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Folge der Dürren: Weltweite Getreideernte deckt Verbrauch nicht
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Die Weltbevölkerung wächst und mit ihr der Bedarf an Lebensmitteln. Doch die Getreideernte hält mit dem Verbrauch nicht Schritt. Das liegt auch an den Dürren der letzten Jahre - und an veränderten Essgewohnheiten.

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L_P 07.04.2019, 16:04
80. Der Klimawandel...

Da wird vermutet, daß sich der Klimawandel bemerkbar macht.

Darf ich vermuten, daß sich der schädliche Einfluss von "grünen" Fundamentalisten bemerkbar machen? Die haben die Zulassung unzähliger Medikamente für Pflanzen behindert, moderne Züchtungsmethoden verteufelt, gegen Stickstoffdünger aus dem Haber-Bosch-Verfahren und Kohlendioxid (beides wichtige Nährstoffe für Pflanzen) gehetzt...

Wer keine Medikamente bekommt, bei seiner Entwicklung nicht unterstützt wird und mangelernährt wird, soll besser wachsen als mit medizinischer Versorgung und guter Ernährung? Das glaubt selbst der Weizen nicht.

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Stefan Sx 07.04.2019, 17:17
81. Welche Lüge?

Zitat von hartwig2
Wieso hält sich die Lüge des massiven Fleischbedarfs so hartnäckig. Bei Rind, Schwein Geflügel hat sich die Zahl der Schlachttiere pro Jahr seit 30 Jahren nicht erhöht. Fleisch ist ein Börsennotiertes Produkt und wird haarklein mit „Zahlen beobachtet“. Unter Rinderbestand weltweit seit 1990 können Sie es genau ablesen. - nur , die Menschheit hat sich seit der Zeit verdoppelt. Hauptproblem der Massentierhaltung, und verändert3n Futterproduktion, liegt wie überall in den Arbeitsintensiven Berufen, es will doch keiner mehr machen, und Landwirtt schon mal gar nicht. Zum Unkrautjäten hat auch niemand Lust, aber gegen Glyphosat vorgehen und vegan essen wollen. Jeder Tag wächst die Bevölkerung um 250.000 Menschen - jeden Tag. Aber die Zahl der Nahrungsproduzenten sinkt. Fragen?
Wie kann man nur so kurzsichtig sein? Im Jahr 2017 sind allein in Deutschland 745 Millionen Tiere geschlachtet worden. 9,3 pro Kopf, Säuglinge und Vegetarier eingerechnet. 600 Millionen davon waren Masthühner. Das sind 0,22 Prozent weniger als im Jahr davor. Die Masse der geschlachteten Masthühner ist im gleichen Zeitraum aber um 1,3 Prozent gestiegen. Die Zahl der geschlachteten Rinder hat um 2,87 Prozent, die zugehörige Schlachtmasse aber nur um 2,3 Prozent abgenommen. Es ist nicht die Kopfzahl, die gemästet wird, es ist die Schlachtmasse. Die Tiere werden also immer weiter auf maximalen Ertrag hin optimiert - bei, wie Sie selbst betonen: immer weniger Produzenten. Was das für die Haltungsbedingungen bedeutet, kann sich jeder selbst ausmalen. Dass die Anzahl der Schlachtrinder nicht mit der Weltbevölkerung korrespondiert, liegt wohl ganz einfach daran, dass nur ein bestimmter Anteil der Menschheit überhaupt Zugang zu Fleisch hat, und nicht damit, dass die fleischessenden Menschen weniger konsumieren. Das spiegelt sich auch in einer bedenklich großen Anzahl der Kommentare hier wider. Die Afrikaner sind schuld, die Asiaten sind schuld, die Araber sind schuld, weil die so viele Kinder in die Welt setzen. Geburtenkontrolle in der Dritten Welt muss her, bla, bla, bla. Da wird mir ganz schlecht beim Lesen. Nein, meine lieben adipösen Freunde: Ihr, ganz genau Ihr, die Ihr nicht gewillt seid, bei Euch selbst zu suchen, Ihr seid das Problem!

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Manitou-01@gmx.de 07.04.2019, 18:02
82.

Die landwirtschaftlichen Nutzflächen müssen zweckmäßiger ausgenutzt werden. Künstliche Bewässerung sollte dort, wo diese ertragssteigernd möglich ist, eingesetzt werden, jedoch nicht, um besonders wasseraufwendige Kulturen in trockenen Regionen anzubauen.
Gute Böden müssen Nahrungspflanzen liefern, wobei von diesen jedoch die für menschliche Ernährung nicht geeignete Pflanzenteile (z.B. Stroh) als Viehfutter oder Industriell (Fasern, Zellulose, Biokraftstoffe) weiterverwertet werden müssen. Gleiches gilt für minderwertige Fruchtbestandteile (Kartoffeln sortieren, die guten in den Kochtopf, die schlechten in den Futtertrog oder die Stärkefabrik)
Schlechtere Böden können z.T. nur als Weideland oder zur Futtergewinnung genutzt werden.
Und dann gibt es schadstoffbelastete Böden, von denen man nur Rohstoffe für die Industrie gewinnen kann.
Allerdings sind die Verlustraten vom Erntegütern zu hoch. Wenn man die Verluste vom Feld bis zum Teller komplett vermeiden würde, dann würden von der heutigen Erntemenge 50% mehr Menschen satt.

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Gleichstrom 07.04.2019, 18:10
83.

Tja, man muß sich eben entscheiden - wollen wir ohne Kriege und Völkermorde die nächsten Jahre auf hohem Niveau weiterleben - oder wollen wir weiterhin Wohlstand an der Menge der vertilgten toten Viecher messen und damit die unnützeste Verringerung wertvoller Nährstoffe, die es in großindustriellem Maßstab überhaupt jemals gegeben hat, weitertreiben?

Energiepflanzen auf jetzigem Stand sind nicht massentauglich. Da gibt es bessere Alternativen, z.B. Algen in Glasbehältern zu züchten, die sogar alle erdölbasierten Produkte ersetzen könnten. Müßte man eben investieren, oder sich mit einer schlechten Lösung zufriedengeben.

Da die Menschheit weiter wachsen wird, wird wohl um einer Entfaunatisierung der Lebensmittelproduktion kein Weg herumführen - endlich! Wenn es schon nicht reicht, wie man dort mit Lebewesen umgeht, um es zu boykottieren, reicht vielleicht, daß wir uns am Ende selbst auffressen. Nicht physisch, kausal aber sehr wohl...

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Manitou-01@gmx.de 07.04.2019, 18:12
84.

Zitat von HansMau
und wie so oft, wäre eine pflanzliche Ernährungsweise bzw. ein deutlicher Fleischkonsum sinnvoll. Weltweit landen über 40% des Weizen immer noch in den Trögen von Tieren in Deutschland sind über 60%. Die Zahlen von Mais und Soja sind noch deutlich höher.
Es wäre zu prüfen, wieviel Prozent der Weizenernte für Brot zu minderwertig ist. Das kann man getrost weiter verfüttern. Mais und soja sollten reduziert werden, soweit die Flächen auch für Brotgetreide nutztbar wären.
Aber es gibt Regionen auf der Welt (z.B. Sibirien, Mongolei, große teile Skandinaviens), da ist die einzige Landwirtsschaft, die klimatisch möglich ist, die Weidehaltung von Nutztieren. Und dieses Fleisch kann man bedenkenlos essen, denn das verbraucht kein Getreide.

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graf koks 07.04.2019, 19:26
85. es könnte so einfach sein:

Alles Geld, das für Rüstung ausgegeben wird, in Meerwasser-Entsalzungsanlagen und die dafür erforderliche erneuerbare Energie stecken. Vermutlich könnten so sämtliche Wüsten bewässert werden und der Meeresspiegel würde auch nicht weiter ansteigen.

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geotie1 07.04.2019, 19:34
86.

Zitat von tueftler
Und die deutschen Bauern produzieren Dank weltfremder Düngeverordnungen immer weniger Brot- und dafür mehr Futtergetreide. Dieses wird dann über Tiere veredelt. Wenn sich die sogenannten Umweltschützer mal mit den Folgen ihres Handelns auseinandersetzen würden, dann wären wir bereits weiter.
Wenn es diese Umweltschützer nicht geben würden, wäre das Klima noch viel schneller heißgelaufen. Heißt also, noch weniger Getreide! Ich denke, Sie sollten sich mit ihren Gedanken mehr auseinandersetzen, denn in der Wüste wächst nichts mehr! Man kann noch nicht einmal Futtergetreide über Tiere veredeln(?).

Wir sollten uns mal Gedanken machen, wie viele Menschen in den verschiedenen Regionen der Welt überleben können ohne die Grundlagen dafür zu zerstören. Dann sollte man sich in den Regionen überlegen, ob wir noch bei dieser Überzahl an Menschen dieses Manko mit dem Kindergeld unterstützt werden muss. Vielleicht sollten die Ehepaare eine Unterstützung bekommen, die eben die Erde schonen, indem sie keine weiteren Kinder in die Welt setzen. Aber ob das bei den Menschen mit einem Glaubenshintergrund funktioniert, wahrscheinlich nicht.
Ansonsten aber, man muss sich auch nicht so vermehren, dass die Menschheit nachher Hunger und auch den Tod zu erwarten hat. Die Natur gibt was sie kann, mehr nicht!
Anmerkung am Rande: Wenn die Rente heute schon nicht sicher ist, mit mehr Menschen wird die es auch nicht sein!

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xc20 07.04.2019, 20:35
87. Stickstoff heißt das Zauberwort

Zitat von wiersbin.p
Falsch. Die Umweltschützer prangern immer wieder den von Ihnen angeprangerten Missstand der sinkenden Produktion von Brotgetreide durch die Baueren an und ziehen gegen die Überdüngung der Böden durch Gülle und Co zu Felde. Diese überdüngten Böden brauchen sie um Mais und Fettwiesen zu Silagegewinnung zu haben das an die Tiere verfüttert wird und der Mais kommt dann zu einen erheblichen Teil auch noch zur Vergasung in die Biogasanlagen. Nebenbei verseuchen sie mit den Nitraten der Gülle auch noch das Grundwasser. Zu Energiegewinnung wäre ein massiver Ausbau der Photovoltaik, der Windkraft, hier ganz besonders an den Küsten, und der Wasserkraft sinnvoller.
Fragen sie doch bitte einmal bei den Dänen nach, aus welchem Grund dort die Düngerichtlinien nach einer deutlichen Verschärfung wieder aufgelockert wurden. Dann werden sie feststellen, dass der von ihnen zitierte Beitrag insofern richtig ist, als dass eine zu hohe Restriktion zu einem deutlichen Rückgang der Brotgetreideproduktion führt. Denn für fast alle Getreidearten gilt als ein wichtiges, wenn nicht das Wichtigste, Kriterium der Proteingehalt. Um eine ausreichende Ausbildung zu erreichen braucht es Stickstoff. Werden die Düngegrenzen zu niedrig angesetzt, wird überwiegend nur noch geringerwertiges Futtergetreide auf den Feldern wachsen.

Übrigens: Für Mais und Gras braucht es bei leibe keine überdüngten Felder. Mais ist sogar ausgesprochen effektiv und genügsam (zudem bei einem minimalsten PSM-Einsatz) in seinem N-Bedarf. Und auch Grundwasserbelastung geht ganz ohne Gülle, das funktioniert auch mit jeder anderen Art von N-Düngung, denn letztlich können die Pflanzen N nur als Ammonium oder als Nitrat aufnehmen.

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om108 07.04.2019, 20:40
88. So ein Quatsch!!!! Den Bevölkerungszuwachs in Afrika für die

weltweite Getreideknappheit verantwortlich zu machen. Es sind die Eß-, Verschwendungs und Konsumgewohnheiten in den Industrienationen und Schwellenländern, die in den Bankrott führen. Der unsägliche Fleisch- und Milchproduktekonsum und die engergieintensiven Produktionformen sind ja wohl Ursache und maßgeblicher Teil des Problems und nicht der Maniokwurzelverbrauch eines Afrikaners. Die Menschheit scheitert an sich selbst, weil große Teile nicht die Wahrheit akzeptieren, sondern sich in falschen Behauptungen und Lügen flüchten. Einfach nur erbärmlich.

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xc20 07.04.2019, 21:11
89.

1. Es wird auch in einem sehr großen Ausmaß exportiert. D ist sogar Nettoexporteur bei pflanzl. Produkten
2. Es hat nicht die Tierhaltung zugenommen, sondern aufgrund restriktiver Gesetzgebung und niedrigster Erzeugerpreise haben nur die großen Betriebe überhaupt eine Überlebenschance, was zu einer Verdichtung geführt hat. Kaum ein Kleinbetrieb kann sich die Investitionen nach den neueren Gesetzesstandards leisten. Die Politik reguliert die Kleinen in die Pleite, oder sorgt dafür, dass keine Nachfolger sich diesen Quatsch mehr antun will.
3. tatsächlich mal ein korrekter Punkt.
4. Was auch nur überaus sinnvoll ist, da es sich bei Gülle um DEN Mehrnährstoffdünger schlechthin handelt. Alternativ müssten Ackerbaubetriebe auf rein mineralische Düngung setzen. Die Spezialisierung der Betriebe ergibt sich aus Punkt Zwei.
5. Der Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung hat sich seit 2012 mehr als halbiert. Was hat die Humanmedizin in dieser Zeit erreicht?
6. Gülle "gilt" nicht als "Düngeersatz". Sie ist genau das: Hochwertiger Mehrnährstoffdünger, ohne den auch die biol. Landwirtschaft nicht auskommen würde. Jeder m3 Gülle ERSETZT jede menge mineralischen N-Dünger, dessen Produktion einen sehr hohen Energieaufwand erfordert. Dazu sind auch noch relevante Mengen an Kalium, Phosphat, Magnesium und jede Menge Mikronährstoffe enthalten. Und das in chemischen Formen die bestens pflanzenverfügbar sind.
7. Die heute gemessenen Werte stammen an vielen Stellen aus Bewirtschaftungszeiträumen von vor 40, 50 oder noch mehr Jahren. Die Bewirtschaftung hat sich aber alleine in den letzten 10 Jahren massiv zu einem sparsameren und deutlich effizienteren Einsatz von Düngemitteln und PSM gewandelt. Die daraus resultierenden Effekte kann man nur eben noch nicht messen.
8. Gülle ist ein idealer Nährboden für Bodenorganismen. Nicht nur weil eine ganze Reihe an Nährstoffen enthalten ist, sondern weil gleichzeitig auch eine bedeutsame Menge an gut verwertbarem org. Material enthalten ist, welches für viele Bodenorganismen förderlich ist. Antibiotika in Gülle sind kaum bis gar nicht vorhanden. Dazu hätte ich ihrerseits bitte einmal aussagekräftige Nachweise aus repräsentativen Untersuchungen. Die in den Oberflächengewässern gefundenen Antibiotika und Antibiotikaresistenzen stammen nämlich zu einem geradezu überwältigenden Teil aus dem Humanbereich. Gut daran zu erkennen, dass viele der entsprechenden Wirkstoffe in der Tierhaltung nie eingesetzt werden durften und auch nie eingesetzt wurden.
9. Qualitäts- und Nährstoffbestimmungen finden sogar sehr regelmäßig im Rahmen der gesetzl. vorgeschriebenen Düngebedarfsplanung statt. Und besonders bei überregionalem Handel, da häufig nach den Nährstoffgehalten abgerechnet wird.
10. s.o.

Zu ihrer Schlussfolgerung: Die entsprechende Überwachung findet theoretisch bereits statt. Alleine das ausreichende Personal fehlt (will halt niemand bezahlen). Wird Gülle, wie von ihnen gefordert, als Abfall deklariert, trifft es vor allem einen Bereich: Die Biolandwirte, weil sie zu einem erheblichen Teil darauf angewiesen sind.

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