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Evolution: Warum klein clever ist
Robert Nicholls

Panzerfische groß wie Schulbusse - doch vor rund 360 Millionen Jahren kam dann das große Massensterben. Warum sich anschließend eher kleinwüchsige Tiere durchsetzten, haben Forscher nun entdeckt.

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windpillow 16.11.2015, 17:22
1. Eher kleinwüchsig?

Klein und flink nützt nicht immer was und ist auch nicht immer -clever. Besonders, wenn sich der größte Fisch der Gegenwart, zum Fressen glatt auf Plankton und andere Kleinstlebewesen spezialisiert hat -und er wird reichlich satt davon.

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windpillow 16.11.2015, 17:34
2. Eher kleinwüchsig?

Klein und flink nützt nicht immer was und ist auch nicht immer clever. Besonders, wenn sich der größte Fisch der Gegenwart, der Walhai auf Plankton und andere Kleinstlebewesen spezialisiert hat. Und er wird reichlich satt davon.

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wizzbyte 16.11.2015, 17:57
3. Wo gibt es Analogien ?

Schulbusse gegen Miniwesen... dieser evolutionsbiologische Vorteil wurde durch viel mehr Todesfälle (gefressen werden, früh sterben usw.) bei den kleinen Individuen erkauft. Retrospektiv wow, für den kleinen Fisch, der gerade verschluckt wurde, pfui.

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demiurg666 16.11.2015, 18:09
4. Evolutionärer Erfolg

Wenn man dann aber die Anzahl des Krill und Plankton mit der des Walhais vergleicht ergibt sich aber eine stabilere, da größere und diversifiziertere Population. Langfristig eher ein Erfolg für die Kleinstlebewesen.

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fleischzerleger 16.11.2015, 18:10
5.

Zitat von windpillow
Klein und flink nützt nicht immer was und ist auch nicht immer clever. Besonders, wenn sich der größte Fisch der Gegenwart, der Walhai auf Plankton und andere Kleinstlebewesen spezialisiert hat. Und er wird reichlich satt davon.
Der Walhai hat einfach Glück, daß es keine schwimmenden und tauchenden Ameisen gibt - manche Arten von denen schrecken ja vor nichts und niemanden zurück.

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brucewillisdoesit 16.11.2015, 18:55
6. Mysterium ?

Das nach einem Massensterben kleinere Lebewesen einen evoutionären Vorteil hben ist doch offensichtlich, oder ? Der Metabolismus kleinerer Lebensformen ist zwar ineffizienter, dafür benötigen sie aber absolut weniger Nahrung. Größere Lebewesen haben einen effizienteren Stoffwechsel, benötigen aber absolut immer noch mehr Nahrung. Das also nach einem Massensterben, wenn Beutetieren knapp sind, kleinere Lebenformen, die mit absolut gesehen weniger Nahrung auskommen, einen evolutionären Selektionsvorteil haben scheint doch ziemlich offensichtlich.
Als grundsätzlichen Trend würde ich es nicht verstehen, aber nach einem Massemsterben (selbst wenn sich das über ein paar Millionen Jahre hinzieht)
scheint es doch recht eideutig zu sein.

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fleischzerleger 16.11.2015, 19:06
7.

Zitat von demiurg666
Wenn man dann aber die Anzahl des Krill und Plankton mit der des Walhais vergleicht ergibt sich aber eine stabilere, da größere und diversifiziertere Population. Langfristig eher ein Erfolg für die Kleinstlebewesen.
Ein weiterer Nachteil großer Arten, unter der Annahme, daß Vermehrung auch Freude machen kann. Es gibt weniger Individuen, die muß man auch erst finden und wenn einem der Kopulationspartner nicht so zusagt, hat man ein weiteres Problem nach der mühseligen Suche.

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cindy2009 16.11.2015, 19:35
8. @,bruce...

Und was machen Sie mit den kleinen Sauriern, welche artverwandten Großen nah kommen? War das nicht auf einer Insel im Mittelmeer belegt?

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teilnehmer heini 16.11.2015, 19:58
9.

Die großen Viecher waren langlebiger und mit mehr Bildungskapazität ausgestattet, sodaß sie in einem stabilen Lebensraum durch kognitive Überlegenheit ihren Bestand sichern konnten.

Ein dynamisch sich wandelnder Lebensraum bedarf der Adaptation an die variable Verfügbarkeit von Nahrungsquellen. Sehr dumme große Tiere konnten sich keine strategischen Konzepte ausdenken und die kleinen, wendigen Viecher, die nur die Grundfunktionen Suchen, Fressen und Kopulieren drauf hatten, waren arg im Vorteil.
Vielleicht ist den Riesenfischen das funktionelle Halsmark, welches sie 50 Mio Jahre zuvor zur Strategieentwicklung gebraucht hatten, auch irgendwie abhanden gekommen weil letztlich überflüssiges Ballastparenchym.

Zudem hat wohl auch eine andere Kategorie von Plagegeistern einen evolutionären Schub erlebt und zwar die Krankheitserreger. Hierauf kann Kreatur sich nur durch genetische Variabilität einstellen und diese bedarf kürzester Reproduktionszyklen.

Es ist also praktisch eine gewisse Version von 'Synthetischer Biologie' ('' weil hier bewußt falsch verwendet) eingetreten, wo komplette Minimallebewesen ursprungsbildend gewesen sind und durch hohe genetische Variablilität einen neuen tree-of-life hervorgebracht haben.

Solange wir GUPPIES heute unserer extragenomischen Evolution frönen, wird da so schnell kein Dinosaurier nur per Punktmutation auf die Idee kommen, entstehen zu können.

Wir sind eine ökologische 'blocking species'. Habe ich noch nie gehört den Begriff vielleicht habe ich ihn hiermit erschaffen.

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