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Erziehung: Liebe Leserin, lieber Leser,
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spadoni 09.03.2019, 11:29
1. Helikoptereltern

möchten, meistens mit Nachdruck, das bei ihren Kindern durchsetzen was sie selbst nicht erreicht haben. Wie es den Kindern dabei geht ist Ihnen völlig egal, Hauptsache "man" kann in der Gesellschaft damit prahlen, wie toll das Kind doch in der Schule ist, dazu musikalisch auch noch sehr begabt, sowie sportlich auf der Höhe. Diese Kinder können einem echt Leitd tun!!

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im_ernst_56 09.03.2019, 11:30
2.

Die Überbehütung beginnt wohl schon im Kleinkindalter. Mir fallen zunehmend Eltern auf, die ihre Kinder, die längst Laufen können, angeschnallt in Sportkarren herumfahren, die für Beine der Kinder inzwischen viel zu kurz sind. Die Entdeckung der Umwelt beginnt mit der eigenen Bewegungsfähigkeit.

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hamish1966 09.03.2019, 11:41
3. Netzwerker von morgen oder glückliche Teamplayer?

Der Artikel zeigt sehr genau, wie Kinder heute oft vereinzelt werden und unter hohem Erfolgsdruck stehen. Eltern glauben zuweilen, dass sie ihren Kindern einen guten Start ermöglichen, indem sie sie aktuell angesagte Fertigkeiten erlangen lassen. Die Frage ist nur, sind diese Dinge auch noch gefragt, wenn die Kinder erwachsen sind? Kinder ausprobieren lassen, sich selbst einen Platz in ihrer Altersgruppe finden zu lassen, kann ein Kind mit dem Selbstvertrauen ausstatten, die ein Mensch immer brauchen wird. Ich erlebe heute einige Teenager, die absichtlich das Handy nicht aufladen, damit ihre Eltern sie nicht permanent erreichen und damit überwachen können. Das sagt schon etwas aus.

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taglöhner 09.03.2019, 11:55
4. Brutfürsorge

Die Lebenserwartung entscheidet, was sinnvoll ist. Individuell. Schwierig von außen zu entscheiden.

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jujo 09.03.2019, 12:01
5. ...

Die Zeiten haben sich wirklich geändert. Nein, keine Story von früher.
Meine Tochter versucht aber dem Trend entgegenzusteuern. Zum Entsetzen anderer Eltern. Ich muß gestehen mir ist manchmal nicht ganz wohl, wenn ich sehe wie locker sie das handhabt. Wir als Großeltern sind da wesentlich ängstlicher. Der Enkelsohn vier Wochen nach der Einschulung, 15 Min. zu Fuß alleine, nach dem ersten Halbjahr eine Woche mit Begleitung danach alleine mit dem Fahrrad. das geht super.
Wo? in Berlin!
Klassenkameraden mit etwa dem gleichen Schulweg werden nach wie vor gefahren.

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Spiegulant 09.03.2019, 12:04
6. Funktioniert doch!

Die Autorin schreibt ja selber, dass die Erziehungsmethode der Helikoptereltern funktioniert: Deren Kinder haben besseren Erfolg in Schule und Uni. Nachteilig ist allenfalls, dass diese Kinder unglücklicher seien.
Der Mensch aber ist nicht auf der Welt, um glücklich zu sein, sondern um seine Pflichten zu erfüllen. Glücklich sein kann man sich vielleicht in der Rente erlauben.

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andreasclevert 09.03.2019, 12:15
7. die Rotoren rauschten schon immer...

... habe ich das mal genannt (https://wp.me/p4WCtx-7w). Das war ein Beitrag vor Jahren, der sich damals schon mit der aktuellen Erregungsrage zu den Eltern, die ihren Nachwuchs behüten wollen, auseinandergesetzt hat. Ja, wir Eltern wollen behüten, ja wir Eltern wollen, dass der Nachwuchs auch selbstständig wird. Diesen Balanceakt müssen und wollen alle Eltern jeden Tag selbst durchleben und mit den Kindern durchdiskutieren. Jenseits aller "Empört Euch" - Erregungswellen.

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jujo 09.03.2019, 12:20
8. ...

Zitat von Spiegulant
Die Autorin schreibt ja selber, dass die Erziehungsmethode der Helikoptereltern funktioniert: Deren Kinder haben besseren Erfolg in Schule und Uni. Nachteilig ist allenfalls, dass diese Kinder unglücklicher seien. Der Mensch aber ist nicht auf der Welt, um glücklich zu sein, sondern um seine Pflichten zu erfüllen. Glücklich sein kann man sich vielleicht in der Rente erlauben.
Nun doch was von früher. Unsere Eltern hatten nach dem Kriege wirklich andere Probleme als zu helikoptern.
Wir sind vier, Schwester erfolgreiche Werbegrafikerin, ein Bruder Schulrektor, ein Bruder Jurist, Ich Kapitän.
Für mich kann ich sagen, das ich eine glückliche Berufswahl hatte, mit der ich mehr als zufrieden war. Glücklich ? kann ich so nicht sagen, das ist schwierig. Ich unterscheide aber zwischen zufriedenen und unzufriedenen Menschen. Ich gehöre zu den zufriedenen, alles umfassend.

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Zita 09.03.2019, 12:22
9. Als hätte man die freie Wahl ...

Wie sollen Eltern und Kinder denn völlig entspannt an die Schulenoten herangehen, wenn gleichzeitig überall der NC immer bekloppter wird? 1,0 wird immer häufiger verlangt, als ich 1988 Abi gemacht hat, konnte man auch mit einem 3er Schnitt studieren, kenne gleich 2 Maschinenbauer, bei denen das so war. Heute? Die Kinder kriegen diese Notenfixierung der Mittel- und Oberstufler ja mit, ganz ohne, dass die Eltern irgendwas dazu sagen.

Dann dieses idiotische G8, die Schulen rasen durch den Stoff, klar dass da 1. nichts hängenbleiben und 2. ohne Hilfe kaum was geht, da es keine vertiefenden Übungen gibt, sondern zack das nächste Thema hingeknallt wird. Dazu kommen schon in der Grundschule Referate und Projekte, ohne dass die Kinder systematisch lernen würden, wie man sowas vorbereitet.

Schule ist heute anders als früher, und gerade das Gymnasium erwartet elterliche Mithilfe. Da bleibt einem nicht viel übrig, als mitzuziehen, ob man will oder nicht.

Ach und nein, bin kein Helikopter, die Kinder gingen immer schon allein zu Fuß zur Schule, dürfen mit Freunden allein in die Stadt etc. pp. Aber in Schuldingen gilt leider mitgegangen mitgehangen.

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