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Esa-Mission "ExoMars": Nach Mars-Bruchlandung - Hier liegt "Schiaparelli"
MRO /NASA/JPL-Caltech/MSSS

Eine Nasa-Sonde hat die Überreste des europäisch-russischen Landeroboters "Schiaparelli" auf dem Mars aufgespürt. Die Bilder zeigen, dass es wohl eine Katastrophe gegeben hat, wenngleich wichtige Details noch immer fehlen.

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Delos99 21.10.2016, 21:25
1. Rest in pieces...

Woran liegt es eigentlich, daß Marsmissionen so übermäßig oft in einem tiefen Krater enden? Immerhin haben Landungen auf anderen Himmelskörpern oft schon beim ersten Versuch funktioniert. Es läßt jedenfalls nicht Gutes erahnen, was bemannte Missionen angeht.

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spiegkom 21.10.2016, 21:33
2. Teure Spielereien

Sorry, es gibt bewährte Landetechniken für den Mars. Warum die ESA was Eigenes ausprobieren muss, ist vor dem Hintergrund von Risiko und Kosten nicht ganz nachvollziehbar. Kommt mir ein bisschen vor wie "die Ehre retten". Der ESA-Leiter spricht bei dem Desaster von einem Erfolg. Man will "lernen". Er soll zurücktreten. Wer bezahlt die Spielereien wohl? Man müsste sich vor dem Hintergrund des Aleppo-Desaters eigentlich bei der ESA schämen. Wie wäre es denn, das Budget für die nächste Esa-Mars-Landung für Syrien zur Verfügung zu stellen?

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Fuscipes 21.10.2016, 21:37
3.

Zitat von Delos99
Woran liegt es eigentlich, daß Marsmissionen so übermäßig oft in einem tiefen Krater enden? Immerhin haben Landungen auf anderen Himmelskörpern oft schon beim ersten Versuch funktioniert. Es läßt jedenfalls nicht Gutes erahnen, was bemannte Missionen angeht.
Die Mission ist im eigenen Krater geendet.

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spiegelzelt 21.10.2016, 21:43
4. Vertuschen und Schönreden

oder auch, sich in die Tasche zu lügen, habe ich von solchen Wissenschaftlern nicht erwartet.

Mein Güte, da sagt mal halt offen, dass die letzte Phase der Landung nicht geklappt hat weil die Bremstriebwerke nicht so funktionierten wie geplant.

Als ob er mit diesem Euphemismus mehr Geld einsammeln könnte als mit klarer Analyse - ich denke, es ist eher das Gegenteil der Fall.

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Grummelchen321 21.10.2016, 21:46
5. Müssen

wir tatsächlich millionen teuren Elektroschrott auf dem Mars produzieren.Wäre das Geld auf der Erde nicht besser aufgehoben.

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annonce 21.10.2016, 21:47
6. Fast geklappt...

Das mit dem Fallschirm kommt mir bekannt vor. Die NASA hat mit einem ähnlichem Verfahren einen Golf-Cabrio auf dem Mars landen lassen, der immer noch fährt, Selfies macht und twittert. Wäre interessant zu erfahren, wieviel Wissen die ESA von der NASA erwerben konnte, um die Landung zu konstruieren bzw. vorzubereiten. Möglicherweise ist der Fallschirm nicht aufgegangen? Nicht so ganz unwahrscheinlich bei der Atmosphäre des Mars.
Jetzt im Nachgang zu sagen, das Geld wäre besser in Aleppo aufgehoben, finde ich etwas bös'. Das könnte man bei jeder Art von Investition sagen, und so mit jede Art von Forschung verhindern.
Warum sich die Raumfahrtzentren nicht besser aufeinander abstimmen und alle Zentren ähnlichen Zielen hinterher rennen, verstehe ich nicht so genau. Der Mars ist der Erde so nah wie nie, deshalb also ein beliebtes Ziel. Aber reicht denn nicht Curiosity dort oben? Immerhin führen die Transport-Raketen und die Rover allesamt ja auch Radioaktives Material mit sich und verseuchen den Planeten.

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Wulff Isebrand 21.10.2016, 21:50
7. Dachte früher anders

aber heute halte ich das für unnütz. Bringt in absehbarer Zeit nichts ein und solange man die Erde noch nicht mal vernünftig erkundet hat, sollte man außerirdische Aktionen unterlassen. Der Gehirnschmalz ist hier besser einzusetzen . Alles nur eine Spielwiese für unterbeschäftigte Luft-/Raumfahrtingenieure

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thrlll 21.10.2016, 22:03
8.

"Auf dem Papier und unter Ingenieuren mag so eine Argumentation tatsächlich funktionieren. Ob sie in der Öffentlichkeit auch funktioniert, ob sie unter den politischen Entscheidungsträgern Europas verfängt, die das Geld für die nächste geplante Marsmission der Esa bewilligen müssen, wird sich zeigen. " (80% plus 80% von 20%)

Ja, wo käme man auch hin, wenn man sich von Tatsachen leiten ließe. Heutzutage ist es ja doch wesentlich angesagter, sich von Gehörtem des Behaupteten plus natürlich ganz viel Gefühl und Meinung über die eigene Geistesgröße lenken zu lassen.

Fakten, bah. Ordinär, geradezu.

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Bueckstueck 21.10.2016, 22:07
9. Ruhig bleiben, Kinder!

Bevor hier noch mehr Halbwissende mit allen Zeigefingern fuchteln, sei euch erklärt:

Der Lander hatte keine weitere Aufgabe als Daten des Abstiegs und letztendlich der Landung zu sammeln. Es gab keine Mission auf der Oberfläche.

Und bis auf die letztendlich gescheiterte sanfte Landung wurde dieser Teil, mitsamt dem Teil des Datensammelns während des Atmosphärenbremsmaneuvers erfüllt.

Und aus genau solchen Fehlern zieht man die Lehren für die nächste Mission.

Schliesslich geht es hier um eine Landung auf einem Nachbarplaneten und nicht den Gang zum Kühlschrank um Bier zu holen...

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