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Ethikrat zu Mensch-Tier-Mischwesen: "Ich kann verstehen, dass sich die Leute gruseln"
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Bald könnten Chimären aus Tier und Mensch geboren werden. Der Chef des Deutschen Ethikrats über die Versuche und darüber, warum wir so schnell moralisch verurteilen - obwohl die Artgrenzen schon länger überschritten werden.

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spysong 02.08.2019, 00:40
20. Erinnert mich an abergläubische Menschen

im dunklem Mittelalter. Sie haben keine Ahnung. Aber verteufeln. Wodurch Menschen gestorben sind. Für mich geht die Genetik Forschung sogar nicht weit genug. Hier sollten Gelder rein gepumpt werden bis zum geht nicht mehr. Nur diese Forschung wird ein Fortwähren der Menschheit in 100-200+ Jahren ermöglichen. Diese Ethik und Moral Debatten sind aufgrund von Unwissenheit; Scheinheilig, pseudo-- Religiös, quasi Aberglaube und Zukunftsfeindlich also komplette Zeitverschwendung. Die Wissenschaft kann noch nicht mals aufgrund der genannten Absurditäten eine vernünftige umfassende Grundlagen Forschung betreiben. Was meinen die Menschen denn wie wir in Zukunft Milliarden von Menschen ernähren werden in einer klimatisch veränderten Welt (sowohl Fauna wie Flora Anpassung)? Genetische Krankheiten entschlüsseln und besiegen? Unfallopfer mit inneren Verletzungen retten weil der Rest an Menschen noch immer kein Spender Ausweis hat? Und überhaupt ist diese ganze Empörung überhaupt nicht zu Ende gedacht. Die Grundlagen Forschung könnte dazu führen das wir in der Lage wären komplett auf Wirte am Ende zu verzichten und reine, effektive Labor Zellmaschinen hätten. Aber so weit denken wir ja nicht. Hat das Denken wieder nur fürs Popcorn Kino Horrorfilm schauen gereicht während einer neben einen sitzt und von Gott redet...

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fraxinus_excelsior 02.08.2019, 01:09
21. Erstaunlich objektiv

Ich muss sagen, ich habe schlimmes befürchtet. Ich dachte, ich werde hier erneut von Werten, Traditionen und Grenzen lesen, die es so schon lange nicht mehr gibt. Nur will sonst keiner etwas davon wissen. Immerhin profitieren wir ja davon. Stattdessen hält man uns einen Spiegel vor die Nase und das ist gut so. Bevor wir den einen für seine Forschung verteufeln, sollten wir erst einmal bedenken, was wir schon alles dulden und guten Gewissens nutzen.
Meine Meinung: Ich bin kein Fan davon. Aber es wäre ein besserer Grund Tiere zu züchten ,um Leben zu retten, als Tiere zu züchten, weil sie einfach schmackhafter sind, als so manches Gemüse.

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karlsiegfried 02.08.2019, 01:33
22. # 3 Der Schöpfung ins Handwerk pfuschen - na Hilfe

Ne, im Mittelalter nicht mehr, aber in der Endzeit. Erst die Niere, dann das Herz, dann den ganzen Menschen nach Bedarf und in Arme-oder Arbeitssklavenstärke. Hinzu kommt dann noch das Geschlecht, die Augenfarbe, die Pensilänge, dasKörpergewicht, der Busenumfang, der IQ und, und, und. Zum Glück werde ich das nie erleben müssen mit meinen 76. Gnade Gott denen, die das voll mitbekommen. Herrn oderFrau Fuxx81 wünsche ich noch viel Vergnügen in der Zukunft.

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istnurmeinemeinung 02.08.2019, 02:56
23.

Zitat von Fuxx81
Ich sehe da keine ethischen Probleme. Tier/Tier-Chimären werden schon länger in der Forschung eingesetzt, der Mensch ist auch bloß ein Primat. Wir leben doch nicht im Mittelalter.
Tier/Tier-Chimären werden vom Menschen seit ein paar tausend Jahren bewusst erzeugt. Pferd und Esel werden gekreuzt, um ein Maultier zu erhalten. Damit erzeugt man einen üblicherweise unfruchtbaren Hybriden, der dem Menschen oft ein besseres Werkzeug ist als Pferd und Esel.

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aliof 02.08.2019, 03:14
24. Mir erschließt sich überhaupt nicht,

.. wie gerade ein Theologe mir die biologische Welt erklären sollte, oder gar könnte. - Hier jedenfalls geht es darum, Glauben von Wissen klar auseinander zu halten. - Herr Dabrock tut das offensichtlich nicht. Und sogar der uns Kommentatoren unterstellte Aberglaube bzw. noch nicht einmal Halbwissen ist ganz auf Seiten der Autorin und ihres Hauptzeugen zu finden ::

Vollständig disqualifiziert hat sich Here Dabrock mit seiner Gleichsetzung eines (menschlichen) DNA-Stranges mit einem menschlichen Individuum, zu dem sich jede der „pluripotenten Stammzellen“ entwickeln würde.
Es ist doch die grundsätzliche Pluri-Potenz der „pluripotenten Stammzellen“ , die sie befähigen, sich zu jedem beliebigen Organ auszudifferenzieren , mit dem embryogenetischen Ziel , das zu werden , was in jeder einzelnen Zelle angelegt ist : ein Ganzes . Ein Individuum.

- Und keine dieser Zellen kam bisher (seit ca. 500 Millionen Jahren) auf die Idee , nur ein Herz, oder nur eine Bauchspeicheldrüse werden zu wollen. - Nein, ein Embryo ist immer ein Ganzes, eine Einheit, und wird, wenn die Experimente gelingen (dem Zurückdrängen, bzw. Abtöten des Denkorgans , Gehirn) seiner Menschlichkeit, seiner Menschenwürde beraubt. - Noch viel schlimmer wäre es (unter den Aspekten Menschenwürde, Ethik, bzw. ganz einfach Rechtslage) wenn das Mischwesen unser Gehirn oder z.B. Hände hätte.

Deshalb durften ja solche Experimente bislang nur je eine bestimmte Zeit lang laufen.
Nach aktueller - deutscher - Gesetzeslage längstens bis zum Ende des ersten Drittel einer Schwangerschaft. - Bekanntermaßen ist sogar eine gewöhnliche Beendigung einer Schwangerschaft nur in Ausnahmefällen - und in den ersten drei Lebensmonaten - also im ersten Trimenenon - dem ersten Drittel straffrei möglich.
Zudem (in Deutschland) nur unter klar definierten Bedingungen.

Die zeitlichen Bedingungen sind das beim Menschen 90 Tage. - Bei einer Hybrid-Mensch-Ratte wären das 7,5 Tage, und bei einem Hybrid-Mensch-Schwein 38 Tage, beim Hybrid-Mensch-Schaf 50 Tage.
____

P.S. (Zitat aus) spon-Merlot vom 20190731-0503 : Bis März 2019 durften die Mischwesen auch in Japan maximal 14 Tage im Muttertier wachsen. Dann passte das Wissenschaftsministerium die Regularien an.

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viellärmumnichts 02.08.2019, 03:22
25. Theologe erklärt Biologie

Bei allem Respekt. Hier ist die Expertise von Biologen gefragt. Sicher, die Ethik spielt ne Rolle, aber erstmal muss doch das naturwissenschaftliche Phänomen fachlich erklärt werden, was für ein Wesen entsteht dort, wie ist es biologisch einzuordnen, was bedeuten diese Experimenten für die Wesen selber.
Abet SPON zeigt ja immer wieder, dass es um Meinungsmache als um technische Fakten geht. Das ist ja such komplexer als das Gegenstsndslose rumphilosophieren.

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Lupenreiner.Demokrat 02.08.2019, 03:37
26. Wie wird man eigentlich Vorsitzender des Ethik-Rates?

Was macht ein Theologe dort?? Was hat Ethik mit Religion zu tun??
Es wird Zeit, dass der Einfluss der Kirchen endlich auf Null geht!

Zum Thema: Wo ist denn das Problem, wenn ein Mischwesen entsteht??? Passiert in der Natur auch! Allerdings nur bei sehr ähnlichen Tierrassen.

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1djsk 02.08.2019, 03:48
27. Ethik?

in dem Interview kommt das Totschlagargument
Bin ich bereit, Organe zu spenden? Esse ich Fleisch? Und nutze ichMedikamente, die nur dank Tierversuchen entwickelt werden konnten?
Klar jeder möchte lange leben und so konsumieren wie es ihm gefällt. Essen, Trinken, Rauchen usw. Und ja es gibt auch Erbkrankheiten die damit behandelt werden könnten. Damit ich weiter leben kann muss ein anderer sterben. Wie auch immer. Ob Menschen oder Tiere. Wir sollten unsere Moral Vorstellungen hinterfragen

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wincel 02.08.2019, 04:09
28.

Fachlich erscheint mir dieses Beitrag äusserst unsinnig um nicht zu sagen, fehlgeleitet.
Es geht doch darum, in das Blastozystenstadium iPS zu injizieren, wobei die Verwendung von "committed progenitor" Zellen dafür sorgen soll, dass die menschlichen Zellen nur einen Pankreas produzieren, aber nichts Anderes.
Nun wissen wir aber, dass iPS durch das Mikromilieu in ihrer Ausrichtung verändert werden können, das ist der ganze Witz, wie iPS erzeugt werden können. D.h. die Behauptung, das wäre dann sicher und nur menschliches Pankreasgewebe, ist meines Erachtens damit Unsinn. Und dass Nakauchi selbst nicht recht daran glaubt, wird da auch ganz klar in den Experimentalvorgaben formuliert: das Experiment wird NUR abgebrochen und die Tiere getötet, wenn mehr als 30% der Zellen im GEHIRN menschlich sind. Wäre sich Nakauchi auch nur halbwegs sicher, dass sein Ansatz auf den Pankreas beschränkt ist, würde er nicht 30% noch akzeptieren.
Zumal mir unklar ist, wie er den Anteil überhaupt korrekt bestimmen will...

Ganz davon abgesehen, dass also nicht sicher ist, was sich da im Gehirn entwickeln mag, sind Chimären-Tiere, die erstmals ausgetragen werden, eine ganz andere Gefahrenquelle. Nämlich die der viralen oder bakteriellen Speziesadaptation. Es ist leider so, dass die Tierabteilungen nicht steril sind und da viel hin und hergeschleppt wird und ein Organismus, der die Zellen von zwei Spezies in sich trägt, bietet ideale Bedingungen, damit ein Erreger von einer auf den anderen adaptieren kann. Bisher sind Mäusepathogene für Menschen kein Problem, aber mit diesem Versuch ...
Ich finde das ausgesprochen bedenklich, was da passiert.

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bert1966 02.08.2019, 05:50
29.

Interessant, traurig und in meinen Augen bedenklich, dass der deutsche Ethikrat die künstliche Grenze zwischen Mensch und Tier, so er sie denn (noch) theoretisch denkt, in die einzelne Körperzelle verlegen will und sich erst mit Bedenken zu Wort meldete, käme es dort zu einer Vermischung von Erbgutbestandteilen dort. Ansonsten will man sich ja, so lese ich das, auch bei einer theoretischen Möglichkeit der Invasion von tierischen Zellen in das menschliche Gehirn, sei sie nun künstlich und absichtlich herbeigeführt oder ungewollt, auf eine "kritische Bobachtung" beschränken, soll sagen: "Erst ´mal gucken, was geht und erst danach eine klarere ethische Stellungnahme dazu formulieren.". Damit hinkt das Prinzip Ethik offenbar immer der Realität ein gutes Stück hinterher. Das kann man so machen, aber ich empfinde das als Armutszeugnis.

Ein menschlicher Kopf auf einem Schweinkörper wäre also nach dem derzeitigen Ethikkonzept des deutschen Ethikrates (!) kein Problem, weil ja kein prinzipieller qualitativer, sondern nur ein quantitativer Unterschied zu einer Schweineherzklappe?

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