Forum: Wissenschaft
Fessenheim: Streit um Schließung von Problem-AKW
REUTERS

Das Kernkraftwerk Fessenheim an der deutsch-französischen Grenze hat Probleme gemacht, es sollte noch dieses Jahr abgestellt werden. Doch die französische Umweltministerin widerspricht.

wo_st 08.03.2016, 13:12
1.

Wenn der Reaktor Fessenheim unkontrolliert sein wird, dann sind die 2000 Beschäftigten und viele andere Anwohner auch Tod, oder nur dem Tod sehr nahe.

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Beat Adler 08.03.2016, 14:44
2. Wie hoch ist der Zusatznutzen im Verhaeltnis zum Risiko?

Wie hoch ist der Zusatznutzen einen alten Atomreaktor weiterzubetreiben im Verhaeltnis zum Risiko?
Interessant waere eine Risiko-Analyse einer Versicherungsgesellschaft:
Wie hoch ist die Jahres-Praemie, um einen alten Atomreaktor, einen Dinosaurier der Technologiegeschichte, um ein weiteres Jahr zu versichern mit einer Schadenssumme von 100 Milliarden Euros?

Wetten, dass die Versicherungspraemie hoeher ist, wie die Bruttoeinnahmen durch den Verkauf elektrischer Energie?
Schlussfolgerung: Alle alten Atomreaktoren vom Netz, subito!

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karl-felix 08.03.2016, 15:29
3. Tja

jetzt rächt sich die Abhängigkeit vom Atomstrom . Auf der einen Seite Milliarden teure neue AKW die man nicht ans Laufen bringt, auf der anderen Seite Uraltmeiler die ständig mit Pannen vom Netz gehen .
Das wird jetzt richtig teuer für die Franzosen .
Herzlich Beileid.
Dagegen sind wir in Deutschland wirklich in einer kommoden Situation , Strom im Überfluss und nicht das geringste Problem bei der Abschaltung der Atommeiler.

Hoffen wir nur, dass keiner der französischen Uraltmeiler in die Luft fliegt und weite Teile unserer Heimat unbewohnbar macht. Ich wäre dafür, den Franzosen die entsprechende Strommengen kostenlos zu liefern , unter der Voraussetzung,. dass die die Schrottmeiler schliessen.

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lars.manhof 08.03.2016, 16:17
4. Nicht billig, aber sehr gefährlich

Wenn Fessenheim hopps geht, dann ist das schöne Süddeutschland für 2 - 3 Generationen nicht mehr bewohnbar und die CSU- und AfD-Anhänger können hautnah ausprobieren, in wievielen Ländern sie vielleicht Asyl bekommen, oder ob sie abgeschoben werden ins Herkunftsland.
Diese Deutschen könnten dann verspüren, was sie früher falsch gemacht haben.

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Zuversicht7 08.03.2016, 16:58
5. Atomstrom zu teuer - EDF-Finanzvorstand tritt zurück

Zitat von Beat Adler
Wie hoch ist der Zusatznutzen einen alten Atomreaktor weiterzubetreiben im Verhaeltnis zum Risiko? Interessant waere eine Risiko-Analyse einer Versicherungsgesellschaft: Wie hoch ist die Jahres-Praemie, um einen alten Atomreaktor, einen Dinosaurier der Technologiegeschichte, um ein weiteres Jahr zu versichern mit einer Schadenssumme von 100 Milliarden Euros? Wetten, dass die Versicherungspraemie hoeher ist, wie die Bruttoeinnahmen durch den Verkauf elektrischer Energie? Schlussfolgerung: Alle alten Atomreaktoren vom Netz, subito!
Atomstrom zu teuer - EDF-Finanzvorstand tritt zurück

Zitat Aus

http://www.iwr.de/

Vom 07.03.2016, 15:58 Uhr

Wollte Ex-CFO Piquemal Entscheidung pro Hinkely Point C vertagen?
Der 46-jährige Piquemal soll den Energiekonzern nach Informationen eines Insiders wegen der hohen Kosten für den geplanten Bau neuer Atomkraftwerke verlassen haben. Dies berichtete Bloomberg am Wochenende. Der Ex-CFO hatte sich demnach für eine Verschiebung der finalen Investitionsentscheidung für den Bau des Atomkraftwerks (AKW) Hinkley Point C im Südwesten von England ausgesprochen. Aus seiner Sicht belaste eine solche Entscheidung die Bilanz des Konzerns. Laut Bloomberg will der Konzern im April für dieses Projekt eine Entscheidung fällen. Piquemal sei mit seiner Intervention und Forderung nach einer Verschiebung gescheitert und ziehe nun die Konsequenz, heißt es. Nach einem Wort des Dankes für die geleistete Arbeit des ehemaligen CFO, der den Job bei EDF seit 2010 ausgefüllt hat, sucht man in der kurzen Mitteilung des Konzerns vergebens. Die EDF-Aktie gibt an der Pariser Börse bislang um rund sieben Prozent nach. Der Energieriese befindet sich zu knapp 85 Prozent in Händen des französischen Staates.

Einer scheint wohl schon einiges zu AHNEN?

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tempus fugit 08.03.2016, 17:38
6. Der Chef von Munich Re....

Zitat von Beat Adler
Wie hoch ist der Zusatznutzen einen alten Atomreaktor weiterzubetreiben im Verhaeltnis zum Risiko? Interessant waere eine Risiko-Analyse einer Versicherungsgesellschaft: Wie hoch ist die Jahres-Praemie, um einen alten Atomreaktor, einen Dinosaurier der Technologiegeschichte, um ein weiteres Jahr zu versichern mit einer Schadenssumme von 100 Milliarden Euros? Wetten, dass die Versicherungspraemie hoeher ist, wie die Bruttoeinnahmen durch den Verkauf elektrischer Energie? Schlussfolgerung: Alle alten Atomreaktoren vom Netz, subito!
....hat dazu folgende Meinung, und daher sind weder Kriegsereignisse noch Atomunfälle versicherbar.

http://www.welt.de/finanzen/versicherungen/article12895799/Schaeden-durch-Super-GAU-lassen-sich-kaum-absichern.html


In einem anderen Interview - SPIEGEL? Spon? hat er
ähnliches zum Ausdruck gebracht und erinnerlich dazu
festgestellt, dass es auch moralische und ethische Gründe gibt, Atom nicht zu versichern!

Vielleicht find' ich die Kernaussage dazu nochmal!

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Zuversicht7 08.03.2016, 18:45
7. Nicht versicherbar, erklärte von Bomhard

Zitat von tempus fugit
....hat dazu folgende Meinung, und daher sind weder Kriegsereignisse noch Atomunfälle versicherbar. http://www.welt.de/finanzen/versicherungen/article12895799/Schaeden-durch-Super-GAU-lassen-sich-kaum-absichern.html In einem anderen Interview - SPIEGEL? Spon? hat er ähnliches zum Ausdruck gebracht und erinnerlich dazu festgestellt, dass es auch moralische und ethische Gründe gibt, Atom nicht zu versichern! Vielleicht find' ich die Kernaussage dazu nochmal!
Nicht versicherbar!

Zitat aus

http://www.deraktionaer.de/aktie/munich-re--allianz--hannover-rueck--die-aufholjagd-geht-weiter-14945839.htm

Die Aktien der Allianz, der Munich Re oder auch der Hannover Rück zählten im Zuge des Erdbebens in Japans zu den größten Verlierern im HDAX. Mittlerweile erholen sich die Titel allerdings wieder deutlich. Nun sollten die Aussagen von Munich-Re-Chef Nikolaus von Bomhard den Versicherungswerten weiteren Rückenwind bescheren.

Atomunfälle nicht versicherbar

Gegenüber der Welt am Sonntag erklärte von Bomhard, dass die Folgen Reaktorkatastrophen nicht versicherbar seien: "Grundsätzlich gibt es für jede Versicherung einen Preis. Bei großer Unsicherheit der Berechnung ist er aber außerordentlich hoch." Daher sei es für einen Versicherungskonzern nicht verantwortbar, die Schäden aus einem Atomunfall zu versichern.

"Wir versichern Atomrisiken nur in sehr geringem Umfang", betonte von Bomhard, der über die konkreten Kosten des Erdbebens und des darauffolgenden Tsunamis noch keine genauen Angaben machen konnte. "Wir müssen unsere Verträge in den verschiedenen Sparten analysieren."

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nixblicker00 08.03.2016, 19:47
8. Vielleicht sollten wir zahlen

Nutzen und Risiko sind ungleich verteilt, klar.

Was bringt es aber, wenn wir uns jetzt aufregen und schimpfen. Frankreich entscheidet, ob und wann sie das Ding stillegen und klar ist, dass so ein Kraftwerk mit H-Kennzeichen wirtschaftlich super ist.

Wenn wir also im eigenen Interesse - immerhin liegen wir in der Hauptwindrichtung - das Risiko los sein wollen, dann können wir doch Geld anbieten, damit die das Ding abstellen.

Bei geschätzter 1 Mio Gewinn am Tag, 300 Betriebstage/Jahr und noch 10 Jahren Laufzeit komme ich auf gerade mal 3 Mrd. Restgewinn, den man mit Fessenheim noch abfeiern kann.

Zahlen wirs doch. Erdogan bekommt die gleiche Summe in Nachverhandlung zwischen Tür und Angel. Das ist doch kein Geld und Strom gibts ohnehin genug am Markt. So viel, dass RWE behauptet, dass sie beim derzeitigen Börsenpreis noch nicht mal mehr Braunkohlekraftwerke wirtschaftlich betreiben können.

Das gleiche machen wir mit weiteren, bedrohlichen Kraftwerken in Frankreich, Belgien und Tschechien. Kiommen vielleicht 50 Mrd. raus. Das ist doch ein guter Deal.

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