen, niemals, auch nicht im Gamma-Quadranten.

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reuanmuc 03.09.2010, 12:36
463. .

Zitat von Peter Werner
Einverstanden, es gibt Dinge die man nicht wissen kann bzw. nie wissen wird. Dennoch sind diese Dinge existent;
Woher wissen Sie das, haben Sie eine Exklusiverkenntnis oder geheime Offenbarung?
Zitat von
wir haben nur keine Kenntnis hiervon bzw. sind mit unseren beschränkten Möglichkeiten nicht in der Lage, diese existenten Dinge zu erkennen bzw. zu verstehen.
ok, aber welchen Sinn hat es, über Dinge zu spekulieren, die man grundsätzlich nicht wissen kann? Es geht wohlgemerkt nicht darum, dass man nur technisch nicht in der Lage ist, sondern um grundsätzliche Unmöglichkeit der Erkenntnis.

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ferion 03.09.2010, 12:38
464. Unwissenschaftlich

Zitat von reuanmuc
Nein, das ist ein grundlegender Irrtum. Schon der Philosoph David Hume hat darauf aufmerksam gemacht, dass Naturgesetze nicht wirklich Naturgesetze sind, sondern lediglich eine Schlussfolgerung unserer Beobachtungen. Wenn der Apfel unter allen Umständen vom Baum zum Boden fällt, oder der Stein auf den Zeh, dann erklären wir diesen Sachverhalt zum Naturgesetz und erfinden eine Schwerkraft als Ursache.
Nein, das ist so nicht richtig. Der Umstand das alle Objekte auf die Erde fallen, ist eine Beobachtung. Erklärungsmodelle gab es viele, vom Bestereben eines jeden Dinges zu sienem Urzustand bis hin zu Ätherkraftgefälle.
Irgendwann begann Herr Newton eine Gesetzmäßigkeit zu erkennen (nicht zu bestimmen), nämlich das alle Objekte unabhängig von Form und gewicht gleich schnell fallen. Nachdem man dies nachgewies und in Formeln gegossen hat, und somit auch die mathematische Korrektheit nachwies, wendete man den Blick in die Sterne und sah, dass dort die selben Gesetze gelten. Das wir es Schwerkraft oder Gravitation nennen ist menschliche Willkür. Es könnte auch Gropfl oder Käsebrot heissen, aber die Gesätzmäsigkeit ist vom Beobachter losgelöst.

Zitat von reuanmuc
Trotzdem weiß bis heute niemand, ob ein solches Naturgesetz wirklich existiert. Es gibt Dinge, die man nie wissen wird, so wie man in einem geschlossenen Raum nie die Außenfassade sehen kann. Wir kommen nie aus unserem Universum heraus, um es von außen oder in seiner Gesamtheit zu betrachten.
Ich muss hier populistische Philosophie vorwerfen. Diese Gedankenspiele sind meinetwegen interessant, aber naturwissenschaftlich nicht gerade sinnvoll. Natürlich kann ich mir Gedanken machen wie "Was ist nördlich des Nordpols", "Sind wir nur eine Illusion" oder "Was ist Ausserhalb des Universums." Wenn wir schon bei Philosophen sind:
Eine der verwirrentsten Fähigkeiten des Menschen ist es Fragen zu stellen, von denen im Borhinein klar ist, dass es keine Antwort darauf gibt
-- Kant
Man muss dinge nicht von aussen Betrachten um sie zu verstehen. Wir haben viel über unsere Erde gewusst, noch weit bevor sie mal von aussen sahen. Und bei unserem Sonnesnsystem ist das immernoch so.
Philosophisch ist es möglich alles in Frage zu stellen, sinnvoll (für eine wissenschaftliche Entwicklung) ist das nicht. Es gibt genug Fragen die auf Antworten warten, Theorien die es zu widerlegen gilt und Beriche die es zu erforschen gibt. Jegliche Basis in Frage zu stellen führt zwingend zur Stagnation

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stanislaw 03.09.2010, 13:07
465. Laie

Zitat von bopjadi
Ich stimme Ihnen zu, natürlich werden wissenschaftliche Theorien von anderen Wissenschaftlern geprüft . Meine Sicht war eher die eines Laien (wissenschaftlich wie theologisch) dem in Schuluntericht gesagt wird, wie z.B. Gravitation funktioniert und das Jesus über Wasser gelaufen ist.
Es ist eine Frage des Aufwandes, wissenschaftliche Theorien zu verifizieren. Das "kann" eigentlich jeder, wenn er denn bereit ist und die Mittel dazu hat, den Aufwand zu treiben.

MfG Stefan Fröhlich
42 ;-)

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alex300 03.09.2010, 13:07
466. (Fast) richtig!

Zitat von e.schw
Sagen wir es mal so: Religion war in den wenigsten Fällen der wirkliche Grunde von Kriegen. Vielmehr wurde Religion zur Ideologisierung der kriegsführenden Parteien missbraucht. Die wirklichen Gründe waren handfeste materielle Interessen. So war das in den Bauernkriegen wie im Dreißigjährigen Krieg. Von den Kreuzzügen nicht zu reden. Stalin und Hitler führten übrigens ihre Kriege im Namen ihrer eigenen Religion.
Die Religion selbst ist selten ein Kriegsgrund.
Die Religion ist ein Instrument, ein Mechanismus, der dazu da ist, um die Massen zu manipulieren, um die Leute geistlich zu unterdrücken. Sie hat KEINEN anderen Zweck.
Wie würden Sie ihren Untertanen erklären, warum sie einen Krieg führen müssen?
Mit der Religion ist das wesentlich einfacher.

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Tonikum 03.09.2010, 13:09
467. Tüddelkram

Zitat von Klompy
Wie wäre es, wenn Sie mir erstmal beweisen das es umgekehrt keinen Gott gibt?
Die Nichtexistenz von etwas Nichtvorhandem zu belegen ist schon erkenntnistheoretisch s. Titel

Wenn ich Gott suche und ihn nicht finde, gibt es ihn dann nicht oder ist er vielleicht nur kurz auf's Klo gegangen ?

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alex300 03.09.2010, 13:11
468. Es macht durchaus Spaß.

Zitat von reuanmuc
Woher wissen Sie das, haben Sie eine Exklusiverkenntnis oder geheime Offenbarung? ok, aber welchen Sinn hat es, über Dinge zu spekulieren, die man grundsätzlich nicht wissen kann? Es geht wohlgemerkt nicht darum, dass man nur technisch nicht in der Lage ist, sondern um grundsätzliche Unmöglichkeit der Erkenntnis.
Man kann es beweisen, dass es Dinge existieren, von denen wir NIE wissen werden. Es gibt ja das Gödel-Theorem.

Leider, werden wir auch nie wissen, von welchen Dingen wir nie was wissen werden.

Andererseits, es gibt genug Dinge, die noch zu entdecken sind, und wir wissen immer noch nicht, was wir entdecken werden. Das ist das spannendste!

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