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Extinction Rebellion in Berlin: "Streiken allein reicht anscheinend nicht"
CLEMENS BILAN/EPA-EFE/REX

Der radikale Arm der Fridays for Future-Bewegung? Die ersten Aktionen der Klima-Aktivistengruppe "Extinction Rebellion" in Berlin verliefen friedlich. Radikal ist vor allem ihre Forderung zur CO2-Reduktion.

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Fuxx81 07.10.2019, 18:50
1. Um das mal aufzugreifen

Zitat von
Dieser hatte in einem Interview mit dem SPIEGEL gesagt, dass angesichts von Bedrohungen dieses Ausmaßes "Demokratie irrelevant" werde.
Ist sicherlich ein Standpunkt, den man vertreten KANN, genauso gut, könnte man aber auch argumentieren, dass Überleben nicht das wichtigste Ziel ist und die Menschheit lieber in Freiheit untergehen sollte. Dies gilt besonders, wenn man eine Entscheidung aufgrund imperfekter Information zu treffen hat und beim Klimawandel sind viele Variablen einfach noch sehr unklar. Vor diesem Hintergrund glaube ich nicht, dass eine undemokratische Form der Entscheidungsfindung wirklich bessere Ergebnisse erzielen würde.

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Peter_Berlin_2019 07.10.2019, 18:51
2. Respekt - und weiter so!

Wenn ich mir anschaue, mit welcher absoluten Selbstverständlichkeit und Brutalität die Lebensgrundlage von vielen Millionen Menschen heute schon zerstört wird, wie wir die Zukunft für unser Kinder und deren Kinder zerstören, wie wir absolut selbstverständlich Ressourcen verschwenden - wie können wir dabei ruhig bleiben?

Extiction Rebellion versucht mit Formen des zivilen Ungehorsams mehr Aufmerksamkeit auf eines der drängesten Probleme unsere Zeit zu lenken!

Viel Kraft und Durchhaltevermögen für alle Beteiligten! Ich versuche mich nach meinen Mitteln und Möglichkeiten zu beteiligen!

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paulken-p 07.10.2019, 19:08
3. Macht weiter so!!!

Wenn die Politik auf millionenfachen Protest und auf die eindringlichen Appelle vieler tausend Wissenschaftler aus aller Welt mit so einem Klimapaket reagiert, dann ist es Zeit für drastischere Maßnahmen als Freitags Schule zu schwänzen/ Urlaub zu nehmen. Für 'Nett' ist langsam keine Zeit mehr...
Das Klimapaket ist ein Hohn und eine Provokation für alle Menschen, denen eine annähernd lebenswerte Zukunft auf der Erde wichtig ist!

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freigeist1964 07.10.2019, 19:25
4. Gratulation!

eine völlig sinnfreie und kontraproduktive Aktion! Mit solchen Massnamen wird die Klimabewegung die Bevölkerung gegen sich aufbringen und sonst nichts, aber auch gar nichts erreichen.

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siwun_khaoskitty 07.10.2019, 19:32
5. Weiter so!

Wenn Worte nicht reichen, müssen Taten folgen! Die Klimakatastrophe lässt sich mit ein paar Demos nicht aufhalten. Ein "Weiter so" darf es nicht mehr geben!

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noalk 07.10.2019, 19:36
6. die irrelevante Demokratie

Im Grunde hat er doch Recht: Es ist völlig egal, unter welcher Herrschaftsform die Menschheit zugrunde geht. Wenn siwe wqeg ist, ist sie weg.

Hier nochmal der Kontext, in dem er das sagte:

SPIEGEL: Die Demokratie sieht Wege vor, nötige Veränderungen in Gang zu bringen: Demonstrationen, Wahlen, parlamentarisches Engagement. Warum setzen Sie stattdessen auf illegale Blockaden und brechen das Gesetz?

Hallam: Weil dieses Thema größer ist als die Demokratie, oder wie auch immer Sie das beschreiben wollen, was derzeit noch davon übrig ist. Wenn eine Gesellschaft so unmoralisch handelt, wird Demokratie irrelevant. Dann kann es nur noch direkte Aktionen geben, um das zu stoppen. (ENDE)

Solange diese Aktionen gewaltlos bleiben und keine Menschen zu Schaden kommen, habe ich dagegen n ichts einzuwenden.

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kh.frey 07.10.2019, 19:39
7. Wenn

die 40 Millionen Arbeitnehmer und Steuerzahler mal auf die Strasse gehen jeden Freitag gehen und die Steuerzahlung mal verweigern plus 1 Woche Konsumverzicht dann wird es lustig. Dann können die Bubis und Girlies nicht mehr alimentiert werden.

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wizzard74 07.10.2019, 19:39
8.

Zitat von MisterD
wird die Klimakrise verschlimmern, das ist keine Frage. In Deutschland kann ein einzelner Bürger mit einer Klage eine Autobahn, einen Schweinemastbetrieb, aber eben auch einen Windpark oder eine Hochspannungstrasse verhindern oder zumindest um viele Jahre verzögern. Und auch wenn der Mensch sich natürlich ändern kann, aber ich kann diese ganzen Leute ü50 auf diesen Demos nicht mehr sehen. Aufgewachsen im Wirtschaftswunder hat man jahrzehntelang Reisen genossen, sich mit Fleisch vollgestopft, dicke Autos mit 20l/100km bewegt, in der dreckigen Schwerindustrie bestens verdient... und jetzt wo einen plötzlich die Enkel angucken, jetzt kann es natürlich mit dem Verzicht nicht schnell genug gehen. Ist ja auch klar, man selbst war ja auch schon in Neuseeland, Indien, China und auf den Seychellen und ist 200 über die Autobahn gebrettert, jetzt kann man das also ruhig verbieten...
Sieht man doch allenthalben, dass die versammelte Heuchlerschaft ganz schnell mit Verboten bei der Sache ist, solange es Dinge betrifft, die sie selbst nicht braucht oder haben will.

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abca 07.10.2019, 19:44
9. Da passt was nicht.

Es gilt einen gesellschaftlichen Konsens zu finden. Sicher ist Klimaschutz wichtig. Radikalismus wird aber Gegenbewegungen auslösen, sodass sich schlussendlich nichts bewegt. Wer seinen Mitbürgern seinen Willen aufzwingen will, hat Freiheit nicht verstanden. Das ist durchaus auch gefährlich.

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