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Ernährung und Klimaschutz: Jeder Veganer spart jährlich zwei Tonnen an Treibhausgasen
Markus Scholz/ DPA

Der weltweit wachsende Fleischkonsum schadet dem Klima. Wer ausschließlich Pflanzenkost isst, belastet die Umwelt erheblich weniger. Dies belegen neue Zahlen der Universität Oxford.

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emil7685 27.04.2019, 13:13
180.

Zitat von peter_freiburg
(...) 2. Wie kommen sie darauf, dass alle Veganer/Vegetarier Soja-Ersatzprodukte essen? Wie kommen sie darauf, dass Fleischesser sie nicht essen?
Das ist schlicht Lebenserfahrung. Die eingefleischten [sic!] Veganer die ich kenne haben ALLE den Schrank voll mit Ersatzprodukten wie Mandel-/Kokos-/Soyadrinks, essen massenhaft "Superfood" wie Quinoa, Chia und andere exotische Getreide. Und wenn ich die Zutatenliste auf veganer Remoulade, veganem Fleischsalat, veganem Ei-Ersatz und Saitan-Gulasch lese dann wirds selbst mir als jemandem der keine Probleme mit Zusatzstoffen hat ganz anders.
Und ob Fleischesser den ganzen Kram auch essen ist unerheblich, da sich Fleischesser nicht damit aus dem Fenster lehnen dass sie durch ihre Ernährung zur Rettung der Welt vor dem Untergang beitragen.

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litholas 27.04.2019, 13:15
181.

Zitat von b1964
... Die Veganer können in schon geradezu religiöser Verblendung nicht darüber hinweg, dass ausreichendes bioverfügbares Vitamin B12 nur (!) über tierische Produkte gewährleistet wird. ...
Spirulina enthalten viel B12.

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Nonvaio01 27.04.2019, 13:24
182. Soja

Brasilien auf platz 2 mit 86.6 metric Tonns, und nun raten Sie mal wo die anbauflaeche dafuer herkommt.... Dazu kommt dann das es in alle welt verschifft wird.

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peter_freiburg 27.04.2019, 13:42
183. stammtischgerede

Zitat von emil7685
Das ist schlicht Lebenserfahrung. Die eingefleischten [sic!] Veganer die ich kenne haben ALLE den Schrank voll mit Ersatzprodukten wie Mandel-/Kokos-/Soyadrinks, essen massenhaft "Superfood" wie Quinoa, Chia und andere exotische Getreide. Und wenn ich die Zutatenliste auf veganer Remoulade, veganem Fleischsalat, veganem Ei-Ersatz und Saitan-Gulasch lese dann wirds selbst mir als jemandem der keine Probleme mit Zusatzstoffen hat ganz anders. Und ob Fleischesser den ganzen Kram auch essen ist unerheblich, da sich Fleischesser nicht damit aus dem Fenster lehnen dass sie durch ihre Ernährung zur Rettung der Welt vor dem Untergang beitragen.
ach herrjeh, jetzt schließen sie von den zwei, drei Veganern (aber sie schreiben das Wort "alle" schön in Großbuchstaben, damit es nach gaaanz vielen klingt), die sie kennen, und auch noch deren Kühlschrankinhalt kennen (klar...), auf die Allgemeinheit. So viel zur sachlichen Diskussion... ich vertraue da lieber unabhängigen Studien anstelle Stammtischgerede. Haben sie die von mir verlinkte DLG Studie denn gelesen?
Und niemand hat hier behauptet, Veganer ernähren sich gesünder. Es geht lediglich um den CO2 Ausstoß, und weder um Gesundheit noch Missionarstum (dafür gibts andere Artikel). Es gibt dünne und dicke und gesunde und kranke Veganer, genau wie wir Fleischesser.

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peter_freiburg 27.04.2019, 13:45
184. Weidevieh ist eher die Ausnahme

Zitat von cindy2009
"---- litholas heute, 12:38 Uhr 175. [Zitat von creative1708anzeigen...] Aber bei der Fleischproduktion werden 10mal so viele Pflanzen verfüttert wie dann als Fleisch erzeugt wird. Wenn die Menschen sich gleich von Pflanzen ernähren, dann wird 80% des Viehfutters eingespart----" Viel Spass beim Grasen auf der Wiese. Soviel zur differenzieren Betrachtung.
Der kleinste Anteil der verzehrten Tiere ist echtes, reines Weidevieh, das nur Gras frisst. Die überwältigende Mehrheit wird in Ställen gehalten und dort mit Futter versorgt. Im großen Stil eben mit Soja (gerne mal googlen) Insofern stimmt die Aussage von Creative1708 eben doch irgendwie...
Soviel zur differenzierten Betrachtung

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spmc-12355639674612 27.04.2019, 14:24
185. Ersatz für Fleisch?

Zitat von peter_freiburg
Sie haben recht, Obst/Gemüse aus Übersee hat eine schlechte CO2-Billanz, ABER: Fleischesser essen das genauso wie Veganer und Vegetarier, nur dass sie eben zusätzlich auch noch Fleisch essen (oder essen sie etwa nur Kohl, Rüben und eingelagerte Äpfel? Ich nicht...). Veganer gleichen den fehlenden Fleischkonsum ja nicht durch massenhaft Bananen/Mangos etc aus (zumindest nicht die, die ich kenne)... Insofern macht das deren CO2 Billanz im Vergleich zu Allesessern sicher nicht zu nichte. Am besten wäre es eben, kein/wenig Fleisch zu essen und eben kein/wenig Obst/Gemüse aus Übersee, ganz einfach, oder?
Sie glauben also, dass man einfach das Fleisch weglassen kann? Sie Optimist! Solange ich mich fleischlos ernähre, muss ich wesentlich mehr Pflanzenprodukte (Obst, Hülsenfrüchte, Reis etc.) essen, um satt zu werden. Da man die Proteinzufuhr durch Fleisch durch vegane Ernährung nur mühsam kompensieren kann, wird das mit der rein veganen Ernährung in Nordeuropa aus heimischen Produkten durchaus schwierig. In Indien geht das, klar - da wächst ja auch alles, aber in Norddeutschland, Skandinavien oder den britischen Inseln? Da wird man am Ende jede Menge Nahrungsmittel importieren müssen, wenn man nicht flächendeckend gesundheitliche Probleme durch Mangelernährung riskieren will (und die gab es bis ins 19. Jhdt. bei der Landbevölkerung, die sich nur vom selbst Angebauten ernährte, durchaus). In manchen Gegenden wächst halt außer Wald und Viehweiden nichts Brauchbares.

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Teekante 27.04.2019, 14:35
186. Ja Veganer,

ist alles in Ordnung und dürfen alles machen.
Frage an so manche wie oft verreisen den die Veganer und so Umweltbewusste Menschen.

ich meine sollten wir nicht erstmal den Täglichen Bürokratisch verschuldeten überflüssigen Flüge von Bonn nach Berlin und andersrum aufhalten.

Dann anschließend das Europa Parlament etwas kleiner machen damit wäre auch jedes mal ein Flug weniger.
Da wir ja ein wenig übertreiben können freuen wir uns in Hamburg oder sonst wo , wenn die Container mit vollem gut aus China oder sonst wo her kommt.
Schiffe ja mit am saubersten sind.
Gut alles andere außer solche riesen 2 Takt Motoren oder ähnliches würde nur noch mehr verbrauchen.

aber sollte nicht die größte Frage sein , wenn wir den immer und immer mehr werden wie wollen wir Mutter Natur in Gleichgewicht halten können.
Stimmt ja ewiges Wachstum auf einem begrenzt großen Platz auf diesem Planeten.
Wir müssten so viel machen um nicht unser restliches Öko System nicht völlig zu verhunzen...oder ist es zu spät...xD

Keine Ahnung schönen Tag.

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peter_freiburg 27.04.2019, 16:55
187. Viele Fehlannahmen in ihrem Post

Zitat von spmc-12355639674612
Sie glauben also, dass man einfach das Fleisch weglassen kann? Sie Optimist! Solange ich mich fleischlos ernähre, muss ich wesentlich mehr Pflanzenprodukte (Obst, Hülsenfrüchte, Reis etc.) essen, um satt zu werden. Da man die Proteinzufuhr durch Fleisch durch vegane Ernährung nur mühsam kompensieren kann, wird das mit der rein veganen Ernährung in Nordeuropa aus heimischen Produkten durchaus schwierig. In Indien geht das, klar - da wächst ja auch alles, aber in Norddeutschland, Skandinavien oder den britischen Inseln? Da wird man am Ende jede Menge Nahrungsmittel importieren müssen, wenn man nicht flächendeckend gesundheitliche Probleme durch Mangelernährung riskieren will (und die gab es bis ins 19. Jhdt. bei der Landbevölkerung, die sich nur vom selbst Angebauten ernährte, durchaus). In manchen Gegenden wächst halt außer Wald und Viehweiden nichts Brauchbares.
Es ging in meinem Post (leicht zu erkennen) um die CO2 Billanz, nicht um gesundheitliche Fragen. Und da ist es eben besser, kein/wenig Fleisch zu essen, das ist einfach wissenschaftlicher Konsens.
Und zur Gesundheit: Also wenn sie ohne Fleisch "wesentlich mehr" essen müssen, um satt zu werden, sollten sie mal einen Internisten zu Rate ziehen... Nudeln/Kartoffeln haben im Schnitt z.B. ähnlich viel Kalorien wie Fleisch, man spricht nicht umsonst von "Sättigungsbeilagen". Also seit ich meinen Fleischkonsum reduziert habe, verspüre ich zumindest keinen erhöhten Hunger.
Und zum Protein: Unsinn, es gibt pflanzliches Eiweiß, dass der Körper sehr gut verstoffwechseln kann. Kein Mensch braucht die Unmengen an Fleisch, die im Schnitt vertilgt werden, um seine Proteinzufuhr zu sichern, auch wenn tierisches Eiweiß eine hohe Wertigkeit hat. Bitte lesen sie diesen Artikel: https://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/pflanzliches-eiweiss-ist-gesuender-als-tierisches-a-1105632.html
Darüber hinaus wachsen super Eiweiß-Lieferanten selbstverständlich in Nordeuropa: Hafer, Roggen, Erbsen, Bohnen etc.
Und zu Mangelerscheinungen: Jeder Ernährungswissenschaftler wird ihnen bestätigen, dass Veganer durchaus ohne Mangel leben können, wenn auch schwieriger. Darüber hinaus speichert der Körper B12 unfassbar gut, einmal Fleisch alle zwei Wochen würde locker reichen, um den Bedarf daran zu decken.
Und zum Import: glauben sie, das Soja, das unser Deutsches Schlachtvieh vertilgt, wächst um die Ecke? Und die Mehrheit dieses Viehs bekommt eben Soja! Also wenn sie die Importkarte spielen wollen, nicht so gut...

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bambata 27.04.2019, 18:12
188.

Mal ein kleines Zahlenspiel, um die Verhältnisse ein wenig gerade zu rücken:

Viehwirtschaft erzeugt grosse Mengen an Methan (CH4) sowie Distickstoffoxid (N2O)-Emissionen.

Methan (CH4) ist ein hochwirksames Treibhausgas und sein Treibhauspotenzial (GWP - Global Warming Potential), auf einen Zeitraum von 100 Jahren bezogen, ist 25-28 mal höher als das der gleichen Gewichtsmenge Kohlenstoffdioxid. Die in 2017 emittierten ca. 1,33 Mio. Tonnen Methan (siehe Tabelle im Link 3 unten), die durch die Viehwirtschaft erzeugt wurden, entspricht den CO2-Aquivalenten (CO2-eq) von rund 33,2 Mio. Tonnen CO2.

Distickstoffoxid (N2O) ist ebenfalls ein bedeutendes Klimagas und sein Treibhauspotenzial (GWP - Global Warming Potential), auf einen Zeitraum von 100 Jahren bezogen, ist 265 mal höher als das der gleichen Gewichtsmenge Kohlenstoffdioxid. Die in 2017 emittierten ca. 101 Tsd. Tonnen Distickstoffoxid (siehe Tabelle im Link 3 unten) aus der Landwirtschaft, entspricht den CO2-Aquivalenten (CO2-eq) von rund 30,2 Mio. Tonnen CO2.

Würden wir unseren Fleischkonsum um die Hälfte (also bspw. nur 3x anstatt 6x pro Woche Fleisch essen) und auf diese Weise den Austoß der viehwirtschaftlichen Klimagase in etwa proportional reduzieren, könnten wir eine Reduktion der klimaschädlichen CO2-Aquivalente (CO2-eq) von rund 32 Mio. Tonnen realisieren. Das entspricht mehr als dem 30-fachen dessen, was ein Tempolimit mit etwas weniger als 1 Mio. Tonnen CO2 zur Reduktion der Emissionen beitragen würde.

Auf den Einzelnen heruntergebrochen:

Je PKW darf sich ein Haushalt im Durchschnitt rund 35 kg CO2 p.a. (kein Tippfehler!) bei Einführung eines TL anrechnen lassen, sofern der Haushalt heute zu der Gruppe gehört, die auf freien BAB schneller als 130 km/h fahren. Das beinhaltet sowohl die 25%, die regelmässig bis zu 150 km/h fahren, als auch die 10%, die regelmässig bis zu 170 km/h fahren sowie die 4%, die regelmässig schneller als 170 km/h fahren.

Jede Person innerhalb Gruppe der ca. 70 Mio. Fleisch essenden Bundesbürger (Vegetarier und Veganer herausgerechnet), die ihren Fleischkonsum um die Hälfte reduziert, kann sich hingegen im Durchschnitt rund 457 kg CO2 p.a. (kein Tippfehler!) anrechnen lassen. Ein Vegetarier (gar kein Fleischkonsum) ist demgemäß bereits mit mehr als 900 kg CO2-Ersparnis dabei. Die 2 Tonnen Einsparung eines Veganers erscheinen mir daher durchaus plausibel, wenn auch eher am oberen Ende des Möglichen angesiedelt.

Quellen:
1) Umweltbundesamt: Methan-Emissionen
2) Umweltbundesamt: Distickstoffoxid-Emissionen
3) Umweltbundesamt: Tabellarische Übersicht der MH4- u. N2O-Emissionen sowie CO2-Äquivalente
4) Wikipedia: Treibhauspotenzial

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bambata 27.04.2019, 19:11
189.

Zitat von peter.eberl.pe
Klar ist, dass die herkömmliche Tierhaltung erheblich zur Umweltverschmutzung beiträgt (Treibhausgase, Grundwasservergiftung, Rodung etc.); die Herstellung von Sojaprodukten ist aber auch problematisch, und zwar bereits mit dem Anbau der Bohne beginnend (gentechnisch verändertes Saatgut, Einsatz von Pestiziden, Zerstörung von Wäldern, Energieverbrauch bei derHerstellung der verschiedenen Lebensmittel); die Menge an verfügbarem Biosoja ist verschwindend klein, um den Bedarf zu decken. Eine nennenswerte Einsparung an Treibhausgasen auf dem Felde der Ernährung ist aber nur dann möglich, wenn die Mehrheit der Bevölkerung mitmacht. Nebenbei: allein der Betrieb eines Smartphones (also ohne Rohstoffgewinnung, Herstellung und Entsorgung) produziert 1250 kg CO2-Äquvalente pro Jahr. In D gab es 2018 57 Mio Smartphones; rechnet man noch die Tablet-PC und sonstige zu Hause privat betriebene PC hinzu erkennt man unschwer ein weitaus größeres Einsparpotential (zusätzlicher klimafreundlicher Nebeneffekt: weniger heiße Luft im Äther). Unterm Strich zeigt auch dieser Artikel, dass der Einzelne wenig ausrichten kann, um einen messbaren Effekt auf das Klima zu bewirken. Warum befassen sich die Medien mit diesem Kleinkran, warum knöpfen wir uns (auch die FFF-Aktivisten) nicht die Hauptproduzenten der Treibhausgase, z.B. China vor? Statt Soja zu mampfen könnte man zur Gänze auf sämtliche Produkte aus der VR verzichten.
Sind Sie sicher, dass sich die 1.250 kg nicht vielleicht doch auf die Rohstoffgewinnung, Herstellung und Entsorgung sowie den Stromverbrauch über die Nutzungsdauer des Smartphones beziehen? Aber selbst dann erscheint mir die Zahl deutlich zu hoch.

Die 1.250 kg entsprächen bei 550g/kwh des deutschen Strom-Mix 2.272 kwh p.a. und damit dem Jahresstromverbrauch eines sparsamen 2-Personen-Haushalts. Ein bißchen viel, selbst wenn man den Server-Strom für Anfragen des Smartphones anteilig hinzurechnen würde.

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