Forum: Wissenschaft
Evolution in Australien: Die Schmauchspuren einer Ausrottung
Monash University/ Peter Trusler

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Tiananmen 29.01.2016, 15:58
1.

Es scheint fragwürdig, das Verschwinden der Megafauna (nur) dem Einfluss des Menschen zuzuschreiben. Für Nordamerika wird durchaus ein Zusammenhang mit der Bildung und den mehrmaligen Abflussgeschehen des Agassizsees diskutiert. Dieser von Gletscherabflüssen gebildete Eisstausee war größer als alle heutigen Binnenseen und entleerte sich in verschiedenen Phasen mit teils katastrophalen Folgen für Flora und Fauna. Die dadurch bedingten Wetteränderungen sind bis Europa nachweisbar. Neben direktem Auswirkungen auf die (Groß)Fauna können die Einflüsse auf deren Nahrungsbasis durchaus zum Aussterben beigetragen haben.

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Tiananmen 29.01.2016, 16:09
2.

Hallo Herr Patalong! Ihre häufig sehr unterhaltsamen und interessanten Titel haben es doch nicht nötig, unkorrekte und teils peinliche Titeln zu tragen, wie dies leider mittlerweile beim Spon unrühmliche Praxis ist.

Ich bin sicher, dass Ihnen nicht unbekannt ist: "Unter Schmauch versteht man die Rückstände des Mündungsfeuers einer Schusswaffe. Er wird im Wesentlichen gebildet durch Verbrennungsprodukte des Anzündsatzes und der Treibladung der Munitionspatrone. Man bezeichnet diese Rückstände, vor allem in der Forensik, auch als Schmauchspur. (Wikipedia)". Da die Evolution nicht nach Wildwest-Manier mit dem Colt an der Hüfte daherkommt, sollte man solche Stilblühten vermeiden.

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Miere 30.01.2016, 05:07
3.

Sehr interessanter Fund. Man könnte noch hinzufügen, dass die Aborigines in historischer Zeit regelmäßig Buschfeuer gelegt haben, um junges Gras zu fördern oder freie Sicht zu haben oder aus sonstigen Gründen. Falls ihre Vorfahren das damals auch schon taten, dürfte es die Vegetation stark verändert haben.

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hirnschlacht 31.01.2016, 15:37
4.

Für mich ist und bleibt ein Meteoriten-Einschlag vor etwa 13.000 Jahren der Anfang einer Verkettung von Umweltveränderungen, die auf globaler Ebene in kürzester Zeit viele, große Arten hat aussterben lassen. Der Krater wurde bisher nicht gefunden und wird es vielleicht nie (möglich, dass die Explosion in der Atmosphäre statt fand). Die Folgen des Einschlags verursachten Erdbeben, Gletscherschmelze, Vulkanausbrüche und Nahrungsmangel. Das Zünglein an der Waage waren vielleicht die Menschen, die definitiv die Gewinner des Einschlags waren, wie einst die Säugetiere vor 65Mio Jahren.

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spiegelleser987 31.01.2016, 20:19
5.

"Haben unsere Vorfahren nicht auch das Mammut vernichtet? Das Wollnashorn, den Säbelzahntiger, den Höhlenbär?"

Nun versuche ich es das dritte mal, auf wissenschaftliche Erkenntnisse hinzuweisen, die in den vergangenen 15 Jahren (nicht häufig) veröfentlicht wurden.

Beim Spiegel
" Sibirien: 30.000 Jahre eingefrorenes Virus zum Leben erweckt"
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/30-000-jahre-eingefrorenes-virus-zum-leben-erweckt-a-956616.html

Dort steht:
"Sie kamen so auf ein Alter von mehr als 30.000 Jahren. Damals bevölkerten noch Neandertaler und Mammuts die Erde."

" 150 Millionen Jahre altes Virus: Dinosaurier litt unter kaputten Knochen"
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/150-millionen-jahre-altes-virus-dinosaurier-litt-unter-kaputten-knochen-a-785832.html
wurden schon Viren genannt, die Einfluss auf Saurier hatten.

2013 wurden auf einer Website unterschiedliche Erkenntnisse zusammengestellt:
"Warum starben die Dinosaurier aus? "
http://info-direkt.blogspot.de/2013/03/warum-starben-die-dinosaurier-aus.html

2009 gab es bei der Zeit online auch einen Hinweis darauf:
http://www.zeit.de/2009/52/GSP-Dino-Randspalte

Bei Scinnex, dem Wissensmagazin können wir lesen:
"Ein Virus als Mammut-Killer?"
http://www.scinexx.de/dossier-detail-285-11.html

Ich empfehle auch noch Seite 128 des Buches
"Im Fokus: Paläontologie: Spurensuche in der Urzeit"
von Nadja Podbregar,Dieter Lohmann

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lavama 03.02.2016, 21:16
6.

Zitat von spiegelleser987
"Haben unsere Vorfahren nicht auch das Mammut vernichtet? Das Wollnashorn, den Säbelzahntiger, den Höhlenbär?" Nun versuche ich es das dritte mal, auf wissenschaftliche Erkenntnisse hinzuweisen, die in den vergangenen 15 Jahren (nicht häufig) veröfentlicht wurden. Beim Spiegel " Sibirien: 30.000 Jahre eingefrorenes Virus zum Leben erweckt" http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/30-000-jahre-eingefrorenes-virus-zum-leben-erweckt-a-956616.html Dort steht: "Sie kamen so auf ein Alter von mehr als 30.000 Jahren. Damals bevölkerten noch Neandertaler und Mammuts die Erde." " 150 Millionen Jahre altes Virus: Dinosaurier litt unter kaputten Knochen" http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/150-millionen-jahre-altes-virus-dinosaurier-litt-unter-kaputten-knochen-a-785832.html wurden schon Viren genannt, die Einfluss auf Saurier hatten. 2013 wurden auf einer Website unterschiedliche Erkenntnisse zusammengestellt: "Warum starben die Dinosaurier aus? " http://info-direkt.blogspot.de/2013/03/warum-starben-die-dinosaurier-aus.html 2009 gab es bei der Zeit online auch einen Hinweis darauf: http://www.zeit.de/2009/52/GSP-Dino-Randspalte Bei Scinnex, dem Wissensmagazin können wir lesen: "Ein Virus als Mammut-Killer?" http://www.scinexx.de/dossier-detail-285-11.html Ich empfehle auch noch Seite 128 des Buches "Im Fokus: Paläontologie: Spurensuche in der Urzeit" von Nadja Podbregar,Dieter Lohmann
Hi!

Die Virus-/Erregertheorie ist natürlich nicht ausgeschlossen, allerdings hat sie schwerwiegende Erklärungsprobleme!

1. nah verwandte Arten und auch Arten, die nur entfernt miteinander verwandt sind, sterben aus!

3. globale Verteilung und zeitliche Abfolge!

4. Übertragungsweg und Überträger/Reservoir?

5. Herkunft eines solche Erregers!

....

Wer ist eigentlich Nadja Podbregar und Dieter Lohmann - ausser das beide die "Im Focus:" - Reihe(mit weitreichendem Themengebieten) rausbringen und Fr. Podbregar für scinnex arbeitet?

Und scinnex liefert bei der abgegebenen Story nichtmal einen ordentlichen Quellenverweis ab! Selbst die Nachrichtenmagazine SpOn und Zeit können so etwas, wie man an deinen Links sehen kann.

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lavama 03.02.2016, 21:26
7.

Zitat von hirnschlacht
Für mich ist und bleibt ein Meteoriten-Einschlag vor etwa 13.000 Jahren der Anfang einer Verkettung von Umweltveränderungen, die auf globaler Ebene in kürzester Zeit viele, große Arten hat aussterben lassen. Der Krater wurde bisher nicht gefunden und wird es vielleicht nie (möglich, dass die Explosion in der Atmosphäre statt fand). Die Folgen des Einschlags verursachten Erdbeben, Gletscherschmelze, Vulkanausbrüche und Nahrungsmangel. Das Zünglein an der Waage waren vielleicht die Menschen, die definitiv die Gewinner des Einschlags waren, wie einst die Säugetiere vor 65Mio Jahren.
Bei einer Explosion in der Atmosphäre ist die Wahrscheinlichkeit das Erdbeben und Vulkanausbrüche ausgelöst werden, eigentlich wie hoch?

Und vor allem beginnt und endet die Aussterbewelle nicht vor 13.000Jahren!

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hirnschlacht 17.03.2016, 19:16
8.

Zitat von lavama
Bei einer Explosion in der Atmosphäre ist die Wahrscheinlichkeit das Erdbeben und Vulkanausbrüche ausgelöst werden, eigentlich wie hoch? Und vor allem beginnt und endet die Aussterbewelle nicht vor 13.000Jahren!
Die Explosionskraft eines in der Atmosphäre explodierenden Meteoriten reicht sehr wohl aus, um Erdbeben und Vulkanausbrüche auszulösen, da nichteinmal viel Energie benötigt wird, um ein ohnehin anstehendes Erdbeben auszulösen. Theoretisch können sie dies sogar schaffen, wenn sie einmal in die Luft springen.
Und natürlich beginnt ein Massensterben erst nach einem Einschlag....und nicht davor?! ,das habe ich nicht geschrieben.

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striver 13.05.2019, 11:19
9.

Verantwortungsübernahme: Einige Kommentare klingen so ein bisschen wie die Ausrede eines Kindes angesichts des kaputten Spielzeugs: ich war's nicht! Sicherlich hat es auch andere Gründe als das Auftauchen des Menschen in einer Region dafür gegeben, dass Arten ausgestorben sind. Wir haben nur keinen Einsichtsgewinn davon, dass wir für Einzelfälle andere Faktoren identifizieren. Fakt ist, dass der Mensch zu klug ist, um sich den Regulativen der Natur zu unterwerfen, aber viel zu blöd, als dass er sich wirkungsvolle selbst auferlegte Regulative ausdenken und sich dann auch noch an sie halten könnte. Der erste Versuch, auf diesem Planten ihrer selbst bewusste und "kluge" Kreaturen einzusetzen, ist also gründlich in die Hose gegangen. Wenn sich die Erde in 2- oder 3-Millionen Jahren von diesem Versuch erholt hat, vielleicht gibt es dann einen zweiten Versuch und uns folgen Kraturen, die sich der aus den genannten Gaben resultierenden Verantwortung auch bewusst sind.

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