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Familien-Statistiken: Hier ist Deutschland Kinderland
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Ursprung 15.08.2015, 02:58
150.

Eine moderne biologische Theorie besagt: wer Ressourcen hat, ist vorsichtiger. Wer nicht: mutiger.
Bezogen auf diese Thema: wer Ressourcen hat, braucht keine Kinder. Wer keine R. hat, versucht wenigstens seine Fortpflanzung in der knappen Zeit, die ihm vielleicht verbleibt.
Und genau so laeufts: Urgrosseltern der Arbeiterklasse bei uns hatten oft ueber 10 Kinder, die Aristokraten nur 1 bis 3. In heutigen Laendern mit viel armer Bevoelkerung steigen die Bevoelkerungszahlen.
O. k., bei uns gibst auch wieder viele Arme: Altersarmut. Dann ist das aber mit den Kindern zu spaet :-).
Ausserdem: wozu brauchen wir in D mehr Kinder? Koennen wir mit Zuzug aus Afrika doch ausgleichen, oder?

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Ekkehard Grube 15.08.2015, 10:59
151.

joe_ann gestern, 20:22 Uhr

"Kinderfeindliches Deutschland
...USA wäre doch eine Alternative für jene Egomanen- dort ist auch jeder sich selbst der Nächste."

Gerade in den USA werden aber die Familienwerte hochgehalten wie kaum irgendwo sonst.

"Und warum Kinder haben? Es gibt keinen logischen Grund- sie kosten Geld, Nerven, Freizeit. Aber worin besteht denn sonst der Sinn des Lebens?! Und Leute ohne Kinder werden nie wirklich geliebt haben- es gibt nichts, dass man je so lieben kann wie sein eigenes Kind und das kann man auch erst mit eigenen Kindern verstehen..."

Mit solchen "Argumenten" sollen Menschen, die keine Kinder wollen, zu Kindern überredet werden - also zu einem Schritt, der nie wieder rückgängig zu machen ist, sollte man ihn bereuen.

Im Übrigen deutet der letzte Satz des obigen Zitats darauf hin, dass die Autorin mit ihren Kindern nicht so glücklich ist, wie sie vorgibt:

Sie hat erst als Mutter verstanden, wie glücklich Kinder machen? Sie hat nicht schon vor der Mutterschaft Kinder als das Erstrebenswerteste im Leben betrachtet?

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gis 15.08.2015, 12:04
152.

Steuerlich am meisten profitieren Verheiratete mit stark unterschiedlichem Einkommen ohne Kinder. Da müsste man gegensteuern. Frankreich oder die skandinavischen Länder zeigen, dass man mit einer aktiven Familienpolitik die Geburtenrate hoch halten kann. Wir getrauen uns das nicht, wahrscheinlich unter anderem deshalb, weil es zu sehr an das Mutterkreuz unter den Nazis erinnert.

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juebis 15.08.2015, 12:11
153. Karriere?

Das ganze hat in fast allen Fällen nichts mit Karriere zu tun , der Verdienst reicht einfach nicht aus .

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parmesanides 15.08.2015, 12:33
154.

Zitat von juebis
Das ganze hat in fast allen Fällen nichts mit Karriere zu tun , der Verdienst reicht einfach nicht aus .
Wer sich ein Kind wünscht, kann dieses auch ernähren und großziehen unabhängig von der eigenen finanziellen Situation, meiner Meinung nach. Natürlich ist es eine finanzielle Belastung, das liegt aber nicht zuletzt daran, dass eine ganze Industrie am Kind kriegen verdient und ständig suggeriert, dass bestimmte Produkte unabdinglich wären. Wenn man sich zum Beispiel http://www.sparwelt.de/kategorien/ba...-und-spielzeug ansieht, dann wundert es keinen mehr, dass Kinder haben so teuer ist. Aber was braucht man denn wirklich? Eine gute Ernährung und ein intaktes Umfeld, meiner Meinung nach.
Was mich wundert, ist das Berlin in dieser Statistik nicht ganz vorne liegt bei der Geburtenrate. Man hat das Gefühl, dass Kinder kriegen wieder in ist. Und das ist auch in Ordnung so. Natürlich verschiebt sich das Alter der Mütter weit nach hinten, erst Karriere, dann die Kinder ist angesagt.
Aber das mag ein Trend sein, dem man nicht entgegen wirken kann...

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tatsache2011 15.08.2015, 19:58
155. Geld für Kinder oder private Altersvorsorge

Zitat von juebis
Das ganze hat in fast allen Fällen nichts mit Karriere zu tun , der Verdienst reicht einfach nicht aus .
Der Staat jammert wegen fehlender Kinder für die Sozialsysteme.

"Die niedrige Geburtenrate in der Bundesrepublik bereitet Ökonomen große Sorgen. Das HWWI befürchtet erhebliche Konsequenzen für den Wirtschaftsstandort Deutschland, weil mit der demografischen Entwicklung auch immer weniger Erwerbsfähige dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen."
Zitat aus http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bertelsmanns-renten-studie-das-familiendrama-des-rentensystems-/9347910.html

Weil die Renten wegen Kindermangels von 52 % auf 43 % gekürzt werden, passen sich die Deutschen an.
Statt monatlich 600 € für 2 Kinder,
bezahlen sie diesen Betrag lieber in die private Altersvorsorge,
weil die Renten wegen Kindermangels im Alter nicht ausreichen.
Ein staatlicher Systemfehler in den Sozialsystemen.

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tatsache2011 15.08.2015, 20:29
156. Allein Kinder sind die Rücklage für Renten und Pensionen

Zitat von ede1103
... Hier tun viele so als ob ihnen die Kinder aufgezwungen worden sind das hat jeder für sich entschieden und es hätte jedem klar sein können was für belastungen und Pflichten da auf einen zukommen - jetzt da nach der Allgemeinheit zu schreien und auf die Kinderlosen einzuschlagen ist da ziemlich ärmlich
Die Eltern entscheiden sich freiwillig für Kinder.
Sie müssen dabei aber unfreiwillig die Kosten der Altersvorsorge für andere bezahlen,
weil Kinder die einzige Rücklage für spätere Renten und Pensionen sind.

Eltern geben mehr Leistung für die Allgemeinheit, als sie von der Allgemeinheit bekommen. Deshalb kann man nicht von Subvention und Finanzspritzen für Eltern reden.

"Ein heute 13-jähriges Kind wird im Laufe seine Lebens - im Schnitt – rund 77 000 Euro mehr in die Rentenkasse einzahlen, als es daraus selbst einmal beziehen wird.
Dieses Geld landet direkt auf den Konten der Kinderlosen, ..."

Zitat aus http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bertelsmanns-renten-studie-das-familiendrama-des-rentensystems-/9347910.html

Der Kinderlose ist selbstverständlich nicht Schuld am Rentensystem.
Das haben Politiker geschaffen.
Rentenkürzung von 52% auf 43% auch für Eltern ist bereits beschlossen wegen Kindermangels.

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studibaas 15.08.2015, 22:00
157.

Auch auf die Gefahr hin gelyncht zu werden:
Die mangelnde Geburtenrate ist primär eine Folge der mangelnden Wertschätzung vom erziehenden Elternteil:
Früher hatten Mütter mit Kind ein hohes Ansehen, und das zu Recht. Heute versucht man ein hohes Ansehen durch Konsumgüter zu erreichen.
Erste Folge des Konsumterrors: Wer Kinder in Second Hand zur Schule schickt sollte sie auch gleich professionell auf Mobbing vorbereiten,- oder auf Lügen, denn Second Hand unterscheidet sich optisch nicht von "first Hand" sprich Neuware. Das gesellschaftliche Ansehen von Second Hand Kleidung ist jedoch zwischen Spott und Mitleid angesiedelt, ähnlich dem Gefühl zu einem Behinderten Kind. Das Second Hand seine Funktion,- Wärme,- super erfüllt und zudem noch ökologisch sinnvoll ist steht außer Frage, ist dem durchschnittlich Konsumterroristen aber völlig egal.
Ich übertreibe? Beantwortet mal eine Frage ehrlich: Wer genießt höheres Ansehen: Die Mutter (meinetwagen auch der Vater), die / der erfolgreich 6 Kinder Großgezogen hat von denen keines auf die schiefe Bahn kam und von denen alle eine abgeschlossene Berufsausbilldung haben oder der Single mit dem Ferrari? Die Eltern dürften mehr Geld und viiiiel mehr Arbeit in ihr "Projekt" gesteckt haben, einen größeren Beitrag für die Gesellschaft gegen die demographische Entwicklung geleistet haben und genießen dennoch ein schlechteres Ansehen als der Sportwagenbesitzer.
Und damit wären wir beim Hauptproblem:
Eine auf Wachstum weil Zinsen aufbauende Wirtschaft kann nur mit immer mehr Konsum befeuert werden, zufriedene, genügsame Menschen sind der Alptraum. Und so wurde erfolgreich Danke Werbung und Medien in die Köpfe der Menschen Konsum und sinnloser Luxus über alles hinein gehämmert. Und da stören Kinder nur.
Nun wundern wir uns über die Langzeitfolgen davon, und stellen fest, das wir mehr Kinder nur durch gesamtgesellschaftlichen Wandel in der Anerkennung von Eltern hinbekommen oder durch Geld.
Zweiteres ist wahrscheinlicher, weil ersteres würde ein Denken verankern was den Wachstumskapitalismus in den Grundfesten erschüttert.

Und Ja: Ich wähle die Linke, und nein, ich verdiene nicht schlecht, bin also nicht neidisch.

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tatsache2011 15.08.2015, 23:12
158. Regierungserklärung 1982

Zitat von studibaas
... Die mangelnde Geburtenrate ist primär eine Folge der mangelnden Wertschätzung vom erziehenden Elternteil: Früher hatten Mütter mit Kind ein hohes Ansehen, und das zu Recht. ... Und Ja: Ich wähle die Linke, und nein, ich verdiene nicht schlecht, bin also nicht neidisch.
Der Staat bzw. Politiker wissen durchaus, was das gesellschaftliche Klima für mehr Kinder beeinflussen kann.
Leider wurde nur so schön geredet und
anschließend anders gehandelt und das Kindergeld gekürzt.

13. Oktober 1982
Regierungserklärung von Bundeskanzler Kohl in der 121. Sitzung des Deutschen Bundestages

"Mit der Zahl der Kinder wird die wirtschaftliche Leistungskraft der Familie geschwächt.
Deshalb besitzt für uns der Familienlastenausgleich eine ganz hohe Bedeutung.
...
Das Steuerrecht wollen wir familienfreundlicher gestalten.
Mit Wirkung vom 1. Januar 1984 wird das bisherige Ehegattensplitting in ein Familiensplitting umgewandelt."

Familiensplitting fehlt bis heute.

"Der Geburtenrückgang in der Bundesrepublik Deutschland und seine katastrophalen Folgen müssen jedermann mit Sorge erfüllen.
Wir wissen, daß sich viele Eltern mehr Kinder wünschen, als sie tatsächlich haben.
Ich glaube, alle müssen dazu beitragen - in allen Bereichen der Gesellschaft -, daß wir wieder ein kinderfreundliches Land werden."

Zitate aus
http://www.helmut-kohl-kas.de/index.php?msg=1934

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johannesbueckler 16.08.2015, 01:05
159. #144

Own education outside of D,
Sch....e auf D Rente.
Und dennoch zahlen??
Ein Sohn aufgezogen ausserhalb D.
Dennoch zahlen?
Zum Glueck mittlerweise Steuerauslaender:-)

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