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Folge der Dürren: Weltweite Getreideernte deckt Verbrauch nicht
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Die Weltbevölkerung wächst und mit ihr der Bedarf an Lebensmitteln. Doch die Getreideernte hält mit dem Verbrauch nicht Schritt. Das liegt auch an den Dürren der letzten Jahre - und an veränderten Essgewohnheiten.

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damianschnelle 07.04.2019, 10:25
40. Eines der

inzwischen großen Probleme wird nicht mal in einem Nebensatz erwähnt. Riesige Flächen, die ausschließlich der Erzeugung von Grünmasse für die Herstellung von Bioenergie dienen. Zum Teil schon als Monokultur beim Mais.

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bobby.dittmann 07.04.2019, 10:25
41. Weltbevölkerung

Interessant, dass gerade aus einem so dicht besiedeltem Land wie Deutschland der Ruf nach Geburtenkontrolle kommt. Während Afrika in weiten Teilen sehr dünn besiedelt ist, hat Europa systematisch seine Wälder abgeholzt, seine Landwirtschaft intensiviert und ausländische Märkte zerstört. In vielen Regionen Afrikas wäre Ernährungssicherheit gewährleistet, wenn nicht internationale Konzerne und lokale Eliten lediglich auf Exportprodukte setzen würden. Aber die vielen armen Kinder sind das Problem. Wenn sich der Rest der Welt den europäischen Lebensstil gönnt, dann wird diese Welt untergehen. Deswegen führt Europa einen Krieg gegen die Armen. Moralisch dünnes Eis, um hier schlaue Kommentare über andere Kontinente zu fällen.

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Bergliebe 07.04.2019, 10:29
42. Krass,

welch hochprofessionelle Ideen hier zur Bekämpfung der Getreideknappheit mal wieder zu lesen sind...
Geburtenkontrolle auf dem afrikanischen Kontinent, Umweltschützer sollen mal darüber nachdenken, ob sie nicht schuld daran sind... wow.....
Ich bin schockiert darüber, dass das Getreide knapp wird.. denn das würde ja bedeuten, dass wir in den reichen Industrieländern gar nicht mehr genug hätten, um es mit Anlauf in die Tonne zu werfen, wenn es uns nicht mehr schön oder frisch genug ist... was soll nur aus uns werden...? Aber, wenn mal die Geburtenkontrolle auf dem afrikanischen Kontinent im Griff ist, können wir mit unserem Brot wieder unsere Biogasanlagen betreiben und sogar unsere Straßen pflastern, wenn wir das wollen. EIn beruhigender Gedanke...

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damianschnelle 07.04.2019, 10:31
43. @equigen

Vielleicht ist es bei Ihnen so. Hier zeigt sich ein anderes Bild. Es werden überwiegend nur noch Mais, Raps und Getreide (kein Getreide zur Lebensmittelerzeugung) angebaut. Das passierte genau in dem Umfang wie Biogasanlagen entstanden.

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Ökofred 07.04.2019, 10:31
44. Voruteile haben Sie gar nicht?

Zitat von Peter Pots
Der deutsche Getreidebauer kann nicht gegen den enthemmten Sexualtrieb der Muslime und Afrikaner an-rationalisieren. Je mehr Getreide er produziert, um so mehr Kinder setzen.die arbeitslosen und ungebildeten Muslima/Afrikanerinnen in die Welt. Wir stehen da auf verlorenem Posten, wenn wir weiter gut und nett sein wollen. Das werden wir aber nicht durchhalten können, wenn Ruanda überall ist.
Ahso, dass wir hier vor einem Jahrhundert ähnlich hohe Reproduktionsraten hatten ist dann aber nicht die Folge irgendwelcher Triebe? Sondern was?
Und was bitte hat jetzt Ruanda damit zu tun? Mord und Totschlag hatten wir in fast demselben Ausmass auch in Europa zur SELBEN Zeit - in Jugoslavien. (Nein, ich rede nicht vom 2. Weltkrieg, der ist länger her).

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mullertomas989 07.04.2019, 10:32
45. Die Grenze derart drastisch verschieben zu können ....

Zitat von vitalik
Also Augen zu und weitermachen? Die letzten 10.000 Jahre hat sich der Mensch von Pflanzen und Tieren ernährt und nun reicht es nicht und man muss die Ernährung umstellen. Sicherlich, mit einer optimierten Ernährung schafft man auch 10 oder 15 Milliarden Menschen, aber was dann? Merken Sie nicht, dass auch Ihr Vorschlag ein Ablaufdatum hat? Sie verschieben nur die Grenze. Dann ist die Grenze einer rein pflanzlichen Ernährung erst bei 15 Mia erreicht und dann? Stellen Sie sich da immer noch hin und sagen, dass man weiter an der Ernährung optimieren kann?
.... wäre durchaus schon ein Wert an sich!! Denn muss ich jetzt schon überlegen, ob das Essen reicht, wenn wir 15 oder 20 Mrd. sind? (Fast) kein Politiker denkt so langfristig! Wir sollten mit dem anfangen, was jetzt möglich ist: Den Fleischkonsum drastisch reduzieren, insgesamt weniger essen (dafür eher für Hilfsprojekte spenden) und auch weniger Essen wegwerfen. Dann wäre schon seeeeeeeeehr viel gewonnen. Sie und ich müssen nicht gleich den Plan für 2100 basteln.....

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damianschnelle 07.04.2019, 10:38
46. @Peter Pots

Entwicklungshilfe?Das was wir, der Westen, jetzt betreiben ist ausschließlich Entwicklungshilfe für unsere Konzerne. Solange wir Afrika lediglich als Absatzmarkt für unsere Billigprodukte (besonders im Nahrungsmittelbereich) und als Rohstofflieferant betrachten, wird sich an der gegenwärtigen Situation nichts ändern.

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dendro 07.04.2019, 10:44
47. Mais und Raps

„Das liegt auch an den Dürren der letzten Jahre - und an veränderten Essgewohnheiten.“ Und daran dass ein riesiger Teil der Äcker nur Rohstoffe für Biogasanlagen produziert und keine Lebensmittel.

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cb_hh 07.04.2019, 10:46
48. Unfassbar ...

... welch rassistisches Gedankengut – oder sollte es in diesem Fall Gedankenschlecht heißen? – sich hier mal wieder offenbart. Nein, in ärmeren Ländern bekommen die Menschen nicht mehr Kinder, weil sie „gedankenlos“ sind oder einen „enthemmten Sexualtrieb“ haben, sondern weil die Kindersterblichkeit so hoch ist und Kinder oft die einzige Altersvorsorge darstellen. In jedem Land, das sich wirtschaftlich entwickelt hat, sank die Geburtenrate mit dem steigenden Wohlstand. Aber klar: Ist ja viel einfacher, auf die Ärmsten der Armen zu zeigen, als sich darüber Gedanken zu machen, warum wir in den reichen Ländern aus Grundnahrungsmitteln Benzin für unsere SUVs machen oder 16 Getreidekalorien als Tierfutter in 1 Fleischkalorie umwandeln. Nein, wir müssen unseren Lifestyle nicht ändern – sondern die, denen es hundertmal schlechter geht als uns.

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permissiveactionlink 07.04.2019, 10:49
49. Ja klar, die dritte Welt ist schuld,

immer, und an allem. Thomas Robert Malthus lässt schön grüßen. Allerdings sollte man sich vor solch dummen Äußerungen besser einmal bei ourworldindata.org (englisch) näher informieren. Da erfährt man dann, dass auch in der dritten Welt die Geburtenraten stark rückläufig sind. Und in punkto Gerechtigkeit sei gesagt : All jene, denen Fleisch ihr Gemüse ist, sollten sich vielleicht einmal klar machen, dass für die Produktion einer Rindfleischkalorie durchschnittlich sieben Getreidekalorien verbraucht werden, die für die Ernährung der Hungernden in der dritten Welt nicht mehr bereitstehen. Das ist zum Beispiel bei Sojabohnen so. Unsere exorbitante Gier nach rotem Fleisch erzeugt massive Ungerechtigkeiten, Umweltschäden und (als Blowback sozusagen) erhöhte Krebsraten und häufigere Herz-Kreislauferkrankungen. Vom unendlichen Leid der Tiere gar nicht erst zu reden. Dem Hunger auf der Welt kann man Kontra geben, indem man mehrmals die Woche auf Hülsenfrüchte (prallvoll mit wertvollen pflanzlichen Proteinen), Gemüse und Getreide setzt. Die Gladiatoren Roms hatten durch diese Ernährung (wenig Fleisch !) riesige Muskelpakete, und der Geschwindigkeit ihrer Reaktionen wäre heute kaum ein Kampfsportler mehr gewachsen. Fleisch ist k e i n Stück Lebenskraft : Es erzeugt Ungerechtigkeit, Umweltschäden, masslose Qualen der Kreatur in der Massentierhaltung, und vorzeitigen Tod bei den Grillorgien- und Schlachtplatten-Liebhabern.

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