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Ex-Umweltminister: Töpfer rechnet mit Umweltpolitik der Union ab
Britta Pedersen / dpa-Zentralbild / dpa

"Das muss dringlich aufgearbeitet werden" - mit drastischen Worten beklagt sich der frühere Fachminister Klaus Töpfer laut einem Zeitungsbericht über die Umweltpolitik seiner Partei. Dem Steuersystem attestiert er "Klimablindheit".

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regenwurm 12.06.2019, 13:16
10. Das vermurkste EEG ist eine Erfindung Töpfers

Das sollte hier nicht unerwähnt bleiben. Dass wir pro Jahr 30 Milliarden EEG-Umlage bezahlen ohne messbaren Effekt auf die CO2-Emissionen, ist maßgeblich diesem Gesetz zu verdanken. Das EEG hat erneuerbare Energien mit aberwitzigen Einspeisevergütungen gefördert, zu Zeiten als diese jenseits jeglicher Wirtschaftlichkeit waren.

Heute, wo viele regenerativen Erzeugertechniken wirtschaftlich zu betreiben wären, ist das Instrument EEG für Neuinvestitionen kaum mehr relevant. Bezahlt wird fast ausschließlich für die Fehlinvestitionen der Vergangenheit. In den meisten Ländern dieser Welt hat man das wesentlich intelligenter gemacht.

Auch der grüne Punkt, der den Plastikmüllexport erst möglich gemacht hat, und ist eine der famosen Erfindungen von Herrn Töpfer.

Ob AKK hier wirklich kompetent beraten wird, ist also mehr als fraglich.

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jogola 12.06.2019, 13:18
11. Guter Mann,

nur in der falschen Partei.

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ohminus 12.06.2019, 13:18
12.

Zitat von neutron76
Leider denken die Grünen noch relativ naiv, dass die Industrie ja irgendwie auch einen Beitrag leisten muss, weil das ohnehin alles Verbrecher sind usw., aber die Industrie leitet auch nur die Kosten an die Kunden weiter.
Naiv ist eher eine derartige Milchmädchenrechnung, die von wenig Verständnis dafür zeugt, wie Skaleneffekte die Kosten für den Einzelnen verändern. Natürlich legt die Industrie letztendlich Kosten auf die Endkunden um, das bedeutet aber eben gerade nicht, dass diese hinterher nicht besser dastehen. Angesichts der Menge an CO2, das von der Industrie produziert wird, gibt es dort ganz andere Ansatzmöglichkeiten, als sie im Einzelhaushalt bestehen. Und die kommen letztendlich für den Verbraucher auch billiger.

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Semmelbroesel 12.06.2019, 13:21
13.

Zitat von Judex non calculat
Schade, dass die Union niemanden wie Töpfer mehr hat. Vielleicht rät er AKK jetzt ja wenigstens zu sozialverträglichen und rasch wirkenden Maßnahmen wie Tempolimit auf Autobahnen und Abschaffung unsinniger Steuerprivilegien für SUV und andere Spritfresser?
Sofortiger Ausstieg aus der Braunkohleverbrennung würde sich aber viel günstiger auswirken, als das, was Sie vorschlagen. Sozial verträglich ausgestaltet für die wegfallenden Arbeitsplätze, hat ja schon bei der Steinkohle funktioniert.

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biesi61 12.06.2019, 13:21
14. Ja, unter Töpfer hatte die CDU noch Umweltkompetenz!

Aber Röttgen sollte lieber schweigen, er hat als Umweltminister in Fragen des Klimaschutzes genauso versagt, wie alle anderen Mitglieder der diversen Merkel-Regierungen. Er hat keine Problemlösungskompetenz, er ist Teil des Problems!

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Freizeitstreiker 12.06.2019, 13:22
15. Mehrwertsteuer

Die Idee mit der Mehrwertsteuer ist ganz gut:
Bei Windstrom (ca. 30ct/kWh für den Endverbraucher) ist die Mehrwertsteuer (ca. 6ct) genau so groß wie die Produktionskosten (ca. 3ct/kWh Erlös an der Börse + ca. 3ct/kWh EEG-Zulage). Wenn Ende 2020 die EEG-Zuschüsse für alle Windkraftanlagen wegfallen, die vor 2000 ans Netz gingen, werden diese verschrottet, da der Börsenpreis allein die Kosten für den Weiterbetrieb nicht deckt. Eine ermäßigte Mehrwertsteuer könnte den Wegfall der EEG-Zulage kompensieren.
Noch besser wäre ein fairer C02-Preis. Dann wäre der Kohlestrom nicht sündhaft billig. Dann bräuchten wir kein EEG.

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twominus 12.06.2019, 13:24
16. Rheinfall

War es nicht Herr Töpfer, der im Ganzkörper - Neoprenanzug durch den Rhein schwimmend "bewiesen" hat, dass der Rhein blitzsauber ist?

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jj2005 12.06.2019, 13:30
17. EEG-Umlage

Zitat von regenwurm
Dass wir pro Jahr 30 Milliarden EEG-Umlage bezahlen ohne messbaren Effekt auf die CO2-Emissionen, ist maßgeblich diesem Gesetz zu verdanken. Das EEG hat erneuerbare Energien mit aberwitzigen Einspeisevergütungen gefördert, zu Zeiten als diese jenseits jeglicher Wirtschaftlichkeit waren. Heute, wo viele regenerativen Erzeugertechniken wirtschaftlich zu betreiben wären, ist das Instrument EEG für Neuinvestitionen kaum mehr relevant.
Dass rund 40% des Stroms aus erneuerbarer Energie stammen, ist m.E. durchaus messbar. Und dass die Erneuerbaren heute wirtschaftlich sind, ist nur möglich geworden durch die hohe "Anschubfinanzierung" durch das EEG. Falls also Herr Töpfer massgeblich dafür verantwortlich war, verdient er den Nachhaltigkeits-Nobelpreis.

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sinopolos 12.06.2019, 13:35
18. In einer Spaßgesellschaft geht es eben um Spaß

und nicht dringend benötigte Reformen, Steueranpassungen und Klimapolitik. Die Chefin reist herum und verspricht Geld an allen Ecken und Enden, dass der deutsche Bürger erwirtschaftet hat. Und hält hohleRedenohneSubstanzielles. Lieber Herr Toepfer, Sie haben schon zu Zeiten von Kohl gemahnt und keiner hat Sie gehört. Heute wird es ähnlich sein. So wie der Rufer in der Wüste Afrikas, wo Sie in Kenia auch versucht haben zu mahnen. Ohne Erfolg.

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nibbler 12.06.2019, 13:39
19. "Autos mit E-Motor oder Hybrid mit niedrigerem Satz belasten"

Wer E-Autos immer noch als umweltfreundlich und als Lösung ansieht dem ist nicht mehr zu helfen....

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