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Fipronil-Angst: Die Geschichte von den Eiern und den Bienen
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Der Ernährungs-Hype der Woche, die Angst vor giftigen Eiern, erscheint stark übertrieben. Viel gefährlicher ist die Chemikalie Fipronil für eine ganz andere Spezies - und damit am Ende auch wieder für uns Menschen.

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Miere 07.08.2017, 06:11
30. Aber es stimmt schon, das Thema ist komplexer.

Und alle Insktizide mal eben zu verbieten ist keine Lösung. Dann fressen irgendwelche Käfer die Felder kahl, und gegen Läuse kann man auch nix mehr machen. Man muss schon wirklich bei jedem einzelnen Wirkstoff genau überprüfen, was genau er macht, wenn man ihn wie und wo genau einsetzt.

Beim Bienensterben hätten Sie noch erwähnen können, dass viele schlicht verhungern. Das liegt auch teil an Monokulturen. Aber es liegt auch an Städten, die alle Parks und Randstreifen zugleich mähen, und an Hausbesitzern, die ihre Gärten entweder zu Parkplätzen pflastern oder 14-Millimeter-Rasen draus machen, ohne eine einzige Blume.

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der_gärtner13 07.08.2017, 07:04
31. Anbauen wie die Holländer!

Alles hochkonzentriert unter riesige Gewächshäuser!

Da gibts nicht nur separate Wasserkreisläufe, um das Grundwasser etc. zu schützen In den ja regelrechten Industrieanlagen werden sogar die Bienen extra heran gezüchtet.

Wenn Intensivlandwirtschaft der Natur schadet, muss die Landwirtschaft in ihre eigenen Kreisläufe überführt werden !

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GinaBe 07.08.2017, 07:18
32. Grundlagen für das irdische Leben.

Merci für die Kolumne, in der Herr Stöcker Zusammenhänge herstellt, die zwischen Bienen und Vöglen bestehen, darin, daß beide Arten auf eine saubere, unbelastete Natur abhängig sind und der Einsatz von Pflanzen- und Insekten- Vernichtungsmittel und Giften diesen schaden, was ja fürwahr kein Wunder ist!
Ja, auch ich beobachte einen Schwund dieser Tierchen, der sich bemerkbar macht, weil ich kaum noch welche sehe, Bienen etwa und Hummeln. Die Vögel werden von Jahr zu Jahr weniger- manche sind ganz verschwunden, weil sie keine Insekten mehr finden, von denen sie sich ernähren.
Anstatt daß Regierungen dies als Warnsignal sehen, wird munter weiter schöngeredet, entschuldigt und die Bürger getäuscht.
Wie lange dauerte es, bis die Trennung zwischen Staat und Religion hier vollzogen war? Nein, sie ist auch heute noch nicht abgeschafft und kann dies auch nicht werden, weil Religion auch Kultur bedeutet und die lässt sich kaum abstreifen, weil sie notwendig ist als Klebstoff der Gesellschaft....
Symbiotischer aber manipulieren offenbar entsprechende Interessenverbände in die Aufgabenstellung der Regierung, des Staates hinein in diversen Bereichen. Kaum einer bleibt unberührt. Ließe sich diese "Störung" überhaupt beheben?
DARF Vorteil alles?

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aschie 07.08.2017, 07:18
33. Hungerjahre

Zitat von alfredjosef
"Diese Substanzen machen demnach gemeinsam ungefähr ein Drittel des Weltmarktes für Insektizide aus. Es geht um eine Menge Geld." Es geht vor allem um eine Menge Essen. Insekten sind neben den Unkräutern der Hauptgrund für Ernteverluste. Ohne Pflanzenschutz hätten wir wieder Hungerjahre, in denen die ganze Ernte von Insekten (Heuschrecken oder Kartoffelkäfer etwa) gefressen wird. aj
Vieleicht wäre etwas weniger Nahrung gar nicht so schlecht für den einen oder anderen.
War natürlich nur spass. Aber bei uns werden definitiv mehr Nahrungsmittel hergestellt als verbraucht.
Es werden unmengen vernichtet nur um die Preise stabil zu halten
Etwas weniger producieren mit natürlichen Feinden gegen Schädlinge dann bräuchte es auch wenieger Pesticide.
Chemie vernichtet nicht nur die Schädlinge sondern auch deren natürlichen Feinde. Am Ende bleiben dann nur noch resistente Schädlinge zurück und die können sie dann gar nicht mehr bekämpfen. Das ist zB ein riesen Problem bei Antibiotika die auch in der Massentierhaltung eingesetzt werden.
Das viele Menschen auf dem Planeten an unterernährung leiden ist hauptsächlich ein verteilungs Problem .
Grosse Flächen werden genutzt um Treibstoff aus den Pflanzen zu gewinnen.
Bei der Industriellen Landwirtschaft gehts hauptsächlich ums Geld und nicht um die Ernährung der Welt.

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der.tommy 07.08.2017, 07:20
34. @cindy2009

China hatte lange Zeit die ein-Kind-Politik. Hat funktioniert, zumindest was die Reduzierung der Geburtenziffer angeht. Der Großteil der Menschheit will das nicht aus freien Stücken, aber die Begrenzung der Bevölkerung ist auf lange Sicht das einzige sinnvolle Mittel, Ressourcen zu schonen.

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isar56 07.08.2017, 07:49
35.

Zitat von Schämt euch
Ich glaube nicht, dass in den Köpfen der Verbraucher irgendetwas angekommen ist... Dass Bayer, BASF und Co nicht den Verbraucherschutz als wesentliches Anliegen im Kopf haben, wissen wir doch schon längst. Das sind ja schließlich dieselben Firmen, die uns schon Heroin, Chemieunfälle, Chlorgas als Kampfstofg uvm. eingebrockt haben. Aber solange wir meinen in Deutschland knapp 19 Mrd. Eier und 750 Mio. Tiere pro Jahr essen zu müssen, braucht sich kein Verbraucher über Gift in Eiern oder sterbende Bienen aufzuregen. Denn solange wir gut 60% unserer Agrarflächen für die Tierfutterherstellung verbrauchen, können wir uns die Verluste einer Insektizid- und Pestizidfreien Landwirtschaft nicht leisten. Nur ein Beispiel zum Schluss: für 1kg Rind braucht man c.a. 12kg Soja. Soja hat doppelt so viel Protein (40 vs. 20%) wie Rindfleisch. Wir könnten also 12kg Soja anbauen, 11,5kg (95%) an Schädlinge verlieren und 500g zu Tofu verarbeiten und hätten noch immer den gleichen Nährwert wie bisher auf der gleichen Fläche wie bisher. Letztendlich hat auch der Verbraucher bei unserem Weg in die Bienenlosigkeit die gleichen Argumente wie bei der Zigarette: Weil's schmeckt!
Letztes Jahr im Zug hörte ich eine kleine Gruppe Jugendlicher, die sich über ihre bevorstehende Abiturprüfung unterhielten. Eine der jungen Mädchen erklärte:" ich möchte bloß mal wissen, wozu wir Bienen brauchen. Die taugen doch zu gar nichts." Es fängt also bereits bei der Schulbildung an, das ganze Elend. Allein die Themen Honig und Bestäubung waren vor 45 Jahren noch Lehrstoff der Grundschule. Also, woher soll Umweltbewußtsein kommen?
Es muss nicht jeder Soja und Tofu mögen, aber das was die Menschheit auf diesem Planeten treibt ist dessen vorübergehender Untergang und unser Selbstmord. Die Natur wird sich vom Störfall homo sapiens erholen.

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cindy2009 07.08.2017, 08:04
36. zu welchem Preis

Zitat von der.tommy
China hatte lange Zeit die ein-Kind-Politik. Hat funktioniert, zumindest was die Reduzierung der Geburtenziffer angeht. Der Großteil der Menschheit will das nicht aus freien Stücken, aber die Begrenzung der Bevölkerung ist auf lange Sicht das einzige sinnvolle Mittel, Ressourcen zu schonen.
Sie wissen schon, dass so etwas nur mit Repressalien funktioniert, die auch anschlagen können? Was interessiert es ein ungebildetes Paar, das sowieso nichts hat, wenn es Einschränkungen bei Kindergarten- und Schulplätzen hat? Was interessiert es, ob sie weniger Urlaub haben, wenn sie sowieso keine Arbeit haben? Usw., usf.
Und zu welchem Preis wurde das umgesetzt? Speziell wurden Mädchen abgetrieben, oder umgebracht, in Waisenhäusern ausgesetzt oder gar "verkauft".
Der Preis ist hoch, es geht zu Lasten von Menschenrechten.

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Mikrohirn 07.08.2017, 08:12
37. Das Mittel ist höchstwahrscheinlich unschädlich,

aber natürlich ist es richtig, es zu verbieten. Was'n das für'ne Aussage? Typisch für den heutigen, unausgegorenen, faktenfreien Ideologie-Quark, der als Ökologie daherkommt.

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permissiveactionlink 07.08.2017, 08:31
38. #34, der.tommy

Ich schlage diesbezüglich die Einführung eines Zwangs-Fortpflanzungs-Lottos vor : Wer nicht mindestens drei Richtige hat, wird sterilisiert. Ausgenommen sind nur Akademiker; von denen weiß man aus Erfahrung, dass die sich sowieso nicht nennenswert fortpflanzen. ;-) Zur Ein-Kind-Politik : Gerade diese hat in China dazu beigetragen, dass häufig weibliche Föten abgetrieben wurden. Ein "kleiner Kaiser" ist offenbar deutlich akzeptabler als eine "kleine Kaiserin". Bei der Abtreibung von weiblichen Föten in China und Indien wurden deutlich mehr Menschen beseitigt als im Holocaust. Daran denkt keiner. Nicht mal die chinesischen Singles, die verzweifelt eine geeignete Partnerin suchen. Schwule haben es zur Zeit in China leichter !

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InesH 07.08.2017, 08:47
39. Bewohntes Obst :)

Zitat von wekru
In unserem Garten haben wir Äpfel, aber es gibt nicht einen, der nicht von Wespen oder Ohrenkneifern angebohrt wurde und als Nest für den Nachwuchs dient. Oh wundersam wie makellos die Ware im Laden ist, aber leider reagiere ich auf die verwendeten Schutz-Mittel allergisch. Die einzigen Äpfel die ich essen kann sind meistens bewohnt.
Hallo wekru,
seltsam. Ich habe nämlich auch Äpfel, Boskop und eine sehr alte, mir unbekannte Sorte (der Baum ist asbach uralt). Und Birnen. Und in meinem absolut chemiefreien Garten ist nie ein Apfel oder eine Birne *bewohnt*. Auch die Karotten waren es im letzten Jahr nicht, ebensowenig die Erbsen.
Allerdings halte ich den Garten wirklich chemiefrei, vogel -und insektengerecht und habe demzufolge jede Menge insektenfressende Vögel plus deren Futter...
Ok, der Garten ist groß, im Speckgürtel einer Großstadt würden da vier bis fünf Einfamilienhäuser draufpassen.
Kleiner Trick für Sie. Dünnen Sie die Äpfel in Ihrem Garten aus, die Ohrenkneiifer gehen normal nicht in die Äpfel, sondern nutzen Druckstellen am wachsenden Obst. Da, wo die Schale beschädigt ist, bei zu vielen Kontaktstellen des Obstes entsteht so etwas durch Reibung.

LG
InesH

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