Forum: Wissenschaft
Fasten: Die Mär vom Entschlacken
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Radikale Diäten, die den Körper reinigen sollen, erreichen oft das Gegenteil: Eine Überdosis Gift sammelt sich im Blut an. Vernünftiges Fasten kann jedoch tatsächlich heilsam sein.

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sonnix 18.03.2012, 11:28
10. Ausprobieren!

Jeder sollte zumindest einmal eine Fastenkur ausprobieren. Ich habe es letztes Jahr gemacht und war sehr positiv überrascht :)

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frimiax 18.03.2012, 11:30
11. Wieder so ein Mythos

Zitat von ginfizz53
... und fünf große Mahlzeiten - über den Tag verteilt - sind besser als drei kleine!
Ich habe festgestellt, dass fünf große Mahlzeiten am Tag besser als drei kleine sind!

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ernstl1704 18.03.2012, 11:40
12. ...

Zitat von CMH
Sehen Sie, genau diese Denkweise meinte ich - danke für das Beispiel! Es wird als allererste Abwehrreaktion aufgezählt, was man den ganzen lieben Tag so alles machen muss und wie furchtbar verplant doch alles ist.
Absolut korrekt.

Auch wenn man z.b. rechnet wie schnell man mit dem Auto wirklich zur Arbeit fährt, nämlich mit einer Durchschnittsgeschw. von 20 km/h, dann sollte, man sich überlegen ob man nicht einfach den Weg zur Arbeit zum Bewegen nutzen sollten und mit dem Fahrrad fährt.
Die 20 km/h kommen zustande wenn man einrechnet welche Arbeitszeit man für das Begleichen der Kosten des PKWs einsetzen muss.

Bei 2 x 60 min Fahrtzeit mit dem PKW ist das natürlich in der Tag schwierig. Die meisten Menschen haben aber Arbeitswege die weit kürzer sind. Trotzdem fahren die meisten die nur 5km zur Arbeit haben mit dem Auto.
Würde man konsequent Rad fahren, würde man gesünder leben und sehr viel Geld sparen.

Durch die momentanen Spritpreise setzt sich diese Erkenntnis im übrigen in meinen Bekanntenkreis durchaus langsam durch.

Mittlerweile denke doch viele darüber nach wie sie den Ölkonzenen eine Schnippchen schlagen können.

Leider geht es wieder nur übers Geld und nicht wirklich über Einsicht.

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FinCoach 18.03.2012, 11:46
13. Einfach selber ausprobieren

Es geht nichts über das selber ausprobieren. Ich faste seit 1995 mind. einmal im Jahr, 9-20 Tage und nehme nur Wasser, Tees und 250ml Saft täglich zu mir. Mögen all die sogenannten Experten schreiben was sie wollen: für mich ist diese jährliche Erfahrung so wertvoll, dass ich sie nicht missen möchte.

Doch wie bei allem, was man tut oder nicht tut, ist das Bewusstsein WIE man es tut von höchster Bedeutung, denn diese bestimmt das Ergebnis:
- Wer nur fastet um abzunehmen wird vermutlich per Jojoeffekt zunehmen
- Wer nur fastet um zu entschlacken, läuft Gefahr sich zu vergiften
usw

Fasten ist in meinen Augen ein tief geistige Angelegenheit und als solche sollte sie auch durchgeführt werden. Ethnologisch gesprochen ist es zu vergleichen mit einem Ritual der Wiedergeburt: ich mache eine kleine Erfahrung des Todes (vom Materiellen). Diese Erfahrung kann ich nutzen um meine Persönlichkeit weiter zu entwickeln. Auf dieser Basis wir nimmt der ab, der sich für zu schwer hält weil er erkennt, warum er so schwer geworden ist. Jetzt ist er bereit die URSACHEN des Schwerseins anzugehen. Das kann nachhaltig Erfolg bringen. Auf dieser Basis erkennt der der gerne entschlacken möchte, WARUM er sich die Gifte im Alltag gönnt und kann sie so auch loslassen. USW

Fasten, ohne dieses tiefere Bewusstsein führt vermutlich zu allem was sich Experten so ausdenken können. Meine persönliche Meinung ist das das Fasten, richtig angewendet, die Möglichkeit tiefster Gesundeit und Heilung aller Krankheiten birgt. Leitender Arzt bei diesem Prozess kann aber NUR die eigene innere Stimme sein.

Fazit: man sollte nur fasten, wenn man einen INNEREN Impuls dazu spürt und bereit ist dem zu folgen. Wer lediglich ÄUßEREN Impulsen folgt kann dabei gehörig auf die Nase fallen.

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keinzeitungsleser 18.03.2012, 11:49
14. nichts gegen die Wissenschaft

Zitat von sysop
Radikale Diäten, die den Körper reinigen sollen, erreichen oft das Gegenteil: Eine Überdosis Gift sammelt sich im Blut an. Vernünftiges Fasten kann jedoch tatsächlich heilsam sein.
Wissenschaft geht (fast immer) am Menschen vorbei. Ich habe schon oft bis zu 12 Tage gefastet und kann sagen: Zum Abnehmen taugt es nicht, der Jo-jo-Effekt wirkt hier extrem. Ansonsten fühlt man sich nach 3-4 Tagen, wenn der Körper auf Selbstversorgung umgeschaltet hat, einfach großartig.

Das Denken wird viel klarer und der Körper hat eine ganz andere Energie. Wie sollte also etwas, das sich gut anfühlt, schädlich sein?

Evolutionär gesehen, musste der Mensch schon immer längere Hungerperioden durchstehen. Darauf hat sich der Organismus eingerichtet.

Ich bin überzeugt, eine neue Studie könnte zu ganz anderen Ergebnissen oder Schlussfolgerungen kommen.

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claudia82 18.03.2012, 11:53
15. hm.

Zitat von ernstl1704
Die meisten Menschen haben aber Arbeitswege die weit kürzer sind. Trotzdem fahren die meisten die nur 5km zur Arbeit haben mit dem Auto. Würde man konsequent Rad fahren, würde man gesünder leben und sehr viel Geld sparen.
Ich denke da immer wieder drüber nach, zumindest für einen Teil der Strecke das Rad zu nehmen, immer wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschalgen - keine weitere Schnappatmung an der Zapfsäule UND Fitness. Aber ich frage mich, ob das in einer Großstadt so gesund sein kann. Die Lungengefäße weiten sich durch den Ausdauersport ja, d.h. Abgaben und Emissionen werden quasi eingeladen, schon tief inhaliert zu werden. Oder seh ich das zu übertrieben?

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Celegorm 18.03.2012, 12:04
16.

Zitat von santos_
Was für ein komischer Artikel. Der Titel lautet "Die Mär vom Entschlacken" und es wird behauptet daß es keine Schlacken gibt. Gleichzeitig wird aber auf die Funktion der Fettpolster zum einlagern von Schlacken hingewiesen. Welche durch fasten tatsächlich abgebaut werden.
Das sind keine "Schlacken", was im biologischen Kontext sowieso ein Unsinnsbegriff ist, sondern aufgenommene Toxine. Die wie geschrieben auch nicht abgebaut werden können. Ein signifikanter Fettabbau setzt diese eingelagerten Giftstoffe lediglich frei, so dass diese dann mitunter Schädigungen in den Organen bewirken. Weshalb die Schlussfolgerung zutreffend ist, dass in dem Kontext Fasten/Abnehmen schädlich ist.

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Jo.S 18.03.2012, 12:12
17. Jupheidi!

Zitat von FinCoach
...Fazit: man sollte nur fasten, wenn man einen INNEREN Impuls dazu spürt und bereit ist dem zu folgen...
Nein: Der äußere Impuls ist doch viel wichtiger! Wozu gibt es schließlich Aschermittwoch?
Zitat von FinCoach
... Wer lediglich ÄUßEREN Impulsen folgt kann dabei gehörig auf die Nase fallen. ...
Und wenn schon. Dann stehe ich wieder auf! Also Schluß mit Räucherspeck, Sahnetorte und dem Gläschen Wein.
Nur noch Wasser und Brot. Na ja, Fisch ist natürlich auch erlaubt.
Oder Gemüse. Und bald ist Ostern, jupheidi!

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Deep Thought 18.03.2012, 12:22
18.

Zitat von
An der Klinik Blankenstein stellte man bei den Teilnehmern einer dreiwöchigen Fasten-Studie einen Anstieg von Immunglobulinen im Darm fest, und dieser Effekt war teilweise noch drei Monate nach der Kur zu beobachten. Immunglobuline gehören zu den Speerspitzen im Kampf gegen Viren und andere ungebetene Eindringlinge: Heilfasten führt also zu einer verbesserten Immunleistung des Darms. Wozu auch gehört, dass sich in den Verdauungswegen mehr Nutz- als Schadbakterien ausbreiten. Diese mikrobiologische Stabilisierung schützt vor allergischen Reaktionen. Denn die Nutzbakterien des Darms puffern Histamine, also jene Botenstoffe des Immunsystems, deren Überproduktion zu allergischen Reaktionen wie Augentränen, Heuschnupfen, Nesselfieber und Asthma führen kann..
DA hat sich ein frei von medizinischem Sachversatnd befindlicher Journalist von den Marketingkarren einer dubiosen Klinik spannen lassen.

1. Kurz zur Erklärung, wie es zu den "tollen" Erhöhungen der Immunglobuline kommen kann:

Wichtig ist für den Körper, daß der "onkotische Druck" des Blutes relativ stabil bleibt, um den Flüssigkeitsaustausch auf der Kappilarebene aufrecht zu erhalten. Dabei spielen die Albumine (= Hauptbestandteil der extrazellulären Eiweißkörper im Blut)

bei Mangelernährung und exzessivem Fasten wird das Albumin jedoch weniger stark produziert und zusätzlich die wichtigen Albumine mangels Energiezufuhrt schlicht und einfach verstoffwechselt, laienhaft ausgedrückt: "verbrannt" , ebenso wie übrigens auch Muskeleiweiß.

Da also der Albuminanteil im Blut deutlich abnimmt, MUSS AUTOMATISCH der Anteil anderer Einweißkörper prozentual größer werden.

Und dieser Anteil anderer Eiweißkörper sind.... na, was wohl? - die Gammaglobuline! Deren Anteil(!) erhöhung am Gesamteiweiß hat also primär nichts mit deiner Verbesserung der Abwehrlage zu tun, sondern mit dem auftretenden Albuminmangel !!

Dieses Phänomen sieht man übrigens auch im Endstadium des chronischen Alkoholismus, wo die Leber so stark geschädigt ist, daß der Albuminanteil nicht aufrechterhalten werden kann, weil nicht mehr genügend Leberzellen vorhanden sind, um Albumin zu erzeugen, die Erzeugung von Immmunglobulinen findet jedoch im weniger geschädigten Knochenmark statt! Daher ist die relative und sogar absolute Verschiebung der Gammaglobulinfraktion sogar ein Moaikstein bei der Diagnosestellung des schweren Alholismus im Endstadium.

Auch bei schwerst Mangelernährten Kindern in Hungergebieten (= unfreiwilliges Fasten) ist eine relativ und absolute Verschiebung typisch.

Niemand wird so töricht sein, Alkoholiker oder Mangel/fehlernährte aufgrund ihrer relativen oder gar absolut erhöhten Globulinfraktion als besonders Infektionsresistent darzustellen, es ist auch genau das GEGENTEIL der Fall.

weiter im 2. teil

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dixonsteele 18.03.2012, 12:22
19. Schlacken

Zitat von sysop
Radikale Diäten, die den Körper reinigen sollen, erreichen oft das Gegenteil: Eine Überdosis Gift sammelt sich im Blut an. Vernünftiges Fasten kann jedoch tatsächlich heilsam sein.
Ich halte diese Begriffe Schlacke/Entschlacken für absolut blödsinnig. Ich zahle dem Ersten der mir so ein Schlackenteil vor die Augen hält sofort 50 Euro cash.
Es gibt Menschen, die glauben tatsächlich sie würden so eine Art Hochofenschlacke verlieren.
Insofern wirklich eine "Mär vom Entschlacken", mit der eine Menge Geld gemacht wird.

dixon steele

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