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Evolutionsforschung: Der erste aufrecht gehende Menschenaffe kam aus Bayern
Christoph Jäckle/ Nature/ DPA

Forscher entdeckten in einer Tongrube im Allgäu eine bisher unbekannte Primatenart. Der Fund stellt bisherige Annahmen zur Evolution auf den Kopf.

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alpstein 07.11.2019, 14:20
70.

Zitat von killthatcat
Schon gedacht Der erste mensch kam aus bayern.. Woher denn sonst..aus muechen
das glaube ich erst wenn nachgewiesn wird dass diese Hominiden gemeinsam in gegerbter Haut gehüllt im Herbst i vergorenes tranken, und jedes Jahr mehr Tauschware dafür verlangt wurde .

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fulgurator 07.11.2019, 14:39
71.

Zitat von permissiveactionlink
Jahren im Allgäu aufrecht gehende Primaten lebten, bedeutet das zunächst nur, dass sie irgendeinen evolutiven Vorteil mit der Bewegung auf zwei Beinen erlangten. Die im übrigen für Primatenforscher/Anthropologen essentiellen Knochen(fragmente) aus Schädel und/oder Kiefer fehlen aber bisher (bis auf einzelne Zähne), sodass bisher zu den kognitiven Fähigkeiten oder zur Ernährung der Tiere keinerlei Aussagen möglich sind. Im Übrigen kann es durchaus Nebenzweige der Evolution gegeben haben, die durch aufrechten Gang kurzzeitig Vorteile hatten (beim Nahrungserwerb oder bei der Flucht vor Fressfeinden), später aber ausstarben. Zur Erinnerung : die Genetik der Hominiden lässt durch Übereinstimmung der Genome von Homo sapiens und Pan troglodytes (Schimpanse) von 99,4 % nicht den leisesten Zweifel daran, dass beide vor ca. 6 Millionen Jahren einen gemeinsamen Vorfahren gehabt haben müssen. Entweder ist also das Krabbeln auf allen Vieren beim Schimpansen eine sekundäre (Rück)Entwicklung (unwahrscheinlich), oder der aufrechte Gang ist erst in den letzten 6 Millionen Jahren bei der evolutiven Entwicklung der Hominiden (auch mit diversen evolutiven Sackgassen) entstanden.
Der gemeinsame Vorfahr von Mensch und Schimpansen könnte auch vor 8 Mllionen jahren gelebt haben. Jedenfalls teilte sich die Gattung Pan nochmals vor etwa 2 Millionen in Pan troglodytes (der "gemeine" Schimpanse) und Pan paniscus. Letztere sind als Bonobos bekannt und in mancher Hinsicht dem Menschen bzw. dem gemeinsamen Vorfahren von Mensch und der Gattung Pan etwas ähnlicher. Auch wenn die Bonobos am Boden eher selten zweibeinig gehen, tun sie es doch öfters als Pan troglodytes auf breiten Ästen, zum Tragen von Gegenständen und in anderen Situationen.

Rückentwiklungen kann es durchaus bei Anpassung an extreme Habitate geben. Als Beispiel regressiver Evolution kann folgendes dienen: Höhlenbewohnende Tiere verlieren die Augen, welche die ursprünglichen Arten noch besassen. Besonders eindeutig ist die Entwicklung der Schlangen. Deren Reptilienvorfahren hatten vier Füße, nun kriechen sie nur noch.

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fulgurator 07.11.2019, 15:04
72. Nicht richtig

Zitat von permissiveactionlink
Jahren im Allgäu aufrecht gehende Primaten lebten, bedeutet das zunächst nur, dass sie irgendeinen evolutiven Vorteil mit der Bewegung auf zwei Beinen erlangten. Die im übrigen für Primatenforscher/Anthropologen essentiellen Knochen(fragmente) aus Schädel und/oder Kiefer fehlen aber bisher (bis auf einzelne Zähne), sodass bisher zu den kognitiven Fähigkeiten oder zur Ernährung der Tiere keinerlei Aussagen möglich sind. ...
Wie kommen Sie zu der Behauptung? Es wurden nicht nur einzelne Zähne gefunden, sondern durchaus Fragmente des Kiefers: https://www.nature.com/articles/s41586-019-1731-0

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moonstruckannalist 07.11.2019, 15:27
73. Habe ich nicht behauptet

Zitat von D. Brock
... vom Inhalt des Artikels ist bestenfalls, wenn überhaupt die erste "Auswanderungswelle" des homo erectus betroffen. Dazwischen liegen aber 10 Millionen Jahre! Keinesfalls wird die Auswanderung des homo sapiens durch den Inhalt des Artikels auch nur ansatzsweise in Frage gestellt!
Genauso wenig wie ich behauptet habe, dass egal welche Theorie korrekt oder richtig ist.

Sowas kann man überhaupt nicht aussagen.
Eine "Theorie" wird niemals verifizierbar sein, ist wirklich nicht schwer zu verstehen.

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moonstruckannalist 07.11.2019, 15:36
74. Das ist nicht mein Missverständnis sondern das der Schulbücher

Zitat von fulgurator
Zuallererst muss man feststellen, dass Watson und Crick weitgehend aufgrund theoretischer Überlegungen und wenig experimenteller Daten ein korrektes atomares Modell der DNA fanden (1953). Die Wasserstoffbrücken sorgen in jedem Fall für die korrekte Basenpaarung (A-T und G-C). Die Stabilität der Doppelhelic hängt allerding in viel höherem Maß von den Stapelwechselwirkungen ab, die aber in den 1950er weder experimentell oderl aufgrund von Berechnungen erkennbar waren. Hier von einer "Widerlegung" zu schreiben ist unsinning, da die Wasserstoffbrücken zwischen den Basenparen Voraussetzung für deren Positionierung ist, ohne die alle weiteren stabilisierenden Wechselwirkungen gra nicht möglich wären. Zudem müssen die H-Brücken sogar relativ schwach sein, damit die DNA sich bei Transkription und Replikation ablesen bzw. vervielfältigen lässt.
Schlagen Sie das am Besten mal in einem Lehrbuch der 0er Jahre oder davor nach und begreifen was ich gemeint habe.

Und natürlich wurde damit ein wichtiger Punkt zum Verständnis der Stabilität der DNA als Paradigmenwechsel herbeigeführt.
Sonst hätte man das Paper gar nicht veröffentlicht

Die missverständliche Annahme die Aussage sei als Vorwurf an die Forschung von Watson & Crick gerichtet liegt hier einfach nicht vor.

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xirl 07.11.2019, 16:01
75. Sagt nicht viel m.M.

und die Story mit Udo und dem Song im Radio ist anscheinends auch von "Lucy" und dem Beatles-Song bei der Ausgrabung 1974 abgekupfert

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Pless1 07.11.2019, 16:13
76.

Zitat von bluemetal
Wir ahnten es ja alle schon immer, jetzt gibt es Gewissheit: wir Bayern sind die Wiege der gesamten Menschheit. Und jetzt bitte feuer frei ihr armseeligen Neider ;)
Ja, mein aller Klassenlehrer hat schon vor dreißig Jahren behauptet:

"Der Bayer ist der Übergang vom Österreicher zum Menschen."

Ich hielt das ja immer für einen Witz, jetzt frag ich mich aber, welcher seiner Sprüche sich noch als wahr erweisen könnte. Sein Kollege, Geschichtslehrer, hatte da eine andere Gründungstheorie dieses kauzigen Bergvolkes: Bevor Hannibal die Alpen überquerte befahl er demnach: "Fuß- und Geschlechtskranke: weggetreten!"

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HansHuckebein 07.11.2019, 16:36
77.

Zitat von Pless1
Ja, mein aller Klassenlehrer hat schon vor dreißig Jahren behauptet: "Der Bayer ist der Übergang vom Österreicher zum Menschen." Ich hielt das ja immer für einen Witz, jetzt frag ich mich aber, welcher seiner Sprüche sich noch als wahr erweisen könnte. Sein Kollege, Geschichtslehrer, hatte da eine andere Gründungstheorie dieses kauzigen Bergvolkes: Bevor Hannibal die Alpen überquerte befahl er demnach: "Fuß- und Geschlechtskranke: weggetreten!"
Nachdem ich (Achtung: Outing!) Österreicher bin, muss ich diese Aussage korrigieren: "Der Bayer ist der Übergang vom Österreicher zum deutschen Menschen."

So stimmt es!

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