Forum: Wissenschaft
EU: Plan zur Abschaffung der Zeitumstellung stößt auf Widerstand
DPA

Eigentlich soll die Zeitumstellung in Europa schon im kommenden Jahr abgeschafft werden. So will es Kommissionschef Jucker. Die EU-Staaten halten das laut eines Medienberichts für unrealistisch.

Seite 19 von 21
Sique 09.10.2018, 14:59
180.

Zitat von MtSchiara
Orion sollte immer zur gleichen Zeit im Süden am Himmel stehen. Dann findet man auch die anderen Sternbilder leichter, weil sie immer zur gleichen Zeit am gleichen Ort stehen. Der Tag dauert somit 23 Stunden und 56 Minuten - und gut ist.
Dummerweise ist Orion ein Wintersternbild. Im Sommer kann man so die Zeit nicht festlegen, zumindest nicht in Europa.

Beitrag melden
permissiveactionlink 09.10.2018, 15:05
181. #146, Ruck Ruck Taubenmensch

Viele Deutsche, die offenbar ihren persönlichen geistigen Zenit lange überschritten haben, glauben tatsächlich, die Sonne könne in Deutschland den Zenit erreichen. Das klappt aber nie, zu keiner Jahres- oder Normalzeit. Selbst Tauben verstehen mehr von Navigation und Sonnenverlauf als die meisten Sommerzeitgegner hier im Forum. Denn wenigstens diese Tiere wissen, was ein Zenit ist (und ein Nadir !). Hier wird wieder soviel Unsinn auf einmal verzapft, da muss man sich als sapiens in den Nadir fremdschämen. Zur Sommersonnenwende steigt die Sonne in deutschlands nördlichster Stadt Glücksburg an der Kieler Förde mit 35°09'0,014" am niedrigsten über den Südhorizont, an allen anderen Tagen im Jahr sogar noch niedriger. Je weiter man nach Süden kommt, desto höher steigt die Sonne bei Sommersonnenwende über den Horizont. In der südlichsten Stadt der Republik (Sonthofen 47°30'58,018") also bis auf eine Elevation von 42°29'1,982". Zur Erinnerung : Der Zenit befindet sich bei 90° Horizonthöhe bzw. Elevation exakt senkrecht über der Schädeldecke des Schrumpfgermanen ! Die Sonne steht um 12 Uhr weder jemals bei uns im Zenit, noch dauerhaft genau über dem Südhorizont, wo sie den Ortsmeridian überschreitet. Eine Normalzeit existiert nur am nullten Längengrad, aber nicht bei uns. Diese Normalzeit nennt man GMT (Greenwich Mean Time) oder UTC (Universal Time Coordinated). Aber das interessiert offensichtlich niemanden. Ne schöne Jruß an all die, die unfehlbar sin : von nix en Ahnung han die ever immerhin !

Beitrag melden
Usambaras 09.10.2018, 15:13
182.

Zitat von dicker_23
Ich wusste gar nicht, dass die Skandinavier so eine eingeschränkte Lebensqualität haben, mit ihren langen Tag und Nächten.
Ich fürchte, Sie meinen das nicht ironisch. Mal abgesehen davon, dass Ihr Einwand praktisch gar nichts mit der aktuellen Debatte zu tun hat...Schon mal mit einem Schweden, Norweger oder Finnen gesprochen ? Die lieben die langen Sommernächte und hassen die ewig dunklen Tage im Winter. Nicht ohne Grund gibts da oben soviele Selbstmorde und ein gravierendes Alkoholproblem.

Beitrag melden
tim_struppi 09.10.2018, 15:15
183.

Zitat von Sique
Nein. Das stimmt nicht. Die Sonne steht immer zu 12.00 Uhr Ortszeit am höchsten Punkt ihrer Bahn. Die Ortszeit wiederum hat eine feste Differenz zur Normalzeit bzw. zur Greenwich Time, nämlich Längengrad mal 4, d.h. in Görlitz (15° ö.L.) exakt eine Stunde, in Hannover (9°45' ö.L.) 39 Minuten. D.h. Sie werden in Görlitz immer exakt um 12.00 Uhr MEZ den Sonnenhöchststand messen, in Hannover immer exakt um 12.21 Uhr MEZ. Was sich verschiebt im Laufe des Jahres sind die Zeitpunkte des Sonnenauf- und Sonnenunterganges.
Alles schön und gut, aber unsere Uhren gehen ja nicht nach der Ortszeit, sondern nach der MEZ bzw. jetzt der MESZ. Und wenn meine Uhr 12 Uhr zeigt, steht die Sonne eben nicht am höchsten, weder mit Sommer- noch mit Winterzeit. Von daher kann ich auch nicht erkennen, warum die sogenannte Winterzeit die "natürlichere" Zeit wäre, wie ja hier viele argumentieren.

Beitrag melden
bambata 09.10.2018, 15:26
184.

Ich verstehe das Theater nicht.

Die jetzige Regelung mit Zeitumstellung ist absolut vernünftig und sollte nicht wegen ein paar deutschen Hypochondern abgeschafft werden (siehe Abstimmungsergebnis der Online-Umfrage).

Wer im Frühjahr bei der Zeitvorstellung um eine Stunde Schwierigkeiten hat, kann doch mit einem sehr einfachen Trick gegensteuern.

Einfach ab dem Sonntag, der eine Woche vor der Zeitumstellung liegt, die Uhr vor dem Zubettgehen um 10 Min. vorstellen, die Weckzeit (des Weckers) bleibt gleich. Und dies bis einschl. zum folgenden Freitag jeden Abend wiederholen. So hat man die 60 Minuten Zeitvorstellung am Morgen des Samstags, in dessen Nacht auf Sonntag die Zeit umgestellt wird, bereits vollzogen. So machen das beispielsweise kluge Milchviehbauern. In dieser Woche komme ich halt zwischen 10 (Mo.) und 50 (Fr.) Min. zu früh zur Arbeit (oder trinke zuhause gemütlich eine zusätzl. Tasse Kaffee), aber bei Gleitzeit wird das wohl kaum jemanden ernsthaft stören.

Und die zusätzliche Stunde Schlaf im Herbst wird wohl kaum jemand ernsthaft beklagen wollen. Die Milchviehbauern machen es einfach umgekehrt zum Frühjahr.

Beitrag melden
beckmesser2828 09.10.2018, 15:28
185. Perfekte Lösung

wie viele andere möchte ich es im Winter morgens nicht so spät hell haben, im Sommer möchte ich es abends nicht so schnell dunkel haben.
Meine Lösung:
wir stellen die Uhren im Frühling einfach eine Stunde vor, im Herbst stellen wir sie dann einfach eine Stunde zurück.
dann ist es im Winter etwas früher hell und im Sommer etwas später dunkel.
ich finde diese Lösung echt super....

Beitrag melden
Usambaras 09.10.2018, 15:30
186.

Zitat von Das dazu
Lassen sie mich raten, sie sind noch nicht sehr alt. In jungen Jahren machte diese sinnlose Zeitumstellung mir auch nichts. Aber je älter man wird, desto mehr merkt man sie. In einem gebe ich ihnen recht, es geht um Lebensqualität. Die hängt bei ihnen an der Uhrzeit? Dann sollten sie mal grundsätzlich einiges bei sich hinterfragen.
Sie täuschen sich. Ich dürfte mich bereits im letzten Drittel meiner Lebenszeit befinden.
Im Sommer waren wir in Südostasien. Null Jetlag bei Hin- und Rückflug und sechs Stunden Zeitunterschied. Einfach ein bißchen länger wach bleiben und dann gleich in den neuen Zeitrhythmus springen.
Gut, sechs Stunden mal eben so schafft nicht jeder ganz leicht, aber es kann doch nicht ernsthaft ein monatelanges Problem sein, eine Stunde Zeitunterschied nicht ausgleichen zu können.

Aber schön, dass jemand, der an einem lächerlichen First-World-"Problem" scheitert, meint mir Lebensratschläge geben zu müssen. Ihre Meinung, dass eine Reduktion der sommerlichen Abendbelichtungszeit keinen Einfluss auf die allgemeine Lebensqualität nimmt, dürften sie wohl exklusiv haben. Oder aber sie haben soviel Freizeit, dass es Ihnen egal ist. Dann sind Sie ein glücklicher Mensch.

Beitrag melden
mhwse 09.10.2018, 15:32
187. das war früher schon so ..

Zitat von az26
und der der Herr Juncker wollten eine unverbindliche Konsultation zur verbindlichen Abstimmung machen. Gut so, wenn jetzt etwas Sand ins Getriebe kommt. Alleine schon die Vorstellung, dass man auf einer Reise theoretisch abwechselnd durch Länder mit Normalzeit und Sommerzeit kommt, lässt mich den Kopf schütteln.
geschickt wäre für Regionen z.B. Länder - den mittleren Längengrad (durch diese Region) zu 12:00 / Mittags == höchster Sonnenstand zu definieren.

Für überregionale Absprachen könnte UTC dienen - wer einen Computer/Smartphone benutzt hat so ein System ohnehin ..
(dass Mensch das nicht weiß, heißt ja nicht dass es nicht doch so ist)

Beitrag melden
mhwse 09.10.2018, 15:35
188. welche Uhr?

Zitat von bambata
Ich verstehe das Theater nicht. Die jetzige Regelung mit Zeitumstellung ist absolut vernünftig und sollte nicht wegen ein paar deutschen Hypochondern abgeschafft werden (siehe Abstimmungsergebnis der Online-Umfrage). Wer im Frühjahr bei der Zeitvorstellung um eine Stunde Schwierigkeiten hat, kann doch mit einem sehr einfachen Trick gegensteuern. Einfach ab dem Sonntag, der eine Woche vor der Zeitumstellung liegt, die Uhr vor dem Zubettgehen um 10 Min. vorstellen, die Weckzeit (des Weckers) bleibt gleich. Und dies bis einschl. zum folgenden Freitag jeden Abend wiederholen. So hat man die 60 Minuten Zeitvorstellung am Morgen des Samstags, in dessen Nacht auf Sonntag die Zeit umgestellt wird, bereits vollzogen. So machen das beispielsweise kluge Milchviehbauern. In dieser Woche komme ich halt zwischen 10 (Mo.) und 50 (Fr.) Min. zu früh zur Arbeit (oder trinke zuhause gemütlich eine zusätzl. Tasse Kaffee), aber bei Gleitzeit wird das wohl kaum jemanden ernsthaft stören. Und die zusätzliche Stunde Schlaf im Herbst wird wohl kaum jemand ernsthaft beklagen wollen. Die Milchviehbauern machen es einfach umgekehrt zum Frühjahr.
beim Smartphone/Digitalfunkwecker - wird die Zeit zentral synchronisiert ..

Beitrag melden
93160 09.10.2018, 15:39
189. Sommerzeit-Winterzeit

Das beste waere gewesen, jetzt im Oktober die Zeit nicht mehr umzustellen.
Das die Deutschen die groessten Teinehmer waren kann man sagen, die Deutschen haben nur Luxusprobleme.
Schoen fuer Deutschland .
Das nun die EU Staaten nicht einig sind, ist das Problem der EU seit Jahrzehnten.Sich ueber diese Uneinigkeit jetzt zu streiten beweisst, die aergsten Probleme bleiben auf der Strecke.
Es kann mir doch egal sein was ein Finne oder Grieche will.Aber ich lasse mir nicht das Wohlgefuehl eines Finnen oder Griechen ueberstuelpeln, schon garnicht mir ein Luxusproblem der Deutschen an den Hals haengen.In der EU gibt es andere Probleme.

Beitrag melden
Seite 19 von 21
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!