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Erziehung: Lasst eure Kinder frei!
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Die Hälfte der deutschen Kinder ist noch nie auf einen Baum geklettert, und der "Economist" fordert kürzere Sommerferien. Da gibt es einen Zusammenhang.

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demokrat2 20.08.2018, 08:58
150. Der Schreiber selbst reitet auf der Schiene ......

.... der Ängstlichkeit. Alles ist auf das Schlimmste ausgerichtet und die Sorge wird überhöht. Die Zeiten sind eben anders. Schon früh kaufen die "besorgten Eltern" ihren Kindern ein Handy, damit sie oder die Kinder jederzeit erreichbar sind. Wenn die Kinder den ganzen Tag mit den Geräten spielen, sind die Hände und der Kopf nicht frei, um auf Bäume zu klettern. Sagen sie mir spontan, wo der nächste Baum steht, der auf Kinder wartet? Und was das Auto fahren und das in die Schule bringen amgeht, schlägt das Herz auch höher, wenn Mama oder Papa mit dem neuesten SUV vorfahren kann. Wir selbst fahren doch alles und sind wenig zu Fuß. Die Kinder lernen schnell, weil sie den gemeinsamen Schulweg bei Regen zum Beispiel nicht toll finden. Man könnte sich ja eine Erkältung einfangen. Was wir brauchen sind besteigbare Bäume auf den Schulhöfen.

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Alprinceton 20.08.2018, 11:44
151. Nur die Eltern?

Ebenso sind es die Kindergärten und Schulen, die die Kinder nicht freilassen. Mein Sohn durfte im letzten halben Jahr vor der Einschulung nicht allein zum Kindergarten gehen, obwohl ich ihm die Strecke zugetraut hätte. Nicht einmal vom Eingang bis zum Gruppenraum im ersten Stock sollten die Großen allein gehen - Kindergartenregel!
Die Grundschule untersagte das Fahren mit dem Fahrrad bis zur 4. Klasse.
Die Brotdosen wurden gecheckt, ob der Inhalt wohl gesund sei.
Geklettert wurde in den Pausen nur unter strenger Aufsicht. Bei Regen durfte kein Kind hinaus.
Mein Sohn, der lieber mittags allein daheim war als in der Mittagsbetreuung, wurde öffentlich von den Lehrern bedauert, dass er kein warmes Mittagessen bekommt und sich selbst überlassen bleibt (Vernachlässigt?)

Wir haben abends gemeinsam gegessen, und er genoss die Ruhe nach der Schule ebenso wie ich nach Feierabend.

Die Institutionen selbst machen viele Vorschriften, die eindeutig zu weit in die Privatsphäre reichen.

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jackbubu 20.08.2018, 13:53
152. @karlo1952

Erst einmal muss ich mich dem Artikel anschließen und recht geben.
Was den Rückgang der Zahlen aus den besagten Statistiken an geht, fehlt es schon einer Erklärung warum diese Zahlen rückläufig sind.

Aber ihre Tochter hat recht das sie was diese genannten Situation angeht, verantwortungslos nennt!.
Schön das die Kinder durchgeschlafen haben, aber was wäre mit ihrer 2-3 jährigen Tochter gewesen, wenn sie kurz nachdem sie losgezogen wären, wachgeworden wäre?
Und was wäre mit ihren 2 Kindern gewesen, wenn ihnen und Ihrer Frau unterwegs passiert wäre?

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50&up 20.08.2018, 17:18
153. Watte oder wat?

Beitrag@20
Klar muss man als Kind auf Bäume klettern, runterfallen und wieder raufklettern.
Radfahren mit Helm? Klar, weil's Gesetz ist.
Bei rot über die Strasse? Klar die "Alten" machen's ja täglich vor.
Kinder können die Gefahren im Strassenverkehr nicht einschätzen?
Werter Forist, ich bin Bj.65, anno 71 eingeschult worden. Nach der Schule ging's 3Km in den Hort und später dann nocheinmal 3Km zurück nach Hause. Die Verkehrssituation hat sich seit damals auf diesem Streckenabschnitt in Berlin nicht wesentlich geändert nur die "Nutten" entlang der Potsdamer Strasse sind verschwunden.
Meine ehemaligen Schulkameraden sind alle unbeschadet durch die Schulzeit gekommen.
Meine erwachsenen Töchter sowie mein nun achtjähriger Sohn werden das bzw. haben das trotz Helmpflicht und ähnlichem nonsense erreicht.
Schönen Tag noch.

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polltroll 20.08.2018, 18:49
154.

Zitat von 50&up
Beitrag@20 Klar muss man als Kind auf Bäume klettern, runterfallen und wieder raufklettern. Radfahren mit Helm? Klar, weil's Gesetz ist. Bei rot über die Strasse? Klar die "Alten" machen's ja täglich vor. Kinder können die Gefahren im Strassenverkehr nicht einschätzen? Werter Forist, ich bin Bj.65, anno 71 eingeschult worden. Nach der Schule ging's 3Km in den Hort und später dann nocheinmal 3Km zurück nach Hause. Die Verkehrssituation hat sich seit damals auf diesem Streckenabschnitt in Berlin nicht wesentlich geändert nur die "Nutten" entlang der Potsdamer Strasse sind verschwunden. Meine ehemaligen Schulkameraden sind alle unbeschadet durch die Schulzeit gekommen. Meine erwachsenen Töchter sowie mein nun achtjähriger Sohn werden das bzw. haben das trotz Helmpflicht und ähnlichem nonsense erreicht. Schönen Tag noch.
Radfahren mit Helm ist mit Nichten Gesetz! Genauso wenig wie joggen mit Helm und Knieschützern oder schwimmen mit Schwimmweste. Aber ein schönes Beispiel wie gesellschaftliche Erwartungshaltung und Druck quasi Fakten schafft. Mein Sohn mag beim radeln keinen Helm tragen also muss er auch nicht. Das Leben ist nun mal eines der Härtesten :-)

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lazlo.lebrun 20.08.2018, 19:50
155. Meine Kindern sind...

...zum größten Teil in Frankreich aufgewachsen, und unser Haus war immer voller Kinder, die von Nachbarn, die unsrigen und auch konnten wir uns kurze Auszeiten von Kindern nehmen, es gab immer eine befreundete Familie in der Nähe. Da ticken Franzosen noch heute etwas anders und überlegen nicht gleich, ob sie bei der Aufnahme von befreundeten Kinder auch von der Versicherung abgedeckt sind.
Sie gehen auch nicht gleich zum Anwalt wenn sich ein Kind an der Kochmulde die Finger verbrennt. Da kommt ein Stück Leukoplast drauf und es wird weiter gespielt.

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markus.pfeiffer@gmx.com 20.08.2018, 21:26
156. Gut erzogen

Zitat von Buggybear
Meine Vorteenager-Tochter weigert sich beharrlich, zu ihrer BFF die 800m mit dem Fahrrad zu fahren. Bei einem Versuch mit dem Roller ist sie kürzlich gestürzt, seitdem will sie nur noch mit dem Auto gefahren werden. Das ist nur eines der Beispiele. Meine Tochter schätzt das Tablet wohl mehr, als ihre Freiheit. Ich bleibe dran, aber es ist schwierig.
Ihre Vorteenager-Tochter hat Sie gut erzogen: Wenn sie sich beharrlich genug weigert, die 800 Meter mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückzulegen, fahren ihre Eltern sie schon...

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rimalia 21.08.2018, 00:28
157. Wir schaden den Kindern

mit diesem Behüten. Im Grunde genommen ist es eine Kontrolle, dass wir immer wissen, was das Kind jetzt gerade macht und wo es sich aufhält. Deshalb entwickelt das Kind auch kein Vertrauen in seine Fähigkeiten - woher auch, hängt doch alles von den Eltern ab. Dieses Denken habe ich selbst auch lange befolgt und ich merkte mit der Zeit, dass meine beiden Jungs immer unzufriedener und unsicherer wurden. Irgendwann habe ich mir dann gesagt, dass kann es wohl nicht sein! Wir, speziell wir Mütter, sind doch nicht dazu da, den Kindern jedes Steinchen aus dem Weg zu räumen! Wir sind doch dazu da, die Kinder auf das Leben vorzubereiten. Und ich habe gesagt: Ihr dürft alles machen- die Konsequenzen müsst ihr aber auch tragen. Und ich habe nicht mehr über eine verkorkste Situation geschimpft, sondern geschwiegen und nur eingegriffen, wenn die Jungs mich um Hilfe gebeten haben.
Nun, was soll ich sagen, für mich kam die Freude an den Kindern zurück, zu sehen, wie sie sich Dinge zutrauten und auch bewältigten.

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majidovnuri 21.08.2018, 00:35
158. Baum

Steigt ein Büblein auf den Baum,
ei so hoch, man sieht es kaum,
hüpft von Ast zu Ästchen,
schlüpft ins Vogelnestchen.

Ui, da krach es! Hei, da lacht es!
Plumps, da liegt es unten!
Die Mama hats gefunden
und hat's verbunden. (Oder: Und keiner hat's gefunden.)

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majidovnuri 21.08.2018, 00:43
159. Kirschen

Als ich 4 Jahre alt war. Ich trug einen guten Anzug. Ich ging auf den Hof und kletterte auf einen Kirschbaum. Ich saß auf einem Kirschbaum, aß Kirschen und steckte immer noch viele Kirschen in meine Taschen. Als ich vom Baum stieg, sahen mich meine Eltern und waren geschockt. Ich war ganz mit Kirschen beschmutzt, und Kirschsaft floß aus meinen Taschen.

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