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Familien-Statistiken: Hier ist Deutschland Kinderland
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bill_dauterive 16.08.2015, 10:03
160.

Zitat von gis
Steuerlich am meisten profitieren Verheiratete mit stark unterschiedlichem Einkommen ohne Kinder. Da müsste man gegensteuern. Frankreich oder die skandinavischen Länder zeigen, dass man mit einer aktiven Familienpolitik die Geburtenrate hoch halten kann.
Wozu denn? Wir sind doch sowieso schon viel zu viele.
Ein Deutschland mit 15-20 Millionen Einwohnern wäre der absolute Optimalzustand.

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tatsache2011 16.08.2015, 13:29
161. Renten-Schneeballsystem

Zitat von bill_dauterive
Wozu denn? Wir sind doch sowieso schon viel zu viele. Ein Deutschland mit 15-20 Millionen Einwohnern wäre der absolute Optimalzustand.
Wieso absoluter Optimalzustand?
Deutschland hat ca. 80 Millionen Einwohner.
Ein Kinderjahrgang mit 1 Millionen Kinder würde die Bevölkerung in Deutschland konstant halten.
Wir haben zur Zeit 600.000 Kinder je Jahrgang.

Wie soll die Versorgung vieler Alter durch weniger Junge möglich sein?

Unser Renten-Schneeballsystem:
Die Beiträge stiegen bereits von 14% auf 20%
und die Rente fällt von 52% auf 43%.
Soll oder kann es so weitergehen?
Bisher ist jedes Schneeballsystem zusammengebrochen.

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errare_humanum_est 17.08.2015, 18:53
162.

Sorry das Thema ist ganz einfach.

1.) Geht man mal ein bisschen in der Geschichte zurück stellt man fest, dass in einer Familien i.d.R. alle arbeiteten. Auch die Frau. Tatsächlich gab es aber Großfamilienverbände, die de facto die Erziehung für die Kinder mit übernommen haben während die Eltern auf dem Feld arbeiteten. Und zwar nicht nur von nine-to-five. Da war es auch egal ob man 3,4,5 oder mehr Kinder hatte. Eine hohe Zahl von Kindern war ja auch vorteilhaft, da man nicht sicher sein konnte ob auch alle den nächsten Winter überleben. Die Diskussion des "einen" Ernährers, i.d.R. der Mann, ist m.E. eine reine Wohlstandsdiskussion der Nachkriegszeit, von der sich insbesondere Männer ungern trennen. Ist doch schön wenn die Frau den Haushalt erledigt und man außer Brötchen kaufen und den Wäschekorb treffen wenig häusliche Verpflichtungen hat.

2.) Die Arbeitswelt hat sich mit der Lebensweise der Nachrkriegszeit arrangiert. Der Vater hat immer und jederzeit für die Arbeit zur Verfügung zu stehen und wehe er nimmt mal Elternzeit. Dann ist aber die Karriere schnell vorbei. Es passt einfach nicht ins Bild. Zudem ist es ja auch noch enorm anstrengend, wenn Vater und Mutter in Vollzeit arbeiten. Da ist das individuelle Privatleben einfach mal vorbei. Und Zeit fürs Kind bleibt auch nicht.

3.) Bleibt also die Entscheidung Kinder zu kriegen und bei der Arbeit kürzer (

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herbstwind_1971 17.08.2015, 19:22
163.

Was mich persönlich an diesem Diskurs stört, ist die gesellschaftliche Verlogenheit. Einerseits über wenige Kinder und angebliche Rentenzahler jammern, andererseits wird ein gesellschaftliches Klima geschaffen, dass geradezu abschreckt, eigene Kinder zu haben. Unser Rentensystem basiert nun einmal auf sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Die Existenz eines Kindes allein sichert mir keine Rente. Geregelte Einwanderung als Lösung? Ergibt das gleiche: Solange diese Menschen nichts einzahlen, sondern der Allgemeinheit durch Transferleistungen kosten, haben wir auch nichts gewonnen. In diesem Land arbeiten ca 10. Mio Menschen in prekären Verhältnissen. D.h. sie schaffen gerade einmal sich über Wasser zu halten. Wieviel Beiträge zahlen diese Menschen von ihren geringen Löhnen in die Sozialkassen ein? Welcher Arbeitnehmer, der von 450 EUR Jobs "lebt", sorgt für die Leistungsfähigkeit unseres Rentensystems?

Ein persönliches Beispiel: Mein Stiefsohn hat mit 21 noch nichts für seine Zukunft getan, gleich welcher Art. Ich sehe die Gefahr, dass er nur auf seinen 25. Geburtstag wartet, dann startet die Hartz IV-Karriere. Wer zahlt für wen? Und von ihm und anderen Drückebergern soll ich auf meine Rente hoffen? Na dann gute Nacht, Marie!!!

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Ichbines2 17.08.2015, 21:37
164.

Während meiner Schulzeit wurden Lehrer und Politiker nicht müde, ständig anzuprangern, dass in der "SBZ" den Eltern die Kinder weggenommen und in die Krippen geschickt würden. Das sei das schlimmste, was man Kindern überhaupt antun könne....
Wie sich doch die Zeiten und Einstellungen blitzartig ändern, wenns in den politisch-ideologischen kram passt.

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schattenrose 19.08.2015, 19:00
165. Hausfrau

Muss man in sein Kind Geld in der Höhe von Einfamilienhäusern stecken? Finde ich persönlich übertrieben. Hinzufügen möchte ich auch, dass es auch noch Hausfrauen in diesem Land gibt und ich es völlig unsozial finde, wenn diese im Forum abwertend behandelt werden. "Fehlt nur noch das Kopftuch", ist nur ein Beispiel eines Kommentars anderer Artikel hier. Als Hausfrau habe ich persönlich nicht so hohe finanzielle Ansprüche: Klamotten werden genäht, Essen wird aus einfachsten Zutaten gekocht und Kinder werden nachmittags zum spielen nach draußen geschickt. Neuen Schnickschnack brauche ich nicht und als Auto tuts auch ein günstiges Modell mit wenig verbrauch. Dafür haben meine Kinder allerdings eine fürsorgliche Mutter zu Hause! Genau das, was Kleinkinder brauchen, eine konstante Bezugsperson zu Hause. Arbeiten kann man später auch noch, Kindheit ist begrenzt!

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redbayer 21.08.2015, 15:38
166. Sie haben sich eben

Zitat von BettyB.
Warum ist die Geburtenrate so wichtig in Zeiten ständig wachsender Weltbevölkerung? Will man das Gesamtbruttosozialprodukt halten, obwohl jenes pro Kopf wohl viel aussagekräftiger wäre, denn nicht nur die Luxemburger brauchen sich bezüglich ihres Wohlstandes ja wirklich nicht zu "verstecken"?
den Verstand bewahrt und wissen, dass man mit weniger Menschen meist mehr Wohlstand (pro Kopf) erreicht - siehe auch die beispielhafte Einkind-Politik in China, die den Wohlstand gebracht hat.

In Deutschland herrscht dagegen die "Tonnen-Ideologie". Alle Politiker (SPD, Grüne) und Wirtschaftler glauben, nur mit mehr Menschen können Deutschland und die deutschen Renten überleben. Deshalb lockt man Millionen von Zuwanderern ins Land und der SPON schreibende Professor Henrik Müller glaubt sogar ohne diese Millionen Zuwanderer gehe Deutschland unter?
Dabei beweisen alle überbevölkerten Länder der Welt genau das Gegenteil.

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hummelhirte 21.08.2015, 15:51
167.

82 Mio Einwohner sind für ein relativ kleines Land wie Deutschland eigentlich zu viel. In 30 Jahren hat sich die Weltbevölkerung verdoppelt. Hungersnot, Kriege und Umweltzerstörung werden dramatisch zunehmen. Ich halte es für unverantwortlich, mehr als ein Kind pro Paar zu zeugen. Skandinavier haben es schon früh erkannt: Es ist nicht kinderfreundlich, viele Kinder zu zeugen.

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lschneider007@gmail.com 21.08.2015, 18:31
168.

Nicht erwaehnt wurde der 2. WK. Ein wesentlicher Grund, warum die Kinerbetreuung in anderen Laendern funktioniert ist die Hilfe der Familie. Gehen beide Elternteile arbeiten, helfen die Grosseltern, Tanten, Onkeln etc. In Deutschland wurden die Familien zerrissen und der Familienzusammenhalt, der die Eltern entlasten kann, konnte nicht mehr gewaehrleistet werden. Eine Loseung ist es, ausser Landes zu heiraten, wo die Familie und Unterstuetzung noch intakt ist.

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lschneider007@gmail.com 21.08.2015, 18:46
169.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/deutsche-bahn-statt-wohnung-studentin-lebt-jetzt-in-zuegen-a-1048909.html

Das ist genau das Problem - Oma in Bielefeld, Mutter in Berlin und wie soll das jetzt gehen ohne Familie, die bei der Kinderbetreuung hilft und so zu 2.0 Geburten/Frau beitraegt ?

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