Forum: Wissenschaft
Erneuerbare Energien: Windräder nehmen sich gegenseitig den Wind aus den Rotorblätter
DPA

Sie liefern den größten Anteil erneuerbarer Energie: Windparks. Doch die Technologie stößt schneller an ihre Grenze als bislang gehofft - stehen Windräder nah beieinander, bremsen sie sich gegenseitig aus.

Seite 1 von 28
felice2000 25.08.2015, 13:59
1. Dafür haben wir die Planck Maxen

Ist ja erstaunlich. Ich habe erstmals vor etwa 13 Jahren mit Windenergie zu tun gehabt. Schon damals war es eine physikalische Binsenweisheit, dass sich die Teile gegenseitig abschatten, und die Kalkulation der Parkwirkung ist uralter Kaffee.
Aber so ein Sommerloch stopft sich unter Umständen auch mit warmem Wind...
Interessanter wäre übrigens die nahe liegende politische Folgerung gewesen: Statt eng begrenzte Bereiche auszuzeichnen, sollte die Raumplanung an viel mehr Stellen jeweils ganz kleine Parks zulassen...
Aber das ist nich opportun. Klar.

Beitrag melden
noalk 25.08.2015, 14:01
2. Nicht nur nicht bei Photovoltaik

"Kleidon betont, dass dieser Effekt nur bei der Windkraft auftrete, aber nicht bei alternativen erneuerbaren Energien wie der Solarenergie." --- Der Effekt tritt auch bei anderen alternativen erneuerbren nicht Energien auf. So können beispielsweise Biogasanlagen beliebig dicht nebeneinander errichtet werden.

Beitrag melden
pandur1234567@yahoo.com 25.08.2015, 14:02
3.

Dann ist ja gut das die Politik die Solarenergie zugunsten der Windenergie ins Abseits hat gleiten lassen u von Chinesen übernehmen lassen. Deutschland ist ein echtes "Zukunftsland". Genießen wir noch unser letztes goldenes Jahrzehnt bevor der Abstieg kommt.

Beitrag melden
otto_iii 25.08.2015, 14:06
4. 510

Wer schon mal gesegelt ist wird über solch bahnbrechende Erkenntnisse nur müde lächeln können.

Letztlich ist das aber sicher nicht das Hauptproblem der Windenergie, sondern vielmehr die schwankende Leistung und die fehlenden Speicher. Leider liefert das EEG trotz seiner enorm hohen Kosten von 28Mrd€ jährlich keinerlei ökonomische Anreize für die Entwicklung und den Betrieb von Speichern. Im Gegenteil: Selbst die wenigen schon bestehenden Speicher (Pumpspeicherkraftwerke) können dank der Solarförderung nicht mehr kostendeckend betrieben werden.

Beitrag melden
ihawk 25.08.2015, 14:11
5. Hauptsache wissenschaftlich bewiesen

Den angesprochenen Effekt hätte auch ein Aerodynamiker im zweiten Semester erklären können.
Das zu dichte Bauen von Windkraftanlagen hat was mit der Subvention-Politik zu tun und liegt nicht am Mangel entsprechender physikalischer Erkenntnisse.
Darüber hinaus müssten die durchaus zu befürwortenden Windkraftanlagen auf weit aus höhere Effizienz getrimmt werden und vor Allem mit Vogelwarnanlagen bestückt werden - denn Windkraftanlagen sind erwiesenermaßen Vogelkiller.

Beitrag melden
puby 25.08.2015, 14:11
6. Wenn man

Solaranlagen übereinander baut tritt der Effekt aber auch auf.

Beitrag melden
holzheizer 25.08.2015, 14:11
7. Sich gegenseitig den Wind aus den Segeln nehmen...

ist sogar eine Redewendung. Soo neu ist die Erkenntnis also nicht. Wer bei Sturm durch den Wald wandert, sollte diesen Effekt kennen. Dort nehmen sich die Bäume auch gegenseitig "den Wind aus den Segeln". Der Effekt betrifft natürlich nur die Generatoren, die "hinten" stehen. Der gegenseitige Windschatten fließt übrigens auch in die Wirtschaftlichkeitsberechnung der Windgeneratoren ein.

Beitrag melden
leander_hausmann 25.08.2015, 14:14
8.

Das weiß man doch chon seit Anno 2070. Da wqar es auch so das sich Windräder den Wind weggenommen haben.

Beitrag melden
muttisbester 25.08.2015, 14:15
9. Nobelpreisverdächtig!

besonders der letzte Satz:"Dicht beieinander stehende Photovoltaikanlagen haben keinen Einfluss aufeinander. Ihr Einsatz sei flächendeckend möglich."

Eine Solarzelle nimmt der benachbarten keine Sonne weg? komisch, ich habe 100 übereinander gestapelt, aber nur die oberste liefert Strom.

Übrigens werden bereits die Windräder kräftig reduziert und mindestens 3 kleine Windräder werden durch ein riesiges Windrad ersetzt - ist effizienter und billiger und schon mindestens 20 Jahre bekannt. Nur gab es damals noch nicht die tollen Verbundstoffe, die so riesige Windräder erst ermöglichen.

Also, tolle Studie, leider ein paar Jahrzehnte zu spät.
Vermutlich wussten sogar die Holländer, dass man nicht beliebig viele Windmühlen an einem Standort bauen kann. Oder auch die Wassermüller, die nicht 20 Mühlen an der gleichen Stelle bauen können.

Beitrag melden
Seite 1 von 28
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!