Forum: Wissenschaft
Fleischindustrie: Regierung rügt Tierquälerei in Schlachthöfen
dapd

In deutschen Fleischbetrieben werden viele Tiere unnötig gequält. Nach Angaben der Bundesregierung gibt es Fehler beim Betäuben vor der Tötung. Die Grünen verlangen nun ein Ende des Akkord-Schlachtens. Die betroffenen Unternehmen weisen die Vorwürfe von sich.

Seite 6 von 6
moev 22.06.2012, 11:56
50.

Zitat von rational_bleiben
So wie man Steuern auf alles ungesunde erheben müsste, müsste man Steuern auf Tierleid erheben, der Markt würde das dann von selbst regeln.
Und zwar schneller als diesen steuerbeschließenden Moralaposteln lieb ist würde sich das regeln, indem die Massen sie davon jagen und dann weiter machen wie bisher. Die werden ja nur toleriert weil sie noch nicht die Grenze überschritten haben, passiert das, dann wird die Masse den Volksbelehrern sehr deutlich zeigen was sie davon hält.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vincent1958 22.06.2012, 16:14
51. Wieso..

Zitat von moev
Und zwar schneller als diesen steuerbeschließenden Moralaposteln lieb ist würde sich das regeln, indem die Massen sie davon jagen und dann weiter machen wie bisher. Die werden ja nur toleriert weil sie noch nicht die Grenze überschritten haben, passiert das, dann wird die Masse den Volksbelehrern sehr deutlich zeigen was sie davon hält.
..in Schweden gibts jetzt ne "Fettsteuer"...hat sich auch niemand gegen gewehrt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
M. Michaelis 23.06.2012, 18:53
52.

Zitat von Auralibby
Sie wollen WIRKLICH die Beutejagd eines Raubtieres "moralisch" mit der profitorientierten Massentierhaltung von z.B. Schweinen durch Menschen vergleichen? Ich meine, im Ernst?
Es geht darum, dass hier bemängelt wird, dass einige Tiere unuzreichen betäubt wurden und deshalb in unangebrachter Weise leiden müssten.

Um moralische Kategorien geht es hier im übrigen überhaupt nicht das es diese in der Natur sondern nur im zwischenmenschlichen Kontext gibt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
CMDR 25.06.2012, 08:48
53.

Zitat von M. Michaelis
Nicht entsetzlicher als das was Tiere ihrer Beute antun. Merkt eigentlich keiner mehr was für absurde Standards hier gefordert werden ?
Sofern die Vermeidung unnötiger Qualen für ein Lebewesen als "absurder Standard" bezeichnet wird, kann ich diesem nicht folgen.
Der Punkt ist, daß die von Menschen begangenen Grausamkeiten an Tieren (und damit meine ich nicht nur das Schlachten) vermeidbar sind.
Wenn ein Raubtier mal ein Huhn reißt, dann ist das nach 1 Minute vorbei. Und ja, ich finde es "entsetzlicher", wenn ein Huhn ein Leben lang ohne Tageslicht in einem Käfig mit der Grundfläche eines A4-Blattes dahinvegetieren muß.

Selbst wenn es nicht "entsetzlicher" wäre: sollte wirklich gelten, weil die Tiere es ja tun (also der Beute Schmerzen zufügen), können/dürfen es die Menschen auch? Das kann doch nicht ernstgemeint sein, das Verhalten der Tiere als Maßstab oder Rechtfertigung für das Verhalten der Menschen zu verwenden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rvdf11974 25.06.2012, 09:58
54. Genau so ist es...

Zitat von caligus
Ich kenne sehr viele Menschen, welche beim Thema Fleisch und Schlachtung erkennbar auf "Durchzug", also Ignoranz schalten. Es ist interessant zu beobachten, dass intelligente Menschen, welche ihre Haustiere lieben und vergöttern, diesen menschliche Eigenschaften wie Vernunft und Intelligenz zugestehen, die jeden Katzen- oder Hundequäler am liebsten für den Rest seiner Tage hinter Gitter bringen möchten, das exakt diese gleichen Menschen jedoch nicht auf ihr täglich Stück Fleisch verzichten möchten. Es wird als getreu nach Orwell gehandelt: Alle Tiere sind gleich. Manche Tiere sind gleicher. Es handelt sich m.E. um eine sehr erfolgreiche Verdängungsstrategie. Wir verdrängen die Realität, denn die Anerkennung der Realität würde bedeuten, dass wir unser Handeln verändern müssten. Und der Mensch hasst nichts mehr als Veränderung. "Tiergerechtes Töten" ist überhaupt nicht möglich. Man mache sich hier bitte nichts vor. Wenn das tiergerechte Töten möglich wäre, dann könnten wir eigentlich im gleichen Atemzug die Euthanasie in Alten- und Pflegeheimen einfordern. Es ist Blödsinn. Fleisch, das wir essen, hat vorher gelitten!
Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Der Mensch verdrängt gerne Dinge die er ablehnt oder nicht gerne tut.
Aber ich gehe noch einen Schritt weiter. Es gibt einen Grund warum ich wenig bis gar kein Fleisch esse. Der Grund dafür ist nicht, dass Tiere dafür getötet werden sondern weil es einfach nicht schmeckt. Fleisch aus Massentierhaltung und Massentierschlachtung kann auch nicht schmecken, da die Tiere von der Wiege bis Bahre nur unter Stress stehen. Stress produziert allerlei Hormoncocktails die das Fleisch sozusagen ungeniessbar machen.
Das ein Tier vor seiner Schlachtung betäubt wird, ist eine Art Euphemismus, die wohl nur einem Zweck dient: Unser Gewissen zu beruhigen. Im Gegenteil die Betäubungsmittel essen wir dann auch noch mit... Tod ist nun mal keine schöne Sache, aber das steht ja ausser Frage. Wer Fleisch essen will muss töten! Und die einzige Art sozusagen "tiergerecht zu töten", ist es schnell zu tun und möglichst ohne das Tier dabei vorher zu sehr zu stressen. Dafür braucht man Menschen, die sich damit auskennen und keine Akkordarbeit!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 6