Forum: Wissenschaft
Erstes Bild eines Schwarzen Lochs: Und es ward Licht
FRANCK ROBICHON/EPA-EFE/REX

"Es fühlt sich an, als blicke man auf die Tore der Hölle": Wissenschaftler weltweit sind begeistert vom ersten Foto eines schwarzen Lochs. Reicht das Bild für den Nobelpreis?

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kaeckaan 11.04.2019, 01:04
50. Schönheitsfehler: Es gibt keine Schwarzen Löcher

Daß die Existenz von Schwarzen Löchern von der Allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagt wird, beweist bereits, daß es sie nicht gibt, weil letztere nicht einmal die notwendige Bedingung der Transitivität der zugrundeliegenden Lorentz-Transformation erfüllt. Es mag zwar durchaus sein, daß die Existenz von Schwarzen Löchern von keinem „Astrophysiker“ angezweifelt wird. Fest steht aber auch, daß es keinen einzigen INTELLIGENTEN Menschen gibt, der daran glaubt. Wie sollte denn wohl auch ein Objekt existieren, in dem die Zeit stehenbleibt? Ein solches kranken Hirnen entsprungenes Phantasiegebilde ist mitnichten eine astronomische Erscheinung, sondern Schwachsinn in Reinkultur. Schwarze Löcher existieren so wenig wie Gravitationswellen, weil es selbstverständlich auch keine Raumzeit gibt, die sich krümmen und Wellen schlagen könnte.

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Hokuspokus 11.04.2019, 01:13
51. Albert Einstein und die schwarzen Löcher

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch, das Albert Einstein mit seiner Arbeit zur Relativität zwar die Grundlage bzw. einen theoretischen Hinweis auf die Existenz der schwarzen Löcher lieferte, er selbst aber nicht an deren Existenz glaubte und sogar Arbeiten die dies nahelegten mit Artikeln zu widerlegen suchte Beispielsweise die von Karl Schwarzschild (1873 bis 1916):
"Das wesentliche Resultat dieser Untersuchung ist ein klares Verständnis, warum 'Schwarzschild-Singularitäten' in der physikalischen Realität nicht existieren."
Die "Singularität" ist aber heute im Foto zu bewundern, oder zumindestens deren Auswirkung.
Albert Einstein wandte sich auch gegen die Theorie der Quantenmechanik, für deren Erforschung seine Arbeit eine wesentliche Grundlage war.
Die kosmologische Konstante die er in seine Gleichung "hineinpfuschte" damit die Ergebnisse stimmten berute er bis zu sienem Tod. Nichtwissend, dass sie richtig war und auf die Existenz der Dunklen Materie zurückzuführen war, von der er damals nichts wissen konnte. Er nannte es eine große "Eselei" und den Fehler seines Lebens. Albert Einstein, der großartigste Impulsgeber unserer Zeit, ohne dessen Arbeit es wohl kein Smartphone und kein Fernsehen heute denkbar wäre. Kein Internet und kein MRT im Krankenhaus, starb tragischerweise in dem Glauben, das seine Arbeit wohl großer Murks war und die Welt um ihn herum es einfach noch nicht bemerkt hatte. Er erhielt bereits den Nobelpreis für etwas war wir erst hundert Jahre später sehen können. Da wird es wohl keinen zweiten für geben.
Albert Einstein, der größte deutsche Wissenschaftler aller Zeiten, starb fern der Heimat, weil das damalige Deutschland ihn nicht haben wollte.
Auch das ist eine Tragik - für beide Seiten - und dieser Verlust sollte uns heute, angesichts der weltweiten Begeisterung für dieses kleine Foto, das seine Handschrift trägt, zu denken geben.

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rasenderhase 11.04.2019, 02:35
52. Natürlich

kann die Betrachtung eines schwarzen Lochs zur Verbesserung unseres Lebens beitragen. Wer weiß das heute schon? Vielleicht kann man mal kontrolliert schwarze Minilöcher erzeugen, in denen man elegant den Atommüll verschwinden lassen kann.

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sans_words 11.04.2019, 04:01
53. Tja

Mich überrascht die Kritiklosigkeit der Kommentare.

Gibt es eine vergleichbare Untersuchung, die das selbe Objekt ähnlich fotografiert (gemessen) hat? Ansonsten wäre es nur eine einzige Beobachtung, dieso ziemlich alles darstellen könnte.

Wenn ich mit dieser Auflösung ins All blicke, werde ich eine Unmenge donutförmiger Gegenstände finde. Das Auge des naiven Betrachters findet natürlich seine Erwartung des Anblicks eines schwarzen Lochs bestätigt.

Ich selbst habe mit Photoshop 87 Sekunden gebraucht, um ein fast identisches Bild herzustellen. Ich bin jedoch ziemlich schwach mit Photoshop. Das geht deutlich schneller.

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nite_fly 11.04.2019, 04:16
54. Was ich sehr schade finde...

...ist dass genau zwei Menschen das nicht mehr mitbekommen haben:
Albert Einstein, der einfach durch Nachdenken darauf gekommen ist, dass es sowas geben muss, und Stephen Hawking, der sich Zeit seines Lebens mit schwarzen Löchern beschäftigt hat, ohne je eines gesehen zu haben!
Doch genau diese theoretischen Berechnungen solcher Leute, mit der entsprechenden Vorstellungskraft, haben es überhaupt erst ermöglicht, danach suchen zu können!
Nobel-Preis?
Albert Einstein hat 1915 seine allgemeine Relativitätstheorie postuliert.
Schon 1919 hat Arthur Eddington versucht, diese Theorie zu beweisen, oder zu widerlegen.
Nachzulesen hier:
https://www.scinexx.de/dossierartikel/der-erste-beweis/
Er konnte Einsteins Theorie, die dieser im warmen, heimischen Wohnzimmer, alleine durch seine überragende Intelligenz aufgestellt hat, unter widrigsten Bedingungen belegen.
Doch den kennt heute eigentlich keiner mehr.
Einen Nobel-Preis hat der auch nie bekommen, obwohl er den ersten Beweis für die Gültigkeit von Einsteins Theorie geliefert hat!
Nur zum Verständnis: Einstein wusste das alles gar nicht! Aber er hatte sehr viel Phantasie! Er konnte sich an seinem heimischen Schreibtisch Dinge vorstellen, die sich selbst den bedeutendsten Wissenschaftlern heute noch nicht erschließen! Und er hatte Hilfe von Leuten, die sehr gut rechnen konnten, denn Taschenrechner gab es da noch nicht...
Stephen Hawking hat da weiter gemacht, und sich damit beschäftigt, was am Rande so eines schwarzen Lochs geschieht: Und ja: Auch er hat so ein Ding nie gesehen! Auch er hat da nur durch seine Gestes-Leistung genau das vorhergesehen, was heute durch das Foto bestätigt wurde! Bis heute war so ein schwarzes Loch eher eine Theorie! Doch Stephen Hawkins hat schon berechnet, und vorhergesagt, wie so ein Ding aussehen müsste, und wie es sich verhält, bevor deren Existenz überhaupt bewiesen war...
Der heutige Tag ist also ein Feiertag für Albert Einstein und Stephen Hawking!
Und es gab in deren Geschichte wesentlich mehr Wissenschaftler, die versucht haben, die Theorien dieser beiden Genies zu widerlegen als die, die versucht haben diese Theorien zu beweisen.
Und viele Versuche zur Widerlegung dieser Theorien haben eher nur zu neuen Beweisen dafür geführt.
Eddington ist tatsächlich 'raus gegangen, und konnte den ersten Beweis liefern. Doch heute kennt den niemand mehr...

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pit.duerr 11.04.2019, 05:04
55.

Zitat von dukeofwellington
Tolle, interessante Sache, klar. Aber Nobelpreis ? Ich erinner an die Kriterien des Preises: „...als Preis denen zugeteilt werden, die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben“. Wär schön, wenn auch SPON das mal recherchieren würde. Dass es schwarze Löcher gibt, weiß man schon lange, auch experimentell bestätigt. Jetzt auch mit Bild. Eine neue Erkenntnis haben wir also nicht. Nutzen für die Menschheit ? PS: Das soll nicht mäkelig klingen, nur ein wenig relativieren. Es gibt viel interessante Wissenschaft neben schwarzen Löchern.
Nun gut, ich kann mich da an einen Träger erinnern, der hat seinen Preis im Voraus erhalten und hatte da noch keinen Finger für die Menschheit gerührt. Nach seinem ersten Jahr als Präsident hätte sich das Thema wohl eh erledigt gehabt. Also ähnlich wie hier mit dem schwarzen Loch. Was machen wir als Menschheit jetzt, da wir dieses sensationelle Bild alle gesehen haben. Vielleicht sollte sich die Menschheit an den Händen nehmen und kollektiv hineinspringen. Mal schauen wie es am Ausgang aussieht!! ;-)))

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ackermart 11.04.2019, 06:36
56. Historisch vergleichbar ...

wäre dies wohl nur mit dem Können altägyptischer Hohepriester der astronomischen Wissenschaft, das Volk Staunen zu machen mit der Vorführung eines total schwarzen Sonnenloches. Nur dass die heutigen Wissenschaftler solche zutiefst ehrfürchtig machenden Erscheinungen beliebig selber bildgenerieren können und sich dennoch damit zieren, als täten sie die auf den Himmelsbildschirm projezieren. So macht es wohl doch einen Unterschied, wie hoch man dem Volke etwas vorführt, damit es sich nicht etwa nur vorgeführt erlebt von den unverständlich hohen Erklärungen alltäglich niederer Bildschirmerscheinungen.

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ackermart 11.04.2019, 06:46
57. Historisch vergleichbar ...

wäre dies wohl nur mit dem Können altägyptischer Hohepriester der astronomischen Wissenschaft, das Volk Staunen zu machen mit der Vorführung eines total schwarzen Sonnenloches. Nur dass die heutigen Wissenschaftler solche zutiefst ehrfürchtig machenden Erscheinungen beliebig selber bildgenerieren können und sich dennoch damit zieren, als täten sie die auf den Himmelsbildschirm projezieren. So macht es wohl doch einen Unterschied, wie hoch man dem Volke etwas vorführt, damit es sich nicht etwa nur vorgeführt erlebt von den unverständlich hohen Erklärungen alltäglich niederer Bildschirmerscheinungen. Wir müssen also realisieren, dass heutige Wissenschaftler weit mehr von unserem Glauben an ihre Worte abhängig sind, als die alten welche ihre Wunder noch nicht virtualisieren konnten.

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ackermart 11.04.2019, 07:09
58. Historisch vergleichbar ...

wäre dies wohl nur mit dem Können altägyptischer Hohepriester der astronomischen Wissenschaft, das Volk Staunen zu machen mit der Vorführung eines total schwarzen Sonnenloches. Nur dass die heutigen Wissenschaftler solche zutiefst ehrfürchtig machenden Erscheinungen beliebig selber bildgenerieren können und sich dennoch damit zieren, als täten sie die auf den Himmelsbildschirm projezieren. So macht es wohl doch einen Unterschied, wie hoch man dem Volke etwas vorführt, damit es sich nicht etwa nur vorgeführt erlebt von den unverständlich hohen Erklärungen alltäglich niederer Bildschirmerscheinungen. Wir müssen also realisieren, dass heutige Wissenschaftler weit mehr von unserem Glauben an ihre Worte abhängig sind, als die alten welche ihre Wunder noch nicht virtualisieren konnten. Gewiss war das Volk dennoch damals viel dümmer, sah es doch nicht mal den Mond im Zusammenhang mit dem Schwarz. Schließlich hätte es sich dann ja wie die Priester auch gefragt, warum sie den neben der Sonne nicht weiterhin schwarz sehen? Für die Priester indes machte es noch einen gewaltigen Unterschied, sich selber Staunen zu wahrem Glauben zu machen und dem Volk hingegen nur den an ihre Macht, als hätten sie es wie Zauberer selber gemacht.

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meteneptun 11.04.2019, 07:11
59.

Eigentlich ist es ja nicht das Foto eines schwarzen Loches, sondern seiner sichtbaren Umgebung. Denn schwarze Löcher sind unsichtbar, genau genommen sind sie nicht einmal schwarz. Die Dichte der Materie in ihnen ist so groß, dass nichts heraustreten kann, nicht einmal Licht. So gesehen könnte es sich bei diesem Bild um einen farbigen Ring mit leerer Mitte handeln.

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