Forum: Wissenschaft
Esa-Mission "ExoMars": Nach Mars-Bruchlandung - Hier liegt "Schiaparelli"
MRO /NASA/JPL-Caltech/MSSS

Eine Nasa-Sonde hat die Überreste des europäisch-russischen Landeroboters "Schiaparelli" auf dem Mars aufgespürt. Die Bilder zeigen, dass es wohl eine Katastrophe gegeben hat, wenngleich wichtige Details noch immer fehlen.

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jautaealis 22.10.2016, 00:15
20. Es ist eigentlich offenkundig, ...

... dass die Nasa Schiaparellis Landung sabotiert hat! Weil Amerika Europa niemals überholen lassen wird ? und schon gar nicht zusammen mit Russland... Umso wichtiger für uns, sämtliche nostalgischen transatlantischen Anwandlungen für immer weit hinter uns zu werfen: Ohne können wir nämlich ausnahmlos alles besser.......

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WeissAuchAllesBesser 22.10.2016, 00:22
21.

Zitat von spiegkom
Sorry, es gibt bewährte Landetechniken für den Mars. Warum die ESA was Eigenes ausprobieren muss, ist vor dem Hintergrund von Risiko und Kosten nicht ganz nachvollziehbar. Kommt mir ein bisschen vor wie "die Ehre retten".
Es gab auch vor 400 Jahren schon "bewährte" Behandlungsmethoden in der Medizin. Dennoch war es ganz gut Alternativen zur Methodik des 17. Jahrhunderts zu entwickeln.

Und spätestens wenn man darüber nachdenkt mehr als Blechbüchsen auf den Mars zu schicken, sind die "bewährten Landetechniken" eben nicht mehr als mittelalterliche Feldschererei.

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Flauschie 22.10.2016, 00:29
22. Hauptsache Rummotzen

Der wissenschaftlich Erfolg oder Misserfolg ist nur ein Aspekt. Fakt ist, dass solche Missionen Inspiration liefern. Von wieiviel staatlichen Projekten kann man das behaupten? BER etwa? Scheitern gehoert zum jedem Spiel - ob in der Wirtschaft, der Wissenschaft oder im Leben im Allgemeinen.
Ich finde es erschreckend wie wenige Leute hier im Forum offenbar schon dabei scheitern Neugier fuer das Unbekannte aufzubringen. Armes Deutschland in der Tat.

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axcoatl 22.10.2016, 01:02
23. Wir werden noch vor dem Galaktischen Gerichtshof verklagt ...

... oder wer räumt den Abfall nun wieder auf? :-P Also ich möchte keine Fantastilliarde Euro Wiedergutmachung bezahlen.

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ein-berliner 22.10.2016, 01:21
24. Tolle Argumentation

Zitat von Bueckstueck
Bevor hier noch mehr Halbwissende mit allen Zeigefingern fuchteln, sei euch erklärt: Der Lander hatte keine weitere Aufgabe als Daten des Abstiegs und letztendlich der Landung zu sammeln. Es gab keine Mission auf der Oberfläche. Und bis auf die letztendlich gescheiterte sanfte Landung wurde dieser Teil, mitsamt dem Teil des Datensammelns während des Atmosphärenbremsmaneuvers erfüllt. Und aus genau solchen Fehlern zieht man die Lehren für die nächste Mission. Schliesslich geht es hier um eine Landung auf einem Nachbarplaneten und nicht den Gang zum Kühlschrank um Bier zu holen...
Schon mächtig gewaltig ein so primitiv eingeschlagenes Schrapnell als gigantischen Erfolg zu verkaufen.
Da fragt sich doch ein neutraler Zuschauer: Wie kamen denn die kleinen Autochen der NASA auf der Oberfläche um auf dem Mars spazieren zu fahren und Bilder zu senden?
Wozu also dieses teure Spielzeug für Landeversuche - hüstel - und nicht gleich die NASA fragen? Wäre wohl zu billig...

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tailspin 22.10.2016, 02:46
25. Fortschrittlich degeneriert

Ich habe bereits in den 70'ern des letzten Jahrhunderts dutzende Mondlandungen auf dem ersten programmierbaren HP Taschenrechner simuliert. Der Mond hat im Gegensatz zum Mars noch nicht mal eine duenne Atmosphaere, welche die Sonde abbremst. Die rudimentaere Rechenleistung des HP wurde durch meinen brillianten Verstand komplementiert, um das Bremstriebwerk zu aktivieren und intuitiv mit dem Treibstoff auszukommen fuer eine vertikale Landegeschwindigeit 0 in beliebiger Einheit.

Heute scheint das Verhaeltnis Rechenleistung/ Verstand eher umgekehrt zu sein.

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quark2@mailinator.com 22.10.2016, 05:41
26.

Das Rumgehampel zeigt leider, wie sich die Welt der Wissenschaft geändert hat, seit sie immer mehr genötigt ist, "Drittmittel" aufzutreiben, weil der Staat nicht tut, was er sollte, nämlich die nötige und sinnvolle Wissenschaft voll auszufinanzieren. Und mit "nötig und sinnvoll" meine ich auch und gerade nicht die direkt anwendbare Forschung, sondern gerade Grundlagenforschung, die eben keine Chance hat, sich direkt in Geld zu verwandeln. Es ist beschämend, daß ESA und Roskosmus es nicht geschafft haben, die Landung hinzubekommen. Man sollte das auch klar so sagen, wie es ist. Deshalb müssen weder Köpfe rollen, noch gleich "Konsequenzen gezogen werden". Trotzdem ist es Mist.

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NauMax 22.10.2016, 06:02
27.

Zitat von Delos99
Woran liegt es eigentlich, daß Marsmissionen so übermäßig oft in einem tiefen Krater enden? Immerhin haben Landungen auf anderen Himmelskörpern oft schon beim ersten Versuch funktioniert. Es läßt jedenfalls nicht Gutes erahnen, was bemannte Missionen angeht.
Ganz einfach: Der Mars hat eine sehr dünne Atmosphäre. Zu dünn, um sich bei der Landung ausschließlich auf Fallschirme verlassen zu können. Gleichzeitig ist seine Masse relativ hoch, sodass eine angetriebene Landung alles andere als einfach ist. Deshalb ist die mittlerweile gängige Methode eine Kombination aus Fallschirm- und angetriebener Landung. Auf dem Mars zu landen ist in etwa so, wie der Versuch, ein Flugzeug auf Reiseflughöhe (also in deutlich dünnerer Luft) auf einer Landebahn zu landen, die nicht länger ist als der Bremsweg, den man für eine Landung auf Meeresniveau braucht: Man müsste da auch sehr viel schneller reinkommen, um den Auftrieb nicht zu verlieren und dann kurz vorm Touchdown und danach sehr scharf abbremsen.

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laurelnetz 22.10.2016, 06:11
28. Ist mal wieder

alles eine Frage der richtigen Werbung und Kommunikation VOR der Mission. Das haben die Amis eben drauf und die Europäer nicht. Letztere haben immer noch nicht kapiert dass man eben nicht nur auf dem Mars sondern vor allem beim Steuerzahler (siehe vorherige Kommentare) landen muss.

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eigen 22.10.2016, 07:03
29.

Zitat von
Die Bilder zeigen, dass es wohl eine Katastrophe gegeben hat
Wie lange muss man eine Bewertung des Vorganges eigentlich aufblasen, um nachher bei dem Begriff 'Katastrophe' anzukommen?

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