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Flug Southwest 1380: Ein Opfer, eine Heldin - und drängende Fragen
REUTERS / NTSB

Flugzeugdrama in 9700 Metern Höhe: In einer Southwest-Maschine geht das Triebwerk kaputt, Trümmer zerstören die Hülle, eine Frau wird teils nach draußen gesogen und stirbt. Nun gibt es erste Hinweise zur Ursache.

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Sibylle1969 18.04.2018, 16:31
1. Für alle mit Flugangst

Auch wenn die Geschehnisse schlimm sind, ändert das nichts an der Tatsache, dass Fliegen statistisch äußerst sicher ist. Der Straßenverkehr ist ca. um den Faktor 1000 gefährlicher.

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ffmfrankfurt 18.04.2018, 16:34
2. Heldin?

Wieso wird die Pilotin als Heldin gefeiert? Sie hat ihren Job gemacht. Eine Situation die sie oft genug im Simulator trainiert hat. Genau dafür ist sie auf dem Flieger.
Wenn ich als Notarzt zu einem Notfall gerufen werde und Leben rette, dann feiert mich auch niemand sondern erwartet das-völligst zu recht-ganz einfach von mir.
Oder soll ich mir das nächste Mal selber Lorbeeren umhängen?

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Max Super-Powers 18.04.2018, 16:44
3.

So schrecklich das Ereignis auch ist (und mich als Flugangst-Geschädigten mit noch mehr Paranoia an den nächsten Flug denken lässt), eins muss mal gesagt sein:
Höchster Respekt für die Pilotin - die lehrstückartig zeigt, dass man kein Mann sein muss, um Cojones zu haben. Absolutes Bravo!

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M. Michaelis 18.04.2018, 16:45
4.

Die Pilotin ist keine Heldin sondern hat ihren Job gut gemacht indem sie das für solche Notfälle vorgesehen Standardverfahren erfolgreich durchgeführt hat.
Genau dafür sind Piloten an Bord denn sonst könne man auf sie bereits heute verzichten.

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Max Super-Powers 18.04.2018, 16:50
5.

Zitat von M. Michaelis
Die Pilotin ist keine Heldin sondern hat ihren Job gut gemacht indem sie das für solche Notfälle vorgesehen Standardverfahren erfolgreich durchgeführt hat. Genau dafür sind Piloten an Bord denn sonst könne man auf sie bereits heute verzichten.
War ja klar, dass es zumindest einen Oberlehrer geben musste, der die Sache kleinredet.

Standardverfahren blabla, oder glauben Sie etwa, dass einem Piloten in einer solchen Situation nicht auch ganz gewaltig die Klammer geht? Die Frau hat in einer lebensgefährlichen Situation die Nerven vorbildlich behalten. Egal wie gut das vorher trainiert wurde (oder auch nicht) dazu gehört eine gewaltige Portion Kaltblütigkeit. Die hat sie bewiesen, dafür bekommt sie Lob. Und sie können ja weiterhin herumstänkern.

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flytogether 18.04.2018, 16:52
6. frage an die Berufspiloten

und nicht an die Klugsch.
Warum hat sich wütend des Sinkfluges die Geschwindigkeit kurzzeitig wieder stark erhöht. Der Rate of descent war relativ konstant.

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thrifter 18.04.2018, 16:54
7. Bei allem Mitgefühl...

muß ich darauf hinweisen, daß das Opfer höchstwahrscheinlich noch leben würde,
wenn es sich, wie allgemein empfohlen, an Bord angeschnallt hätte. Vielleicht lernen wir etwas daraus?

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Max Super-Powers 18.04.2018, 16:55
8.

Zitat von Sibylle1969
Auch wenn die Geschehnisse schlimm sind, ändert das nichts an der Tatsache, dass Fliegen statistisch äußerst sicher ist. Der Straßenverkehr ist ca. um den Faktor 1000 gefährlicher.
Ich bin ein technischer Mensch, hab viele Lebensjahre auf dem Buckel und weiß das alles - nebst roundabout 300 Flügen während meines Lebens, bei denen nie irgendwas schief ging.

Und trotzdem habe ich jedes einzelne Mal, wenn ich in die Kabine steige, Puls und Blutdruck jenseits von Gut und Böse. Es ist bei den meisten einfach die Angst vor dem Kontrollverlust, gepaart mit dem Wissen, dass eben trotz aller Statistik, trotz aller sorgfältigen Wartungsarbeiten es trotzdem nur ein ermüdetes Bauteil braucht, um einem einen zehn Kilometer tiefen Freifall zu bescheren. Beim Flieger gibts eben keinen Seitenstreifen, keine Rettungsboote. Selbst verhältnismäßig kleine Probleme führen da zu veritablen Situationen wie dieser, bei denen nur durch Nervenstärke und Können die Katastrophe abgewendet werden kann. Wenn beim Auto, Schiff oder Zug der Motor platzt, jo, dann rollt man aus. Beim Flieger indes wird die Situation dann gleich haarsträubend.

Dies als Erklärung, warum trotz der sehr guten Statistik so viele Flugangst haben.

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der_rookie 18.04.2018, 16:59
9. Hm

Ich habe tiefen Respekt vor den (untrainierten) Passagieren, die in dieser Situation versucht haben dem Opfer zu helfen und es hineinzuziehen. Auch wenn ihre Bemuehungen letztlich leider das Leben des Opfers nicht retten konnten: Das ist ehrenwert

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