Forum: Wissenschaft
Erfolg im globalen Umweltschutz: Ozonloch so klein wie vor 30 Jahren
ECMWF-Copernicus Atmosphere Monitoring Service

Die Ozonschicht der Erde hat sich offenbar großflächig regeneriert, das berichten europäische Forscher. Das früher bedrohliche Loch in dem UV-Schutzschild ist so klein wie zuletzt 1989.

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tinnytim 18.09.2019, 13:57
40.

Zitat von stefan.parzer
....klären Sie mich auf, Sie sind ja wohl der absolute Spezialist bei diesem Thema. Also, 1990 wurde FCKW verboten. Wenn es also 25 Jahre dauert, wie ein Forist hier schon anmerkte, dann hatten wir also 2015 die größte Ausdehnung dieses 'Lochs', war das so?...und dann, innerhalb von 4 Jahren, schrumpft es so rasant?
Ich bin explizit kein Experte, jedoch war ich lange genug an der Uni um zu wissen, dass man den Experten besser glauben sollte, solange man keine fundierte eigenständige Gegenthese hat. Wenn Sie also eine eigenständige Hypothese haben, wieso es nicht am durch Chlor als Katalysator wirkenden Stoff für den Ozonabbau in der kalten polaren Nacht gelegen hat, dann immer raus damit, vielleicht werden Sie ja auch mal in "Nature" veröffentlicht.
Wenn ein Forist sagt, dass diese Stoffe erst nach 25 Jahren ihre größte Wirkung haben, muss das noch lange nicht stimmen - tut es auch nicht. Die mittlere Verweildauer der verwendeten FCKW in der entsprechenden Atmosphärenschicht beträgt je nach Stoff zwischen 20 und 180 Jahre. Deshalb dauert es zwar lange, bis sich die Ozonwerte wieder erholen können, aber bestimmt keine 25 Jahre, bis die FCKW ihre maximale Wirkung entfalten.

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ghdstz 18.09.2019, 14:25
41. Purer Fatalismus und nur gutes Zureden helfen nicht weiter

Der Artikel über das Ozonloch hat aufgezeigt dass Verbesserungen möglich sind, ob diese hier nun relativ groß oder doch nur mäßig waren mögen die Fachleute untersuchen. Entscheidend ist - man hat etwas getan, und es hat auch etwas bewirkt. Anderes Beispiel "Saurer Regen": Dies war in den 80er Jahren ein ernstes Problem, das Waldsterben konnte man vielerorts beobachten. Auch hier hat man etwas getan und Katalysatoren für Autos und Kraftwerke eingeführt - heute gehört der saure Regen der Vergangenheit an.

Es ist daher verkehrt immer nur zu jammern und gleich die ganz große Apokalyse heraufzubeschweren wenn irgendwo ein Umweltproblem sichtbar wird. Man soll natürlich wirkungsvoll darauf hinweisen (friedliche Demos sind durchaus OK), aber dabei bitte auch aufzeigen wie das Problem auf realistische Weise behoben werden kann. Und man sollte sich nicht einlullen lassen - nur mit gutem Zureden und irgendwelchen kleinen Anreizen wird sich kaum etwas bewirken lassen. Neben dem "Zuckerbrot" (z.B. das Ausloben irgendwelcher Prämien) wird man immer auch die "Peitsche" brauchen (in Form von Vorschriften die auch kontrolliert werden). Für erfolgreiche Gegenbeispiele wäre ich dankbar - leider fallen mir aber keine ein ...

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stefan.parzer 18.09.2019, 14:48
42.

Zitat von tinnytim
Ich bin explizit kein Experte, jedoch war ich lange genug an der Uni um zu wissen, dass man den Experten besser glauben sollte, solange man keine fundierte eigenständige Gegenthese hat. Wenn Sie also eine eigenständige Hypothese haben, wieso es nicht am durch Chlor als Katalysator wirkenden Stoff für den Ozonabbau in der kalten polaren Nacht gelegen hat, dann immer raus damit, vielleicht werden Sie ja auch mal in "Nature" veröffentlicht. Wenn ein Forist sagt, dass diese Stoffe erst nach 25 Jahren ihre größte Wirkung haben, muss das noch lange nicht stimmen - tut es auch nicht. Die mittlere Verweildauer der verwendeten FCKW in der entsprechenden Atmosphärenschicht beträgt je nach Stoff zwischen 20 und 180 Jahre. Deshalb dauert es zwar lange, bis sich die Ozonwerte wieder erholen können, aber bestimmt keine 25 Jahre, bis die FCKW ihre maximale Wirkung entfalten.
...FCKW wurde in indusriellem Maßstab seit 1930 hergestellt. 1990 wurde beschlossen es zu verbieten und man begannn ab 2000 es schrittweise abzuschaffen. Wann also hatten wir die vermutlich höchste Konzentration von FCKW über der Antarktis Ihrer Meinung nach? Seit BEGINN der allmälichen Abschaffung sind erst 19 Jahre vergangen und Sie selbst schreiben von einer Verweildauer non 20 bis 180 Jahren...?
In dem Artikel wird behauptet, das 'Loch' sei so klein wie 1989, aber:
"...Records in depth and area have never occurred during the same years (the largest ozone hole occurred in 2006), but the long-term trend in both characteristics is consistent: from 1980 through the early 1990s, the hole rapidly grew in area and depth..."

Das behaupten zumindest die Experten der NASA.

https://earthobservatory.nasa.gov/world-of-change/Ozone

Übrigens, der Papst ist zweifelsohne ein Experte für Religion. Dennoch glaube ich nicht, daß irgend ein Gott existiert. 'Experten' wollten vor Jahren auch die Singvögel retten, weil deren Eierschalen durch DDT angeblich geschädigt waren. Das traf zwar nicht zu, dafür mussten aber Millionen Menschen an Malaria sterben als die Lieferung von DDT durch die USA eingestellt wurde....und solche 'Expertenbeispiele' gibt es noch viele

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knuty 18.09.2019, 15:21
43.

Zitat von stefan.parzer
...FCKW wurde in indusriellem Maßstab seit 1930 hergestellt. 1990 wurde beschlossen es zu verbieten und man begannn ab 2000 es schrittweise abzuschaffen.
Nein, man begann es ab 1993 schrittweise abzuschaffen und ab 2000 ganz zu verbieten.

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tinnytim 18.09.2019, 15:42
44.

Zitat von stefan.parzer
...FCKW wurde in indusriellem Maßstab seit 1930 hergestellt. 1990 wurde beschlossen es zu verbieten und man begannn ab 2000 es schrittweise abzuschaffen. Wann also hatten wir die vermutlich höchste Konzentration von FCKW über der Antarktis Ihrer Meinung nach? Seit BEGINN der allmälichen Abschaffung sind erst 19 Jahre vergangen und Sie selbst schreiben von einer Verweildauer non 20 bis 180 Jahren...? In dem Artikel wird behauptet, das 'Loch' sei so klein wie 1989, aber: "...Records in depth and area have never occurred during the same years (the largest ozone hole occurred in 2006), but the long-term trend in both characteristics is consistent: from 1980 through the early 1990s, the hole rapidly grew in area and depth..." Das behaupten zumindest die Experten der NASA. https://earthobservatory.nasa.gov/world-of-change/Ozone Übrigens, der Papst ist zweifelsohne ein Experte für Religion. Dennoch glaube ich nicht, daß irgend ein Gott existiert. 'Experten' wollten vor Jahren auch die Singvögel retten, weil deren Eierschalen durch DDT angeblich geschädigt waren. Das traf zwar nicht zu, dafür mussten aber Millionen Menschen an Malaria sterben als die Lieferung von DDT durch die USA eingestellt wurde....und solche 'Expertenbeispiele' gibt es noch viele
Was sind Sie denn für einer, dass Sie mir DDT, dessen Toxizität Langzeitanreicherung innerhalb der Nahrungskette wissenschaftlich mehr als hinreichend gesichert ist, schön reden wollen?

Lassen Sie mich raten, Sie sprachen sich auch damals schon für das Zeug aus und haben seit dem nicht einmal gemerkt, dass Sie bei all Ihren Meinungen immer auf der Seite standen, die ökologisch katastrophal war?
Übrigens hätten Sie mal bei Ihrer Verlinkung noch den nächsten Satz lesen sollen "In the early years of the 21st century, annual ozone holes roughly stabilized". Die mittlere Verweildauer in der Atmosphäre liegt je nach Mittel zwischen 20 und 180 Jahren, das heißt nicht dass es zulässig wäre absolut gesehen daraus einen Mittelwert zu bilden. Ich warte auch noch auf eine Gegenthese, mit der Sie Ihren Skeptizismus gegen die These "Ozon wird im polaren Winter durch freie Chlor-Moleküle abgebaut" begründen.

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swnf 18.09.2019, 16:02
45. Ihre "Fakten" sind zum Großteil falsch

Zitat von stefan.parzer
...FCKW wurde in indusriellem Maßstab seit 1930 hergestellt. 1990 wurde beschlossen es zu verbieten und man begannn ab 2000 es schrittweise abzuschaffen. Wann also hatten wir die vermutlich höchste Konzentration von FCKW über der Antarktis Ihrer Meinung nach? Seit BEGINN der allmälichen Abschaffung sind erst 19 Jahre vergangen und Sie selbst schreiben von einer Verweildauer non 20 bis 180 Jahren...? In dem Artikel wird behauptet, das 'Loch' sei so klein wie 1989, aber: "...Records in depth and area have never occurred during the same years (the largest ozone hole occurred in 2006), but the long-term trend in both characteristics is consistent: from 1980 through the early 1990s, the hole rapidly grew in area and depth..." Das behaupten zumindest die Experten der NASA. https://earthobservatory.nasa.gov/world-of-change/Ozone Übrigens, der Papst ist zweifelsohne ein Experte für Religion. Dennoch glaube ich nicht, daß irgend ein Gott existiert. 'Experten' wollten vor Jahren auch die Singvögel retten, weil deren Eierschalen durch DDT angeblich geschädigt waren. Das traf zwar nicht zu, dafür mussten aber Millionen Menschen an Malaria sterben als die Lieferung von DDT durch die USA eingestellt wurde....und solche 'Expertenbeispiele' gibt es noch viele
"1990 wurde beschlossen es zu verbieten und man begannn ab 2000 es schrittweise abzuschaffen. " - falsch (sh. knutys Beitrag)
"'Experten' wollten vor Jahren auch die Singvögel retten, weil deren Eierschalen durch DDT angeblich geschädigt waren" - falsch (weder angeblich noch Singvögel)
"Das traf zwar nicht zu" - falsch (das traf zu)
"dafür mussten aber Millionen Menschen an Malaria sterben als die Lieferung von DDT durch die USA eingestellt wurde" - falsch (die USA mussten nichts liefern und zur Malariabekämpfung war es weiterhin zugelassen)

Zusammengefasst: Sie vergleichen die Wissenschaft mit Religion und tun so als hätte ein Fehler eines Wissenschaftlers irgendeinen Einfluss auf die Erkenntnisse eines anderen Wissenschaftlers (in einem völlig anderen Bereich)!??! So ganz nach dem Motto: Chemie ist Esoterik, weil sich ein Mathematiker mal verrechnet hat!?

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hartwig2 18.09.2019, 16:34
46. Komisch!?

Bilder von der ESA ( Eumesat) zeigen, das 1997 das Ozonloch schon sehr geschrumpft war und 2002 fast geschlossen , jedenfalls 1989 größer war als 2002.
Sorry das sagen die Bilder, will man uns sagen , wenn wir etwas tun bewirkt es was? So wie man den Central Park in New York gerettet hat, ach nee war ja nur im Schwarzwald. Pray now Pay later.

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cindy2009 18.09.2019, 17:57
47. @hartwig2

"----
hartwig2 heute, 16:34 Uhr
46. Komisch!?
Bilder von der ESA ( Eumesat) zeigen, das 1997 das Ozonloch schon sehr geschrumpft war und 2002 fast geschlossen , jedenfalls 1989 größer war als 2002. Sorry das sagen die Bilder, will man uns sagen , wenn wir etwas tun bewirkt es was? So wie man den Central Park in New York gerettet hat, ach nee war ja nur im Schwarzwald. Pray now Pay later----" Es wäre nett, wenn Sie den Link, bzw. die Bilder, die Sie gesehen haben, mitteilen würden.

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stefan.parzer 18.09.2019, 18:01
48.

Zitat von tinnytim
Ich bin explizit kein Experte, jedoch war ich lange genug an der Uni um zu wissen, dass man den Experten besser glauben sollte, solange man keine fundierte eigenständige Gegenthese hat. Wenn Sie also eine eigenständige Hypothese haben, wieso es nicht am durch Chlor als Katalysator wirkenden Stoff für den Ozonabbau in der kalten polaren Nacht gelegen hat, dann immer raus damit, vielleicht werden Sie ja auch mal in "Nature" veröffentlicht. Wenn ein Forist sagt, dass diese Stoffe erst nach 25 Jahren ihre größte Wirkung haben, muss das noch lange nicht stimmen - tut es auch nicht. Die mittlere Verweildauer der verwendeten FCKW in der entsprechenden Atmosphärenschicht beträgt je nach Stoff zwischen 20 und 180 Jahre. Deshalb dauert es zwar lange, bis sich die Ozonwerte wieder erholen können, aber bestimmt keine 25 Jahre, bis die FCKW ihre maximale Wirkung entfalten.
"...Ozonarme Luft driftete 1987 und erneut Mitte 1989 vom Ozonloch über der Antarktis Tausende von Kilometern nordwärts bis nach Südaustralien und Neuseeland. Der Spaß am Sonnenbaden und Wellenreiten ist den Bewohnern des fünften Kontinents durch Warnungen ihrer Gesundheitsministerien gründlich verdorben..."

....schreibt der SPIEGEL am 02.07.1990.https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13499954.html

Und nun ist das Ozonoloch auf einmal so 'KLEIN' wie vor 30 Jahren. War es nun klein oder war es groß 1989...das ist die Frage. Forist hartwig2 hat im Beitrag Nr. 46 darauf hingewiesen, daß das 'Loch' schon mal fast zu war.

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guidomuc 18.09.2019, 18:36
49. Wo sind das bitte gute Nachrichten?

Erste Warnungen gab es 1957, tatsächlich von der Wissenschaft entdeckt wurde das Thema 1974. Seit 1980 gibt es Messungen und bis 1998 ist die Ausdehnung des Ozonlochs im arktischen Frühling weiter angestiegen und nimmt seither mit natürlichen Schwankungsbreiten sehr sehr leicht ab. Schätzungen zufolge wird sich das Ozonloch Mitte bis Ende dieses Jahrhunderts wieder schließen.

Offen ist die Frage, warum das Ozonloch noch 1980 sehr klein war, obwohl es schon seit den 30-er Jahren industrielle breite Nutzung von FCKW gab.

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