Forum: Wissenschaft
Erhöhtes Suchtrisiko: Folgenschwere Liaison mit dem Neandertaler
Michael Smeltzer/ Vanderbilt University

Liebeleien zwischen Mensch und Neandertaler hinterließen Spuren im Erbgut moderner Europäer. Heute macht die Fremd-DNA manchen anfälliger für eine Nikotinsucht oder Depressionen, berichten Forscher.

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theresarain 16.02.2016, 10:37
50. Bonobos

Zitat von jufo
das sind doch die netten kleinen, friedliebenden Äffchen die sich hundert mal in der Stunde paaren. mit denen sollen wir monogame, eher kriegerische Wesen eng verwandt sein? da ist doch der Schimpanse näherliegender
Sind nicht klein. Sondern werden etwa 1,2 m groß, ähnlich wie Schimpansen. Und hundert Mal in der Stunde ist ganz genauso Quatsch. Bonobos nutzen Sexualität auch zum Aufrechterhalten von Sozialkontakten und zum Abbau von Auseinandersetzungen, anders als andere Affenarten also nicht nur, um Nachwuchs zu zeugen. Aber 100 x in der Stunde, da wären auch Bonobos schon verhungert.

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K:F 16.02.2016, 11:27
51. Rauchender saufender Neanderthaler

Und die Brauerei stand in Mettmann. Das Ausrottungs-Brutalo-Gen scheint auch vom Neanderthaler zu sein.

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jotha58 16.02.2016, 12:26
52. genauso wird ein Schuh draus

über den letzten gemeinsamen Vorfahren werden die Gensequenzen weitergereicht.

Eine Vermischung von homo neanderthalensis und homo sapiens sapiens hat gemäß der Evolutionsbiologie nicht statt gefunden.

Richard Dawkins hatte mal die Theorie geäußert, dass wohl eine Vermehrung von plus, minus 1000 Jahren möglich sei.
Danach sei die Genveränderung zu groß, das es zu zeugungsfähigen Nachkommen führen kann.

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katjanella 16.02.2016, 13:01
53.

Was schmeissen manche DNA-Forscher ein? Schauen sich ein paar DNA-Stränge an und in ihrem Kopf laufen Filme über "Liebeleien" zu Urzeiten ab. Und dann finden sich auch noch Journalisten, die die wilden Fantasien mit hohem Anklickpotential zum besten geben; na, und die einschlägig verdächtigen For- und sonstigen -isten springen natürlich auch prompt mit in die Bresche. Ein paar passende DNA-Schnippsel kann jeder Vollidiot finden, die exakt sein Weltbild bestätigen. Sind ja genug da. Bitte sich jeder ungeniert zu bedienen. Ich freu mich dann schon auf die lustigen "Erkenntnisse" und entsprechenden Berichte darüber.

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Fanty 17.02.2016, 05:50
54. Ähnlichkeit

Es gibt ja verschiedene Systeme zum Vergleichen von Genen. Alle diese Systeme liefern verschiedene Prozentzahlen. Beim Vergleich zum Schimpansen zb. Mir sind 91-98% dabei bekannt. In einem Artikel hieß es die DNA die das Gehirn erzeugt sei bei Mensch und Schimpanse 99% gleich und de, die das Geschlechtsorgan erzeugt nur ca 75%

In demselben Text, der Mensch und Schimpanse als 91,2% gleich angibt, wird Mensch-Neandertaler mit 98,4% angegeben, was identisch ist mit dem Wert der für Grauwolf-Haushund angegeben wurde. Auch 98,4%
Der selbe Text gab Europäer (Finne)-Schwarzafrikaner mit 99,6% an und den größten Abstand zwischen zwei Europäern (Finnland zu Sizilien) mit 99,995%.

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Fanty 17.02.2016, 06:26
55. Spekulationen Haarfarbe usw

Die hellen Farben bei Augen, Haaren und Haut hat der Europäer eher nicht vom Neandertaler, da alle Nicht-Schwarzafrikaner (also auch die Nordarfikaner) fast gleich viel Neandertaler Gene haben.

Außerdem waren die mesolithischen Europäer vor 12.000 Jahren schwarzhäutig und schwarzhaarig ABER blauäugig. (sehr merkwürdige Kombination). Dann kamen aus dem Nahen Osten Einwanderer die waren weißhäutig, schwarzhaarig und braunäugig. Die Ur-Europäer wurden von denen in den Norden abgedrängt (Die Einwanderer waren technisch überlegen. Sie betrieben Ackerbau und kannten Keramik und befestigste Dörfer. Die Ureinwohner lebten von Jagen/Fischen/Jagen und lebten teilweise nomadisch in Zelten. (also ein bisschen wie die Besiedelung Amerikas durch die Europäer). Den Süden besiedelten diese neuen Einwanderer komplett und im Norden mischten die sich mit den Ureinwohnern im Verhältnis 80% Gene von den Einwanderern und 20% Gene von den Ureinwohnern. Dadurch gab es dann in Nordeuropa das erste mal die Kombination blaue Augen mit weißer Haut. Aber die Haare waren noch immer Schwarz. Die Verteilung von blauen Augen in Europa ist fast deckungsgleich mit der Genmenge die die modernen Europäer von den Ureinwohnern bekommen haben. Besonders viel Ureinwohner Abstammung in den Baltischen Staaten, Finnland, Skandinavien und Nordwest-Russland. Besonders wenig in Spanien, Italien und Griechenland.

Die Herkunft blonder Haare ist noch unklar. Es gab in der BRonzezeit zwar eine weitere extrem starke Einwandererwelle die 50% der Gene des modernen Europäers mitbrachte, ebenfalls mit einem gewissen Anteil blauäugiger Personen aber auch da keine blonden Haare.

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viwaldi 17.02.2016, 08:11
56. Lustig zu lesen, was PC im Kopf anrichten kann

Zitat von Freeflight
Meine Güte.. Die Aussage "Es gibt keine Rassen" bezieht sich darauf das die Taxonomie keinen Anspruch auf 100% exakte Beschreibung stellt. Sollten Sie aus, was für einem Umstand auch immer, etwas entstellte Backenzähne haben, würde man Sie folge-dessen (aus streng Taxonomischer Sicht) nicht mehr als "Homo sapiens sapiens" bezeichnen können, so schnell wären Sie plötzlich kein "richtiger" Mensch mehr. Auch die Natur kennt keine "Rassen", die Übergänge waren schon immer fließend. Das Konzept der "Rasse" ist lediglich ein kruder menschlicher Versuch, Ordnung in ein überwältigend vielfältiges System zu bringen. Übrigens ist Ihre "Überlegung" nicht wirklich durchdacht. Nur weil es keine streng definierten Rassen gibt, bedeutet dies nicht das es keine beschränkten Leute gibt welche in einer Tour mit dem "Rasse" Begriff um sich werfen. Das ganze hat ein bisschen was von einem Kind, welches sich die Existenz des Weihnachtsmannes versichert, weil es ja nur vom Weihnachtsmann jedes Weihnachten etwas geschenkt bekommt. Während Sie noch vom Weihnachtmann reden, sind andere damit beschäftigt Geschenke zu kaufen..
Es gibt nun Hinweise, dass nicht alle Menschen gleich sind, sondern sich das Erbgut von manchen Gruppen in 1-4% unterscheidet und diese Gene Auswirkungen auf Verhalten, Krankheitsdisposition usw. usw. zwischen den Gruppen haben könnte. Nun steht, ob es dem Einzelnen passt oder nicht, der Begriff der "Rasse" im Raum, denn im Tierreich würde man mit einiger Überzeugung jetzt diesen Begriff ins Spiel bringen. Aus political correctness wird dieser Begriff aber für Menschen gemieden, weil historisch schwer vorbelastet. Und jetzt verbiegen sich hier mehrere Foristen bis zur Lächerlichkeit um zu belegen, dass es keine Menschenrassen gibt. Dabei könnte es sein, dass neuere biologischen Untersuchungen -wie im Artikel beschrieben- in Analogie zum Tierreich sehr wohl solche Unterschiede zwischen Menschengruppen zu Tage fördern. Wissenschaft wäre es jetzt, dies nüchtern zu erforschen aber nicht aus historisch-ideologischen Gründen weg zu definieren.
Aus Wikipedia (Rasse):„Eine phänotypische und/oder geographische abgegrenzte subspezifische Gruppe, zusammengesetzt aus Individuen, die eine geographisch oder ökologisch definierte Region bewohnen, und die charakteristische Phänotyp- oder Gen-Sequenzen besitzen, die sie von ähnlichen Gruppen unterscheiden. Die Anzahl der Rassengruppen, die man innerhalb einer Art unterscheiden möchte, ist gewöhnlich willkürlich gewählt, sollte aber dem Untersuchungszweck angemessen sein.“

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alwin52 17.02.2016, 14:04
57. Letalgene

wer weiß, welche üblen Gene Homo sapiens an die Neandertaler weitergegeben hat.

Sind die möglicherweise wegen der übertragenen schlechten Eigenschaften ausgestorben?

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JoachimFranz 17.02.2016, 22:30
58.

Zitat von martin_stübs
Alle Forscher sind sich einig, dass Homo sapiens und der Neandertaler vor 1 bis 2 Millionen Jahren aus gemeinsamen Vorfahren hervorgegangen sind. Dass die Übereinstimmungen in den Genen aus einer späteren Vermischung hervorgegangen sind, ist dagegen in keiner Weise erwiesen.
…Und hat der Autor in diesem Artikels auch nicht behauptet.
Sie, genauso wie zwei bis drei andere Foristen, glauben, dass die Genetik keinen Beweis für die Vermischung von Homo sapiens und Neandertaler hat, weil die Ähnlichkeit in den Genen auch auf deren gemeinsamen Vorfahren zurückzuführen sein könnte. Nun, die Behauptung im letzten Teil des Satzes stimmt und hat deshalb auch niemand in Abrede gestellt. Selbstverständlich können zwei Arten genetisch nicht sehr voneinander verschieden sein, wenn sie vor nicht allzu langer Zeit gemeinsame Vorfahren hatten. Sieht man schon bei den Menschenaffen, die zu 96,4-99,4% genetisch mit den Menschen gleich sind. Da behauptet übrigens auch keiner, dass das daran liegt, weil sich in der Vorgeschichte Urmenschen mit Menschenaffen gepaart haben. Genauso wenig behauptet dieser Artikel, dass die genetische Ähnlichkeit zwischen Homo sapiens und Neandertaler ein Beweis für deren Paarung untereinander wäre. Selbst wenn sich Homo sapiens und Neandertaler in der Geschichte nie begegnet wären, wären sie genetisch fast identisch.
Sie verstehen anscheinend in dem Artikel folgenden Satz falsch: „Dass der moderne Europäer ein bis vier Prozent seines Erbguts dem Neandertaler verdankt, ist seit einigen Jahren bekannt.“ Das heißt im Klartext, dass das Erbgut des Neandertalers, und eben nicht das unserer gemeinsamen Vorfahren, in heutigen menschlichen Gen nachgewiesen wurde. Das Genom des Neandertalers wurde erst in den letzten Jahren (seit 2010) von Anthropologen des Max-Planck-Instituts entschlüsselt. Es wurde besonders hoch(1-4%) bei Europäern nachgewiesen, bei manchen Afrikanern aber überhaupt nicht. Eben weil es erst nach der Auswanderung des Homo sapiens aus Afrika zur Vermischung mit dem Neandertaler kam, der nur im eurasischen Raum beheimatet war. Außerdem wurde inzwischen auch die Vermischung mit dem Denisova-Menschen, einem nahen asiatischen Verwandten des Neandertalers, nachgewiesen.
Im letzten Jahr hat man bei einem 40.000 Jahre alten Knochenfund aus Rumänien (Peștera cu Oase), der einem der ersten europäischen Homo sapiens zuzurechnen ist, einen Anteil an Neandertaler-Genen von 6-9% festgestellt. Die Wissenschaftler vermuten bei diesem Menschen eine Abstammung von einem Neandertaler in vierter bis sechster Generation. Das ist eine zeitliche Nähe des analysierten Erbgutes zu einem Neandertaler von gut 100 Jahren und damit weit entfernt von der zeitlichen Differenz zum gemeinsamen Vorfahren, die eher 600.000 Jahre beträgt, als wie von Ihnen behauptet, 1-2 Millionen Jahre.

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Maria-Galeria 20.02.2016, 10:23
59. Ich vermute

dank der div. Informationen, dass Anno Domini auch schon eine Art Zikavirus umging und die an sich positive Vermischung des europäischen Menschen mit dem afrikanischen Menschen, die ja nach Meinung anderer Forscher das Überleben des Menschen an sich gesichert hat, eine gewisse Gehinregion reduziert wurde und sozusagen ein aggressiverer, emotional gesteuerterer Mensch hervorging, siehe unsere ungebremste Expansion. Fakt ist dass der europäische Mensch (Neandertaler) ein um 100g größeres Gehirn hatte und zwar die Rationalität und Vernunftebene war besser entwickelt und diese Fähigkeit muss einem Virus im Weg gestanden sein zu expandieren, wir sind ja jeder für sich ein Mikrokosmus mit unzähligen Bewohnern. Ja und der Virus muss noch gefunden werden. Oder hat die Evolution an der Vernunft gespart, übel.

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