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Evolution: Aufrechter Gang lässt Männer härter zuschlagen

Hat der Mensch den*aufrechten Gang entwickelt, weil er*auf*zwei Beinen besser zuschlagen konnte? Diese Theorie hat jetzt ein Biologe entwickelt. Ihre Basis ist allerdings ein recht merkwürdiges Experiment: Der Forscher ließ Männer auf allen Vieren kämpfen.

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DasReptil 19.05.2011, 18:31
1. ......

Zitat von sysop
Hat der Mensch den*aufrechten Gang entwickelt, weil er*auf*zwei Beinen besser zuschlagen konnte? Diese Theorie hat jetzt ein Biologe entwickelt. Ihre Basis ist allerdings ein recht merkwürdiges Experiment: Der Forscher ließ Männer auf allen Vieren kämpfen.
Ich würde jetzt einfach mal darauf tippen, dass unsere nächsten Verwandten wie Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans weitaus härter zuschlagen können als Menschen. Die Theorie klingt für mich relativ unglaubwürdig.

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forestfairy 19.05.2011, 19:06
2. Wenig Sinn

Männer auf allen Vieren kämpfen zu lassen für eine solche Studie hat wenig Sinn... Laufen die doch schon auf zwei Beinen und sind ergo dafür konzipiert.
Wenn die also in Kämpfen auf allen Vieren schlechter abschneiden, ist die Erkenntnis etwa so groß wie die, dass Wasser nass ist - die Bewegungsfreiheit ist einfach eingeschränkt.

Es stimmt natürlich, dass viele andere Tiere sich zum Kämpfen aufrichten. Aber wenn allein Kämpfen ein Grund dafür ist, wrum haben dann nicht mehr Tiere den aufrechten Gang entwickelt? Mir fallen spontan außer Menschen und Vögeln keine "richtigen" Zweibeiner ein..

Außerdem muss man bedenken, dass aufrechtes Gehen auch einen Nachteil bringt: Man verliert leichter das Gleichgewicht (schlecht für den Kampf!) und man verbraucht mehr Energie (Angabe ungeprüft, bin mir aber sicher, dass das stimmt).

Meine persönliche Meinung: Wenn es einen Vorteil speziell für's Kämpfen gab, dann bestand der daraus, das der Urmensch dem Angreifer eins mit dem Stock überbraten konnte.

Womit wir wieder bei den Werkzeugen wären...

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joop123 19.05.2011, 19:18
3. anatomie

hängt wohl damit zusammen dass unsere gegenwärtige Anatomie für einen Kampf auf allen vieren nicht ausgelegt ist...
und wäre die Schlagkraft relevant für die evolutionäre Entwicklung unserer Körperhaltung, sähen wir heute sicherlich anders aus :D

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GerwinZwo 19.05.2011, 19:24
4. Fragwürdig

Zitat von forestfairy
Meine persönliche Meinung: Wenn es einen Vorteil speziell für's Kämpfen gab, dann bestand der daraus, das der Urmensch dem Angreifer eins mit dem Stock überbraten konnte. Womit wir wieder bei den Werkzeugen wären...
Ich halte die These für ausgesprochen fragwürdig. Warum immer an Kampf denken? Sex ist die noch größere Triebfeder des Menschen, im Wortsinne..
So, hier also meine Gegenthese: Aufrechter Gang, damit die Männchen den Weibchen besser an die Brüste fassen konnten. Testanordnung: Männer auf allen Vieren krabbeln lassen und dabei versuchen, weibliche Brüste zu berühren ;-).

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Leser222 19.05.2011, 19:28
5. was für ein Unsinn

Biomechanisch ist klar, in welcher Richtung ein gerader Schlag am meisten Wirkung zeigt. Das hat aber nichts mit dem Kampfverhalten von Zeibeinern, Vierbeinern, aufrecht kämpfenden und nicht aufrecht kämpfenden Lebewesen zu tun. Das einzige mir bekannte Säugetier, welches (neben dem Menschen) Schlagbewegungen mit den Extremitäten ausführt, ist das Känguru. Alle Anderen kämpfen mit dem ganzen Körper wie Ringer, meist unter Verwendung der Zähne als Haltewerkzeug, oder benützen hauptsächlich Drohgebärden.

Wenn Sie jetzt den Menschen und seine Kampftechnik zum Massstab nehmen wollen, kommen Sie 1. sehr schnell zu Werkzeugen als effektivstes Mittel, und 2. zu Drehschlagtechniken, die ebenso effektiv wie gerade Schläge sind und aus jeder Position funktionieren (Capoeira auf 4 Beinen, Tae Kwon Do auf 2 Beinen).

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exminer 19.05.2011, 19:38
6. Ein Aspekt

aus der Geschichte der Menschwerdung mag für sich betrachtet
eine Erklärung sein,doch das ist nur ein Teil der Entwicklungsgeschichte.Nur denke ich,daß mit diesen Veröffentlichungen keinem Menschen eine Perspektive eröffnet
wird,mit anderen Worten Nutzwert Null.

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Shamgar 19.05.2011, 19:53
7. Schon witzig...

Wie bei 95% aller Evolutionsbeiträge und Thesen alles im Konjunktiv beschrieben wird: könnte, vermutlich, wahrscheinlich etc. als würden die "Forscher" bereits ahnen, dass ihre Thesen kompletter Unsinn sind und es nur eine Frage der Zeit ist bis sie wiederlegt werden und etwas neues zusammengedichtet wird.

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brain_in_a_tank 19.05.2011, 20:35
8. ...

Die Waffen von Primaten sind nicht die Faeuste, sondern ihre Zaehne. Einige Arten von ihnen haben sich durch Knirschen die Zaehne dermassen geschaerft, dass sie in Fleisch schneiden, als waere es Butter. Warum sollen sich solche Tiere aufrichten, damit sie effektiver schlagen koennen.
Der Kampf endet sowieso am Ende am Boden durch Grappling, da ist es doch besser, die Arme gut trainiert zu haben, da sie regelmaessig durch die Fortbewegung beansprucht werden.
Aber der Mensch konnte wegen des aufrechten Ganges die vorderen Extremitaeten verwenden, um Waffen zu tragen. Deshalb hat sich der aufrechte Gang entwickelt, dass der Mensch seine dentalen Defizite kompensieren konnte. Dafuer war es eben auch notwendig, den Daumen in der charakteristischen Form den anderen Fingern entgegenzustellen. Die handwerklichen Fertigkeiten, die durch diese Fingermotorik hinzukamen, hatten natuerlich den netten Nebeneffekt, das Werkzeuge erstellt werden konnten.
Irgendwie scheint immer bei den Evolutionsbiologen schnell eine Verkehrung der Kausalzusammenhaenge aufzutauchen, bzw. werden welche postuliert, die kaum haltbar sind.

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Baribal 19.05.2011, 21:20
9. Werte Mitforisten...

Nicht nur ist im Artikel bereits erwähnt, daß auch den Forschern selbst klar war, daß Menschen bereits kein ideales Versuchsobjekt für diese Studien sind und daß Vergleiche zwischen mehreren Spezies in verschiedenen Stufen der Entwicklung der Zweibeinigkeit notwendig wären, um die These besser beurteilen zu können, nein, es wird auch explizit erwähnt, daß zweibeiniger Gang auch andere Vorteile mit sich bringt, die diesen evolutionären Pfad begünstigen können. Was diese Studie gebracht hat, ist, einen weiteren Vorteil zu nennen, nicht aber, diesen Vorteil als notwendig für die Zweibeinigkeit oder als sie erzwingend zu bewerten.
Also bitte mal etwas vorsichtiger mit der Verdammung als Blödsinn.

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