Forum: Wissenschaft
Europas neuer Astronautenchef: "Das nächste Ziel ist für mich der Mond"

Strahlemann auf schwieriger Mission: Ex-Astronaut Thomas Reiter, neuer Chef für bemannte Raumfahrt bei der Europäischen Weltraumorganisation, will*die Begeisterung fürs All wieder anfachen. Sogar auf dem Mond sieht er seine Astronauten. Doch wie kommen die dorthin?

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Koltschak 26.05.2011, 06:48
1. And explode into space!

Lieber Herr Strahlemann!
Was wollen wir auf dem Mond! Die Amis waren da, die Russen waren da, Jules Verne war da. Was also um Himmels willen wollen wir auf dem Mond?
Bitte setzten Sie sich Ziele und nicht den Abklatsch schon getätigter Taten!
Als Europas neuer Astronautenchef sollten Sie auch neue Ziele setzen!

"Das nächste Ziel ist für mich der Mond" hört sich an wie "Im Sommer fahren wir nach Rimini". Nichts Neues unter der Sonne, wie schon der Prediger Salomo sagte.

"Das Team wird auch langfristig auf Mitflugmöglichkeiten angewiesen sein." Jou Abflug Bahnsteig sieben, Vorsicht die Rakete hat 15 Minuten Verspätung. Daran müssen wir arbeiten: eine eigene Rakete und dann eigene Ziele! Der Mond ist verbrannt - als Ziel! Wir brauchen Visionen in der Raumfahrt. Jules Verne hat schon vor über 150 Jahren den Mond erobert. Gleichermaßen Hans Albers. Also bitte: Mit diesem Ziel kommen wir Europäer nicht weit.

Ich weiß zwar nicht, was dort draußem im Weltall auf uns wartet. Aber: "etwas Besseres als den Mond finden wir überall"!

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SchneiderG 26.05.2011, 06:51
2. Vor 40 Jahren!

Zitat von sysop
Strahlemann auf schwieriger Mission: Ex-Astronaut Thomas Reiter, neuer Chef für bemannte Raumfahrt bei der Europäischen Weltraumorganisation, will*die Begeisterung fürs All wieder anfachen. Sogar auf dem Mond sieht er seine Astronauten. Doch wie kommen die dorthin?
Die Antwort sollte doch einfach ein.

Hatte nicht Warner Bros. dies bereits 1969 durchgeführt?

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xm29oicw 26.05.2011, 07:25
3. Recht hat er

Zitat von
"Exploration ist am Ende eine Aufgabe des Menschen, nicht der Maschine."
Genau so ist es. Die Menschheit muss endlich begreifen, dass die Probleme der Erde nur mit den Ressourcen und den Siedlungsmöglichkeiten des Weltraums gelöst werden können. Von daher ist der Weg ins Sonnensystem und darüber hinaus unumgänglich.

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Selvan 26.05.2011, 07:33
4. weil...?

Zitat von sysop
Sogar auf dem Mond sieht er seine Astronauten. Doch wie kommen die dorthin?
Die viel wichtigere Frage ist doch: Was sollen die da?

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Roana 26.05.2011, 07:51
5. Ich drücke ihm die Daumen!

Als Mitglied der "Generation Mondlandung" kann ich nur hoffen, dass der "Start in den Weltraum" endlich mal wieder einen Schritt weiter kommt. Zumindest mal die Erforschung des eigenen Sonnensystems sollten wir hinkriegen auch wenn es zum Flug zum nächsten Stern aktuell noch keine praktikable Physik gibt.

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visitor_2007 26.05.2011, 08:04
6. fall of the firefly

Ich war in den 90ern in der ESOC (European Space Operation Centre in Darmstadt) tätig - als der Schwerpunkt auf den unbemannten Missionen lag.

Nichts gegen eine Neu-Ausrichtung, aber man sollte unter Projektsicht das berüchtigte Firefly-Projekt der US-Airforce im Hinterkopf haben. Details findet man hier:
http://www.pmir.com/html/pmdatabase/...als/sept02.pdf (Seiten 53 bis 58) - das PM-Jounal ist eine Publikation des amerikanischen Project Management Institutes (das sind die mit dem globalen Projektmanagement-Standard des PMBoK).
Ob man dem ESOC wirlich einen Gefallen getan hat, als Leiter einen Vertreter der bemannten Raumfahrt vor zu setzen, wenn bislang eine stillschweigende Übereinkunft war, die unbemannten Missionen von Darmstadt aus zu kontrollieren und die bemannten Missionen dem DLR/GSOC in Köln & München zu lassen. - Die Zukunft wird es zeigen..

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litholas 26.05.2011, 08:23
7. Der Mond ist wichtig

Zitat von Koltschak
... Was also um Himmels willen wollen wir auf dem Mond? ...
Vom Mond aus kommt man viel leichter zu den Planeten als direkt von der Erde aus. Der Aufwand dürfte nur etwa ein Zehntel betragen.

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Bhur Yham 26.05.2011, 08:36
8. Alles tot

Zitat von sysop
...Thomas Reiter, neuer Chef für bemannte Raumfahrt bei der Europäischen Weltraumorganisation, will*die Begeisterung fürs All wieder anfachen.
Da kann der Herr Reiter so viel grinsen wie er will, die Begeisterung für die Raumfahrt wird so bald nicht mehr zurückkommen. Wer sich noch an die Anfangszeiten erinnern kann wird wissen, welche Faszination die Raumfahrt damals ausübte, egal ob bemannt oder unbemannt, amerikanisch oder russisch. Inzwischen ist sie kleinlichen Rechenknechten und einer völlig ideenfreien Gesellschaft zum Opfer gefallen.
Wer sich stattdessen ansieht, welche Summen in einer einzigen Bank wie der HRE bereitwilligst verbrannt werden und diese dann mit dem vergleicht, was einst in Projekte wie Sänger oder Hermes investiert wurde, sieht deutlich, was wichtig ist. Jedenfalls nicht die Raumfahrt.
Sieht gar nicht gut aus, weder für die Raumfahrt noch für Herrn Reiter.

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kirk_dougles 26.05.2011, 08:54
9. Banken vernichten viel Geld, die Raumfahrt auch

Beides ist in ihren Dimensionen eigentlich unsinnig. Sicherlich brauchen wir die Raumfahrt, Forschung im Orbit die ISS. Aber warum wieder auf dem Mond? Warum zum Mars? Die Raumfahrttechnik ist einfach noch sehr sehr lange nicht zu weit tatsächlich sowas wie Raumfahrt zu ermöglichen. Aus Prestigegründen ein paar Mann mit ungeheueren Aufwand und Risiko zum Mond und Mars zu senden ist einfach unsinnig. die "irdisiche" Raumfahrt ist unverzichtbar und es sollten sich die Staaten oder Europa baldmöglichst einen guten Ersatz für das Shuttel überlegen. Das "Sänger-Prinzip" könnte hier eine große Rolle spielen, wenn auch nicht billig, aber sehr sinnvoll. Alles andere kann man sich sparen, ebenso wie den ganzen Finanzwahn der Banken. Leider tut gegen letzters kaum jemand wirklich etwas.

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