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Facebook-Experiment: "Wer täuscht, braucht Zustimmung"
DPA

Für eine Facebook-Studie wurden Hundertausende Mitglieder unfreiwillig zu Versuchskaninchen. Der Psychologe Fred Lang erklärt, welche Regeln dabei verletzt wurden.

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PeterPan95 30.06.2014, 17:04
1. Tja...

Die USA sind nicht Europa... Die Skrupellosigkeit von Facebook zeigt einmal mehr, wie klein der Schritt von "Inhalte anbieten" zu "Inhalte manipulieren" ist. Gewisse Bilder werden ja schon gefiltert.

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motzbrocken 30.06.2014, 17:05
2. Aber jetzt

mal ehrlich, zeigt mir den oder diejenige welche sich darüber aufregt. Facebookuser haben doch gar keine Zeit mehr, irgendwas oder irgendjemand aus der wirklichen Realität wahrzunehmen. Jeder der an diesen sogenannten "social medias" teilnimmt, sollte eigentlich wissen, auf was er sich einlässt. Dem ist aber unter Garantie nicht so! Das FB jedes Komma auf potenzielle Geldquellen untersucht, ist auch klar. Warum also nicht die Posts sezieren, analysieren und zu Kohle machen. Skrupellos, egoistisch, verlogen. Wie FB halt so ist. Da gibt es nur eins: nicht jeden Bullshit mitmachen, kritisch bleiben, sleber denken und vor allem reale Freunde suchen, die sich nicht mit einem "gefällt mir" Button abspeisen lassen.

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Thorkh@n 30.06.2014, 17:31
3. ... und wenn das ...

... Freihandelsabkommen in Kraft tritt, kann Facebook sogar womöglich noch auf die Rechtmäßigkeit solcher Schweinereien in Europa klagen. Facebook sperren und wer den Dreck tatsächlich aufrufen will, soll das auf eigene Gefahr via VPN oder einen ausländischen DNS-Server tun. Diese Schafe wollen dann eben einfach geschoren werden.

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blaufink 30.06.2014, 17:51
4.

Dieses „Experiment“ wurde der Öffentlichkeit bekannt. Ich frage mich, von wie vielen Facebook-Experimenten, die bereits stattfanden, wir nichts wissen.

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beauce2 30.06.2014, 17:58
5. sorry,

habe kein Mitleid mit Facebookusern mehr, es ist hinlänglich bekannt, was mit den Daten der User abläuft - und "im Sinn" muss man das ganze wohl noch mal 2 nehmen, um all das einzubeziehen, was doch noch irgendwann herauskommt.

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AundZwanzig 30.06.2014, 18:00
6. Ich habe immer öfter den Eindruck...

Zitat von sysop
Zudem hätten die Wissenschaftler durchaus anders vorgehen können.
..., dass die überwiegende Mehrzahl der Benutzer des Internet überhaupt nicht versteht, wie dieses funktioniert, noch weiss, was man mit dieser unglaublichen Menge an Daten anfangen kann.

Die oben von mir zitierte Aussage trifft den Kern - eine derartige oder ähnliche Untersuchung hätte gestartet werden können, ohne dass neue Daten im Rahmen eines Versuches erhoben werden müssten. Aus den vorhandenen Daten liessen sich a posteriori Korrelationen ermitteln, aufgrund derer man dann ein oder mehrere Experimente zur gezielten Analyse hätte planen und durchführen können, die irgend welchen im Artikel beschriebenen Standards entsprechen.

Der Punkt, auf den ich mich hier beziehe, ist die im Netz vorhandene Datenmenge, die Personen und Institutionen dort hinterlassen haben - beispielsweise auch in Foren, wie diesem hier. Programme und Methoden das Netz zu durchsuchen gibt es viele. Abgesehen zur reichlich vorhandenen Literatur zum Thema "Data Mining", stehen im Web auch immer mehr Kurse (meist MOOCs) zur Verfügung, die sich mit desem Thema beschäftigen - einfach mal selber nach derartigen Kursen suchen und sich überraschen lassen.

Die dann vorverabeiteten Daten lokal zwischenzuspeichern ist inzwischen auch für Privatpersonen nur mit geringen Kosten verbunden. Bei mir in der Schreibtischschublade liegen 4 kleine externe Platte mit jeweils ~2TB Kapazität. da vorbereitende Analyse meist nur Ascii/utf-8-Daten erzeugt, ist das enorm viel Platz.

Wenn man jetzt noch selber programmieren kann, sich mit Natural Language Processing, Network Analysis und vielleicht noch mit Forensischer Linguistik zumindest soweit auskennt, dass man die Verfahren umsetzen kann, dann sind die von Personen im Netz hinterlassenen Spuren äusserst beredt. Wenn Firmen oder Organisationen derartige Daten, aus welchen Gründen auch immer, für ihre Zwecke auswerten, steckt dort normalerweise eine weit grössere Power hinter, als bei Einzelprogrammierern.

Niemand sollte sich wundern, wenn er trotz unterschiedlicher Selbstbezeichnungen in verschiedenen Foren oder Netzwerken, letztendlich identifiziert werden wird und ein Persönlichkeitsprofil erstellt werden kann.

Wenn man über eine Person zu seiner eigenen Familie in den eigenen vier Wänden sagt, dass diese ein Vollidiot und Bastard sei, dann dürfte das keine Konsequenzen haben. Sagt man einen derartigen Satz in der Öffentlichkeit, kann das durchaus ein paar tausend Euro kosten.

Unter diesem Gesichtspunkt sollte man vielleicht mal seine Äusserungen im Web betrachten.

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Schraube 30.06.2014, 18:15
7. Facebook macht doch ständig Versuche mit seinen Usern

Wieso nun plötzlich diese Empörung, wenn die das mal in ein wissenschaftliches Korsett drücken und öffentlich bekannt geben?

Ist das bei den Wortführern nur Facebook-Überdruck, der raus muss?

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al2510 30.06.2014, 18:19
8. Der Mensch ist ein Zweck kein Mittel

Neugier ist auch eine Gier. Forschung birgt immer die Gefahr den Anderen zu verbrauchen. Mir steckt immer noch das Grauen in den Adern, welches mir der Artikel "der Delfin und das Mädchen" gemacht hat. Schnell wird die Kreatur zum Forschungsobjekt und dann darf sie leiden. Kar hätte man gerne dieses und Jenes erforscht, aber meist bringt es Leid für die erforschten Kreaturen und selten eine vernünftige Erkenntnis. Denke nur an Kaiser Heinrichs Versuche mit Kindern. Die sind dabei gestorben. Was nutzt es schon, das Verhalten von Facebook Usern zu kennen? Repräsentativ ist es nicht. Man hat nur Leute verärgert, also Leid erzeugt. Gut, dass es thematisiert wird. Wenn Forscher in den 60gern Menschen oder Tiere auf dem Altar der Wissenschaft geopfert haben, war es ehrenhafter Götzendienst und nicht Quälerei was es vornehmlich ist. Weder war Aramäisch die Sprache der Babys, noch hat man Intelligenz im All gefunden.
Und wenn man Erkenntnisse gewinnen würde, dann ist es auch asozial, wenn diese nur den Werbefuzzis zur Verfügung stehen. Die einen haben das Leid, die Anderen den Gewinn. Weil zweckfrei ist das ganze nicht.

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captainmici 30.06.2014, 18:39
9. Omg

Es gab jetzt wirklich schon schlimmere Experimente mit Menschen. Außerdem können die Ausgewählten froh sein, dass sie ein Teil der Wissenschaft sein dürfen. Ich würde mich freuen, wenn wir durch diese Studie bahnbrechende Erkenntnise sammeln.

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