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"Eurofighter"-Unglück: Bundeswehr-Ermittler gehen von Pilotenfehler aus
Christophe Gateau/ DPA

Nach der Kollision zweier Eurofighter am Montag deuten die Recherchen auf einen Fehler des Piloten hin. Doch die Einzelheiten des Unglücks sind weiter unklar.

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LondoMollari 28.06.2019, 19:45
20. Jain

Zitat von TS_Alien
Wenn es ein Pilotenfehler gewesen ist, stellt sich die Frage, ob der überlebende oder der gestorbene Pilot den Fehler begangen hat. Oder stellt sich diese Frage nicht? Im modernen Luftkampf sind die Kampfjets nicht wirklich nah beeinander. Daher ist die Kollisionsgefahr gering. Es sei denn, man hat doch etwas anderes geübt.
Was Sie meinen ist Luftkampf via Infrarot- oder Radargeführten Raketen. Meist auf große Distanz.

Es gibt aber nach wie vor auch das "Kurbeln" bzw. den "Dogfight" wie zu Zeiten von Richthofen oder Hartmann in WK I respektive WK II, bei dem man probiert sich in günstige Schussposition für "Nahbereichs"-Waffen wie Maschinenkanonen/-gwehre zu bringen.

Soweit mir bekannt wurde bei dem Übungskamp in MV genau das geübt. Wobei Eurofighter I den "gejagten" gab, und EF II und III jeweils abwechselnd den Jäger. Die haben dann immer abwechselnd versucht sich hinter den EF I in eine günstige Schussposition zu setzen.

Beim durchwechseln "Du raus, ich jetzt hinter Ihn in Schussposition" werden sie zusammengestoßen sein.

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waldo19 29.06.2019, 07:06
21.

Zitat von LondoMollari
a) Der Überlebende IST Ausbilder, einer der erfahrendsten der BW. Konnte man schon diverse mal in Artikeln hier lesen. b) BEIDE Piloten konnten sich per Schleudersitz absetzen. Einer hat es allerdings nicht überlebt. Nach letztem Stand den ich gelesen hab wegen Trümmern in de rLuft. Ist allerdings der Stand von vorgestern. c) Luftkampfübungen fanden und finden immer statt seit bestehen der militärischen Luftfahrt. Seit Ende des kalten Krieges ist der "Sound of Freedom", wie der Krach damals bei uns genannt wurde, nicht mehr so häufig und intensiv. Aber jede Luft*WAFFE* bildet immer für den Kampf aus. Das muss sie. Das ist ihr ZWECK.
a) heißt nicht, dass er mit dem Alter nicht abbaut und dadurch Fehler entstehen können trotz Erfahrung und di Bw es nicht schafft einen Nachfolger heranzuführen. Nach den Auswertungen wissen wir mehr.

c) ich weiß, das Luftkämpfe seit jeher stattfinden. Oft sogar in anderen Staaten bei Übungen. Es wurden bis 2019 sogar Kampfjets im Ausland stationiert um die Piloten dahingehend auszubilden (auch Typenschulungen welche jetzt in Deutschland stattfinden). Ich wollte lediglich das selbe erwähnen wie sie, da es für viele anscheinend überaschend ist, dass in den genannten Gegenden Luftkämpfe stattfinden.

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J.Corey 29.06.2019, 10:17
22. Die Notwendigkeit ...

... derartige Übungen über zivil bewohnten Gebieten abhaken zu müssen erschließt sich mir nicht. Man riskiert dabei billigend das Kennen und die Unversehrtheit von Zivilisten. Entweder feiert man so etwas über militärischem Sperrgebiet ab, was vermutlich Deutschland aufgrund Fett benötigen Flächen schwierig ist, aber bei befreundeten NATO-Staaten oder so machbar wäre. Ansonsten muss man auf Seegebiete ausweichen und diese dann eben für zivile Schifffahrt sperren. Dann können sich die Streitkräfte austoben, ohne Unbeteiligte zu gefährden. Darin sehe ich die größte Problematik dieses Unfalls. Das Übungen beim Militär nie ungefährlich sind, halte ich hingegen für eine Binsenweisheit - und dabei passieren eben leider auch tragische Unfälle.

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DianaSimon 29.06.2019, 12:04
23. Fluggerät im Zeitalter der Drohnen

Ist das nicht ein bißchen altmodisch, was die Luftwaffe da zum Nachteil der Piloten betreibt? Nach dem Grundgesetz soll uns doch die Bundeswehr vor dem Eindringen fremden Militärs beschützen. Weshalb macht man das nicht mit unbemannten Drohnen und sonstigen, vom Boden aus oder automatisch gesteuerten Waffen? Welche Generation von Computern ist denn derzeit bei der Bundeswehr im Einsatz? Oder dient die ganze Veranstaltung der Waffenindustrie, die sich nicht genötigt fühlt, teure Neuentwicklungen anzubieten?

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interessierter Laie 29.06.2019, 19:18
24. @yvowald@freenet.de

Erstens gibt es natürlich immer wieder Truppenbewegungen in unseren Nachbarländern und gerade Russland provoziert immer wieder mit Kampfjets, die Luftraumgrenzen verletzen oder ohne Transponder zivile Flugrouten kreuzen. Darüber hinaus: Sollten Piloten erst dann an konkurrenzfähigen Systemen auszubilden, wenn ein Konflikt droht? Die Starterliste des Red Bull Air Race wäre dann wohl die bessere Jagdstaffel.

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Friise 02.07.2019, 00:57
25. Reale Einsätze

Zitat von DianaSimon
Ist das nicht ein bißchen altmodisch, was die Luftwaffe da zum Nachteil der Piloten betreibt? Nach dem Grundgesetz soll uns doch die Bundeswehr vor dem Eindringen fremden Militärs beschützen. Weshalb macht man das nicht mit unbemannten Drohnen und sonstigen, vom Boden aus oder automatisch gesteuerten Waffen? Welche Generation von Computern ist denn derzeit bei der Bundeswehr im Einsatz? Oder dient die ganze Veranstaltung der Waffenindustrie, die sich nicht genötigt fühlt, teure Neuentwicklungen anzubieten?
sehen oft so aus, dass zu einem meist zivilen Flugzeug kein Kontakt hergestellt werden kann oder dass sich das Flugzeug aus irgendeinem Grund (z.B. wegen schlechten Wetters) in einer Notsituation befindet. Eine Drohne wäre in solchen Fällen kaum hilfreich. Sie würden sich sicher freuen, wenn bei einem medizinischen Notfall Robodoc mit einem autonomen Fahrzeug käme und sie zunächst auffordern würde, ihre Krankenversicherungsnummer in eine App einzugeben.

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yvowald@freenet.de 02.07.2019, 09:22
26. Militärisches Katz und Maus-Spiel

Zitat von interessierter Laie
Erstens gibt es natürlich immer wieder Truppenbewegungen in unseren Nachbarländern und gerade Russland provoziert immer wieder mit Kampfjets, die Luftraumgrenzen verletzen oder ohne Transponder zivile Flugrouten kreuzen. Darüber hinaus: Sollten Piloten erst dann an konkurrenzfähigen Systemen auszubilden, wenn ein Konflikt droht? Die Starterliste des Red Bull Air Race wäre dann wohl die bessere Jagdstaffel.
Das "Katz und Maus-Spiel" der Militärflieger ist ein alter Hut, denn diese "Grenzverletzungen" waren auch im Kalten Krieg gang und gäbe. Mein inzwischen verstorbener Mann war seinerzeit Starfighterpilot (letzter Dienstgrad Major) beim Aufklärungsgeschwader in Leck in Schleswig-Holstein und erzählte oft von derartigen Übungen, die natürlich die gegnerische Abwehr herausforderten, genauso wie auch auf der NATO-Seite.
Mit dem Unterschied, daß es damals ein "offizielles Feindbild" (Warschauer Pakt) gab. Wer heute die Russische Föderation zum militärischen Gegner hochstilisiert, weiß wenig über die heutige militärstrategische Situation.
Die USA setzten zur Zeit alles daran, das alte Feindbild Sowjetunion wieder zu beleben. Deutschland sollte alles daransetzen, dies zu verhindern, notfalls unter Abzug deutscher Truppenteile aus dem NATO-Kommando. Mit Krieg und kriegerischen Absichten spielt man nicht...

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