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"eRosita": Deutsches Röntgenteleskop schickt erste Bilder
F. Haberl, M. Freyberg & C. Maitra/ MPE/ IKI

Das Weltraumteleskop "eRosita" hat spektakuläre Bilder aus dem All zur Erde gesendet. Nun hoffen Astronomen, endlich der dunklen Materie auf die Spur zu kommen.

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Freidenker10 22.10.2019, 17:34
1.

Sehr spannend, aber die Bilder vom Hubble Teleskop kommen mir deutlich schärfer vor, oder liegt es daran das eRosita nur mit Röntgenstrahlen arbeitet? Bin da aber der toale Laie!

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kickaha74 22.10.2019, 18:23
2.

Zitat von Freidenker10
Sehr spannend, aber die Bilder vom Hubble Teleskop kommen mir deutlich schärfer vor, oder liegt es daran das eRosita nur mit Röntgenstrahlen arbeitet? Bin da aber der toale Laie!
Es liegt durchaus daran, dass Röntgenstrahlung detektiert wird. Eigentlich wäre mit Röntgenstrahlung eine höhere räumliche Auflösung zu erreichen, da die Wellenlänge kleiner ist als im Optischen. Allerdings ist einerseits Röntgenstrahlung schwierig zu fokussieren, andererseits sind CCDs (also die Chips, die die jeweiligen Photonen detektieren) im Röntgenbereich gröber als im optischen Bereich. Während Hubble da im Megapixel-Bereich arbeitet, ist eRosita da im 100kPixel-Bereich.

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mcarrow 22.10.2019, 18:52
3.

Als experimenteller Astroteilchenphysiker kann ich mich da nur anschließen. Röntgenteleskope haben Auflösungen von grob einer Bogensekunde, Hubble kommt auf unter 0,01 Bogensekunde. Der Grund ist, dass Röntgenstrahlung wesentlich härter ist als optisches Licht.
Teleskope sammeln Licht über Linsen, um das Signal-Rausch-Verhältnis zu verbessern. Je größer die Linsenfläche, desto mehr Licht kommt an und der Kontrast steigt. Aus dem gleichen Grund weiten sich unsere Pupillen bei Dunkelheit. Nun hängt die Sammeleffizienz einer Linse primär vom Brechungsindex des verwendeten Materials ab. Für Röntgenstrahlung ist dieser Index sehr nahe an eins -- und zwar für praktisch alle Materialien. Die Fokussierung wird dadurch ungleich schwieriger und ungenauer und die Winkelauflösung sinkt.
In CCD Chips löst das eintreffende Lichtteilchen ein Photoelektron aus, des letztlich seine Energie in einem Pixel deponiert. Ein Röntgenphoton hat deutlich mehr Energie als Photonen bei optischen Wellenlängen. Das resultierende Photoelektron kommt entsprechend weiter im CCD, bevor es alle Energie abgegeben hat. Eine feine Auflösung des CCDs nützt daher leider nichts, da das Photoelektron ohne weiteres mehrere Pixel auf ein Mal durchquert und anspricht.

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permissiveactionlink 22.10.2019, 18:57
4. #1,2

Hubble mit seinem 2,4m Primärspiegel besitzt zwei verschiedene Sensorentypen mit der Pixelgröße 225 um^2 : Das WRC mit 2048*4096 Pixeln und einem Blickfeld von 202*202 Bogenminuten (Auflösungsvermögen 0,05 Bogensekunden pro Pixel) und HRC mit 1024*1024 Pixeln bei einem Sichtfeld von 29*26 Bogensekunden (Auflösung 0,027 Bogensekunden pro Pixel !). Bei eRosita sind mehrere Röntgenteleskope zusammen aktiv, jedes mit einem Durchmesser von 358 mm, und jedes davon hat einen Sensor mit lediglich 384*384 Pixeln, deren Größe 75*75 = 5625 um^2 beträgt. Bei einer Röngenphotonenenergie von 1keV liegt die Auflösung bei unter 15 Bogensekunden, also ca 556 mal weniger detailiert aufgelöst als beim Hubble HRC-Sensor, in beiden Flächenkoordinaten. Die Bilder sind also beim HRC-Sensor im sichtbaren Licht 308.642 mal detaillierter als die Aufnahmen der Röntgenstrahlung durch eRosita bei 1keV.

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tailspin 22.10.2019, 20:13
5. Roentgenstrahlung in Faabe

Das ist ja wie zu Urzeiten des Farbfersehens. Wie geht denn so was?

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a.maassen 22.10.2019, 21:20
6. Eigentlich ...

... sieht man auf dem Rö-Bild NICHTS Neues. Ist nur kitschiger, unschärfer und detailärmer. Auch die "Interaktion" ist auf dem konventionnellen Photo prima zu sehen. Des Kaisers neue Kleider? Scheint so ...

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varlex 23.10.2019, 08:49
7.

Zitat von tailspin
Das ist ja wie zu Urzeiten des Farbfersehens. Wie geht denn so was?
naja, recht einfach. In dem man die Frequenzen auf den sichtbaren Bereich transformiert...

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geisteskind 23.10.2019, 08:59
8. Mehrzahl Supernova = Supernovae

„... stellen Gase und Überreste von Supernovas dar...“ sollte „... stellen Gase und Überreste von Supernovae dar.“ Danke

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varlex 23.10.2019, 09:57
9.

Zitat von geisteskind
„... stellen Gase und Überreste von Supernovas dar...“ sollte „... stellen Gase und Überreste von Supernovae dar.“ Danke
Duden: Supernova Plural: den Supernovas, Supernovae, Supernovä, Supernoven

Bitte

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