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Ethikrat zu Mensch-Tier-Mischwesen: "Ich kann verstehen, dass sich die Leute gruseln"
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Bald könnten Chimären aus Tier und Mensch geboren werden. Der Chef des Deutschen Ethikrats über die Versuche und darüber, warum wir so schnell moralisch verurteilen - obwohl die Artgrenzen schon länger überschritten werden.

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der IV. Weg 01.08.2019, 22:22
1. es gibt Dinge

die sollte man einfach lassen!

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tommit 01.08.2019, 22:24
2. Sinnleere SÄtze ohne ANtwort auf die gestellten Fragen

die Wiedergabe des Interviews heute morgen im Moma .. wird das eigentlich von jedem wiederverwendet..
Argumenatativ drückzt der Experete mit mächtig verschachtelten Sätzen folgendes aus: Eskann falsch sein wir machen es aber eh schon.
Dieser Experte könnte genauso als Politiker durchgehen..Keine fixierbare Meinung, Fragen nicht beantworten sondern diversifizieren und mit weiteren Sachen anreichern.
Aber die Journalisten sind ja wenn so ein Experte spricht in der ehrfurchtsvollen Schockstarre...
Was sagt also unser Ethikexperte: Schau ma mal und hab ich schin gesehen und weil wir es schin machen und er Evolution und den Möglichkeiten die Jahrmillionen gebraucht hat in 5 Minuten in allen Facetten hinter die Kullisse schauen.. ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist...

Dieser Experte tut keinem weh.. ausser dem Intellekt.

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Fuxx81 01.08.2019, 22:24
3. Sehr spannende Forschung

Ich sehe da keine ethischen Probleme. Tier/Tier-Chimären werden schon länger in der Forschung eingesetzt, der Mensch ist auch bloß ein Primat. Wir leben doch nicht im Mittelalter.

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Ishibashi 01.08.2019, 22:31
4. Hybris

Die Arroganz des Menschen ist zu glauben dass er ein besseres Tier ist als alle anderen. Der Mensch ist biologisch gesehen nun mal ein Tier und wenn ein Mischwesen aus einem menschlichen Tier und einem anderen Tier zu einer größeren Wertschätzung aller Tierarten führt wäre das meines Erachtens ethisch sehr erstrebenswert.

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spiegeleix 01.08.2019, 22:36
5. Hm, also wenn jemand eine Schweineherzklappe eingesetzt bekommt,

dann ist dies ja keine menschliche Herzklappe, die im Schwein gezüchtet wurde, insofern hinkt der Vergleich etwas. Aber sonst sind ja Übertragungen fremden Erbgutes in Eukaryoten schon lange Praxis in der Wissenschaft, und zwar bei der Herstellung von immortalisierten Zelllinien zu Forschungszwecken oder beim immunisieren von Nagern zur Herstellung von Antikörpern usw. usw.

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PeterPetroleum 01.08.2019, 22:43
6. Das Ziel ist was...

Mit Leben sollte man nicht spielen und schon zweimal nicht wenn man einer minderbemittelten Spezies angehört.

Mensch was zum Geier willst du.
Ob es dir passt oder nicht das Licht knipst du nicht an und nicht aus.

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rohfleischesser 01.08.2019, 22:47
7.

Ethische Fragen sollten unbedingt berücksichtigt werden. Ethikabwägungen sind da gefragt, wo Risiken und Chancen rational und klar bestimmt werden können, nicht um dem "das kenn ich nicht, das will ich nicht" vom Stammtisch Vorrang zu geben.

Auch halte ich die Dominanz von Kirchenvertretern in diesen Gremien für fragwürdig. Dafür haben Kant, Voltaire und co nicht gekämpft, dass 300 Jahre später wieder ein paar Pfaffen qualifiziert mit einem Theologie-Pseudostudium echten Wissenschaftlern aufgrund von Bibelzitaten Schranken auferlegen. Gut dass der Interviewte wenigstens hier offenbar eine - posititiv ausgedrückt - differenzierte und keine fundamentalistische Haltung zeigt. Wenn die Kollegen bei solchen Fragen vor sich hinmerkeln, richten sie wenigstens keinen Schaden an.

Wir reden von Grundlagenforschung, die vielleicht in Zukunft viele Leben retten kann. Das religiöse Brett vor dem Kopf ist da ein Standortnachteil, der dem Forschungsstandort Deutschland schwer schaden kann. Denkverbote werden am liebsten von denen verhängt, die des Denkens überdrüssig sind und lieber einem Heiland hinterherrennen.

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MarcoPhon 01.08.2019, 22:49
8. Ein Theologe mit Realitätssinn - alle Achtung!

Es ist an sich ein Unding, dass ein Theologe als Mitglied eines Stabes auf Regierungsebene (und das ist der Ethikrat ja nun einmal) tätig sein darf. Letztlich sind Theologen nun einmal Menschen, die mehr oder weniger an eine moralische Überinstanz glauben und dieser gefallen wollen. Religionsfreiheit soll doch bitte auch in umgekehrte Richtung ihre Gültigkeit haben. Mein eigener Beitrag besteht darin, dass ich mich zwinge, nicht die Augen zu verdrehen, wenn mir ein erwachsener Mensch sagt, dass er gläubig sei. Und mehr möchte ich auch nicht dazu beitragen. Vor allem nicht, dass essentielle Entscheidungen im Zweifelsfall durch gläubigen Einfluss getroffen werden. Wie auch immer; die überraschend weltliche Sicht Herrn Dabrocks tat gut.

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theos001 01.08.2019, 22:51
9.

Der Mensch gehört zur Fauna des Planeten - so wie jedes andere Tier auch.
Lebewesen entwickeln sich, nehmen fremde DNS in sich auf, bilden neue Arten. Den Menschen gäbe es ohne solche Rekombinationen vllt auch.....wir würden ihn aber vermutlich nicht als Menschen einordnen.
Mutter Natur experimentiert mit den Bausteinen des Lebens seit es Organismen gibt. Simple Regel: Was lange genug überlebt um sich fortzupflanzen, ist ein erfolgreiches Lebewesen.
Auf der anderen Seite haben WIR den Mops gezüchtet: Ein Tier mit Atemproblemen, das ohne unsere Hilfe keine Nachkommen zeugen kann. Nach den Regeln der Natur ist der Mops ein Fehlschlag.
Lasst die Forscher forschen.

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