Forum: Wissenschaft
Erster künstlicher Organismus: "Sie sollen tun, was wir wollen"

Die Menschheit kann jetzt Leben schaffen. Wissenschaftler um Craig Venter haben einen künstlichen Organismus erzeugt: am Computer konstruiert, im Labor erweckt. Der legendäre Forscher erhofft sich von neuen Wesen revolutionäre Eigenschaften - tatsächlich ist er seiner Vision näher denn je.

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Simpso 21.05.2010, 14:38
70. ..

Zitat von sysop
Die Menschheit kann jetzt Leben schaffen. Wissenschaftler um Craig Venter haben einen künstlichen Organismus erzeugt: am Computer konstruiert, im Labor erweckt. Der legendäre Forscher erhofft sich von neuen Wesen revolutionäre Eigenschaften - tatsächlich ist er seiner Vision näher denn je.
Naja... ob es nun eigenständiges synthetisch erzeugtes Leben ist oder noch nicht ganz ist wohl eher nebensächlich. Es wird vermutlich eines Tages vollständig gelingen.
Und was dann?

Man wird sicherlich nutzwertige Anwendungen finden, aber ob die unter dem Strich wirklich positiv ist weiß man erst viele Jahre später. Man wird auf der anderen Seite mit Sicherheit auch negative Anwendungen daraus ableiten können, z.B. militärischer Natur.

Ich will nicht unken und auch nicht den ethischen Bedenkenerheber machen, nur meine ich zu sehen, dass alles was angeblich das Leben erleichtert, dieses nur kurzweilig schafft und dann für Probleme sorgt. man denke an die medizische Fortentwicklung, die letztendlich für einen gewaltigen Anstieg der Weltbevölkerung sorgte mit Problemen bei der Nahrungsversorgung welche nur zu Lasten der Natur .. naja.. gemindert werden können. Biodiesel... toll => Abholzung der Wälder. Technische Fortentwicklung ... Jubel => Mehr Arbeitslose, weil die ersetzt wurden durch Maschinen.

Ich wäre also sehr vorsichtig damit Neuerungen zu bejubeln, weil ob es unter dem Strich wirklich besser geworden ist würde ich so einfach nicht unterschreiben.

Auch in diesem Falle. Es ist nicht absehbar. Verhindern werden wir die Entwicklung nicht können.

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cruch 21.05.2010, 14:49
71. Empirisch...

Zitat von black wolf
Ich glaube nicht, dass Sie wissen, was die biologische Evolution ist, geschweige denn was das Wort Theorie in wissenschaftlichem Kontext bedeutet. Aber das wissen all die anderen Geschichtsleugner, die den selben Quatsch verbatim überall im Web voneinander abschreiben anstatt einmal einfaches Textbuch zu lesen auch nicht. Clowns.
Hm, empirisch...hab ich schon mal waehrend meines Studiums gehoert,ja ;-)
Dass biologische "Evolution" stattfindet sieht man ja, empirisch, kann man ja daran sehen wenn man nur die ganzen Hunderassen zum Beispiel betrachtet. Und die gehen ja zu einem gemeinsamen Vorfahren zurueck.
Jedoch bleibt der Hund/Wolf immer ein Hund/Wolf.

Evolution sollte man daher in 6 Bereiche unterteilen (aus dem englischen):

1. Kosmische Evolution (Entstehung von Zeit, Materie, Raum)
2. Chemische E. (Enstehung hoeherer Elemente als Wasserstoff)
3. Stellare E. (Ursprung der Sterne und Planeten)
4. Organische E. (Urspung des Lebens)
5. Macro E (wie sich eine Tierart in eine andere umwandelt..von der Amoebe zum Menschen)
6. Mikro Evolution, wie oben beschrieben.

Soweit liegen empirische Beweise (!) nur in der Mikro Evolution vor...der Rest ist - sorry - alles soweit nur INTERPRETATION die hin und wieder mal ueberarbeitet und revidiert wird.

Ueberlegen Sie doch mal - wie sollte sich denn ein Organismus, wie unser Koerper zum Beispiel, ueber 100mio von Jahren langsam entwickeln? Leber, Niere, Herz, Lungen, usw, das alles MUSS doch GLEICHZEITIG da sein, damit's funktioniert?

Das allein ist empirisch genug. Keiner hat einen solchen Vorgang beobachtet, sorry.

Oder: wie lange dauert es dass sich Dinge versteinern? Wieder Millionen (oder waren's dann doch Millarden - Mensch, ich behalt das nie im Kopf) von Jahren?

Wie erklaeren Sie dann versteinerte Baume, die VERTIKAL durch mehrere Gesteinsschichten ragen, jede fuer sich Millionen Jahre alt? Genannt Polystrata, mal Googlen. Wieder, empirisch.

Noch mehr? Wenn sie "open-minded" sind (wie jeder Wissenschaftler sein sollte..hmhm) und die englische Sprache beherrschen, am besten mal eines der Seminare hier nachschauen

http://www.drdino.com/media-categori...=seminars&v=10


Abschliessend, "leider" (in ihren Augen?) bin ich waehrend meines Physikstudiums vor vielen Jahren auf zu viele Ungereimtheiten mit der Evolution gestossen...

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Paul Panda 21.05.2010, 15:02
72. Das ist der Punkt

Zitat von xope
Ich verstehe die Aufregung nicht. Es wurde doch gar kein künstlicher Organismus erschaffen, sondern "nur" ein vorhandener verändert. Das ist zwar beeindruckend, hat aber mit Erschaffen von künstlichem Leben nichts zu tun. Solange man es nicht schafft, aus einzelnen Atomen eine lebende Zelle zusammenzubauen, hat man kein Leben künstlich erzeugt.
Genau das ist der Punkt: Erst wenn Menschen in der Lage sind, Lebewesen, und seien es nur Mikroben, aus einzelnen Kohlenstoff- und Wasserstoffatomen zusammen zu bauen, können wir von künstlichem Leben sprechen. Ich bezweifle jedoch, dass dies in absehbarer Zeit möglich sein wird, da wir nicht wissen, was "Leben" überhaupt bedeutet. Atome sind, nach Ansicht der Wissenschaft, "tote" Objekte. Wieso wird eine Anhäufung toter Objekte, wie kunstvoll und komplex auch immer, plötzlich lebendig? Denkt man eine Weile über diese Frage nach, so wird die Bedeutung des Begriffes "Leben" schlagartig klar.

Maschinen dürfen wir an dieser Stelle als Beispiel für das lebendig werden toter Objekte wohl ausklammern, obwohl hier auch (tote) Materie sinnvoll miteinander verknüpft ist: Maschinen gehorchen nicht dem Prinzip des Lebens, da sie keinen Stoffwechsel besitzen und sich nicht vermehren.

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445 21.05.2010, 15:15
73. xxx

Zitat von cruch
Ueberlegen Sie doch mal - wie sollte sich denn ein Organismus, wie unser Koerper zum Beispiel, ueber 100mio von Jahren langsam entwickeln? Leber, Niere, Herz, Lungen, usw, das alles MUSS doch GLEICHZEITIG da sein, damit's funktioniert?
Nein, muss nicht. Unser Körper hat sich erst durch sehr vielfältige Anpassungen zu dem entwickelt, was er jetzt ist.

Angefangen hat das mit ein paar Säuren über Einzeller und Mehrzeller hin zu komplexen mehrzelligen Lebewesen.

Bei den Mehrzellern kann man dann sozusagen "Vorläufer" gewisser Organe finden.
Ein Mehrzeller braucht zu.B. kein schlagendes Herz, er kann aber eine Vulva entwickeln.

http://www.zum.de/Faecher/Materialie...c-elegans.html

Wenn sich diese Entwicklung durchsetzt, entwickelen sich bei dieser C. elegans vielleicht weitere Organe.

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überrationell 21.05.2010, 15:20
74. Die Presse

Die Presse ist der eigentliche Untergang der Menschheit, sie ist primitiv, versteht sich darauf einzelne Wissenschaftler zu Göttern zu erheben. Dabei ist gerade der Personenkult in der Forschung brandgefährlich, dass musste jüngst erst die Klimaforschung schmerzlich lernen.
In der Wissenschaft ist diese Erkenntnis freilich längst eingezogen, nur die Presse dreht rund.

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Paul Panda 21.05.2010, 15:28
75. Stochern im Nebel

Zitat von cruch
...am besten mal eines der Seminare hier nachschauen Abschliessend, "leider" (in ihren Augen?) bin ich waehrend meines Physikstudiums vor vielen Jahren auf zu viele Ungereimtheiten mit der Evolution gestossen...
Die Evolution muss zwangsweise zielgerichtet erfolgt sein, da die angeblichen Trillionen von Zufällen, aus denen sich die evolutionären Fortschritte ergaben, eine Zeit gebraucht hätten, die das Alter des Universums um mehrere (zig?) Zehnerpotenzen übertrifft. Außerdem erzeugen sporadische Mutationen in den allerseltensten Fällen Verbesserungen. Ich neige daher ebenfalls zu der Ansicht, dass Darwin irrte, aber dazu muss man alternativ nicht das glauben, was uns die Betreiber der oben zitierten (Kreationisten-?) Webseite weis machen wollen. Das halte ich wirklich für absurd.

Der Wissenschaft bleibt allerdings nicht anderes übrig, als sich an Darwin zu klammern, da es in ihren Reihen verpönt ist, an (vorerst) nicht nachweisbare, steuernde Kräfte oder Prinzipien im Universum zu glauben.

Die Anomalien und Ungereimtheiten allerdings, die es in der Natur ohne Zweifel gibt, könnten jedoch auch damit zusammenhängen, dass die Wissenschaft vom wahren Aufbau des Universums immer noch keinen blassen Schimmer hat und lediglich im Nebel herum stochert.

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schweineigel 21.05.2010, 15:33
76. Recht auf Leben

Zitat von retmar
Soviel ich sehe, wurde ein vorhandener lebender Organismus neu designt. Das ist n.m.M. aber etwas völlig anderes, als Leben wirklich zu ERSCHAFFEN. Die Urheberrechte dafür werden wohl noch längere Zeit bei jemand anderem bleiben.
Um bei diesem Bild zu bleiben:
- Die BUCHSTABEN sind frei, sie wurden in grauer Urzeit von irgendwelchen Leuten entwickelt, die - gottseidank - noch kein Urheberrecht kannten (sonst hätten wir heute echte Probleme)
- die WORTE auch, aber NUR WENN es sich nicht um geschützte Worte handelt ("Persil","iPod"), AUCH wenn die freie Buchstaben enthalten.
- Bei den Sätzen wird es noch schwieriger ("Pack den Tiger in den Tank"), AUCH wenn sie freie Worte enthalten.
- Bei ganzen BÜCHERN, geht es weiter...

NATÜRLICH hat der Konstrukteur ein Recht auf Leben (Vorsicht:Wortspiel) - so lange, bis die Gesellschaft einschreitet. Es gab bis vor kurzem ja auch in den USA rechtlich erlaubte Sklaverei, Herrschaft über Leben, bis man sich dafür ENTSCHIEDEN hat, das abzuschaffen
(Übrigens hauptsächlich aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen und nach einem Bürgerkrieg). Es waren willkürliche GESETZE, die die "Freiheit auf Sklaverei" (auch ein schöner Satz, sollte ich mir vielleicht patentieren lassen, hat aber bestimmt auch schon jemand - bestimmt ein Amerikaner :-) ) "eingeschränkt" haben.

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black wolf 21.05.2010, 15:46
77. .

Zitat von dr_tone
Gut geschrieben, Fräulein Cinthia Briseño. Jedenfalls den Anfang. Über den "Konkurrenten Gottes" habe ich durchaus schmunzeln müssen. Das letzte Drittel hinkt ein bisschen, aber es ist ja nur ein kleiner Feature-Artikel. Was zu kurz kommt, ist die Schilderung des tatsächlichen Gefahrenpotentials solcher Technologien. Ich selbst, der ich mich als einen grossen Bejaher des technischen Fortschritts bezeichnen würde; der Atomkraftwerke mag, das Internet und sogar genmanipulierte Nutzpflanzen: Ich sehe diese Entwicklung für gefährlicher an, als den Bau der Atombombe. Man soll damit nicht aufhören, aber man soll ein Bewusstsein dafür entwickeln. Der Grund ist, dass die Viecher sich vermehren. Das hat das Leben so an sich. Lebewesen vermehren sich und ergreifen Besitz von Materie; verstoffwechseln sie und machen sie sich zu eigen. Diese Selbstreplikation, verbunden mit der Möglichkeit zur Variation/Mutation macht sie und ihre Dynamik unabsehbar. Das ist der Unterschied zur Atombombe. So eine Bombe explodiert und richtet einen lokalen, überschaubaren Schaden an. Mikroorganismen können sich verbreiten... andere Arten verdrängen... Toxine produzieren... und das alles kann lange Zeit auf durchaus niedrigem, unbemerkten Level vonstatten gehen, bis eine Mutation: Bang! plötzlich zu einem Umkippen des Geschehens führt. Ich meine: Hey, das ist das *Leben*! Es ist vor 4 Milliarden Jahren auf die Erde gekommen und seither nicht wieder verschwunden. Das Zeug ist zäh! Asteroiden sind eingeschlagen und Feuersbrünste haben gewütet und was weiss ich für Katastrophen sind über den Planeten gebrochen, aber von alledem ist wenig geblieben. Das Leben aber... das ist ein ziemlich beharrliches und eigenwilliges Ding.
Nun ja, Mutationen geschehen in unterschiedlichen Raten ununterbrochen überall. Ich sehe die Chance einer gefährlichen Mutation bei einer künstlichen Lebensform nicht höher als bei einer wilden. Beide funktionieren nach den selben Parametern. Allerdings ist die künstliche (noch) wesentlich fragiler und weniger anpassungsfähig, was also die wilden Lebensformen eigentlich viel gefährlicher macht.

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stormking 21.05.2010, 15:56
78. .

Zitat von Paul Panda
Genau das ist der Punkt: Erst wenn Menschen in der Lage sind, Lebewesen, und seien es nur Mikroben, aus einzelnen Kohlenstoff- und Wasserstoffatomen zusammen zu bauen, können wir von künstlichem Leben sprechen.
Natürlich! Und nur wer sein Haus Atom für Atom zusammengesetzt hat darf für sich in Anspruch nehmen, es wirklich selber gebaut zu haben ...

Zitat von Paul Panda
Die Evolution muss zwangsweise zielgerichtet erfolgt sein, da die angeblichen Trillionen von Zufällen, aus denen sich die evolutionären Fortschritte ergaben
Wer die Evolution auf "Zufall" reduzieren will zeigt nur, daß er nichts verstanden hat. Aus seinem Unverständnis dann noch irgendwas ableiten zu wollen und das noch "zwangsweise", ist allerdings der Gipfel des Dummschwätzens.

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slider 21.05.2010, 15:57
79. Erster künstlicher Organismus

Erster künstlicher Organismus. Na da flunkert der SPON aber etwas.
Seit wann gibt es H. Köhler, A. Merkel, G. Westerweller und deren Mutationen ?

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